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Test: ASUS P8P67 Deluxe - die Multimediaplatine

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Seite 5: Bios

Wir verwendeten für den Test die BIOS-Version 1053, Build Date 03.01.2011. Diese BIOS-Version war zum Testzeitpunkt für das ASUS P8P67 Deluxe die aktuellste im Netz verfügbare Variante. Wie schon beim ASRock Fatal1ty P67 Professional handelt es sich auch beim ASUS-Board um eine UEFI-BIOS-Version, die die neue Oberfläche nutzt, in der auch per Maus navigiert werden kann. Wie beim ASRock-Board müssen wir aber anmerken, dass dies für den Profi wohl erst einmal eine Umstellung ist, Einsteiger oder unbedarfte Anwender werden sich über die einfachere Navigation aber sicherlich freuen.

Die grafische Oberfläche startet bei ASUS mit einer Übersicht des Hardwaremonitorings und der Eckdaten des Systems. Verändert werden kann auf diesem ersten Schritt ausschließlich die Bootreihenfolge. Dies ist durchaus praktisch für OEM-PCs, wo Hersteller verhindern wollen, dass Anwender das System so konfigurieren, dass es nicht mehr funktioniert - für fortgeschrittene User bedeutet diese Anordnung aber einen Klick mehr, denn den Expertenmodus erreicht man nur über einen Button in der rechten oberen Bildschirmecke. Klickt man hier drauf und bestätigt die kommende Abfrage mit dem "Advanced Mode", kommt man letztendlich in die interessanten Optionseinstellungen des Boards. 

Natürlich ist auch bei ASUS EZ Flash wieder vorhanden, das Update des BIOS mit einem USB-Stick und der heruntergeladenen Datei ohne DOS-Umgebung ist also einfach und ohne Probleme möglich. Weiterhin hat ASUS auch die Möglichkeit geschaffen, einzelne OC-Profile zu speichern, die SPD-Informationen aus den Speichermodulen auszulesen und mit Drive Xpert die SATA-Schnittstellen des Marvell-Controllers in einem Software-RAID zu konfigurieren (RAID 1 und 0). Über diesen Umweg unterstützen die SATA-6G-HDDs dann doch RAID.

Bei der Navigation durch das neue UEFI-Bios hat sich ASUS an den bisherigen Boards orientiert, sodass die gute Ordnung dort nicht verloren gegangen ist. Es kann auch weiterhin mit der Tastatur navigiert werden. Die Onboard-Komponenten können alle getrennt voneinander abgeschaltet werden, nur die beiden USB3.0-Controller können nur gemeinsam deaktiviert werden. Hier könnte ASUS noch nachbessern, wenn man z.B. die rückwärtigen USB3.0-Ports nicht verwenden möchte.

Das Hardwaremonitoring ist sehr gut gelöst, es lädt nun auch deutlich schneller als bei vergangenen ASUS-Boards. Zudem ist mit Q-Fan wieder die Lüftersteuerung für den CPU- und den Chassis-Fan vorhanden. Das Board besitzt auch eine Stromspitzen-Schutzfunktion (OVP und UVP), die im Hardwaremonitoring unter dem Punkt Anti Surge Support deaktiviert werden kann, sollte sie beim Betrieb stören.

Die Bootzeit des Boards ist in Ordnung, solange man nicht alle Onboard-SATA-Komponenten verwendet und als Boot-Device konfiguriert. Im Vergleich zu Vorgänger-Boards ist der Bootvorgang deutlich verkürzt worden. Auch das UEFI-BIOS selber ist schnell geladen. Erfreulicherweise sind alle Stromspartechniken aktiviert, selbst C6, und auch der Turbo-Betrieb lief zufriedenstellend ohne Probleme.

Generell prüfen wir bei unserem Bios-Check die folgenden Besonderheiten: 

  • Sind alle Stromspartechniken im BIOS bereits standardmäßig aktiviert?
  • Wenn nein, lassen sie sich aktivieren und sind sie vorhanden?
  • Sind Turbo- und Performance-Optionen vorhanden und nutzbar?
  • Lassen sich die Onboard-Komponenten abschalten und konfigurieren?
  • Wie lässt sich die Lüftersteuerung des Boards einstellen?
  • Ist das Hardwaremonitoring ausführlich und komplett?
  • Wie sieht es mit Overclocking-Optionen aus?
  • Wie sind BIOS-Updates machbar (z.B. nur über Floppy, über Windows, über das BIOS selbst)?
  • Welche sonstigen Besonderheiten sind im BIOS vorhanden?

Diese Kriterien sind für die meisten Anwender die wichtigsten, wobei für ein einwandfreies Funktionieren des Boards auch noch weitere Funktionen dazugehören. Sämtliche BIOS-Funktionen haben wir in der folgenden Galerie aufgeführt:

Weitere Auffälligkeiten gab es im Betrieb nicht. Das Board reagierte auch auf andere Einstellungen im BIOS genau so, wie es reagieren sollte. In unseren Stabilitäts- und Kompatibilitätschecks mit diversen Speichermodulen und Grafikkarten kam auch kein Problem zum Vorschein. Das Board lief auch mit DDR3-Vollbestückung ohne Probleme, wobei es aber bei hohen Taktraten (z.B. 2133 MHz) einer Command Rate von 2t Zyklen bedarf. Dies ist aber für den P67-Chipsatz bzw. für die Core-i7-Generation typisch.