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Test: Crucial m4 mit neuer Firmware - mehr Performance zum Nulltarif?

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Seite 8: Fazit

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Die Crucial m4 steht dank der Performance-Steigerungen, welche die neue Firmware bringt, nun noch besser da als bei unserem ersten Test – doch der Reihe nach.

Das größte Plus können wir bei sequenziellen Operationen verzeichnen. Das Lesen ist nun über 20 Prozent schneller und auch beim Schreiben können wir eine Steigerung von 16 Prozent (Iometer) bzw. 4 Prozent (AS SSD) messen. Damit belegt sie jeweils einen der vordersten Plätze, lediglich die Samsung SSD 830 und die Intel SSD 510 sind beim sequenziellen Schreiben noch eine Ecke schneller.

Auch bei hohen Anfragetiefen (QD 64) konnten wir eine Steigerung der Performance messen. Dies ist für die meisten Anwender jedoch uninteressant, da sich in Desktopsystemen kaum mehrere Anfragen häufen. Bei QD 1 kann bestenfalls eine marginale Steigerung festgestellt werden, die sich allerdings auch mit einer Messungenauigkeit erklären ließe. Die PCMark-Performance hat ebenfalls minimal zugenommen. Dieser Unterschied wird im Alltag allerdings nicht spürbar sein, womit wir auch schon beim ersten Teil des Fazits wären: Wer gerne mit großen Dateien arbeitet, wird vor allem die enorm gesteigerte sequenzielle Lesegeschwindigkeit zu schätzen wissen. Die Alltagsperformance wird sich mit der neuen Firmware in den wenigsten Fällen verbessern.

Doch Performance ist bei einer SSD nicht alles. Glücklicherweise hat die Crucial m4 aber auch noch mehr zu bieten: Seit ihrem Erscheinen wurden keine gravierenden Fehler bekannt, spätestens mit der aktuellen Firmware wurden auch kleinere Fehler ausgebügelt. Ebenfalls zu gefallen weiß der Preis, im Preissegment der Crucial m4 sind ansonsten nur SandForce-Laufwerke zu finden. Eine uneingeschränkte Kaufempfehlung gibt es trotzdem nicht, denn wer eine SSD für ein System sucht, bei welchem kein TRIM-Befehl zu Verfügung steht (Windows XP, Windows Vista oder ein RAID-Volume), der sollte von der Crucial m4 Abstand nehmen. Aufgrund der zurückhaltenden Garbage Collection kann die m4 ohne TRIM u.U. stark einbrechen.

Ansonsten hat Crucial mit der m4 alles richtig gemacht, das letzte Firmware-Update hat eine ohnehin schon gute SSD noch besser gemacht. Die Crucial m4 darf – wenn TRIM zur Verfügung steht – bedenkenlos gekauft werden.

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Positive Aspekte der Crucial m4:

  • Ausgewogene Leistung, gute sequenzielle Transferraten
  • Günstig für eine SSD mit SATA-6 Gb/s-Interface
  • Seit Markteinführung keine gravierenden Fehler bekannt

Negative Aspekte der Crucial m4:

  • Für Systeme ohne TRIM nicht unbedingt empfehlenswert

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