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Test: NZXT H630 - Kühlwunder und Silentgehäuse in einem?

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Seite 1: Test: NZXT H630 - Kühlwunder und Silentgehäuse in einem?

Scythe_Gekko_logoHohe Kühlleistung und leises Betriebsgeräusch - beides lässt sich schwer unter einen Hut bekommen. NZXT wagt für das neue H630 ein Versprechen. Das XL-ATX-Gehäuse soll silent sein, gleichzeitig aber auch hitzige High-End-Hardware gekühlt bekommen. Je nach Vorliebe können dafür großformatige Lüfter oder Wasserkühlungsradiatoren verbaut werden. Aber kann das H630 dieses Versprechen wirklich einlösen?

Viele PC-Nutzer sind es satt, nervtötende Geräusche ihres Rechners ertragen zu müssen. Um den Rechner leise zu bekommen, gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Allerdings stößt man doch schnell an die Grenzen des Machbaren. Während manches Office- oder HTPC-System mit geringem Verbrauch sogar passiv kühlbar ist, erfordern hitzigere Komponenten schnell ein potentes und damit tendenziell lautes Kühlsystem. Schnell wird das Streben nach einem leisen High-End-PC zur Gratwanderung zwischen leisem Betrieb und ausreichender Kühlleistung.

Beim H630 will NZXT dieses Dilemma lösen. Das in Kalifornien beheimatete Unternehmen setzt dazu auf einen Mix aus Silentmaßnahmen und einem flexiblen Kühlsystem, das sich wahlweise auf großformatige Lüfter oder auf eine Wasserkühlung stützt. Das H630 ist natürlich nicht das erste Gehäuse, das diesen Weg geht. Fractal Design hat beispielsweise mit der Define-Serie vorgemacht, dass ein Gehäuse leise sein kann und trotzdem eine passable Kühlleistung bietet. Aber NZXT geht einen Schritt weiter: Anders als bei den aktuellen Define-Modellen können nicht nur 140-mm-Lüfter, sondern gleich 200-mm-Lüfter verbaut werden. In der Theorie sollte so bei gleichbleibender Lautstärke ein höherer Luftdurchsatz und damit gleichzeitig eine höhere Kühlleistung erreichbar sein. Die schwedische Konkurrenz wird aber auch bei den Wasserkühlungsoptionen übertrumpft. Während im aktuellen XL-ATX-Gehäuse von Fractal Design, dem Define XL R2 (zu unserem Test), neben zwei Singleradiatoren maximal zwei Dualradiatoren verbaut werden können, lassen sich im H630 zwei 360er-Radiatoren, ein 280er-Radiator und ein 140er-Radiator montieren. Dabei ist das H630 zwar durchaus ein großes Gehäuse, nimmt aber mit seinen 245 x 547 x 567 mm keineswegs wesentlich mehr Platz als das Define XL R2 (232 x 559 x 560 mm) in Anspruch.

NZXTs XL-ATX-Gehäuse folgt mit den großformatigen Lüfterplätzen und der Möglichkeit, große Radiatoren intern zu verbauen, aktuellen Trends. Das H630 ist aber auch in einigen anderen Punkten zeitgemäß. Der Innenraum ist geräumig und setzt kaum Limitierungen bei der Komponentenwahl, die Laufwerkskäfige sind modular, die Komponenten können teilweise werkzeuglos montiert werden und ein Kabelmanagement sorgt für Ordnung. Selbst mit kleinen Details wird signalisiert, welche hohen Ansprüche NZXT an das Gehäuse stellt. So bietet das I/O-Panel anders als viele Konkurrenzprodukte einen Kartenleser und die Erweiterungskartenslots können mit LEDs beleuchtet werden. Auch beim Design ist das H630 auf der Höhe der Zeit. Das Gehäuse ist nicht verspielt, sondern für NZXT-Verhältnisse sehr schlicht geraten.

Die umfangreiche Ausstattung des NZXT H630 hat ihren Preis. Mit 139,90 Euro ist das Gehäuse knapp 30 Euro teurer als das angesprochene Fractal Design Define R2. NZXT bietet es in einer schwarzen und in einer auffälligeren weißen Farbvariante an.

Für einen ersten Eindruck haben wir das NZXT H630 in einem ausgepackt & angefasst-Video gezeigt:

Alternativ bieten wir auch eine YouTube-Version des Videos an.

alles

NZXT hat das Zubehör so weit wie nur möglich reduziert. Neben einer Bedienungsanleitung wird nur noch das nötige Montagematerial mitgeliefert.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: NZXT H630
Bezeichnung: NZXT H630
Material: Stahl, Kunststoff
Maße: 245 x 547 x 567 mm
Formfaktor: ATX, Micro-ATX, XL-ATX, E-ATX (347mm x 272mm)
Laufwerke: 2x 5,25 Zoll (extern), 8x 2,5 oder 3,5 Zoll (intern, in drei moduleren Käfigen), 2x 2,5 Zoll (Mainboardschlitten)
Lüfter: 1x 120/140 mm (Rückseite, 1x 140 mm vorinstalliert), 2x 140/200 oder 3x 120 mm (Front, 1x 200 mm vorinstalliert), 2x 140/200 oder 3x 120 mm (Deckel, optional), 2x 120/140 mm (Boden, optional), 2x 120/140 mm (HDD-Käfige, optional)
Gewicht: ca. 14 kg
Preis: 139,90 Euro
 

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Kommentare (16)

#7
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Registriert seit: 31.05.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 233
Sehr schönes Gehäuse, recht schlichtes Design mit dem gewissen Extra. Und meinetwegen hätten sie auf Fronteinschübe komplett verzichten können. Ich brauche sie nicht.

Welche Drehzahlen haben denn die verbauten Lüfter und sind sie frei von Nebengeräuschen? Sie übers Mainboard zu regeln geht ja immer.
#8
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Registriert seit: 23.01.2012
Dromund Kaas
Kapitän zur See
Beiträge: 3258
Zitat User6990;20674510
Braucht man mehr?


Laufwerk, AGB und Cardreader eventuell noch Hot Swap so meine Planung. :rolleyes:
#9
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Registriert seit: 05.04.2009
Odenwald
Leutnant zur See
Beiträge: 1261
Cool, das erste Gehäuse mit nem Scheitel :)
#10
Registriert seit: 09.03.2008
Schweinfurt
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 434
Cardreader und HotSwap über USB, AGB kann doch woanders hin. Die meisten brauchen maximal noch 1 Fronteinschub.
#11
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Registriert seit: 06.02.2011
Neubukow
Korvettenkapitän
Beiträge: 2096
Erinnert mich leicht an unseren Kühlschrank =/
#12
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Registriert seit: 19.02.2010

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1530
so ein gehäuse richtet sich aber nicht "an die meisten"
#13
Registriert seit: 29.04.2013
Nordhausen
Gefreiter
Beiträge: 58
an wen denn sonst? meinste nzxt fertigt einzelstücke für irgendjemanden? :rolleyes:

gehäuse sind immer entworfen um eine breite front an potenziellen käufern anzusprechen; und jetzt mal ernsthaft: 90% der käufer besorgen sich eh nen pc von der stange
#14
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Registriert seit: 25.03.2011
Oberbayern-Landkreis München
Bootsmann
Beiträge: 514
Ein gehäuse, was es nicht zwingend braucht.
Bei caseking gibt es schon länger in der preisklasse und formfaktor reichlich auswahl.
#15
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Registriert seit: 07.01.2007
D:\NRW\Cologne
Kapitänleutnant
Beiträge: 1785
Sehr gelungen von NZXT, ein Gehäuse zu konzipieren, was äußerlich 150% Langeweile ausstrahlt... Wer da noch freudig draufzahlt im Vergleich zum Arc Midi oder Define muss schon echt auf Minimalismus abfahren.
#16
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Registriert seit: 11.01.2009
Krems an der Donau
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1439
Ich zB :D wenns keinen Deckel aus Kunststoff hätte, würde ich es eventuell nehmen. Wenn ich mir bei Fractal Design zB den Deckel mit dem grobmaschigen hässlichen Gitter ansehe, ist mir das NZXT deutlich sympathischer.
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