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Test: MSI GeForce GTX 560 Ti Hawk

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Seite 1: Test: MSI GeForce GTX 560 Ti Hawk

msi_gtx560ti_hawk_1gbKnapp zehn Monate ist es her, als wir der MSI GeForce GTX 460 Hawk auf den Zahn fühlen konnten. Damals attestierten wir der flotten Mittelklasse-Grafikkarte nicht nur eine hohe Leistung bei gleichzeitig geringer Geräuschkulisse, sondern auch ein sehr gutes Overclocking-Potential. Seitdem hat sich einiges getan. So schickte uns MSI nun den offiziellen Nachfolger, der auf NVIDIAs GF114-Chip zurückgreifen kann. Doch nicht nur ein moderner Grafikprozessor findet auf der MSI GeForce GTX 560 Ti Hawk seinen Einsatz, sondern auch ein neues Kühlsystem. Setzte man damals noch auf einen TwinFrozr-II-Kühler, ist nun die dritte Generation verbaut. Sie bewies schon auf einigen anderen Modellen ihre Leistungsfähigkeit und überzeugte dort mit einer angenehmen Lautstärke. Doch gilt dies auch für den neusten Falken aus dem Hause MSI? Wir sind dieser Sache auf den Grund gegangen und haben die MSI GeForce GTX 560 Ti Hawk durch unseren altbewährten Benchmark-Parcours gejagt.

In den letzten Jahren und Monaten schickte MSI nicht nur hochwertige Grafikkarten abseits der Referenzversionen ins Rennen, sondern kümmerte sich verstärkt auch um Overclocker, die ihren neuen 3D-Beschleuniger bis an seine Leistungsgrenze bringen wollen und dabei keine Mühen und Kosten scheuen. Meist ist die Stromversorgung der limitierende Faktor und verhindert unter extremen Kühlbedingungen noch höhere Frequenzen. Um diesem entgegenzuwirken, rief der taiwanesische Hersteller vor einiger Zeit seine Lightning-Serie ins Leben. Grafikkarten, die sich dieser Reihe anschließen, können meist mit zusätzlichen Phasen und Stromsteckern punkten und bieten hochwertige Bauteile, um noch höhere Taktraten erzielen zu können. Um das Übertakten leichter zu gestalten, setzte man  spezielle V-Check-Points direkt auf das PCB, an denen sich die wichtigsten Spannungen einfach mittels Multimeter ablesen lassen, und liefert das hauseigene Overclocking-Tool Afterburner gleich mit. Doch die Lightning-Modelle sind ausschließlich im Hochpreis-Segment anzutreffen. Mit der Hawk-Familie brachte MSI wenig später entsprechende Mittelklasse-Ableger auf den Markt. Die MSI GeForce GTX 560 Ti Hawk ist eine von diesen und gleichzeitig der neuste Zuwachs.

Sie verfügt über ein 8+1-Phasen-PWM-Design, hochwertige Hi-c-CAPs, Solid-CAPs und Super-Ferrite-Chokes und wurde mit einem leistungsfähigen Kühlsystem ausgestattet. Dieses soll neben einem geringeren Betriebsgeräusch auch für niedrigere Temperaturen sorgen, als wir sie von der Referenz kennen. Hierfür stehen dem Dual-Slot-Modell dicke Kupfer-Heatpipes und zwei riesige Axiallüfter zur Verfügung. Ob der TwinFrozr-Kühler, welcher nun schon in der dritten Generation zum Einsatz kommt, an den Erfolgen anschließen kann, versuchen wir auf den nachfolgenden Seiten zu klären. Obwohl man es seinem Käufer überlässt, weiter an der Taktschraube zu drehen, liefert MSI seine GeForce GTX 560 Ti Hawk schon ab Werk mit höheren Taktraten aus. Während NVIDIA Frequenzen von mindestens 822/1644/1002 MHz vorschreibt, rechnet unser Testmuster mit starken 950/1900/1050 MHz. Wie sich die MSI GeForce GTX 560 Ti Hawk in unserem Test geschlagen hat, erfährt man auf den nachfolgenden Seiten.  

Wie im Einleitungsteil schon kurz angerissen, setzt die MSI GeForce GTX 560 Ti Hawk auf einen neueren Grafikprozessor, als er auf dem direkten Vorgängermodell zum Einsatz kam. Der verbaute GF114 läuft dabei, wie alle aktuellen Chips der kalifornischen Grafikschmiede, im 40-nm-Verfahren bei TSMC vom Band und muss dabei rund 1,95 Milliarden Transistoren unterhalten. Konnte die MSI GeForce GTX 460 Hawk noch auf 336 skalare Einheiten zurückgreifen, sind es bei der GeForce GTX 560 Ti Hawk schon 384 Rechenwerke. Dies liegt den beiden Graphics-Processing-Cluster zugrunde, die jeweils voll bestückt wurden und 48 Shader-Prozessoren bereithalten. Beim GF104 war noch eine der acht Streaming-Multiprozessoren deaktiviert. Jeder dieser SMs besitzt weiterhin acht Textur- und vier Dispatch-Units, weswegen dem GF114 jetzt 64 TMUs und 32 DP-Units zur Verfügung stehen.

Beim Speicher gibt es hingegen keinerlei Unterschiede zwischen der MSI GeForce GTX 560 Ti Hawk und ihrem Vorgänger. Hier setzt man weiterhin auf schnelle GDDR5-Chips und verbaut davon insgesamt 1024 MB, die über 256 Datenleitungen anbinden. Zudem sind noch 32 Rasterendstufen vorhanden. Standardmäßig rechnet eine NVIDIA GeForce GTX 560 Ti mit 822/1644/2004 MHz. Bei seinem neuen Falken drehte man aber kräftig am Flügelschlag und pumpt das Blut mit schnellen 950/1900/1050 MHz durch die Leiterbahnen.


Zunächst aber kommen wir zu den Eckdaten:

Hersteller und Bezeichnung MSI GeForce GTX 560 Ti Hawk
Straßenpreis ca. 215 Euro
Homepage http://www.msi-computer.de/
Technische Daten
GPU
GF114
Fertigung 40 nm
Transistoren
1,95 Milliarden
GPU-Takt
950 MHz
Speichertyp
1050 GDDR5
Speichergröße
1024 MB
Speicherinterface
256 Bit
Speicherbandbreite
134,4 GB/Sek.
Shader Model Version
5.0
Shadereinheiten
384 (1D)
Shadertakt
1900 MHz
Texture Units
64
ROPs
32
Pixelfüllrate
30,4 Gigapixel
SLI/CrossFire
SLI

Dank der höheren Taktraten fallen Speicherbandbreite und Pixelfüllrate höher aus, als wir es vom Referenzmodell gewohnt sind. Diese liegen jetzt bei 134,4 GB/Sek. bzw. bei 30,4 Gigapixel pro Sekunde.

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Kaum eine Hawk- und Lightning-Grafikkarte wurde in der Vergangenheit von uns nicht mit einem Award nach Hause geschickt. Geht das Konzept dieses Mal wieder auf oder erlaubt sich die MSI GeForce GTX 560 Ti Hawk vielleicht doch den ein oder anderen Schönheitsfehler? All dies erfährt man in diesem Artikel.