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Test: ASUS P8P67 Deluxe - die Multimediaplatine

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Seite 3: Features und Layout (2)

Die Onboard-Komponenten hat ASUS auf dem P8P67 Deluxe fast schon ordnungsliebend angeordnet:

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Zunächst finden wir links den Realtek 889-Onboard-Sound. Der HD-Sound besitzt nicht nur optische und digitale Ein- und Ausgabemöglichkeiten an der I/O-Blende, sondern auch Blu-ray-Content-Protection. Somit ist es möglich, das Board für die Blu-ray-Wiedergabe zu verwenden und hier auch ein entsprechend hochwertiges Soundsignal auszugeben. Die Qualitätswerte der analogen Ausgänge waren in Ordnung, auch wenn sie nicht mit einer Soundlösung wie z.B. ASUS' eigener Xonar-Karten mithalten kann.

Direkt neben dem Realtek-Sound hat ASUS den VIA-Firewire-Chip untergebracht. Der VT6315N besitzt die Möglichkeit, zwei Ports anzusprechen, einer davon befindet sich auf der I/O-Blende, der andere ist als interner Header für Frontanschlüsse am Gehäuse zu verwenden. Eine Slotblende liefert ASUS hierfür nicht mit. Der VT6315N ist ein PCI-Express-Controller.

Als dritten und vierten Chip findet man in der Reihe den Realtek RTL8111E und den Intel 82579. Beide sind Gigabit-Ethernet-Controller. ASUS ist einer der wenigen Hersteller, die auf den Intel-Chip setzen und somit die direkte Anbindung zum Chipsatz nutzt, die seit dem P55-Chipsatz existiert. Der Realtek RTL8111E-Chip ist hingegen ein klassischer PCIe-Controller. Beide Gigabit-Chips entsprechen der IEEE802.3az-Spezifikation, besitzen also umfangreiche Energiesparfunktionen, z.B. die Abschaltung, wenn kein Kabel eingesteckt ist.

Der letzte Chip ist der NEC (Renesas) USB3.0-Controller, den man seit Einführung der USB3.0-Marktreife auf fast allen Mainboards findet. Ein weiterer NEC-Controller befindet sich in unmittelbarer Nähe der SATA-Ports und Dimm-Slots des Boards. In einem kleinen Vergleich zum kürzlich erschienenen Etron EJ168A, der ebenso zwei Ports bietet und über PCIe angebunden ist, lieferte der Etron eine leicht bessere Write-Performance. In unseren Benchmarks überprüfen wir dies erneut mit dem ASUS-Board. ASUS bietet zwei Ports auf der I/O-Blende und zwei weitere über einen internen USB3.0-Header, der mit dem beiliegenden USB3.0-Fronteinschub bestückt werden kann. Der USB-Header befindet sich an einer geschickten Position zwischen dem ATX-Stromstecker und den SATA-Ports, damit das Kabel direkt verlegt werden kann.

Natürlich darf auch ein zusätzlicher SATA-Port nicht fehlen. ATA/133 und den Floppy-Port spart sich ASUS zwar, aber ein weiterer SATA-6G-Controller von Marvell (9128) darf nicht fehlen. Der Controller bietet zwei Ports, die sich direkt neben den nativen Ports des P67-Chips befinden. Beide lassen sich aber nicht im RAID kombinieren, hierfür muss man die Intel-Ports verwenden.

Im Bild sieht man die SATA-Ports - links sind die vier SATA-3G-Ports des Intel P67-Chips, die weißen Ports sind dessen SATA-6G-Ports. Rechts die SATA-6G-Ports des Marvell-Controllers. Einen Leistungstest der Schnittstellen nehmen wir in den Benchmarks vor.

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Für zwei eSATA-Ports braucht ASUS auf dem P8P67 Deluxe auch noch einen Controller: Hier setzt man auf den bekannten JMB362, der zwei eSATA-3G-Ports auf das Mainboard bringt. Die Ports befinden sich natürlich bereits auf der I/O-Blende, einer davon ist als Power eSATA ausgeführt, der andere benötigt eine USB-Stromquelle oder ein externes Netzteil zur Stromspeisung des eSATA-Geräts.