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Test: Gigabyte G1.Sniper 3 - mehr als ein Gaming-Mainboard

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Seite 9: Fazit

Mit dem G1.Sniper 3 ist Gigabyte ein gutes Gaming-Mainboard gelungen, das sich auch nicht nur eben zum Gaming eignet, sondern auch in anderen Bereichen durchaus überzeugen kann. Das Board eignet sich nämlich auch bestens für Overclocking. Mit einem intelligenten 16+2+3-Phasendesign ist eine starke und effiziente CPU-Spannungsversorgung gegeben, die zusammen mit den umfangreichen Overclocking-Funktionen im BIOS einen hohen und stabilen CPU-Takt ermöglichen. Wie bei allen aktuellen Overclocking-Platinen sind auch auf dem G1.Sniper 3 Spannungs-Messpunkte und eine Debug-LED mit von der Partie.

Gamer, die bereit sind, etwas mehr auszugeben, kommen bei diesem Kaliber ganz auf ihre Kosten. Gigabyte hat auf dem dritten Ableger der Sniper-Serie vier mechanische PCIe-3.0-x16-Slots untergebracht, die ein SLI- oder CrossFireX-Grafikkartengespann mit maximal vier Grafikkarten erlauben. Für die nötige Anbindung von vier Grafikkarten wurde auf den PEX8747 von PLX-Tech gesetzt, der die 16 Lanes der CPU in ausreichende 32 Lanes wandelt, sodass jede Grafikkarte mit acht Lanes an das System angebunden werden kann. Praktisch für Spieler von Online-Spielen ist zudem, dass Gigabyte neben dem Intel 682579V-Netzwerk-Controller außerdem noch einen weiteren LAN-Port über den Qualcomm Atheros Killer E2201 integriert hat, der genau dafür optimiert wurde.

img_5.jpg

Die weitere Anschlussvielfalt ist schon beeindruckend: Mit zehn SATA- und ebenfalls zehn möglichen USB-3.0-Schnittstellen kommt der Käufer ohne jeden Zweifel nicht zu kurz. Und selbst ein mSATA-Slot ist mit im Preis inbegriffen, indem man aktuelle mSATA-SSDs platzieren kann, was zusätzlich Platz im Gehäuse einspart. Mit im Zubehör befindet sich zusätzlich ein eSATA-Kit, das mittels Slotblende ermöglicht wird. Und zudem ist auch noch kein gewöhnlicher Onboard-Soundchip verlötet worden, sondern der Creative CA0132, der zusammen mit einem separaten Kopfhörerverstärker auf der Platine für ordentlichen Sound sorgt.

Aber das Ganze hat natürlich einen Preis: Bei der ganzen Vielfalt an Ausstattung und Funktionen leidet das Mainboard jedoch an einer hohen Leistungsaufnahme. Einer der größeren Verursacher wird der PLX-Bridgechip sein, der schon bei vergangenen High-End-Boards knapp 10 Watt mehr Leistung benötigt hat, aber auch die Armada an Onboard-Chips wird ihr übriges dazu tun. Ein richtiger Sparfuchs ist das Board somit nicht - aber wenn ein Gamer das Board mit zwei Grafikkarten, einer Menge RAM und einer High-End-CPU ausstattet, sind diese 10 Watt sicherlich zu vernachlässigen.

Das verwendete UEFI-BIOS ist bereits bekannt und hat uns im Großen und Ganzen auch beim G1.Sniper 3 gefallen. Die gewählten Einstellungen wurden konsequent umgesetzt. Einzig die Tatsache, dass es spürbare Aussetzer während der Auswahl der Einstellungen gab, ist negativ anzumerken, was sich jedoch sicherlich mit einem BIOS-Update beheben lässt.

Für das Gigabyte G1.Sniper 3 werden mindestens 310 Euro fällig. Damit darf es sich nicht zu den Schnäppchen zählen. Schaut man dann aber auf die Ausstattung, wird einem klar, dass der Preis trotzdem irgendwie angemessen ist. Wer genügend Geld auf dem Konto aufzuweisen hat und etwas ganz Besonderes in seinem Gehäuse verbauen möchte, ist mit diesem Mainboard gut beraten.

Positive Eigenschaften des Gigabyte G1.Sniper 3:

  • sehr hohe Leistungsfähigkeit mit sehr starker und effizienter CPU-Spannungsversorgung inkl. umfangreichen Overclocking-Funktionen
  • gute und umfangreiche Ausstattung, u.a. zehn SATA-Schnittstellen und zehn USB-3.0-Anschlüsse
  • Creative-Onboard-Sound, KillerNIC- und Intel-Netzwerkchip
  • PCI-Express-3.0-Unterstützung an vier PEG-Slots (nur mit Ivy Bridge-CPU)
  • Spannungs-Messpunkte
  • sehr gute Gesamtperformance und gute Stabilität
  • umfangreiches Zubehör, u.a. USB-3.0-Frontpanel und eSATA-Kit

Negative Eigenschaften des Gigabyte G1.Sniper 3:

  • hohe Leistungsaufnahme

Das Gigabyte G1.Sniper 3 ist ein Gaming-Mainboard der Superlative, was auch andere Stärken wie das Overclocking zu bieten hat. Eine umfangreiche Ausstattung und die Fülle an Funktionen und Zubehör machen das Gigabyte G1.Sniper 3 zu einem wirklich heftigen Board. Auszeichnung? Keine Frage, aber den Stromverbrauch muss man ignorieren. Also Scheuklappen auf, denn die Gaming-Grafikkarte verbrät unter Last sowieso 300 Watt...

EH gigabyte g1.sniper 3

 

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Kommentare (21)

#12
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Registriert seit: 24.06.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5135
Kann der Soundchip eigentlich auch DD-Live oder DTS-Connect? Bzw. bringt eines der beiden oder beide in Software mit? Weil dann bräuchte man zum Spielen mit einem externen Verstärker keine bessere Soundkarte mehr...
#13
Registriert seit: 15.04.2007

Hauptgefreiter
Beiträge: 178
Zitat N!tro;19607762
[...] Würde gern mal ein Setup sehen, dass das Board voll ausfährt. Die Anzahl der Ports find ich zum Teil dann doch leicht Größenwahnsinnig. Aber soll ja Enthusiasten geben.


Meinst du die PCIe Ports, oder die SATA Ports?
Bei den PCIe Ports gebe ich dir Recht, bei SATA allerdings nicht. Ich brauch mindestens 8 Ports: drei Festplatten, zwei Hotswap Anschlüsse, einen eSATA Anschlüsse, zwei Laufwerke (DVD und BRD).
#14
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Registriert seit: 13.05.2004
Hannover
Kapitänleutnant
Beiträge: 1998
Zitat
man bekommt mit einem Kopfhörerverstärker satten Sound bis 150 ohm

Sind hier Dezibel gemeint? Ohm ist elektrischer Widerstand.
#15
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 27920
Zitat Virdon;19608741
Trotz Oberklassestatus hat z.B. das Maximus V Extreme hingegen nur einen.

Bei dem Modell liegt der Schwerpunkt noch ganz woanders und durch das PEG-Setup, den Thunderbolt Contoller und die anderen Zusatzchips waren dafür einfach keine PCIe Lanes mehr verfügbar. Trotzdem ist es selbst für die Extreme Reihe eher die Ausnahme, wie man am M4E oder M4E-Z sehen kann.
#16
customavatars/avatar136469_1.gif
Registriert seit: 24.06.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5135
Kann der Soundchip eigentlich auch DD-Live oder DTS-Connect? Bzw. bringt eines der beiden oder beide in Software mit? Weil dann bräuchte man zum Spielen mit einem externen Verstärker keine bessere Soundkarte mehr...
#17
customavatars/avatar105565_1.gif
Registriert seit: 01.01.2009

Cpu Köpfer
Beiträge: 1667
Hm irgendwie fehlt in dem Test was... Wie hoch kommt der Bustakt? 103? oder mehr?
Wie groß ist der Raum mit den ausladenenen Spawa Kühlern? Insgesamt sieht das eher aus wie Spielzeug ohne echte OC Eigenschaften...
#18
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Registriert seit: 23.09.2009

Hauptgefreiter
Beiträge: 232
Der maximale Bustakt ist doch abhängig von der verwendeten CPU.
Wie sollte man diesen denn angeben ?

Und die OC eigenschaften dieses Boardes stehen einem UD3/5H in nichts nach einzigst das Ud7 hat vorteile in Benchruns da man dort den multi während eines Benchruns ändern kann
#19
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Registriert seit: 01.01.2009

Cpu Köpfer
Beiträge: 1667
Der Bustakt hängt genauso an den verbauten Teilen auf dem Board... Daher spannende Frage sind die ganzen Zusatzchips dem OC im Weg.

Den Multi im Windows änder sollte jedes 1155 Board können....
#20
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Registriert seit: 23.09.2009

Hauptgefreiter
Beiträge: 232
Du hast mich falsch verstanden ....mit dem UP7 kann man den Multi per taster auf dem Board während eines benchruns ändern.;)

Und ob UD3h,UD5h oder UP5Th ändert nichts am OC Ergebniss
#21
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Registriert seit: 01.01.2009

Cpu Köpfer
Beiträge: 1667
Ah okay, das ist dann tatsächlich zusätzlich.
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