Guide: SSD-Cache nachrüsten - Corsair Accelerator im Test

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Seite 1: Guide: SSD-Cache nachrüsten - Corsair Accelerator im Test

teaserEs gibt praktisch kein System, das nicht von einer SSD profitiert. Doch verglichen mit Festplatten sind SSDs immer noch sehr teuer, sodass es häufig nicht möglich ist, alle Festplatten in einem System durch schnelle Halbleiterspeicher zu ersetzen. Hier drängen sich SSD-Cache-Laufwerke in den Markt: Statt eine Festplatte zu ersetzen, wird sie durch eine SSD unterstützt. Wie man ein System mit solch einer Caching-Lösung ausstattet und mit welcher Performance man anschließend rechnen kann, untersuchen wir in diesem Artikel.

Mit einem Preis pro Gigabyte im einstelligen Cent-Bereich sind Festplatten auch nach den letzten Preissteigerungen um einen Faktor fünf bis sechs günstiger als SSDs. Andererseits gibt es heutzutage wenig Hardware-Upgrades, die im Alltag einen so spürbaren Leistungszuwachs erzeugen. Selbst Einsteiger-CPUs bewältigen viele Aufgaben mit Leichtigkeit, teure Grafikkarten zeigen ihre Leistung nur bei aufwendigen 3D-Spielen und auch Arbeitsspeicher ist so günstig geworden, dass die meisten Systeme davon wohl mehr besitzen, als jemals benötigt wird. Eine SSD hingegen beschleunigt nahezu jeden Vorgang – das fängt beim Starten des Systems an, geht über das Laden großer Datenbanken (z.B. bei E-Mail-Clients) bis zum Multitasking, also dem gleichzeitigen Arbeiten mit mehreren Programmen.

corsair-accelerator-001

Das Umrüsten eines bestehenden Systems auf eine SSD kann allerdings problematisch sein: Das alte Laufwerk muss auf die SSD gespiegelt werden, was nicht immer problemlos von statten geht und spätestens, wenn die SSD kleiner als das ursprüngliche Laufwerk ist, hat man ein Problem. Im schlechtesten Fall kommt man nicht um eine Neuinstallation des Systems herum. SSD-Caching-Lösungen wie die Corsair Accelerator lösen dieses Problem, indem die SSD zusätzlich eingebaut wird und die Festplatte unterstützt, indem häufig benötigte Daten auf der SSD zwischengespeichert werden, sodass man beim Zugriff auf diese Daten von den enorm kurzen Latenzen einer SSD profitiert. Ein Spiegeln oder gar eine Neuinstallation des Systems entfällt dabei, es muss lediglich eine zusätzliche Software installiert werden. Auf den nächsten Seiten erklären wir zunächst die Installation der Corsair Accelerator und schauen dann, mit welcher Performance zu rechnen ist.

Die technischen Daten tabellarisch zusammengefasst:

Hersteller und
Bezeichnung
Corsair Accelerator 30 GB
Straßenpreis ab 47 Euro (22.08.12)
Homepage www.corsair.com
Technische Daten
Formfaktor 2,5 Zoll
Kapazität (lt. Hersteller) 30 GB
Kapazität (formatiert) 28 GiB
Verfügbare Kapazitäten 30, 45, 60 GB
Cache keiner
Controller SandForce SF-2141
Chipart MLC 
Lesen (lt. Hersteller) 270 MB/s
Schreiben (lt. Hersteller) 240 MB/s
 
Herstellergarantie 3 Jahre
Lieferumfang -
 

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Kommentare (18)

#9
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Zitat doublesnake99;19385309
Hört sich echt gut an, wenn man das system nicht ohne weiteres neu aufsetzen kann!
Wenn die auf dem Preisnievau von 50ct/gb sind, werde ich mir mal sowas zulegen und testen


Wieso neu aufsetzen? Einfach clonen.
#10
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Zitat Mr.Mito;19387018
Wieso neu aufsetzen? Einfach clonen.


Bitte was? Du kannst keine HDD auf ne SSD clonen. Windows stellt bei der Installation viel ein. Beim Clonen funktioniert TRIM nicht, die automatische Defragmentation ist angeschaltet und und und... So hast du vom Geschwindigkeitsvorteil wenig und die SSD nutzt auch 10x schneller ab.
#11
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Und das lässt sich natürlich alles nicht einstellen ... :rolleyes:

Mal davon abgesehen, dass ein einfaches laufen lassen des Windows Leistungsindexes normal dafür sorgen sollte, dass W7 die SSD erkennt und z.B. defrag selbstständig deaktiviert.
#12
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Zitat Bratwurstmobil;19387030
Bitte was? Du kannst keine HDD auf ne SSD clonen. Windows stellt bei der Installation viel ein. Beim Clonen funktioniert TRIM nicht, die automatische Defragmentation ist angeschaltet und und und... So hast du vom Geschwindigkeitsvorteil wenig und die SSD nutzt auch 10x schneller ab.
Da muss ich dir widersprechen. Klar kann man von HDD auf SSD klonen. Man sollte allerdings darauf achten, dass von dem Cloning-Programm das Alignment korrekt übernommen wird. Die gesamten Optimierungen, die Win7 bei der Installation durchführt, kann man durch das Laufen lassen des Leistungsindex nachholen. Dabei werden ebenfalls alle Optimierungen durchgeführt.
#13
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Hört sich für mich irgendwie nach ReadyBoost an, nur mit besserer Software. Hat eigentlich schon mal jemand ReadyBoost mit einer SSD getestet?
#14
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Zitat Bratwurstmobil;19386137
Ich versteh das aber auch noch nicht so ganz. Wenn auf der SSD meine Dateien gecacht werden, dann sind diese doch erst frühstens nach der zweiten Ausführung schneller geöffnet. Das ist ja verständlich und sollte ja klar sein. Aber ist die Festplatte dann im ungünstigsten Falle nicht fast doppelt so oft am ackern wie üblich?

Nein. Wenn die Daten im Cache liegen, ist die HDD außen vor.
Zitat Bratwurstmobil;19386137
Und wird die SSD nicht auch durch die ganzen Schreibvorgänge, besonders in der Anfangszeit, gewaltig in Mitleidenschaft gezogen?

Nein.
Zitat Bratwurstmobil;19386137
Außerdem, wenn das Programm (Treiber?) eigentlich nur meist genutzten Dateien auf der HDD auf die SSD kopiert, wieso gibt es dann keine GPT-Unterstützung?

Das Caching funktioniert auf Blockebene, NICHT auf Dateiebene. D.h. es können auch nur Teile einer Datei gecached werden.
Zitat bendor;19386145
klingt gut, und was hat das mit dem Cache auf sich bzw. reichen 30GB für eine 1TB HDD?

Was heißt "reichen"? Sobald Daten häufiger verwendet werden, wird das System beschleunigt.
Zitat Janero;19386726
gibt es das nicht ohnehin von intel? mit jeder xbeliebigen ssd?

Nicht jeder hat ein Mainboard mit Intel-Chipsatz.
Zitat Bratwurstmobil;19387030
Bitte was? Du kannst keine HDD auf ne SSD clonen. Windows stellt bei der Installation viel ein. Beim Clonen funktioniert TRIM nicht, die automatische Defragmentation ist angeschaltet und und und... So hast du vom Geschwindigkeitsvorteil wenig und die SSD nutzt auch 10x schneller ab.

Das ist nicht richtig. Madnex hat es schon geschrieben. Und selbst wenn Windows die SSD komplett wie eine HDD behandeln würde, würde sie sich bei weitem nicht "10x schneller" abnutzen. (Der Unterschied dürfte marginal sein.)
#15
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Moderator
Beiträge: 2833
Zitat DoubleJ;19388067


Nicht jeder hat ein Mainboard mit Intel-Chipsatz.



vollkommen richtig. Aber ist es dort nicht auch nur eine Softwarelösung?
#16
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Registriert seit: 03.08.2008

Obergefreiter
Beiträge: 69
Zitat Janero;19386726
gibt es das nicht ohnehin von intel? mit jeder xbeliebigen ssd?


Ja, aber dazu musst du im BIOS den Controller auf RAID umstellen, was bei einer nachträglichen Änderung zur Folge hat, dass das System neu aufgesetzt werden muss.
#17
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Registriert seit: 12.12.2009


Beiträge: 4210
Zitat Der Moloch;19393324
Zitat Janero;19386726
gibt es das nicht ohnehin von intel? mit jeder xbeliebigen ssd?


Ja, aber dazu musst du im BIOS den Controller auf RAID umstellen, was bei einer nachträglichen Änderung zur Folge hat, dass das System neu aufgesetzt werden muss.


Nein, das geht auch ohne Neuinstallation. Gigabyte hat sogar nen tool dafür bereit gestellt. Das einzig erwähnenswerte hierzu ist das nicht jeder Intel Chipsatz dieses Feature unterstützt (Intel Z75 z.B. nicht), oder anders gesagt; bislang unterstützen nur die folgenden Chipsätze ISRT: Z68/Z77/H77/Q77
#18
Registriert seit: 29.12.2009
Deutschland
Bootsmann
Beiträge: 587
Hm mich würde mal ein Vergleich von Caching-Software interessieren .. Intel-SRT im Vergleich zu den Dataplex-Lösungen und Velo-SSD.
Gibts eigentlich einen praktischen Unterschied zwischen den speziellen Caching-SSDs und einer ganz normalen, ausser dass bei den Cache-SSDs eine Software dabei ist und manchmal bis zur Hälfte des Speichers nicht wirklich verfügbar ist?
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