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Kurztest: Libratone Lounge - High-End AirPlay-Lautsprecher mit toller Optik

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Seite 2: Libratone Lounge im Detail

 

Dass gerade beim anvisierten Einsatzbereich natürlich die Optik eine entscheidende Rolle spielt, ist klar und soll laut eigenem Bekunden ja auch eine der Schlüsselqualifikationen des Herstellers darstellen. Direkt bei der Anlieferung fällt aber auf, dass die Libratone Lounge groß, sehr groß sind. Mit einer Länge von 100 cm und einer Höhe von 22 cm ist unser Testmuster alles andere als klein. Die Maße lassen es aber fast schon vermuten: Libratone hat auch eine Wandmontage vorgesehen. So kann das Lounge bestens unter dem an der Wand hängenden Flatscreen-TV montiert werden.

Libratone Lounge

Neben den reinen Abmessungen ist es natürlich die Filzbespannung, die ins Auge sticht. Gerade im Vergleich zum normalen Akustik-Stoff, den wir bei beinahe allen anderen aktuellen Boxensystemen vorfinden, ist die Fließ-Optik eine angenehme Abwechslung. Akustische Einschränkungen, die man nun erwarten könnte, gibt es erfreulicherweise nicht.

Libratone Lounge Fließ

Nun keine Angst, das Libratone Lounge gibt es natürlich noch in weiteren Farben und nicht nur in dem knalligen Orange/Rot, das unser Testmuster besitzt. Wesentlich gedeckter sind da schon die schwarze, graue oder beige Varianten, die es weiterhin im Portfolio gibt. Die Fließbespannung geht nicht um den gesamten AirPlay-Speaker herum, sondern bedeckt ausschließlich die Front und umfasst zudem die Seitenteile vollständig.

Libratone Lounge Lautsprecher

Wird die Bespannung abgenommen, zeigt sich recht schnell, dass Libratone die Akustik durchaus ernst genommen hat und nicht einfach „irgendwelche Breitbandchassis“ hinter einer schicken Optik versteckt. So kann das Libratone Lounge mit einer waschechten 2.1-Bestückung im großen Gehäuse aufwarten. Darüber hinaus hat das Lounge noch eine Besonderheit zu bieten. Um die hohen Frequenzen kümmern sich Bändchenhochtöner – wie sie in der Regel bei hochwertigen HiFi-Komponenten genutzt werden. Unterstützt werden die Hochtöner von je einem 4 Zoll-Mitteltöner. Um die tiefen Töne kümmert sich abschließend ein 10-Zoll-Woofer, der zentral verbaut wurde – was auch nicht stören dürfte, schließlich sind tiefe Frequenzen ohnehin nicht ortbar. Mit dieser Konfiguration möchte Libratone einen Frequenzbereich von 38 Hz bis 20 kHz abdecken, was eine respektable Bandbreite für eine Soundbar ist.

Befeuert werden die fünf Chassis vollaktiv – für jeden Lautsprecher steht also eine eigene Endstufe zur Verfügung, die speziell auf die Charakteristik des Treibers angepasst wurde. Für die Hochtöner stehen genau wie für die Mitteltöner je 25 Watt zur Verfügung. Der Subwoofer wird mit 50 Watt angetrieben, sodass wir insgesamt auf eine RMS-Leistung von 150 Watt kommen.

Libratone Lounge Anschlüsse

Dass Libratone die Lounge in erster Linie für den AirPlay-Einsatz vorsieht, zeigt ein Blick auf die Rückseite. Es gibt neben dem Stromanschluss nur einen Audio-Eingang – und der ist denkbar schlecht zu erreichen. Dafür kann der 3,5-mm-Klinkeanschluss sowohl analog als auch digital genutzt werden.

 

 

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Kommentare (7)

#1
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Registriert seit: 30.03.2010
Hamburg
Flottillenadmiral
Beiträge: 4375
Interessante Lautsprecher, warum denn nicht sollte man das nötige Kleingeld besitzen.

Was mich interessieren würde, mein 2.1 System besitzt im Standby ein wahrzunehmendes Grundrauschen bei stabilen 15 Watt Verbrauch. Ist so eins auch bei dem Gerät zu hören?
#2
Registriert seit: 14.06.2010
Oldenburg
Gefreiter
Beiträge: 59
Tut mir leid aber so ein Kurztest ist bei dieser Preisklasse absolut unangemessen!

Ich würde, ohne das ich die Soundbar selbst mal gehört hätte, durchs Lesen dieses Kurztests zu einem anderen Ergebnis kommen.

Da wären zu bemängeln:

- Kein Dock-Connector! Sorry, made for iPhone ist das nicht
- Als optionaler Eingang nur Klinke, auch wenn wenigstens mit mini Toslink.
- Achja. 15W Standby-Verbrauch? Auch mit schaltbarer Steckdose nicht zumutbar.

Nur mal als Vergleich:

B&W Zeppelin Air

- Airplay
- Dock-Connector
- USB
- Klinke mit mini Toslink
- RJ45-Buchse!
- 150W RMS
- 599€ UVP

Ein Libratone Lounge muss sich in seiner Preisklasse mit einem Genevalab L messen, und dagegen stinkt es ziemlich sicher total ab.


Ich selbst besitze ein Zeppelin Air und für unterwegs eine TDK 2 Speaker BOOMBOX. Für mich gibts es für iDevices außer diesen nur drei Alternativen:
Philips Fidelio Soundsphere ,Genevalab XXL und für den Strand Harman/Kardon GO + PLAY II.
#3
Als schön Dock gäbe es auch noch die BeoSound 8 von Bang&Olufsen, welche nach meinem Geschmack viel wertiger aussieht und sogar noch 300€ billiger ist.
#4
Registriert seit: 27.02.2012

Gefreiter
Beiträge: 55
*klugzuscheiß an*

Das sind keine "Bändchenhochtöner" sondern "Air Motion Transformer" (AMT)
#5
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Registriert seit: 21.03.2010

Gefreiter
Beiträge: 39
Hannarch, du nimmst mir die Worte aus dem Mund. AMT, die Creme de´la Creme des Hochtönerbaus! Ich frage mich welcher das sein könnte. Kein Mundorf, kein ESS, kein beyma... von der Größe her ähnlich wie die von Adam aber die Schlitze passen nicht. hmm... Vermutlich arbeitet der HT als Dipol. Hier zu sehen bei Libratone Live: http://cdn0.sbnation.com/entry_photo_images/2156260/007-Libratone-Live-Lounge-review-07-07-0346-TIMN-3_gallery_post.jpg

Der Mitteltöner ist subjektiv betrachtet auf höhe der Zeit, großzügig hinterlüftete Zentrierspinne, evtl. teurer Neodymantrieb. Der Mitteltöner läuft auch nach dem Dipol-Prinzip jedoch mit 90°-Umlenkung. Kann man nur hoffen das die Kammerresonanz kontrolliert wurde. Das Abstrahlverhalten zu den Seiten dürfte jedoch eine mittlere Katastrophe darstellen. Bei Diffusschall ist das aber unkritisch. Seitenansicht: http://cdn3.sbnation.com/entry_photo_images/2156680/016-Libratone-Live-Lounge-review-07-07-0354-TIMN-1_gallery_post.jpg

#6
Registriert seit: 27.02.2012

Gefreiter
Beiträge: 55
Der Hochtöner könnte auch z.B. von Elac zugekauft sein, das ist schwer zu erkennen...
Ganz sicher arbeitet er aber nicht als Dipol; schließlich ist er zusammen mit dem Tief-Mitteltöner in einer gemeinsamen Kammer und dessen Schalldruck würde ihn sonst zerfetzen, zumindest aber erhebliche Verzerrungen provozieren!
#7
customavatars/avatar131785_1.gif
Registriert seit: 21.03.2010

Gefreiter
Beiträge: 39
Du siehst auf dem letzten Foto schon das hier kein Gehäuse geöffnet wurde sondern lediglich der Bespannrahmen abgenommen wurde. Die beiden Löcher sind zum einklipsen des Rahmens. Bei genauem hinsehen erkennt man das hinter dem HT und TMT ein schräges Brett angebracht wurde um den Schall um ca. 90° zu den Seiten zu reflektieren. (Siehe Schaumstoff)
Bei einer in dieser Chassisgröße üblichen Trennfrequenz und unter berücksichtigung des Dipolabfalls, bedingt durch den akustischen Kurzschluss kann hier kaum von nennenswerten Drücken wie z.B bei Subwoofern gesprochen werden. Bei Dipolen ist alles ein bischen anders ;) Wobei das Lounge eigentlich eher eine besondere Form eines Kardioids darstellt...
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