HTC 10 im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 1: HTC 10 im Test

htc 10 teaser kleinVom Innovator zum Sorgenkind: HTC gilt derzeit als eines der größten Sorgenkinder des Smartphone-Marktes. Nach dem guten, aber nicht überragenden One M8 und One M9 soll der schlicht 10 genannte Nachfolger nun endlich die Trendwende einläuten. Zu wünschen wäre es dem Unternehmen, ganz so einfach wird es aber nicht. Denn der Test zeigt, dass man nicht in jedem Punkt mit der Konkurrenz mithalten kann.

Nötig ist das aber nicht, wie zuletzt das P9 zeigte. Zwar bietet Samsung mit dem Galaxy S7 derzeit das wohl „rundeste“ Gesamtpaket, uneingeschränkt überlegen ist man der Konkurrenz aber nicht - was Huawei in Sachen Kamera unter Beweis stellt. Teilweise folgt HTC diesem Ansatz, teilweise eifert man aber auch Samsung und LG nach. Angesichts der unverbindlichen Preisempfehlung ist das nicht nur verständlich, sondern auch nötig. Wo Huawei sich mit 569 klar unterhalb der beiden Mitbewerber platziert, soll das 10 mit seinen 699 Euro ganz oben mitspielen - im Vergleich zum Vorgänger sind das sogar noch 50 Euro weniger.

Display mit mehr von allem

Und das obwohl man wie beim Display in allen wichtigen Punkten mehr als vor einem Jahr bietet. Die Anzeige misst in der Diagonalen nun 5,2 Zoll, womit das Galaxy S7 knapp überboten wird. Der Super-LCD-Technik bleibt man treu, nun allerdings in der fünften Generation. Gegenüber herkömmlichen IPS-Lösungen soll der äußerst geringe Abstand zwischen Panel und Deckglas für weniger Spiegelungen sorgen, eine bessere Farbdarstellung und einen höheren Kontrast bieten.

Teilweise lässt sich das beim 10 erkennen. Mit 1.669:1 ist das Kontrastverhältnis für ein Nicht-OLED-Panel sehr gut, der Durchschnitt der letzten Testgeräte lag bei rund 1.300:1. Hinsichtlich der Farben ist die Anzeige so gut, dass die vergleichsweise neue DCI-P3-Norm erfüllt wird. Diese wurde von der Filmindustrie entwickelt, um eine einheitliche Qualität unabhängig vom Ersteller zu erreichen. Im Vergleich zu anderen Standards müssen hier weitaus mehr Rot- und Grüntöne berücksichtigt werden. Das Ergebnis ist eine Abdeckung von AdobeRGB, sRGB und NTSC von jeweils etwa 92, 98 und 90 %. In der Praxis macht sich das durch sehr satte, aber natürlich wirkende Farben bemerkbar.

Das HTC 10 bietet mehr Pixel als das One M9, im Alltag spielt das keine Rolle
Das HTC 10 bietet mehr Pixel als das One M9, im Alltag spielt das keine Rolle.

Warum HTC die Farbdarstellung ab Werk aber unnötig verschlechtert, ist ein Rätsel. Wie fast alle Hersteller weicht die Farbtemperatur deutlich vom Optimum (6.500 Kelvin) ab. Wer sich auf die Standardeinstellung verlässt, muss mit klar blaustichigen 7.900 Kelvin leben, im besten Fall lassen sich Dank Anpassbarkeit gut 6.500 Kelvin erreichen. Im Vergleich mit One M9 ist das Display bis hierhin deutlich besser.

Wichtiger ist die überzeugende Farbdarstellung und Ableskbarkeit
Wichtiger ist die überzeugende Farbdarstellung und Ableskbarkeit.

Leider hat man die maximale Helligkeit aber nur minimal angehoben, mehr als 459 cd/m² sind nicht erreichbar. Das reicht im Freien nur dann aus, wenn man die direkte Sonneneinstrahlung und Vergleichbares meidet. Die Konkurrenz ist hier besser: Samsung erreicht in der Spitze derzeit mehr als 800 cd/m², beim P9 sind es gut 560.

Zumindest Huawei hängt man jedoch in puncto Bildschärfe ab. Denn nach dem letztjährigen Festhalten an Full HD springt man nun auf den QHD-Zug auf. Mit 2.560 x 1.440 Pixeln steigt die Pixel-Dichte auf 565 ppi. Das macht sich auf dem Papier gut und ist auch dem Preis angemessen, in der Praxis hält sich der Vorteil aber in sehr engen Grenzen. Im direkten Vergleich mit dem Huawei P9 sind Unterschiede im üblichen Einsatz nicht erkennbar.

Oben dabei dank Snapdragon 820

Sich treu bleibt man beim SoC. Nachdem das One M9 - wie so viele andere Smartphones auch - unter den Hitzeproblemen des Snapdragon 810 zu leiden hatte, gibt man Qualcomm eine neue Chance. Der Nachfolger Snapdragon 820 basiert dabei auf endlich wieder angepassten Kernen, vorgestellt haben wir den Chip bereits Ende des vergangenen Jahres.

Verbaut werden vier Kryo-CPU-Kerne, die auf zwei Cluster verteilt sind. Im Performance-Cluster werden 2,2 GHz erreicht, im Power-Cluster ist bei 1,6 GHz Schluss. Die Kryo-Kerne basieren auf ARMs ARMv8-A-Basis, sind damit 64-Bit-tauglich und entsprechen am ehesten dem Cortex-A72 der Briten. Wie gewohnt eine Eigenentwicklung ist die GPU vom Typ Adreno 530. Gegenüber der Adreno 430 im Snapdragon 810 fällt die höhere Zahl der ALUs (256 statt 192) sowie die Unterstützung aller aktuell wichtigen Grafikstandards im Mobilbereich auf. Die Grafikleistung liegt im Idealfall um gut 15 % höher, obwohl der GPU-Takt mit 624 MHz etwas geringer ausfällt.

Der Snapdragon 820 bietet mehr als genügend Leistung - hier im 3DMark Ice Storm Unlimited
Der Snapdragon 820 bietet mehr als genügend Leistung - hier im 3DMark Ice Storm Unlimited.

Dass der Snapdragon 820 unter besonderer Aufmerksamkeit steht, liegt aber nicht nur am Kryo-Kern und seinem problematischen Vorgänger, sondern auch am von der Konkurrenz abweichenden Aufbau. Denn diese setzt in Form des Exynos 8890 (Samsung) und Kirin 955 (Huawei) auf acht statt vier CPU-Kerne und teils deutlich höhere Taktraten. Hinzu kommt, dass Samsung mit dem Exynos M1 erstmals ebenfalls auf einen eigenen Kern setzt.

Deshalb ist zunächst der Blick auf die Einzelkernleistung interessant. Diese beziffert Geekbench 3 auf rund 2.100 Punkte, womit der Kryo-Kern auf einem Niveau mit Samsungs CPU liegt. Der Cortex-A72 hat hier klar das Nachsehen, im Kirin 950 und Kirin 955 bringt er es auf etwa 1.700 bis 1.800 Punkte. Im Vergleich zum Cortex-A57, der im Snapdragon 810 und somit auch im One M9 steckt, liegt der neue SoC ebenfalls vorn. Denn der brachte es im Test je nach Smartphone auf circa 1.100 bis 1.300 Punkte.

Im PCMark übertrumpft man das Galaxy S7 - obwohl der interne Speicher langsamer ist
Im PCMark übertrumpft man das Galaxy S7 - obwohl der interne Speicher langsamer ist.

Die CPU-Leistungskrone gebührt dem Snapdragon 820 aber dennoch nicht. Durch den Einsatz von nur vier Kernen können einige Achtkerner vorbeiziehen, darunter der Exynos 7420 aus der Galaxy-S6-Familie, aber eben auch die bereits genannten Exynos 8890 und Kirin 950/955. Die letzten drei genannten liegen mit Wertungen zwischen 6.300 und 6.500 Punkten deutlich vor Qualcomms aktuellem Topmodell. Das schafft im 10 nur 4.600 Punkte und damit etwa 10 bis 20 % mehr als der Vorgänger. Ob das im Alltag gegenüber den direkten Konkurrenz-Chips ein Nachteil ist, hängt von der Software ab. Macht diese Gebrauch von mehr als einem Kern oder gar von allen Kernen, hat HTCs Flaggschiff das Nachsehen. Wird nur ein Kern gefordert, spielt man ganz oben mit. Eine ganz andere Frage ist, ob der Nutzer davon etwas mitbekommt. Denn hier kann man getrost von einem Leistungsniveau sprechen, in dem 10 % mehr oder weniger subjektiv keine Rolle spielen, Performance ist genügend vorhanden.

Auch weil die Adreno 530 den guten Ruf, den die GPU-Familie genießt, bestätigt. In den Grafikwertungen von AnTuTu 5 und 6 belegt der Snapdragon 820 jeweils einen der ersten drei Plätze, ähnlich sieht es im GFXBench 3 aus. Insgesamt liegt die Grafikleistung gegenüber der Adreno 430 je nach Szenario um etwa 30 bis 90 % höher. Betrachtet man die Gesamt-Performance des SoCs, müssen Besitzer des HTC 10 keine Angst vor Einbrüchen haben. Mit gut 121.000 Punkten belegt man in AnTuTu 6 den zweiten Platz knapp hinter der Galaxy-S7-Reihe und liegt deutlich vor dem Mate 8 und P9. Im älteren AnTuTu 5 reicht es immerhin noch für Rang drei, im 3DMark je nach Einstellung für Platz eins oder zwei.

Die volle Leistung kann der SoC nicht abrufen, beide Cluster werden gedrosselt
Die volle Leistung kann der SoC nicht abrufen, beide Cluster werden gedrosselt.

In der Praxis macht sich das unter anderem durch fehlende Ruckler bemerkbar. Selbst in fordernden Applikationen waren keine Aussetzer und anderes zu bemerken. Gegenüber Samsung könnte man einen kleinen Nachteil beim Transfer sehr großer Datenmengen haben. Laut Androbench schafft das 10 in der Spitze rund 156 und 61 MB/s (Lesen/Schreiben), das Galaxy S7 brachte es hier auf 225 und 63 MB/s. Mit 4 GB LPDDR4 entspricht der Arbeitsspeicher aber dem, was auch Samsung bietet.

Vergleicht man die Leistungsdaten des 10 mit denen des Snapdragon-820-Entwickler-Smartphones, fällt auf, dass HTC in fast allen Tests leicht zurückfällt. Der Blick auf das Taktverhalten zeigt, dass beide Cluster die Spitzengeschwindigkeit nicht über einen längeren Zeitraum halten können. Das Power-Cluster geht dann teilweise auf 900 MHz zurück, das Performance-Cluster auf 600 bis 1.300 MHz. Grund dafür könnte die Temperaturentwicklung des 10 sein, auf der Geräterückseite erreicht das Smartphone in Benchmarks knapp 40 °C.

Voll ausgestattet

Der Einsatz des Snapdragon 820 bringt aber nicht nur ein Leistungsplus, auch das Ausstattungsniveau des HTC 10 profitiert davon.

In erster Linie gilt das für das Modem. In LTE-Netzen werden Dank Cat 9 bis zu 450 Mbit/s im Downstream erreicht, beim Upload von Daten sind maximal 50 Mbit/s möglich. Beim Telefonieren spielt das natürlich keine Rolle, hier zeichnet sich das Smartphone aber ebenfalls positiv aus. Lautsprecher und Mikrofone schneiden überdurchschnittlich ab, auch unter sehr ungünstigen Bedingungen ist man klar zu verstehen. Verbindungsprobleme waren ebenfalls nicht zu beobachten. Auch seitens der Schnittstellenbestückung bleiben keine Wünsch offen. Schnelles WLAN (802.11ac) ist ebenso vorhanden wie Bluetooth 4.2 und NFC. Wer Daten lieber per Kabel überträgt, darf sich auf USB 3.1 Gen 1 in Form von Typ-C freuen.

Im Unibody steckt alles, was derzeit aktuell und wichtig ist
Im Unibody steckt alles, was derzeit aktuell und wichtig ist.

Exotisch wird es bei den drahtlosen Protokollen für die Übertragung von Bild und Ton. Dass Miracast, DLNA und Google Cast unterstützt werden, gehört fast shon zum Alltag. Apples AirPlay ab Werk auf einem Android-Gerät verblüfft hingegen. Hier muss HTC aber noch für Feinschliff sorgen. Mehr als Audio-Inhalte waren an einem Apple TV der dritten Generation nicht abspielbar - und das auch erst nach zahlreichen fehlgeschlagenen Verbindungsversuchen.

Dank eines Fingerabdrucksensors gelingt das Entsperren des Geräts schnell und unkompliziert. Bei der Integration verlässt HTC sich voll und ganz auf die in Android 6.0 integrierte Lösung. Das bedeutet: Erweitert Google die Funktionalität, dürfte das 10 ohne größeren Aufwand davon profitieren. Allerdings gehen sämtlich hinterlegten Fingerabdrücke verloren, wenn - aus welchem Grund auch immer - die Alternative Sicherungsmethode entfernt wird.

Auch USB Typ-C ist vertreten, das hohe Tempo reizt HTC aber nicht aus
Auch USB Typ-C ist vertreten, das hohe Tempo reizt HTC aber nicht aus.

Noch eine Anmerkung zur USB-Buchse: Durch den langsamen internen Speicher - 32 GB umfassend - geht der Vorteil der an sich schnellen Schnittstelle verloren, auch die derzeit schnellsten erhältlichen microSD-Karten reizen das Mögliche nicht einmal annähernd aus.

Hörtest

Viel Zeit investiert hat man nach eigenen Angaben in den neuen Lautsprecher. Anders als bei den Vorgängern der One-M-Familie hat HTC nur einen auf der Front untergebracht, der zweite versteckt sich wie bei den meisten Smartphones am unteren Ende. Das spart einerseits Platz auf der Vorderseite, andererseits führt die Platzierung dazu, dass der Stereo-Effekt schwächer ausfällt. Das nimmt HTC aber offensichtlich hin. Schließlich handelt es sich auch nicht um zwei identischen Lautsprecher.

Das Frontmodell arbeitet als Hochtöner, der untere ist für die tiefen Frequenzen zuständig - der Hersteller spricht gar von einem Subwoofer. Beiden Lautsprechern spendiert man darüber hinaus einen eigenen Verstärker sowie einen 24-Bit-DAC, was ebenfalls dazu führt, dass sich das HTC 10 als Hi-Res-Audio-zertifiziert bezeichnen darf.

Alleinstellungsmerkmal: Der Sound kann per Hörtest angepasst werden
Alleinstellungsmerkmal: Der Sound kann per Hörtest angepasst werden.

Ob das Smartphone am Ende mit seinen Lautsprechern die beste Klangqualität aller Smartphones erreicht, ist auch eine Frage des Geschmacks und Musikvorlieben. Denn mittlere Frequenzen werden kaum abgebildet, zudem ist die maximale Lautstärke geringer als man es erwarten würde. Aber selbst bei höchsten Pegeln bleiben Verzerrungen aus, Höhen und Tiefen sind klar auseinanderzuhalten.

Wer lieber auf Kopfhörer zurückgreift, ist klar im Vorteil. Denn auf Wunsch lassen sich Profile anlegen, die das eigene Hörvermögen berücksichtigen und entsprechend verschiedene Frequenzbereiche anpassen. Das lässt sich entweder anhand einiger weniger Fragen oder per Hörtest erledigen. Das Ergebnis ist eine klare Verbesserung, wenn auch nicht durchgängig.

Für den zweiten Lautsprecher ist kein Platz mehr auf der Front
Für den zweiten Lautsprecher ist kein Platz mehr auf der Front.

Etwas besser als üblich schneidet das mitgelieferte Headset ab. Auch dieses verfügt über eine Hi-Res-Audio-Zertifizierung, kann mit klassischen Kopfhörern der 50-Euro-Klasse und aufwärts aber nicht mithalten.

 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (13)

#4
customavatars/avatar121331_1.gif
Registriert seit: 13.10.2009

Bootsmann
Beiträge: 754
Stimme dir zwar zu Averomoe, aber beim ersten Blick auf die technischen Daten erkennt jeder halbwegs Smartphone-Interessierte sofort, dass HTC langsamen Speicher verbaut. Soc, Ram Typ/Größe, Display, Kamera, alles auf der Höhe der Zeit. Aber dann nicht auf UFS Speicher zu setzen, sollte im Test einer Technik-Seite wie Hardwareluxx hervorgehoben werden (zumal genau dies bei einem 150€ günstigeren Gerät gemacht wurde). Spricht einfach Bände über die Qualität der Smartphone Tests.
#5
Registriert seit: 10.10.2007

[online]-Redakteur
Beiträge: 1022
Zitat G00fY;24530938
Äußerst zweifelhafter Test. Im Test zum P9 stand noch folgendes:


Wurde hier einfach mal unter den Tisch fallen gelassen, bei einem 700€ Gerät...

Aus meiner Sicht eine Fehlleitung des Lesers und keine einheitlichen Testbeurteilungen. Die sequentiellen Datenraten von Androbench haben keine Aussagekraft. Der Speicher im HTC 10 ist im Vergleich zum LG und Samsung Flaggschiff [U]extrem[/U] langsam: HTC 10 vs Samsung Galaxy S7 vs LG G5


Zitat G00fY;24531116
Stimme dir zwar zu Averomoe, aber beim ersten Blick auf die technischen Daten erkennt jeder halbwegs Smartphone-Interessierte sofort, dass HTC langsamen Speicher verbaut. Soc, Ram Typ/Größe, Display, Kamera, alles auf der Höhe der Zeit. Aber dann nicht auf UFS Speicher zu setzen, sollte im Test einer Technik-Seite wie Hardwareluxx hervorgehoben werden (zumal genau dies bei einem 150€ günstigeren Gerät gemacht wurde). Spricht einfach Bände über die Qualität der Smartphone Tests.


Zitat Averomoe;24531018
HL könnte das Problem umgehen @Goofy, wenn die Tester eine Art Liste mit Testpunkten zum Abhacken anlegen würden. Jeder zukünftige Test wäre demnach in Bezug auf die getesteten Punkte vergleichbarer. Ich würde mir von einer Hardwareseite indessen wie auch Goofy wünschen, dass das liebe HL-Team tiefgehender die Hardware analysiert, wie man es immer sehr schön bei anandtech lesen kann, welche immer eine famose Arbeit abliefern. Da würde es mich auch nicht stören, wenn der Test eben 3 Tage länger in Anspruch nimmt.

Man mag es kaum glauben: Im HTC 10 steckt UFS-Speicher. Das ist zumindest die offizielle Aussage. Warum der langsamer als bei Samsung ist, kann oder will man nicht beantworten. Ich mag ganz persönlich nicht ausschließen, dass da eventuell per Software-Update noch was dran geändert wird.

Zitat
Eine Frage aber mal zum HTC 10 und seiner Kamera: Mich würde brennend ein Kamera-Test der derzeitigen Android-Spitzenklasse (S7, HTC 10, G5 und P9) interessieren. Habt ihr dahingehend was vor, HL?

Sowas in die Richtung ist geplant. Allerdings ist er derzeit schwer, alle vier Geräte gleichzeitig vor Ort zu haben. Die Leihfristen sind eher knapp gehalten. Im letzten Jahr passte es beim S6 und One M9 durch Zufall, aktuell waren nur das 10 und P9 greifbar.
#6
customavatars/avatar188425_1.gif
Registriert seit: 10.02.2013
Za'ha'dum
Korvettenkapitän
Beiträge: 2055
Eigentlich ein schickes Gerät. Mit Windows 10 Mobile würde ich mir das sogar überlegen, aber mit Android kann ich mich persönlich leider nicht mehr so recht anfreunden...

Zitat
Ausstattungsniveau

Schade finde ich da halt den fehlenden IR-Blaster. Hat vermutlich kaum jemand genutzt, aber sowas hab ich mir für mein Lumia schon länger gewünscht und die Androiden drum beneidet.
#7
customavatars/avatar121331_1.gif
Registriert seit: 13.10.2009

Bootsmann
Beiträge: 754
Zitat homann5;24531298
Man mag es kaum glauben: Im HTC 10 steckt UFS-Speicher. Das ist zumindest die offizielle Aussage. Warum der langsamer als bei Samsung ist, kann oder will man nicht beantworten. Ich mag ganz persönlich nicht ausschließen, dass da eventuell per Software-Update noch was dran geändert wird.
Hast du eine Quelle? Zitat von Anandtech, die wirklich für sauber recherchierte Berichte bekannt sind:
Zitat
The unit I got to spend some hands-on time with appears to use SanDisk DF4032 NAND, and SanDIsk has confirmed that this is iNAND 7232 so it isn't necessarily a guarantee that this storage will underperform relative to UFS solutions.

Zudem wird das HTC 10 auf der offiziellen SanDisk Seite geführt: The New HTC 10™ is an EPIC Smartphone!
Zitat dort:
Zitat
HTC 10™, announced by HTC on April 12, 2016, is the latest SanDisk EPIC-enabled smartphone. The HTC 10 comes with SanDisk’s best-in-class storage solution embedded, the iNAND® 7232 embedded flash drive (EFD), and surpasses EPIC guidelines with its outstanding features that deliver stunning results even in low light and for novice mobile photographers.


Auf der SandDisk Seite findet man zum iNAND 7232 eindeutig folgendes:
Schnittstelle: e.MMC 5.1

Bislang produzieren, meines Wissens nach, nur Toshiba und Samsung UFS Speicherchips.

@homann5: Auch wenn meine Rückmeldungen etwas forsch rüber kommen, nimms bitte nicht persönlich sondern als konstruktive Kritik.:angel:
#8
Registriert seit: 25.05.2014

Bootsmann
Beiträge: 715
Zitat Averomoe;24531018
HL könnte das Problem umgehen @Goofy, wenn die Tester eine Art Liste mit Testpunkten zum Abhacken anlegen würden. Jeder zukünftige Test wäre demnach in Bezug auf die getesteten Punkte vergleichbarer. Ich würde mir von einer Hardwareseite indessen wie auch Goofy wünschen, dass das liebe HL-Team tiefgehender die Hardware analysiert, wie man es immer sehr schön bei anandtech lesen kann, welche immer eine famose Arbeit abliefern. Da würde es mich auch nicht stören, wenn der Test eben 3 Tage länger in Anspruch nimmt.

Eine Frage aber mal zum HTC 10 und seiner Kamera: Mich würde brennend ein Kamera-Test der derzeitigen Android-Spitzenklasse (S7, HTC 10, G5 und P9) interessieren. Habt ihr dahingehend was vor, HL?

Areamobile hat da einen Vergleich geliefert. Jedoch fehlt die Angabe zur Software. Denn die Ergebnisse unterscheiden sich durch die Software doch recht stark. Bald kommt ein Update laut Twitter/xda Post, der die schwächen der Kamera verbessert. Kann man gespannt sein :)



Gesendet von meinem HTC One mit Tapatalk
#9
Registriert seit: 10.10.2007

[online]-Redakteur
Beiträge: 1022
Zitat G00fY;24531636
Hast du eine Quelle? Zitat von Anandtech, die wirklich für sauber recherchierte Berichte bekannt sind:
Zudem wird das HTC 10 auf der offiziellen SanDisk Seite geführt: The New HTC 10™ is an EPIC Smartphone!
Zitat dort:

Auf der SandDisk Seite findet man zum iNAND 7232 eindeutig folgendes:
Schnittstelle: e.MMC 5.1

Bislang produzieren, meines Wissens nach, nur Toshiba und Samsung UFS Speicherchips.

@homann5: Auch wenn meine Rückmeldungen etwas forsch rüber kommen, nimms bitte nicht persönlich sondern als konstruktive Kritik.:angel:

Das war eine Aussage im Rahmen der Gerätevorstellung. Danke für die Links zu Anandtech und SanDisk, da werden wir nochmal nachhaken.

Keine Angst! Sowas nehme ich nicht persönlich. Kritik ist immer willkommen.
#10
customavatars/avatar33802_1.gif
Registriert seit: 21.01.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 2025
Warum steht hier nicht einmal, dass das Gerät einen SD-Slot hat? Das ist inzwischen leider schon etwas Besonderes.
Stattdessen nur, dass der USB Port so toll schnell wäre, um einen superduperkomfortablen externen Speicher daran zu betreiben - har har! Weil ja die dummen Konsumenten bekanntlich sehr darauf stehen, einen extra Klotz am labberig-empfindlichen USB-Port des ohnehin sperrigen Dumbphone hängen zu haben. In Zukunft dann auch noch zusätzlich zum externen D/A-Wandler, den man ja jetzt neu entdeckt hat um Käufer abzuzocken.

Bekloppte Industrie!
#11
customavatars/avatar7317_1.gif
Registriert seit: 30.09.2003
in einer Wohnung
╬Bruderschaft ALC╬
Beiträge: 13213
also ich hatte jetzt am letzen Wochenende Gelegenheit das Gerät im Saturn zu begutachten. Vom Gehäuse schon ein echter Knaller, aber um ganz ehrlich zu sein, der "muss ich haben" Anreiz hat gänzlich gefehlt. HTC Sense, so geil ich die Schlichtheit auch mag, hat natürlich gleichzeitig den Nachteil, dass man einfach wenig zu entdecken hat. Es ist halt ein mehr oder weniger Stock Android. Und leider...das fiel mir direkt auf, ist das ein Display das mal so gar nicht in diese Preisklasse gehört. Ich weiss nicht obs an der Umgebung lag oder weil das Display als Vorführgerät anders ist, aber zum einen war der Schwarzwert, da kein Oled, mehr als mau... warum das immer so gelobt wurde ist mir ein Rätsel und zum anderen fehlte einfach der Kontrast wenn man die Helligkeit auf 50% gestellt hat, wie ich es in der Praxis wohl tun würde.

Der direkte Konkurrent daneben, das Galaxy S7, fairerweise müsste man sogar sagen das S7 Edge, spielt da in einer ganz anderen Liga... ja, die Farben sind im HTC realistischer, aber wer macht schon Photobearbeitung auf so einem Display um drauf unbedingte Priorität zu legen. Und Photo ist ein gutes Stichwort, die Kamera im S7 lößte bei mir treffsicherer und besser aus.

Ich war ja kurz davor das HTC zu kaufen, insbesondere aufgrund des Gehäuses, der HTC Sense Oberfläche und des Kopfhörerausgangs oben, der insbesondere bei langen Steckern von großen Over-Ears viel angenehmer ist, aber für mich darf das HTC mit der Auftstellung maximal im 3xx€ Bereich liegen. Das S7 erscheint mir mal abgesehen von Software und Lautsprecherqualität in jeglichen Belangen überlegen und kostet irrwitzigerweise z.Z. weniger. Es ist natürlich unfair, weil das HTC auch High-End Innereien wie RAM CPU usw Besitzt. Aber für mich als jemand der Premium eher mit anderen Merkmalen definiert ist der aufgerufene Preis für das HTC10 ein WItz.
#12
customavatars/avatar60123_1.gif
Registriert seit: 15.03.2007
Cottbus
Vizeadmiral
Beiträge: 7912
Ich weiß ja nicht welche Software auf dem htc war aber es wurde immer wieder was an der Kamera verbessert mit jedem Update. Und die Kamera das S7 ist natürlich im Moment die beste dafür ist die Software von Samsung das letzte. Siehe Note 7.
Und ich sage mal so. Um so mehr Spielerei in der Software, um so länger dauert es bis es Updates gibt.

Gesendet von meinem HTC 10 mit Tapatalk
#13
customavatars/avatar45355_1.gif
Registriert seit: 19.08.2006
München
Vizeadmiral
Beiträge: 7638
Gibt es hier diverse Langzeiterfahrungen mit dem Gerät ? Angeblich soll die Camera durch diverse updates verbessert worden sein?
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Samsung Galaxy A3 (2016) & Galaxy A5 (2016) im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/TEASER_SAMSUNG_A2016

Die Oberklasse sorgt für Schlagzeilen, die Mittelklasse für Marktanteile. Deshalb war es vor knapp einem Jahr nur logisch, dass Samsung mit der neuen A-Reihe einen Gegenpol zur immer stärker werdenden Konkurrenz im Bereich zwischen 200 und 400 Euro platzieren wollte. So erfolgreich die beiden... [mehr]

Huawei P9 lite im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HUAWEI_P9_LITE_TEASER_KLEIN

Größer, schneller, schicker: Mit dem P9 lite bringt Huawei erwartungsgemäß den Mittelklasseableger seines Aushängeschilds in den Handel. Dabei verlässt man sich nicht auf leichte Korrekturen, was den Vorgänger nicht nur alt aussehen lässt, sondern das deutlich teurere Schwestermodell auch... [mehr]

Kommentar: Wie Microsoft mich dazu brachte, ein Lumia gegen ein iPhone zu...

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/MICROSOFT2012

Microsofts Verkäufe im Smartphonebereich sind im letzten Quartal regelrecht eingebrochen. Lediglich 2,3 Millionen Geräte konnte die mobile Sparte des Konzerns absetzen. Die hochpreisigen Surface-Tablets verkaufen sich mittlerweile besser als die Lumia-Smartphones. Dieses Jahr war die erste... [mehr]

HTC 10 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HTC_10_TEASER_KLEIN

Vom Innovator zum Sorgenkind: HTC gilt derzeit als eines der größten Sorgenkinder des Smartphone-Marktes. Nach dem guten, aber nicht überragenden One M8 und One M9 soll der schlicht 10 genannte Nachfolger nun endlich die Trendwende einläuten. Zu wünschen wäre es dem Unternehmen, ganz so... [mehr]

Huawei G8 (GX8) im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HUAWEI_G8_9_TEASER_KLEIN

Auf der IFA stand das Mate S im Vordergrund, doch mit dem G8 - das inzwischen auch als GX8 angeboten wird - hatte Huawei auch ein neues Mittelklassemodell mit dabei. Allmählich ist das Smartphone bei immer mehr Händlern verfügbar, die den Preis schnell unter die Empfehlung von knapp 400 Euro... [mehr]

Huawei P9 im Test (2/2) - Das leistet die Leica-Kamera

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/HUAWEI_P9/HUAWEI_P9_2_TEASER_KLEIN

Wie wichtig die Smartphone-Fotografie inzwischen ist, zeigt derzeit wohl nichts so deutlich wie die Kooperation zwischen Leica und Huawei. Auf der einen Seite ein exzellenter Ruf in Sachen Kameras, auf der anderen Expertise im Bau von Handys. Im zweiten Teil des Tests muss das P9 zeigen, dass es... [mehr]