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Scythe KroCraft - ein gelungener Markteinstieg

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Seite 3: Klangeindruck + Fazit

Zunächst möchten wir darauf hinweisen, dass es sich bei unseren Klangtests um eine rein subjektive Einschätzung handelt. Jeder Hörer nimmt Töne anders wahr und kann daher andere Klangeindrücke als „besser“ bzw. „schlechter“ einstufen. Wichtig ist es ebenso, unsere Klangtests in Relation zur verwendeten Soundkarte zu setzen. Getestet werden alle Boxensysteme zwar mit mehreren Soundkarten, die unterschiedliche Klang-Eigenschaften besitzen, in den eigenen vier Wänden kann eine Kombination aber noch einmal gänzlich anders klingen. Als Zuspieler kamen unsere üblichen Verdächtigen zum Einsatz. So musste sich die KroCraft in Kombination mit Auzentechs X-Fi Prelude und ASUS’ Xonar D2X beweisen.

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Da es sich bei Scythes erstem Boxenset um ein klassisches 2.0-Set handelt, wollen wir uns bei diesem Test vornehmlich mit musikalischem Quellmaterial beschäftigen. Schnell fällt auf, dass Scythes Boxenset sehr musikalisch und neutral abgestimmt ist. Die Nähe zu Studiomonitoren ist also nicht nur optisch gewollt. Egal, ob wir die KroCraft-Speaker dabei mit unserem Referenz-Song der Corrs oder aber klassischem Rock der Eagles konfrontierten. Die beiden Lautsprecher klangen stets souverän und analytisch. Auch die Bühnenabbildung konnte überzeugen, denn dem Stereo-Set gelang es, eine breite und differenzierte Bühne aufzuziehen. Einzig in der Tiefe gelang es unserem asiatischen Testkandidaten nicht, mit Konkurrenten vom Schlage der Creative T40 II oder aber den wesentlich teureren Edifier T20 mitzuhalten. In der 100-Euro-Klasse bislang ungeschlagen ist die Stimmwiedergabe der KroCraft-Speaker, die natürlich von der neutralen Abstimmung profitiert.

Dabei ließen unsere Testprobanden leider ein wenig Emotionalität vermissen, die wir gerade bei Edifiers Set schnell zu schätzen lernten. Zwar konnten die Lautsprecher nach einer langen Einspielzeit in diesem Kapitel etwas Boden gutmachen, sie sind aber nun einmal schlicht und ergreifend etwas neutraler Abgestimmt als viele Konkurrenten. So klingen die KroCraft-Speaker stets korrekt und erlauben sich keine Blöße, wirken aber stets etwas distanziert, sodass keine rechte Gänsehaut aufkommen mag, wenn die Geschwister Corr in den berühmten Unplugged-Studios von MTV stehen. Allerdings muss hier klargestellt werden, dass Scythe-Speaker wesentlich günstiger sind, als viele andere Testprobanden, die wir in den letzten Monaten in unseren Testräumen begrüße konnten.

Einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt der Bassbereich. Dieser ist zwar enorm präzise, lässt aber den Tiefgang vermissen. In Anbetracht des alles andere als kleinen Gehäuses hätten wir hier einen etwas präsenteren Bass erwartet. So eignen sich die KroCraft-Speaker wirklich nur für Anwender, die auf einen präsenten Bassbereich verzichten können und in erster Linie Akustik-Aufnahmen schätzen. Natürlich setzt dies auch dem Einsatz bei Filmen oder Spielen recht bald Grenzen, denn wirklich Stimmung möchte mit der Abstimmung nicht aufkommen. Für die Anwenderschaft, auf die Scythe mit seinem ersten Boxenset abzielt

Fazit:

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Auch wenn die KroCraft-Speaker beim Klang-Check etwas Kritik einstecken mussten, so können wir Scythes Einstieg in den Boxenmarkt als gelungen einstufen. Selten hatten wir ein audiophileres Set in unseren Hörräumen, das mit einer sehr guten Stimmwiedergabe, einer sehr ausgewogenen und extrem präzisen Wiedergabe auftrumpfen kann und momentan kaum Konkurrenten besitzt – zumindest dann, wenn wir uns in der Preisregion unter 100 Euro umschauen. Damit werden beide Lautsprecher sicher schnell ihre Fans finden.

Lediglich im Tieftonbereich muss das Set Abzüge hinnehmen. Zwar ist der Bass stets präzise, Scythe erkauft dies aber mit einer enorm schlanken Abstimmung. Hier wäre ein gesunder Mittelweg die bessere bzw. massentauglichere Lösung gewesen. Ein weiteres Problem der „Satelliten“ sind ihre Abmaße. Um als normale Schreibtisch-Lautsprecher durchgehen zu können, sind sie einfach etwas groß.

Aufgrund der sehr guten Kklangeigenschaften zu einem Preis von 100 Euro verleihen wir unseren Preis-Leistungs-Award.

Positive Aspekte der Scythe KroCraf Speaker:

  • neutrale Abstimmung
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • externer Verstärker

Negative Aspekte der Scythe KroCraf Speaker:

  • etwas zu groß für den Schreibtisch
  • recht bassschwach abgestimmt

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Kommentare (5)

#1
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Bamberg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1594
Wer von euch da draußen hat den den Digi AMP?
#2
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Registriert seit: 17.04.2008

Vizeadmiral
Beiträge: 8052
Warum wurde der alte Artikel jetzt in den HTPC bereich umgebogen ?

Schwächelt der Absatz bzw. macht Scythe sonn Druck ? :fresse:

Ganz ehrlich, für nen HTPC ist das doch nix, die Scythes sind doch nur im Nahfeld ( Desktop ) zu gebrauchen aber doch nicht in nem Wohnzimmer...
#3
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Registriert seit: 13.02.2009
Bamberg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1594
Das ist nicht ganz die antwort die ich gehofft habe^^ aber du hast recht der test gehört zu Consumer Electronics^^
#4
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Registriert seit: 13.02.2009
Bamberg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1594
Hier habe ich mal ein Class-T AMP von einem anderen Forum gefunden dieser soll sehr gut sein! Lepai TA2020 und hier einer der mir besser gefällt vom design aber vom sound vll auch besser da er den TA2024 Chip hat aber dieser wird nicht weiter entwickel^^

Werde die tage die beiden bestellen verscheinlich 2stück von jeden!
#5
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Registriert seit: 25.07.2003
Jena / Thüringen
Watercool Fanboy
Beiträge: 6894
Hab den Amp mit 2 Heco Victa 300 dran. Sound kommt vom onBoard, ne ordentliche Soundkarte kommt mal wenn wieder Geld da ist.

Direkt zum Musik hören ist es kaum was, da sagt mir mein Marantz SR4021 im Wohnzimmer wesentlich mehr zu. Beim Scythe fehlt einfach irgendwie die Fülle, den Bassbereich hab ich mittels des Equalizers anheben müssen, ansonsten war es sehr höhenbetont.

Ansonsten recht gut zu gebrauchen finde ich, wenn man Musik beim Arbeiten nebenbei laufen lassen will. Spiele machen auch gut Spaß. Design, Verarbeitung und Größe sind perfekt für den Schreibtisch
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