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MSI Aegis: Leicht aufrüstbarer Spielerechner im kompakt-schicken Design getestet

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Seite 1: MSI Aegis: Leicht aufrüstbarer Spielerechner im kompakt-schicken Design getestet

msi aegis gtx970 teaserMit seinem Vortex-System hatte MSI erst kürzlich bewiesen, dass man pfeilschnelle Hardware in einem kompakten, aber trotzdem sehr ansehnlichen Gehäuse problemlos unterbringen kann. Einen Nachteil aber hat die Konstruktion: Sie ist nicht wirklich aufrüstbar. Wer später die Grafikkarten gegen schnellere austauschen oder aber mehr Speicher in das Zylinder-Gehäuse packen möchte, der muss entweder viele Hürden meistern oder kann seine Pläne überhaupt nicht in die Tat umsetzen. Das MSI Aegis, welches man im April vorstellte, knüpft genau daran an und kombiniert ebenfalls schnelle Hardware in einem schicken 19,6-Liter-Gehäuse, lässt sich aber dank normaler Desktop-Komponenten später leichter upgraden. Wie sich der Spielerechner in der Praxis schlägt, erfährt man in unserem heutigen Test.

Zugegeben: Das MSI Vortex hat uns mit seinem zylinderförmigen Designer-Gehäuse, dem leistungsfähigen SLI-Gespann mit zwei NVIDIA-GeForce-GTX-980-Grafikkarten und dem flotten SSD-Aufbau sowie natürlich der modernen Skylake-CPU sehr begeistert. Daran anzuknüpfen oder sogar noch einen draufzusetzen wird für MSI schwer. Den größten Nachteil der schlechten Aufrüstbarkeit macht das MSI Aegis aber allemal wett. Im Inneren werkelt ausschließlich Desktop-Hardware. Neben einer gesockelten Skylake-CPU und einem kleinen Mini-ITX-Mainboard ist auch eine handelsübliche Full-Size-Grafikkarte verbaut. 3,5-Zoll-Laufwerke können ebenso untergebracht werden, wie kleinere 2,5-Zoll-Geräte und ein optisches Laufwerk. Einzig beim Netzteil ist man vielleicht etwas limitiert, denn die Auswahl an Austausch-Geräten ist überschaubar, wattstarke Stromspender in diesem Formfaktor findet man eher selten.

Trotzdem ist das MSI Aegis sehr stylisch. Auf einem Standfuß mit dem integrierten Netzteil thront die restliche Hardware. Die Front ist aggressiv und zeigt sich fast schon kampfeslustig, was auch der Name deutlich macht. Aegis ist ein Kampfsystem, welches in modernen Kampfschiffen der USA oder in Japan zum Einsatz kommt. Seinen namentlichen Ursprung aber findet das MSI Aegis in der griechischen Mythologie – Aigis ist ein schützendes Schild. Dieses findet sich in Form des altbekannten Drachenlogos auf der Front wieder. Abgerundet wird das Design von der Mystic-Light-Beleuchtung, mehreren RGB-LEDs, die sich über eine hauseigene Software nach Belieben einstellen lassen. 

Das MSI Aegis wird in Deutschland ausschließlich als voll bestücktes Gaming-System mit vorinstalliertem Windows ausgeliefert werden und muss damit eigentlich nur noch an Tastatur, Maus, den Bildschirm und natürlich an das Stromnetz angeschlossen werden. Angeboten wird der Kompaktrechner in unterschiedlichen Ausführungen. Herzstück ist jeweils ein Intel Core i5-6400 oder ein Intel Core i7-6700, die auf bis zu 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher zurückgreifen dürfen – meist werden jedoch maximal 16 GB RAM verbaut. Auf Seiten der Grafikkarte gibt es entweder eine NVIDIA GeForce GTX 960 oder die schnellere Schwester GeForce GTX 970. Beide stammen natürlich von MSI, sind mit einem eigenen Kühlsystem ausgerüstet und werden mit leicht höheren Taktraten als eigentlich vorgesehen angetrieben. Dazu gibt es eine M.2-SSD und ein 3,5-Zoll-Laufwerk. Wireless-LAN nach 802.11ac ist ebenso an Bord wie Bluetooth 4.2 und Gigabit-LAN. Aufrüsten lässt sich das Aegis mit einem weiteren 3,5-Zoll-Laufwerk. Ein optisches Laufwerk steht natürlich ebenfalls zur Verfügung. Das MSI-eigene Mini-ITX-Mainboard stellt hochwertigen 7.1-Sound mit Nahimic Audio Enhancer bereit sowie zahlreiche aktuelle Anschlüsse, wie beispielsweise USB 3.1 Typ-C. All das bringt man in einem 433 x 376 x 170 mm großen Gehäuse unter.

Für unseren Test versorgte uns MSI mit seinem Flaggschiff-Modell, welches in den nächsten Tagen für empfohlene 1.799 Euro angeboten werden wird. Um die 3D-Beschleunigung kümmert sich eine MSI GeForce GTX 970 4GD5T OC, beim Prozessor kommt Intels Core i7-6700 zum Einsatz. Dazu gibt es 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von 2.133 MHz, eine 256 GB fassende M.2-SSD sowie eine 1-TB-HDD im 3,5-Zoll-Format. Mit Strom versorgt wird der kompakte Spielerechner von einem 350 W starken Netzteil.

Noch schneller (und teurer) geht es mit dem MSI Aegis X, welches man zur Computex 2016 in Taipei ankündigte. Dann gibt es eine Wasserkühlung, einen schnellen K-Prozessor samt Z170-Chipsatz und eine NVIDIA GeForce GTX 1080.

Das MSI Aegis in der Übersicht
Hersteller und BezeichnungMSI Aegis
Straßenpreis: 1.799 Euro
Modell: Aegis-005DE
Homepage: www.msi.com
Hardware 
Abmessungen: 433 x 376 x 170 mm (B x H x T)
Prozessor: Intel Core i7-6700, 4x bis zu 4,0 GHz
Grafikkarte: MSI GeForce GTX 970 4GD5T OC, 4 GB GDDR5
Mainboard: MSI MS-B901, B150
Massenspeicher: 1x 256 GB M.2
1x 1 TB SATA III HDD
Arbeitsspeicher: 2x 8.192 MB DDR4-2133
Netzteil: 350 W, 80Plus Bronze
Kühlung: eigene
Gehäuse: eigenes
Anschlüsse: 1x USB 3.1 Gen 1 Typ-C
4x USB 3.1 Gen 1
4x USB 2.0
2x HDMI
2x DisplayPort
2x DVI
1x LAN (RJ45)
7x 3,5-mm-Klinke
1x optisch
Sonstiges: Wireless-LAN 802.11ac, Bluetooth 4.2, DVD-Brenner, Beleuchtung, Windows 10

Wie sich das MSI Aegis in Sachen Performance, Lautstärke und Leistungsaufnahme schlägt, erfährt man auf den nachfolgenden Seiten.

 

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Kommentare (24)

#15
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Registriert seit: 26.03.2011

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 418
in der Tat eine ziemlich krasse Fehlkonstruktion!
Völlig deplatziertes Netzteil. Nach wenigen Monaten ist das zugesetzt mit Staub. An Langzeithaltbarkeit ist hier kein Gedanke verschwendet worden. Dafür muss man die ideale Netzteildimensionierung zu gute halten. OC der Grafikkarte ist leider nur unter Berücksichtigung des Stromverbrauchs möglich.
Der Cpu Kühler sieht für mich nach der billigst möglichen Lösung aus. Hätte es so de­signt, dass die Lüftung der Grafikkarte die Abwärme des Prozessors mitregelt. Bei dem absurden Preis kann man das erwarten.
Ein weiteres Beispiel der Abzockermachenschaften der Komplettsystem Hersteller. Wer sowas auf eine Seite mit vermutlich hauptsächlich fachkundigen Lesern vorstellt, muss negative Resonanz befürchten.
#16
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Registriert seit: 26.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1538
1. April ist nun doch schon ne Weile vorbei, oder?

1800€ für nen Plastikcase, einen etwas aufgebohrten Notebookkühlern, Last-Generation Grafiklösung und nen billiges 0815 PSU?

Meine Fresse!

Finde es fast unverantwortlich, dass sowas hier empfohlen wird. Der unbedarfte Kunde, der sich vorher vielleicht sogar nochmal kundig macht, liest hier den Artikel und denkt sich... 'Knapp am Excellence-Award vorbei.. Dann kann's ja nicht so schlecht sein'...
#17
Registriert seit: 09.12.2006
NRW
Flottillenadmiral
Beiträge: 5022
Das ding hat ein Wert von 800-900 €

Wollen die uns verarschen ?
#18
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Registriert seit: 17.02.2009
Sachsen, Brandis b. Leipzig
Admiral
Beiträge: 16814
Zitat MENCHI;24677494
Es kann garnicht so schlecht gewesen sein, wenn sogar Du es verstanden hast. Die Schreibfehler kannst gerne behalten.


Ich geh mal fix lachen - du bist derjenige der die Analogie nicht verstanden hat... :wink:


Edit: Was das System angeht hast du nämlich recht ;)
#19
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Registriert seit: 23.08.2008
Bitz
Anime und Hardware Otaku
Beiträge: 10922
OMG ... jetzt blicke ich es ... :wall:

Ich geh mal fix mich schämen :wink:
#20
customavatars/avatar42982_1.gif
Registriert seit: 14.07.2006

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1311
Jo das Ding wäre mir nichtmal 1800 Yen wert
#21
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Registriert seit: 19.05.2006
3. Planet
Kapitän zur See
Beiträge: 3661
Wo wird denn der schicke Rechner getestet? Hier ist ja nur ein hässliches Origami Teil...
Gleich schaue ich mir den Bericht an und dir Kommentare vor mir^^
#22
customavatars/avatar97341_1.gif
Registriert seit: 23.08.2008
Bitz
Anime und Hardware Otaku
Beiträge: 10922
Da kommt nix von MSI (PR) oder von der Redaktion :D

Wie schon bei dem Vortex SLI Mülleimer - nur lächerlich
#23
Registriert seit: 10.04.2005

Matrose
Beiträge: 13
Wieviel hat man euch dafür bezahlt dieses Ding nicht komplett zu verreissen.
Plastik, veraltet, lautes Kühlsystem?
#24
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Registriert seit: 14.02.2010
Lüneburg & Wunstorf (Nds.)
Hauptgefreiter
Beiträge: 251
Zitat Biolante;24678222
in der Tat eine ziemlich krasse Fehlkonstruktion!
Völlig deplatziertes Netzteil. Nach wenigen Monaten ist das zugesetzt mit Staub. An Langzeithaltbarkeit ist hier kein Gedanke verschwendet worden. Dafür muss man die ideale Netzteildimensionierung zu gute halten. OC der Grafikkarte ist leider nur unter Berücksichtigung des Stromverbrauchs möglich.
Der Cpu Kühler sieht für mich nach der billigst möglichen Lösung aus. Hätte es so de*signt, dass die Lüftung der Grafikkarte die Abwärme des Prozessors mitregelt. Bei dem absurden Preis kann man das erwarten.
Ein weiteres Beispiel der Abzockermachenschaften der Komplettsystem Hersteller. Wer sowas auf eine Seite mit vermutlich hauptsächlich fachkundigen Lesern vorstellt, muss negative Resonanz befürchten.


Bei der Dimensionierung des Netzteils muss ich dir Recht geben, dass ist tatsächlich so ziemlich das einzig sinnvolle an dem System (neben der Tatsache, dass noch ein ODD verbaut ist, zumindest m.M.n.). Nur was nützt ein sinnvoll dimensioniertes Netzteil, wenn es nur 80+ Bronze hat und dazu ein sagen wir nicht ideales Lüftungskonzept..
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