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Edel-Rechner ASUS Zen AiO S im Test

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Seite 1: Edel-Rechner ASUS Zen AiO S im Test

zotac magnus en970 teaserApple hat mit den iMacs schon vor Jahren vorgemacht, wie ein All-in-One edel gestaltet werden kann. Die meisten Windowsprodukte können da mit Blick auf Material und Verarbeitung nicht mithalten. Anders soll das beim neuen Zen AiO S von ASUS sein. Dieser Windows 10-Rechner nimmt es gestalterisch durchaus mit einem aktuellen iMac auf. Und auch das Innenleben kann sich mit Intel Skylake-Prozessor und NVIDIA Maxwell-Grafik sehen lassen. Doch wird der Zen AiO S wirklich zur iMac-Alternative für Windowsnutzer?

Schon auf der IFA war der Zen AiO S einer der Hingucker. Sicher erinnert das Design etwas an einen iMac, doch ASUS hat dem All-in-One durchaus eigene DNA mitgegeben. Da sind nicht nur die markanten Zen-Kreise im unteren Teil des Rahmens, sondern auch die gewagt gewinkelte Standfußlösung. Geradezu ein traditionelles Element für die Zen-Produkte ist der Einsatz von Aluminium.

Anders als Apple verzichtet ASUS darauf, den Edel-AiO in zwei Größen anzubieten. Die 23,8 Zoll Displaydiagonale sind aber allemal ein sinnvoller Kompromiss. Das Display ist nach dem Design auch schon der nächste Hingucker. Bei den Topvarianten sorgt die 4K-Auflösung auf 23,8 Zoll für eine beachtliche Pixeldichte von 185 ppi. Für PC-Verhältnisse ermöglicht die enorme Pixeldichte eine gestochen scharfe und regelrecht plastische Darstellung. 

Die 3.840 x 2.160 Pixel wollen allerdings auch flüssig beliefert werden. Hinter dem schlanken Display bleibt nicht allzuviel Platz für Hardware. ASUS setzt beim Prozessor trotzdem nicht auf genügsame Notebook-Hardware, sondern auf reguläre Desktopmodelle. Der Zen AiO S kann wahlweise mit Core i7-6700T oder mit Core i5-6400T geordert werden. Diese T-Modelle begnügen sich mit einer TDP von 35 Watt, sie sind dementsprechend deutlich genügsamer als die leistungsstärksten Skylake-Ableger. Der Core i7-6700K (zu unserem Test) ist beispielsweise mit einer TDP von 95 Watt spezifiziert. Dafür werden die beiden T-Modelle allerdings verhaltener getaktet. Der Core i7-6700T arbeitet regulär mit 2,8 GHz und boostet maximal auf 3,6 GHz. Beim Core i5 sind 2,8 GHz schon der maximale Boost-Takt, die Grundtaktfrequenz liegt bei 2,2 GHz. 

Für die GPU musste ASUS aus Platzgründen dann doch zu Notebookmodellen greifen. Dem Core i7 wird GeForce GTX 960M und dem Core i5 eine GeForce GTX 950M zur Seite gestellt. Die beiden Mittelklasse-Lösungen basieren auf NVIDIAs aktueller Maxwell-Architektur. Sicher wird der AiO mit diesen Grafiklösungen nicht zum ausgewachsenen Spielerechner, prinzipiell sollten bei reduzierter Auflösung aber auch aktuelle Titel laufen. Genauer werden wir auf die Gaming-Eignung noch bei unserem Praxistest eingehen.

Fragwürdige Preispolitik

alles

Der Verkaufspreis des Zen AiO S variiert je nach Ausstattung. Dabei hatte ASUS selbst mit der IFA-Pressekonferenz falsche Erwartungen geweckt. Laut der Präsentationsfolie waren zwei Varianten zu erwarten: Die Top-Variante mit Core i7 und GeForce GTX 960M sollte demnach ab 1.499 Euro angeboten werden. Die Variante mit Core i5 und GeForce GTX 950M wäre mit einem Preis von 1.099 Euro deutlich günstiger geworden. Für einen wertigen All-in-One mit aktueller und durchaus leistungsstarker Hardware, einem Aluminiumgehäuse und einem 4K-Touchdisplay erschienen diese Preise als eine echte Ansage. So kostet beispielsweise schon der kleinere 21,5 Zoll iMac mit 4K-Display mindestens 1.699 Euro.

Doch es kam anders als gedacht. In der Realität wird die günstige Core i5-Variante nicht wie angegeben mit 4K-Touchdisplay, sondern nur mit Full HD-Display, Non-Touch angeboten. Wer das 4K-Display möchte, muss zur Core i7-Variante greifen und auf Amazon.de mindestens 1.899 Euro ausgeben. Das erkauft aber nur die Kombi aus 128 GB SSD und 1 TB HDD. Für die Top-Variante mit Core i7, 4K-Display und 512 GB SSD werden sogar 2.399 Euro fällig. Aus dem vermeintlichen IFA-Schnäppchen wird so ein Premium-AiO zum Premium-Preis. Für das Gebotene erscheint die Preisgestaltung zwar nicht abwegig, angesichts der irreführenden IFA-Präsentation ist die Enttäuschung von einigen Kaufinteressenten aber genauso nachvollziehbar wie ihre entsprechend abstrafenden Bewertungen auf Amazon.

Der ASUS Zen AiO S in der Übersicht
Hersteller und BezeichnungASUS Zen AiO S
Straßenpreis: ab 1.149 Euro (für die Basisvariante mit Full-HD-Display, die Testvariante kostet 2.399 Euro)
Homepage: www.asus.com/de/
Hardware 
Abmessungen: 53,4 x 40,1 x 4,7 cm
Prozessor: Intel Core i7-6700T (Quad-Core, Basistakt 2,8 GHz, maximaler Turbotakt 3,60 GHz)
Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 960M mit 4 GB VRAM
Massenspeicher: 512 GB SSD (PCIe - 3.0 - 4x)
Arbeitsspeicher: 32 GB Arbeitsspeicher (DDR4-2133)
Anschlüsse: 1x USB 3.1 (Typ-C)
3x USB 3.0
1x USB 2.0
2x HDMI
1x LAN (RJ45)
2x 3,5-mm-Klinke
Sonstiges: WiFi (802.11ac)
Bluetooth 4.0
Kartenleser
Intel RealSense

Wie sich der ASUS Zen AiO S in Sachen Performance, Leistungsaufnahme und Lautstärke schlägt, erfährt man auf den nachfolgenden Seiten. Zuvor zeigen wir das Äußere des Edel-Rechners noch in einem ausgepackt & angefasst-Video:

 

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Kommentare (13)

#4
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Asus und Edel in einem Satz. Wer findet den Fehler ? Die Zeiten in denen Asus mal was Besonderes war sind nun mal schon lange vorbei. :sick:
#5
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Zitat DerTypVonNebenan;24023770
Jetzt noch ein Hackintosh draus machen und ich hab endlich was für mein Wohnzimmer


Warum denn nicht gleich ein Mac und nein kein big Mac ? *ichschämemichfürdich
#6
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War nicht das 2.1 Soundsystem von Bang und Olufson mit dabei, wie es auch bei dem 17" N751 Notebook dabei ist?
Meine, die hätten das damals doch mit angekündigt bzw. auch im letzten Produktkatalog mit den AIOs angegeben.
#7
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@AlexKL77: Afaik gibts anders als beim angesprochenen Notebook keinen separaten Subwoofer, habe auf die Schnelle auch keine andere Info gefunden. Das würde auch etwas dem AiO-Ziel widersprechen, nur ein Gerät (+Eingabegeräte) mit möglichst wenig Anschlusskabeln zu haben. Aber wie im Fazit beschrieben, ist die integrierte Soundlösung schon ganz beachtlich, kann man gut zur Beschallung nutzen, selbst wenn es etwas lauter werden soll. Sie sollte den meisten Nutzern vollkommen ausreichen - brachialen Tiefbass kann man natürlich bauartbedingt nicht erwarten.
#8
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Ok, hatte das halt so in Erinnerung. Vielleicht habe ich ich mich da auch einfach nur vertan.
#9
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@NeeDankee tu das wenns dir spaß macht :heuldoch: hab schon 2 und wozu wenns günstiger geht :bigok:

@Micky er meinte ja nur, dass es edel aussieht nicht edel ist... Asus wahr mal vor 5-10 Jahren was heut zur Tage - Durchschnittsbrei ^^
#10
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Beiträge: 457
Zitat DerTypVonNebenan;24026247
@NeeDankee tu das wenns dir spaß macht :heuldoch: hab schon 2 und wozu wenns günstiger geht :bigok:

@Micky er meinte ja nur, dass es edel aussieht nicht edel ist... Asus wahr mal vor 5-10 Jahren was heut zur Tage - Durchschnittsbrei ^^



meinst du nicht das du bei 2.399 Euro nicht ein richtigen MAC und nein kein big mac bekommst ? da läuft dann mac os deutlich angenehmer zudem kannst du windows auch installieren ;)
DAS meinte ich...
#11
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Neeeein du hast nicht verstanden was ich meinte, ich meinte das günstige AiO-Modell, soll ja nur 1099 kosten und würde im Wohnzimmer super aussehen - Statt meines MB Pro mit holder + 7-8 kabel + 27 zoll Monitor und wieso soll MacOS denn nicht angenehm aufn PC laufen ? hab auf meiner "ZoggerKiste" ne extra SSD wo MacOS ist und ich kann mich nicht beschweren :D
#12
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Registriert seit: 13.01.2011
Scummbar
Leutnant zur See
Beiträge: 1095
Eigentlich nen iMac Clone ;)
#13
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Registriert seit: 23.03.2004
Luxemburg :)
Oberbootsmann
Beiträge: 956
Zitat mickythebeagle;24024669
Asus und Edel in einem Satz. Wer findet den Fehler ? Die Zeiten in denen Asus mal was Besonderes war sind nun mal schon lange vorbei. :sick:


Warum diese Behauptung ? Ich hab letztens eine 970von Asus gekauft die jede andere Karte mal wieder übertrumpft in Punkt Leistung+Kühlung (beide Faktoren zusammen! ). Habe auch ein N550 Laptop gekauft mit extrem guter Verarbeitung und genialem Display (einziger Manko: schlechte Wifikarte die weichen musste, war ein M2 slot, daher kein Problem).

Zu aktuellen Mainboards kann ich nichts sagen, aber die oben genannten Beispiele sind denk ich AUCH Paradebeispiele für sehr gute Produkte. (davor hatte ich eine 580GTX, auch absolut gut in Leistung und Geräuschkulisse)
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