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Guide: SSD-Cache nachrüsten - Corsair Accelerator im Test

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Seite 7: Fazit

Das Ergebnis fällt wie zu erwarten aus: Die Performance eines Systems mit einer Festplatte, welche von einem SSD-Cache unterstützt wird, bewegt sich in der Mitte eines reinen Festplatten- und reinen SSD-Systems – mit Tendenz zu letzerem. Im Alltag wird man in vielen Situationen einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil spüren, insbesondere bei Aufgaben, die sich häufig wiederholen. Liegen die Daten noch nicht im Cache vor und müssen daher von der Festplatte geholt werden, ist hingegen nicht mit einem Geschwindigkeitsvorteil zu rechnen.

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Die interessante Frage ist daher: Für wen lohnt sich eine Cache-Lösung wie die Corsair Accelerator? Zum einen sicherlich für Leute, die möglichst unkompliziert in den Genuss von (annähender) SSD-Geschwindigkeit kommen wollen, denn ein lästiges Umziehen des Systems von Festplatte auf SSD entfällt hier – es ist lediglich die Installation einer Software notwendig. Zum anderen bietet sich solch eine Lösung auch an, wenn man sehr viele Daten besitzt und diese nicht problemlos auf eine SSD und Festplatte aufteilen kann. Denn das wäre (preislich) die Alternative zu einer Cache-Lösung: Eine SSD, die nur für das System, wichtige Programme und vielleicht auch häufig genutzte Daten verwendet wird und eine Festplatte, auf der alle „unwichtigen" Daten liegen.

Die Corsair Accelerator gibt es mit einer Kapazität von 30, 45 und 60 GB. Eine größere Kapazität ermöglicht hier natürlich auch, dass mehr Daten für den schnellen Zugriff zwischengespeichert werden. Preislich am attraktivsten ist das Modell mit 60 GB, dieses wird für einen Preis ab 62 Euro angeboten. Für nicht sehr viel mehr Geld erhält man allerdings auch schon eine High-End-SSD wie die Crucial m4. Für das Modell mit 128 GB, also die doppelte Kapazität, werden hier mindestens 89 Euro fällig. Diese Kapazität sollte in vielen Fällen reichen, um alle häufig genutzten Daten aufzunehmen. Letztendlich muss man sich hier allerdings selbst um die Aufteilung kümmern, was auch Zeit in Anspruch nehmen kann.

Letztendlich ist es also eine Geschmacksfrage: Eine SSD-Cache-Lösung beschleunigt ein System spürbar, erlaubt aber keine selektive Auswahl der auf der SSD gespeicherten Daten. Ein getrenntes System aus HDD und SSD ergibt einen größeren Geschwindigkeitszuwachs, wenn man sich selbst um eine vernünftige Aufteilung der Daten kümmert. SSD-Cache-Lösungen haben also durchaus ihre Daseinsberechtigung, sind aber nicht immer die beste Option. 

Positive Aspekte der Corsair Accelerator:

  • Spürbarer Performance-Zuwachs
  • Einfache Inbetriebnahme

Negative Aspekte der Corsair Accelerator:

  • Registrierung und Online-Aktivierung der Software notwendig
 

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Kommentare (18)

#9
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Zitat doublesnake99;19385309
Hört sich echt gut an, wenn man das system nicht ohne weiteres neu aufsetzen kann!
Wenn die auf dem Preisnievau von 50ct/gb sind, werde ich mir mal sowas zulegen und testen


Wieso neu aufsetzen? Einfach clonen.
#10
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Zitat Mr.Mito;19387018
Wieso neu aufsetzen? Einfach clonen.


Bitte was? Du kannst keine HDD auf ne SSD clonen. Windows stellt bei der Installation viel ein. Beim Clonen funktioniert TRIM nicht, die automatische Defragmentation ist angeschaltet und und und... So hast du vom Geschwindigkeitsvorteil wenig und die SSD nutzt auch 10x schneller ab.
#11
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Und das lässt sich natürlich alles nicht einstellen ... :rolleyes:

Mal davon abgesehen, dass ein einfaches laufen lassen des Windows Leistungsindexes normal dafür sorgen sollte, dass W7 die SSD erkennt und z.B. defrag selbstständig deaktiviert.
#12
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Zitat Bratwurstmobil;19387030
Bitte was? Du kannst keine HDD auf ne SSD clonen. Windows stellt bei der Installation viel ein. Beim Clonen funktioniert TRIM nicht, die automatische Defragmentation ist angeschaltet und und und... So hast du vom Geschwindigkeitsvorteil wenig und die SSD nutzt auch 10x schneller ab.
Da muss ich dir widersprechen. Klar kann man von HDD auf SSD klonen. Man sollte allerdings darauf achten, dass von dem Cloning-Programm das Alignment korrekt übernommen wird. Die gesamten Optimierungen, die Win7 bei der Installation durchführt, kann man durch das Laufen lassen des Leistungsindex nachholen. Dabei werden ebenfalls alle Optimierungen durchgeführt.
#13
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Hört sich für mich irgendwie nach ReadyBoost an, nur mit besserer Software. Hat eigentlich schon mal jemand ReadyBoost mit einer SSD getestet?
#14
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Zitat Bratwurstmobil;19386137
Ich versteh das aber auch noch nicht so ganz. Wenn auf der SSD meine Dateien gecacht werden, dann sind diese doch erst frühstens nach der zweiten Ausführung schneller geöffnet. Das ist ja verständlich und sollte ja klar sein. Aber ist die Festplatte dann im ungünstigsten Falle nicht fast doppelt so oft am ackern wie üblich?

Nein. Wenn die Daten im Cache liegen, ist die HDD außen vor.
Zitat Bratwurstmobil;19386137
Und wird die SSD nicht auch durch die ganzen Schreibvorgänge, besonders in der Anfangszeit, gewaltig in Mitleidenschaft gezogen?

Nein.
Zitat Bratwurstmobil;19386137
Außerdem, wenn das Programm (Treiber?) eigentlich nur meist genutzten Dateien auf der HDD auf die SSD kopiert, wieso gibt es dann keine GPT-Unterstützung?

Das Caching funktioniert auf Blockebene, NICHT auf Dateiebene. D.h. es können auch nur Teile einer Datei gecached werden.
Zitat bendor;19386145
klingt gut, und was hat das mit dem Cache auf sich bzw. reichen 30GB für eine 1TB HDD?

Was heißt "reichen"? Sobald Daten häufiger verwendet werden, wird das System beschleunigt.
Zitat Janero;19386726
gibt es das nicht ohnehin von intel? mit jeder xbeliebigen ssd?

Nicht jeder hat ein Mainboard mit Intel-Chipsatz.
Zitat Bratwurstmobil;19387030
Bitte was? Du kannst keine HDD auf ne SSD clonen. Windows stellt bei der Installation viel ein. Beim Clonen funktioniert TRIM nicht, die automatische Defragmentation ist angeschaltet und und und... So hast du vom Geschwindigkeitsvorteil wenig und die SSD nutzt auch 10x schneller ab.

Das ist nicht richtig. Madnex hat es schon geschrieben. Und selbst wenn Windows die SSD komplett wie eine HDD behandeln würde, würde sie sich bei weitem nicht "10x schneller" abnutzen. (Der Unterschied dürfte marginal sein.)
#15
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Moderator
Beiträge: 3214
Zitat DoubleJ;19388067


Nicht jeder hat ein Mainboard mit Intel-Chipsatz.



vollkommen richtig. Aber ist es dort nicht auch nur eine Softwarelösung?
#16
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Registriert seit: 03.08.2008

Obergefreiter
Beiträge: 98
Zitat Janero;19386726
gibt es das nicht ohnehin von intel? mit jeder xbeliebigen ssd?


Ja, aber dazu musst du im BIOS den Controller auf RAID umstellen, was bei einer nachträglichen Änderung zur Folge hat, dass das System neu aufgesetzt werden muss.
#17
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Registriert seit: 12.12.2009


Beiträge: 4246
Zitat Der Moloch;19393324
Zitat Janero;19386726
gibt es das nicht ohnehin von intel? mit jeder xbeliebigen ssd?


Ja, aber dazu musst du im BIOS den Controller auf RAID umstellen, was bei einer nachträglichen Änderung zur Folge hat, dass das System neu aufgesetzt werden muss.


Nein, das geht auch ohne Neuinstallation. Gigabyte hat sogar nen tool dafür bereit gestellt. Das einzig erwähnenswerte hierzu ist das nicht jeder Intel Chipsatz dieses Feature unterstützt (Intel Z75 z.B. nicht), oder anders gesagt; bislang unterstützen nur die folgenden Chipsätze ISRT: Z68/Z77/H77/Q77
#18
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Beiträge: 613
Hm mich würde mal ein Vergleich von Caching-Software interessieren .. Intel-SRT im Vergleich zu den Dataplex-Lösungen und Velo-SSD.
Gibts eigentlich einen praktischen Unterschied zwischen den speziellen Caching-SSDs und einer ganz normalen, ausser dass bei den Cache-SSDs eine Software dabei ist und manchmal bis zur Hälfte des Speichers nicht wirklich verfügbar ist?
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