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OCZ Vertex 2 Pro: SSD mit SandForce-Controller angetestet

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oczIm nächsten Jahr werden einige Hersteller von Solid State Drives erstmals auf Controller-Chips von SandForce setzen. So kündigte OCZ dies bereits im November an und auch A-Data will SSDs mit SandForce-Controller einführen. Die Kollegen von Anandtech haben kürzlich eine der neuen SSDs, die OCZ Vertex 2 Pro in einer Vorabversion, angetestet. Nach eigenen Worten handelte es sich dabei um die schnellste SSD mit MLC-Speicher, die Anandtech je getestet hat.

Während die verkaufsfertigen OCZ Vertex 2 Pro SSDs auf einen voll ausgestatteten SF-1500-Controller von SandForce setzen sollen, verfügte das Testsample wohl im Prinzip nur über einen SF-1200, allerdings mit der Firmware des SF-1500. Der SF-1500 ist dabei eigentlich eher für den Einsatz in Servern oder Workstations vorgesehen und kann neben MLC-NAND-Flash auch mit SLC-Speicher umgehen. Der SF-1200 hingegen soll bei MLC-SSDs auch für den Endkundenmarkt Verwendung finden und bietet eine etwas schlechtere (Schreib-)Performance.

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Die Testergebnisse des „OCZ Vertex 2 Pro“-Samples mit 100 GB MLC-Speicher zeigen, welches Potenzial in SSDs mit SandForce-Controller steckt. Sowohl beim sequentiellen Lesen, als auch Schreiben, konnte sich das neue Laufwerk an die Spitze des Testfeldes setzen. Mit 265 MB/s beim Lesen kam es vermutlich bereits zu einer Limitierung durch die SATA-II-Schnittstelle (3 Gb/s). Mit unglaublichen 252 MB/s im Schreibtest ließ man sogar die schnelle Intel X25-E mit SLC-Speicher deutlich hinter sich, wie auch beim zufälligen Schreiben von 4-KB-Blöcken, wo der Vorsprung jedoch wesentlich geringer war. Beim zufälligen Lesen (4 KB) musste man sich jedoch der Konkurrenz mit Intel-Controller (sowohl MLC als SLC) geschlagen geben, aber man lag noch deutlich vor den SSDs auf Indilinx- oder Samsung-Basis.
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Weiterhin übernahm die OCZ Vertex 2 Pro im PCMark Vantage die Führung, auch wenn es in den einzelnen Abschnitten nicht immer zum ersten Platz reichte. In der anschließenden Testsuite wurde die Höhe der I/O Operationen pro Sekunde (IOPS) bei unterschiedlichem Workload ermittelt, wo die SSD auf SandForce-Basis auch weit oben mitmischte und zumindest die MLC-Konkurrenz in Schach hielt.

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Dank der „DuraWrite“-Technologie von SandForce soll das Verhältnis der zu schreibenden Daten zu den tatsächlichen Schreiboperationen im Vergleich zu Konkurrenz ordentlich verbessert werden. So sollen zum Beispiel bei der Installation von Windows Vista und Office 2007 insgesamt 25 GB an Daten geschrieben werden, aber nur 11 GB des Flash-Speichers werden dabei beansprucht. Wie genau DuraWrite funktioniert, hat SandForce offenbar noch nicht verraten. Eine Kombination aus Datenkompression und anderen Techniken sei dabei denkbar. Ein Test, bei dem überwiegend bereits komprimierte Dateien kopiert wurden, zeigte, dass die Bandbreite der neuen OCZ-SSD offenbar unter länger dauernden Schreibzugriffen zu leiden hatte, was womöglich von der DuraWrite-Technologie verursacht wurde.

Alles in allem fiel der Vorabtest der OCZ Vertex 2 Pro mit SandForce-Controller überaus positiv aus. Doch für die meisten Endkunden dürfte der voraussichtlich deutlich höhere Preis der SF-1500-SSDs gegenüber herkömmlichen MLC-Produkten zu hoch sein. Mit einer Verfügbarkeit der ersten SandForce-SSDs ist ewa in den nächsten drei Monaten zu rechnen. Später sollen auch Modelle mit dem günstigeren SF-1200-Chip folgen, die preislich attraktiver ausfallen dürften, aber auch eine etwas geringere Leistung bieten werden.

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Sollte sich die hier bescheinigte Leistung der SandForce-Controller in späteren Tests der Endprodukte bestätigen, könnte sich SandForce vielleicht bald in die Riege der großen SSD-Controller-Hersteller wie Indilinx, Intel oder Samsung einreihen.

 

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