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Seagate Archive HDD ST8000AS0002 im Test

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Seite 1: Seagate Archive HDD ST8000AS0002 im Test

Seagate ArchiveHDD TeaserSeagate, bekannt vor allem durch die markanten Barracuda- und Constellation-Serien, hat kürzlich mit der neuen "Archive HDD"-Serie die weltweit ersten Festplatten mit 8 Terabyte und der neu entwickelten Aufzeichnungstechnik "Shingled Magnetic Recording" (SMR) auf den Markt gebracht. Wir konnten eines der begehrten Testexemplare ergattern, eine ST8000AS002, die wir im folgenden Artikel näher betrachten. Zusätzlich befassen wir uns ebenfalls mit der neuen Aufzeichnungstechnik SMR.

Was vor einigen Jahren noch als unvorstellbar galt, ist nun Realität geworden: 8 Terabyte, gepresst in sechs Platter zu jeweils 1,33 TB pro Scheibe. Möglich wurde dies durch Shingled Magnetic Recording, einer von Seagate neu hervorgebrachten Technik zur weiteren Erhöhung der Datendichte. Wie SMR im Detail funktioniert, erläutern wir auf der folgenden Seite. Zu Beginn wollen wir jedoch einen Blick auf die Eckdaten der neuen Archive HDD werfen:

Die technischen Eckdaten der ST8000AS0002 zeigt die folgende Tabelle:

Hersteller Seagate
Modellreihe Archive HDD
Modellbezeichnung ST8000AS0002
Bezugsquelle Hersteller
Straßenpreis ab 247€
Homepage http://www.seagate.com/de/de/
Technische Daten  
Firmware AR13
Formfaktor 3,5 Zoll
Kapazität (lt. Hersteller) 8000 (6 Platter)
Kapazität (formatiert) 7448 GiB
Schnittstelle SATA 6 Gbit/s
Sektorgröße 4096 (512E)
Cache 128 MB
Umdrehungsgeschwindigkeit 5900 rpm
   
Herstellergarantie 3 Jahre

Bevor wir uns die ST8000AS0002 im Detail ansehen, betrachten wir zuerst die neue SMR-Technik auf der nächsten Seite.

 

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Kommentare (18)

#9
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12062
Zitat butcher1de;23564998
Haben wir schon lange durch:-)
Eben, man muss bei der Archive sehr aufpassen und kann die besonderen Eigenarten dieser HDD eben nicht mit den üblichen Benchmarks erkennen. So stimmen die ermittelten Schreibraten nur für ein bestimmtes Datenvolumen, weil die Archive auch einen On-Disk-Cache hat, also extra Spuren auf deren kein SMR verwendet wird und auf die die Platten die Daten ablegt um sie dann im Idle auf ihre endgültige Position zu kopieren. Nur schreiben die Benchmarks eben nicht genug, HD Tune in der Standardeinstellung nur 64k alle paar MB, um den Performanceeinbruch zu zeigen der dann auftritt, wenn die Caches voll sind.

Die teils winzigen Zugriffszeiten und enormen 4k Schreibend zeigen auch, wie große der Caches sind, denn keine HDD schafft es normalerweise auf dem Medium schneller zu schreiben als zu lesen. Man sieht hier auf dem Bild auch deutlich, dass erst ab 1MB die Werte für eine HDD realistisch sind und die Cache da offenbar nicht mehr reichen:



Das Fazit ist daher auch unpassend:"Was die Performance der Festplatte betrifft, sind die prognostizierten Einbußen bei Schreiboperationen durch die SMR-Technik jedoch nicht so gravierend, wie man hätte erwarten können." Vielmehr war der Test einfach nicht geeignet diese Technik überhaupt zu testen, der On-Disk Cache hat offensichtlich vollkommen ausgereicht alle Daten dort aufnehmen zu können. Der Review bei storagereview.com zeigt das die Antwortzeiten bei entsprechender Nutzung auch teils extrem hoch sein können, die maximal Latent war dort über 212s (Punkt und und Komma sind umgekehrt zu sehen wie in D). Das ist zwar bei einem extremen Testszenario passiert, aber die maximalen Antwortzeiten beim Schreiben dürften das Hauptproblem der Archive SSD sein, da diese weit über den üblichen Werte liegen und die bisherigen Host-Controller so lange Zeite nicht kennen und wenn sie die dann als Zeichen für Defekte werten ist der Ärger da und das ist auch in dem Test bei Technikaffe sehen.



Und noch einmal die Bitte an die Tester: Werft endlich das uralte HD Tach raus, das kann nur bis zu 2TiB adressieren und daher werden die Zugriffszeiten nur für knapp über ein Viertel der Kapazität ermittelt, was einem recht extremen Short-Stroke entspreicht und schon von daher zu viel kürzeren Zugriffszeiten führt, die aber mit der Realität nichts zu tun haben und nur einen total falschen Eindruck erwecken. Man erkennt es auch gut daran, dass in der Tabelle die Zugriffszeiten umso kürzer erscheinen, je größer die Kapazität der HDDs ist, obwohl in Wirklichkeit die Zugriffszeiten bei HDDs seid Jahren stagnieren und vor allem auch von der Drehzahl abhängen.

Aktuellere Versionen von HD Tune können die volle Kapazität adressieren und ermitteln die Zugriffszeiten daher korrekt, also nehmt bitte HD Tune dafür!
#10
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Registriert seit: 21.03.2005
Berlin
Rīgarider
Beiträge: 28633
Ich nutze die Platte selber. Beim Kopieren von knapp 3 TB auf diese Platte ist mir aufgefallen, dass die Datenraten nach einigen hundert Gigabyte massiv einbrechen. Ich denke, das hängt mit der Technik zusammen. Von anfänglich 160 MB/s bleiben am Ende rund 30 übrig. Das ist allerdings für den genannten Einsatzzweck tolerierbar.
#11
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12062
Zitat JJ002;23565154
Sie ist für den 24/7 Betrieb spezifiziert, das jedoch mit wenigen Datenzugriffen.
Richtig, die darf 24/7 laufen und hat ein Workload-Rating von 180 TB im Jahr, während normale Consumer HDDs meist nur ein Rating von 55TB im Jahr haben. Anders als bei den TBW von SSDs zählen bei HDD die gelesene und geschriebene Datenvolumen zum Workload. Gute Enterprise HDDs haben meist ein Rating von 550TB im Jahr, die Archive liegt da also in der Mitte. Wer die Workload Ratings übersteigt, der muss mit geringere Haltbarkeit und erhöhten Ausfallraten rechnen.
#12
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Registriert seit: 21.01.2014
CRiEGER.de
Stabsgefreiter
Beiträge: 327
Zitat
Wie sind gespannt, wann - und vor allem welcher Hersteller - zuerst die nächste Schranke von 10 TB pro Laufwerk knacken wird.

Nur gut, dass HGST heute die sofortige Verfügbarkeit der Ultrastar Archive Ha10 mit 10TB angekündigt hat.
#13
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12062
Genau, die HGST 10TB wurde im September vorgestellt, daher war es eigentlich keine Überraschung. Fraglich wird bei der eher sein, in welchen Systemen man sie überhaupt nutzen kann, denn die braucht offenbar einen Host der SMR aware ist.
#14
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Registriert seit: 09.06.2005
Bregenz
Flottillenadmiral
Beiträge: 5977
Zitat
Wir konnten eines der begehrten Testexemplare ergattern, eine ST8000AS002, die wir im folgenden Artikel näher betrachten. Zusätzlich befassen wir uns ebenfalls mit der neuen Aufzeichnungstechnik SMR.


Da habt ihr eine Tippfehler drin Modell heißt ja ST8000AS0002 und nicht ST8000AS002. Da wurde eine 0 hinten vergessen ;)

Aber danke sonst für den Test :)
#15
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Registriert seit: 02.03.2015

Leutnant zur See
Beiträge: 1249
Zitat Berlinrider;23565219
Ich nutze die Platte selber. Beim Kopieren von knapp 3 TB auf diese Platte ist mir aufgefallen, dass die Datenraten nach einigen hundert Gigabyte massiv einbrechen. Ich denke, das hängt mit der Technik zusammen. Von anfänglich 160 MB/s bleiben am Ende rund 30 übrig. Das ist allerdings für den genannten Einsatzzweck tolerierbar.


Uhh tue das nicht, lieber mehrere kleine Mengen als eine große auf einmal.
Wenn die Platte leer ist gehen die ersten 2 TB recht fix drauf, danach würde ich nur noch 300-400GB pakete rüberschieben.
So bleibt die Übertragungrate bei ca. 80MB/Sek. in etwas über einer Stunde hat man dann die Menge geschafft.
#16
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Registriert seit: 06.04.2013
anywhere
Oberbootsmann
Beiträge: 829
Zitat Holt;23565338
Genau, die HGST 10TB wurde im September vorgestellt, daher war es eigentlich keine Überraschung. Fraglich wird bei der eher sein, in welchen Systemen man sie überhaupt nutzen kann, denn die braucht offenbar einen Host der SMR aware ist.



Ach die 10TB HGST ist in der Firma als "Server" HDD im 2er Verbund tätig,
die gibt's seit ca. 1. Mai für kleinere Händler und ist einwandfrei
#17
Registriert seit: 10.03.2005

Oberbootsmann
Beiträge: 844
ich habe die platte heutemorgen bekommen und 7TB draufgepackt, kein einziger einbruch, nie unter 80MB/s meistens 150MB/s im schnitt 130MB/S, das ganze 7TB lang.

immer die leute die von sachen sprechen von denen sie keine ahnung haben oder das produkt nicht besitzen
#18
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Ba-Wü
Bootsmann
Beiträge: 712
hab die Platte auch, es kommt stark auf die Größe der zu kopierenden Daten an.
Große kopiert sie mit gut über 100mb/s bei kleinen bricht sie schon unter die 50mb/s runter
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