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Test: OCZ RevoDrive X2 240 GB - Fazit

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Seite 8: Fazit

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Eins steht fest: In unseren Benchmarks gibt es momentan kein schnelleres Laufwerk als das RevoDrive X2. Das liegt natürlich an dem verwendeten RAID 0 aus vier einzelnen SSDs. Man könnte sich jetzt fragen: Das kann man sich doch auch selbst zusammenbauen, oder? Selbstverständlich kann man. Vier SSDs mit SF-1200-Controller und 60 GB kosten zusammen um die 400 Euro. Das RevoDrive X2 mit 240 GB ist derzeit – nicht lieferbar – für 580 Euro gelistet. Bei guter Lieferbarkeit könnte der Preis für das RevoDrive X2 noch sinken, wird wohl allerdings nie das Niveau von vier Einzellaufwerken erreichen, schließlich ist das RevoDrive X2 aufwendiger und vereint bereits alle Teile auf einer Platine. Beim Selbstbau müsste man auf den RAID-Controller auf dem Mainboard zurückgreifen, welcher sicher nicht schlechter ist als das Modell, das auf dem RevoDrive (X2) zum Einsatz kommt. Dabei wird man ungefähr bei der gleichen Leistung landen, hat einige Euro gespart, dafür aber einen deutlich höheren Verkabelungsaufwand – jede einzelne SSD benötigt natürlich ein Daten- und ein Stromkabel, wohingegen das RevoDrive keinerlei externe Verkabelung benötigt. Auf TRIM muss man in beiden Fällen verzichten, was aber, sofern SSDs auf Basis des SF-1200-Controllers zum Einsatz kommen, auch nicht weiter tragisch ist, zumindest was einen eventuellen Leistungsverlust betrifft.

Noch ein paar Sätze zur Leistung: Diese ist, wie gesagt, enorm. Doch wer benötigt sie? Dafür muss man schon einen speziellen Anwendungsfall haben, der die enorme sequenzielle Transferrate überhaupt ausnutzen kann – das wäre z.B. Videoschnitt. Die meisten Anwendungen (u.a. Office und Spiele) werden allerdings schon durch eine einzige aktuelle SSD schnell genug beliefert, sodass man sich hier keine Steigerung erhoffen sollte. Der Flaschenhals verschiebt sich bei einem System mit einer SSD als Systemlaufwerk sehr häufig in Richtung CPU, sodass zusätzliche SSDs dann natürlich für keine oder nur eine marginale Geschwindigkeitssteigerung sorgen. Auch der vielzitierte Windows-Start lässt sich durch den Einsatz mehrerer SSDs kaum noch beschleunigen. Das System fühlt sich insgesamt vielleicht noch etwas zackiger als mit einer SSD an, jedoch dürften die Unterschiede häufig vernachlässigbar sein. Auf keinen Fall ist der Sprung so groß wie von einer HDD auf eine (beliebige) SSD.

Wer außerdem maximale Zuverlässigkeit sucht, sollte lieber auf ein Einzellaufwerk zurückgreifen. Der Geschwindigkeitsunterschied wird, wie im letzten Abschnitt erläutert, marginal sein, dafür hat ein Einzellaufwerk natürlich eine geringere Ausfallwahrscheinlichkeit als vier Laufwerke, wobei alle voneinander abhängen. Das ist reine Mathematik und soll nicht heißen, dass das RevoDrive (X2) komplett unzuverlässig ist.

Wer sich jedoch einen High-End-Rechner zusammenbauen möchte und dabei auf der Suche nach besonderer Hardware ist, der wird mit Freude zum RevoDrive X2 greifen, was sicherlich auch keine schlechte Wahl ist, denn das RevoDrive ist ein durchdachtes Produkt, dass auf jeden Fall (s)eine Daseinsberechtigung hat.

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Positive Aspekte des OCZ RevoDrive X2:

  • Extrem hohe Leistung
  • Durchdachtes Konzept, TRIM nicht nötig
  • Keine zusätzliche Verkabelung notwendig

Negative Aspekte des OCZ RevoDrive X2:

  • Hoher Preis im Vergleich zu einem Eigenbau
  • Keine Möglichkeit, die Firmware zu aktualisieren

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