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Test: ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Mini

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Seite 21: Fazit

NVIDIA bewirbt die GeForce GTX Titan als kompakteste Gaming-Karte. Doch mit ihren 26,5 cm ist sie alles andere als kompakt. ASUS zeigt mit der GeForce GTX 670 DirectCU Mini, was es heißt eine High-End-Karte auf kompakte Maße zu bringen. Eine GeForce GTX 670 auf 17 cm zusammengerafft, die in ein Mini-ITX- oder Micro-ATX-Gehäuse passen, dürften in nächster Zeit ein einmaliges Produkt sein, auf das ASUS nun wirklich stolz sein kann. Das heißt aber nicht, das ASUS übermäßige Stückzahlen der Karte verkaufen wird, denn die Nutzerzahlen eines kleinen Gaming-Rechners dürften nicht allzu groß sein. Vielleicht aber wird der ein oder andere potenzielle Käufer erst mit der ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Mini auf die Idee gebracht sich ein solches System aufzubauen.

Wir hatten erwartet, dass ASUS einige Kompromisse eingehen muss. Einer ist sicherlich bereits bei der werksseitigen Übertaktung zu suchen. Eigentlich sollte von einem Overclocking gar nicht die Rede sein, denn die GPU wird um nur 13 MHz schneller betrieben als die Referenzversion. Den Speicher hat man gar nicht erst angerührt. Viel besorgter aber waren wir um die Kühlung. Hier jedoch hat uns ASUS mehr als positiv überrascht. Sowohl die Temperaturen wie auch die Lautstärke stehen den "großen" Karten in nichts nach. Über einen zu lauten Lüfter oder zu hohe Temperaturen muss man sich also keinerlei Sorgen machen. Ganz im Gegenteil: Über die entsprechenden Tools kann die Drehzahl des Lüfters sogar noch etwas reduziert werden, denn die Temperaturen geben dazu ausreichend Spielraum. Das Potenzial der Kühlung wird vor allem beim Overclocking deutlich. Hier muss sich die ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Mini hinter keiner anderen Variante der GeForce GTX 670 verstecken.

Durch ihre Baugröße eignet sich die ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Mini sicherlich auch für den Einsatz in einem HTPC. Sollten auf diesem auch High-End-Games gespielt werden, stellt dies von Seiten der GPU kein Problem dar. Etwas skeptisch sind wir allerdings, was die Lautstärke in diesem Bereich angeht. Während der Betrachtung eines Filmes ist jeder Lüfter einer zu viel, somit sind passive Grafikkarten noch immer der Favorit, wenn es um den Aufbau eines solchen Systems geht. Dies kann die ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Mini nicht leisten. Der Kompromiss aus Spiele-HTPC und Multimedia-Center ist mit dieser Karte aber sicherlich möglich.

ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Mini
Straßenpreis ab 410 Euro
Homepage www.asus.de
Technische Daten
GPU GK104 (GK104-325-A2)
Fertigung 28 nm
Transistoren 3,54 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 928 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1006 MHz
Speichertakt 1502 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 2048 MB
Speicherinterface 256 Bit
Speicherbandbreite 192,3 GB/Sek.
DirectX-Version 11.0
Shadereinheiten 1344 (1D)
Textur Units 112
ROPs 32
Pixelfüllrate 29,7 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire SLI
Lautstärke
Idle-Modus 36,4 dB(A)
Last-Modus 48,6 dB(A) 
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 111,3 Watt
Last-Modus 329,4 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 36 °C
Last-Modus 61 °

Einen Pferdefuß sehen wir bei der ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Mini allerdings noch: den Preis. Derzeit ist die Karte für 410 Euro gelistet und damit deutlich teurer als eine Standard-GTX-670. Vergleicht man den Preis allerdings mit einem alternativ gekühltem Modell, relativieren sich die 410 Euro recht schnell.

Alternativen? Schlicht und ergreifend keine! Die ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Mini lässt sich auf ein Feature reduzieren und das ist die Baugröße. Hier ist die Karte von ASUS konkurrenzlos und uns ist auch nicht bekannt, dass ein andere Hersteller an einer ähnlichen Karte arbeitet. Wir haben allerdings schon passiv gekühlte GeForce GTX 680 gesehen, die allerdings über den Status der Konzeptstudie nicht hinausgekommen sind.

ta asus 670 mini s

 

Persönliche Meinung

Wie schon bei diversen anderen Gelegenheiten können wir auch zur ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Mini sagen: Großartig gemacht ASUS! Warum? Weil sich der Hersteller etwas getraut hat. Schon seit vielen GPU-Generation und Modellen beschränken wir uns auf die Referenzversionen und betrachten dann nur noch die Retail-Modelle. Doch auch hier sehen wir immer wieder ähnliche Karten, die sogar die gleiche Übertaktung ab Werk aufweisen. Von daher sind Karten des Kalibers EVGA GeForce GTX 680 Classified oder ASUS ARES II bzw. darüber zu schreiben immer wieder eine Freude. Dies trifft auch auf die ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Mini zu, denn ASUS hat sich getraut die GeForce GTX 670 auf 17 cm zu schrumpfen. Dabei hat man zudem auch noch recht wenig falsch gemacht. Performance und Kühlung können gefallen - einzig der Preis bleibt. (Andreas Schilling)

 

Positive Aspekte der ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Mini:

  • geringe Baugröße
  • gute Performance
  • geringe Temperaturen
  • geringe Lautstärke
  • ideal für den HTPC-Einsatz (HDMI und DisplayPort)
  • gutes Overclocking-Potenzial

Negative Aspekte der ASUS GeForce GTX 670 DirectCU Mini:

  • nur geringes werksseitiges Overclocking
  • Dual-Slot-Kühlung (nicht zu jedem Mini-ITX- und Micro-ATX-Gehäuse kompatibel)
  • relativ hoher Preis
 

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Kommentare (25)

#16
Registriert seit: 22.10.2010

Matrose
Beiträge: 26
Eine Frage an die Hardwaretester: Ist diese Karte coil whine frei? einfach mal beim aktuellen 3D Mark am Anfang kurz den Lüfter anhalten. Es würde mich sehr interessieren ob diese Karte unter Last pfeift.
#17
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Registriert seit: 23.03.2012

Korvettenkapitän
Beiträge: 2111
Auf Seite 2 in der Tabelle führt der Straßenpreislink für die Standard 670 zur Gigabyte OC auf Caseking... hoffe mal das ist keine Absicht. ;)
Aber seit wann gibt es keine Oben-ohne-Bilder mehr bei euch?
#18
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Registriert seit: 11.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4592
Zitat Don;20466173
Von unserer Seite aus nichts. NVIDIA bewirbt die Karte im Verhältnis zu ihrer Größe als solches.


War auch nicht als Kritik an HWL gerichtet (steht ja schon im Artikel, dass nVidia selbst das sagt :)
#19
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Registriert seit: 07.07.2006
Schwäbisch Hall
Admiral
Beiträge: 9271
schauen wir mal wer sich wagt nen Wasserkühler für die Karte zu machen vor allem weil sie VRAM auch auf der Rückseite hat
#20
customavatars/avatar178325_1.gif
Registriert seit: 11.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4592
Wasserkühler gibt es auch für andere Karten mit Speicherbausteinen auf der Rückseite ;)
#21
customavatars/avatar146326_1.gif
Registriert seit: 04.01.2011

Korvettenkapitän
Beiträge: 2093
Hoffentlich werden solche Karten in Zukunft öfters direkt mit auf den Markt geworfen und nicht erst Monate später. Eine GTX 780 Mini in nem ITX wie dem Prodigy wäre ja wohl sau geil :D
#22
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Registriert seit: 25.12.2009

Bootsmann
Beiträge: 596
Jetzt noch der passende WaKü-Block für die Karte und der GamingWürfel wird Realität :)
#23
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Registriert seit: 29.06.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2815
Ins Prodigy passt ja auch ne normale High End Karte.

Zu dem "Direct Power" Bauteil auf der Rückseite.
Das ist einfach eine dicke Massebrücke, die über die Rückseite der GPU geht.
Schlicht und einfach, weil man aufgrund der geringen PCB-Größe, kein ausreichend dimensioniertes Masselayer bis zum Mittelpunkt der CPU bekommen hat, um die Ströme im mehrstelligen Ampere Bereich ordentlich zu leiten.

Wenn dieses Problem damit gelöst ist und man somit eine gute Masseführung erzielt, ist die Behauptung "EMI-Interferenzen [zu] reduzieren" keineswegs abwegig oder ein Marketing-Gag. Für jemandem der sich mit Elektrotechnik, PCB-Design bzw. EMV etwas auskennt, ist das eigentlich klar ersichtlich. Mit Abschirmung hat dieses Bauteil nichts zu tun.

Das man das Ding dann noch hübsch an malt ist natürlich reine Optik und kam bestimmt nicht aus der Technik Abteilung ;-)

Vielleicht überarbeitet HWLuxx seine Aussage dahingehend noch etwas ;-)

Ansonsten eine schöne Karte!

Mfg Bimbo385
#24
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Registriert seit: 25.03.2013

Korvettenkapitän
Beiträge: 2479
Zitat User6990;20465165
Wenn man bedenkt wie kühl die Karte bleibt, könnte man die Lüfterkurve so anpassen dass die Karte gerademal 75 Grad warm wird aber extrem leise ist.


Und gerade die Temperaturergebnisse von HWLUXX kann ich nicht so recht nachvollziehen, CB kommt unter Last auf 83 Grad, obwohl sie dort sogar im Idle etwas kühler ist?
Das kann ja irgendwie nicht möglich sein, egal wie der Testaufbau ist, 20 Grad Unterschied unter Last, ich verstehe es nicht.

Asus GeForce GTX 670 DirectCU Mini im Test (Seite 2) - ComputerBase
#25
customavatars/avatar63_1.gif
Registriert seit: 29.05.2001
Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4530
Zitat Intercore;20469920
Eine GTX 780 Mini in nem ITX wie dem Prodigy wäre ja wohl sau geil :D


Und in nem richtigen ITX-Gehäuse (wo der Formfaktor auch Sinn macht) erstmal...
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