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Ivy Bridge-E im Test: Intel Core i7-4960X

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Seite 1: Ivy Bridge-E im Test: Intel Core i7-4960X

ivy bridge e teaserNach dem Start der neuen "Haswell"-Generation fehlte bislang noch ein Refresh der High-End-Plattform "Sandy Bridge-E". Heute dürfte sich die Gerüchteküche bestätigt fühlen: Der Nachfolger "Ivy Bridge-E" ist endlich offiziell. Zum Auftakt der neuen Sockel-LGA-2011-Prozessoren wird es mit dem Intel Core i7-4960X, dem i7-4930K und dem Core i7-4820K insgesamt drei neue Modelle geben, die sich nicht nur innerhalb der Taktfrequenz unterscheiden, sondern auch Unterschiede beim Cache-Ausbau und der Zahl der Rechenkerne machen. Im Gegensatz zum Vorgänger bauen sie auf der dritten Core-Generation auf und laufen somit im fortschrittlichen 22-nm-Prozess vom Band. Wir haben uns für diesen Artikel zunächst das Topmodell mit seinen sechs Kernen zur Brust genommen und es gegen das ältere Semester sowie gegen einige Modelle der Konkurrenz antreten lassen.

Mit Prozessor-Preisen von rund 300 Euro für das schnellste Modell ist Intels jüngste "Haswell"-Generation eigentlich fast schon ein Schnäppchen. Auch die Mainboardpreise halten sich mit Kaufpreisen ab etwa 55 Euro durchaus in Rahmen. Dazu nimmt man sich dann noch eine GeForce GTX 780 für etwa 500 Euro, packt 8 GB Arbeitsspeicher für rund 60 Euro hinzu und kauft sich eine flotte SSD samt leistungsstarkem Netzteil für insgesamt etwa 300 Euro. Fertig ist das Grundgerüst für den eigentlich perfekten Gaming-Rechner für nicht einmal ganz 1.300 Euro. Ein Paketpreis, der für die meisten Hardwareluxx-Leser sicherlich noch in Ordnung gehen dürfte. Doch es geht noch viel unvernünftiger: Mit "Ivy Bridge-E".

"Ivy Bridge-E" ist der Nachfolger von "Sandy Bridge-E". Für die oben genannten 1.300 Euro bekommt man gerade einmal das Mainboard und die CPU - sofern man sich weiterhin für das jeweilige Topmodell entscheidet, das wir pünktlich zum Marktstart der neuen High-End-Plattform getestet haben. Während die "Haswell"-Generation mit einer neuen Architektur auf sich aufmerksam macht, sind Intels neuste Prozessoren der Extreme-Edition-Reihe getreu Intels "Tick-Tock"-Modell als "Tick" zu bezeichnen. Hier hat Intel die Architektur der Vorgänger-Generation übernommen und ihre Herstellungsstrukturen verkleinert. Anstatt die Chips weiterhin im 32-nm-Verfahren zu produzieren, lässt man sie jetzt im aktuellen 22-nm-Prozess vom Band laufen und spendiert ihnen hier und da kleinere Optimierungen. Das hat die Desktop-Generation schon vor einem Jahr mitgemacht, insofern ist Intel im Extreme-Bereich also etwas hinten dran.

Im Vergleich zu "Haswell" bzw. "Ivy Bridge" beschränken sich die neuen Extreme-CPUs aber nicht nur auf vier Kerne mit acht Threads. Das aktuelle Flaggschiff legt zwei weitere Rechenkerne in die Waagschale und kann so bis zu zwölf Threads gleichzeitig bearbeiten. Dazu gibt es einen dicken Cache-Speicher, einen hohen Basistakt samt noch höheren Taktraten mittels Turbo Boost. 

Ivy Bridge-E: Intel Core i7-4960X
Heute im Test: Intels neues Desktop-Flaggschiff, der Core i7-4960X.

Für unser Launch-Review haben wir zunächst das Topmodell, den Intel Core i7-4960X, durch unseren altbekannten Benchmark-Parcours gejagt. Ob sich das neue Flaggschiff von der Konkurrenz deutlich absetzen kann und wie groß der Leistungsunterschied zum amtierenden Topmodell ausfällt, versuchen wir auf den nachfolgenden Seiten zu klären. 

 

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Kommentare (128)

#119
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Registriert seit: 10.02.2008

Admiral
Beiträge: 15048
Eigentlich keine. ;) Beim 4820k ist zwar der Heatspreader verlötet, was theoretisch zu besserem OC-Potential führt. Nur kann man a) immer noch eine OC-Gurke erwischen und b) dürfte das was Haswell mit OC liefert nicht deutlich langsamer sein. 5-10% weniger Leistung merkst du in Spielen nicht, das bringt nur Benchmark-Fetischisten zum heulen. ;)

Dazu kommen noch die Mehrkosten bei Sockel 2011. Das billigste Z87-Board gibt es für 80€, bei Sockel 2011 geht das ab 150€. Dazu nutzt fast keiner die restlichen Zusatzfeatures von Sockel 2011, wie Quad-Chanel und 40 Pcie-Lanes. Sockel 2011 lohnt sich meiner Meinung nach erst, wenn man Sechs Kerne richtig auslasten kann oder viel RAM verbraucht.
#120
Registriert seit: 09.04.2011

Oberbootsmann
Beiträge: 811
Zitat Compifan;21261747

Wäre dafür ein 4770k, 4820 oder eventuell ein 1150er Xeon am besten geeignet?

Solange die PCIe Lanes nicht benötigt werden, ist ein S2011 i7 reichlich überflüssig. Ein Xeon kommt immer dann in Frage, wenn OC kein Thema ist.
#121
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Registriert seit: 08.08.2006
Weinböhla (Sachsen)
Moderator
Beiträge: 28799
Zitat Compifan;21261747
Wäre dafür ein 4770k, 4820 oder eventuell ein 1150er Xeon am besten geeignet?


Zwischen 4770K und 4820K liegen sogut wie keine Leistungsunterschiede. Letzterer hat etwas mehr Takt und 10MB Cache... Ersterer etwas weniger Takt, dafür aber auch ~7% mehr IPC Performance. Sprich gleicht den Takt der Ivy-E CPU dahingehend quasi aus. Der Cache kann was bringen, muss aber nicht... Beim Spielen oftmals scheinbar eher zu vernachlässigen. Es sei denn, es gibt ein äußerstes CPU Limit, dann kann der mehr Cache schon ein paar Prozente bringen.

Was den Xeon angeht, der kann kein OC -> spielt OC keine Rolle, wäre er eine echte Alternative, zumal man ein sehr gutes P/L bekommt, wenn man nicht das größte Modell nimmt. Von der Leistung her quasi identisch mit den gleich taktenden i5/i7 Modelen -> dafür aber idR fast immer SMT an Board -> kann ebenso Performance bringen (~25%+)


Unterm Strich halt bleibt die Frage, was du genau vor hast.
S2011 lohnt imho eigentlich nur dann wirklich, wenn man A) nen Hexacore drauf baut oder B) mehr wie 32GB RAM benötigt oder C) die PCIe Lanes braucht...
Dem gegenüber steht die pauschal etwas günstigere S1150 Platform mit den i5/i7 oder Xeon E3 CPUs. Nur sollte man halt nicht den "Fehler" begehen und beispielsweise irgend so ein angebliches HighEnd Brett für 225€+ beim S1150 kaufen dann noch auf OC gänzlich verzichten... Denn dann verballerst du Kohle in dem Brett und hättest mit S2011 eine nicht primär schlechtere Basis bekommen... Da sind zwar die Boards etwas teurer als die einsteiger S1150 Bretter -> aber wenn man 200€+ für S1150 Board ausgibt, kann man auch 200€+ für S2011 einplanen und kommt unterm Strich nicht nennenswert "schlechter" weg. (Sachen wie natives USB oder natives SATA 6G mal außen vor -> das kann der Z87 zwar theoretisch, aber gerade die 6G SATA Ports sind zu "mau" angebunden um da wirklichen volllast durchschieben zu können)
#122
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Registriert seit: 04.05.2011

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1446
Zitat
Unterm Strich halt bleibt die Frage, was du genau vor hast.


Apfelmännchen berechnen, GTA V (und den eventuellen Nachfolger GTA VI), BF4 und Skyrim.
#123
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Registriert seit: 18.09.2008

Oberbootsmann
Beiträge: 770
Bei Amazon gehen die 4960X bei einem Händler für 699,-€ über die virtuelle Ladentheke.

INTEL Core i7-4960X 3,60GHz 15MB Cache LGA 2011 Boxed: Amazon.de: Computer & Zubehör

Intel BX80633I74960X Core i7-4960X Prozessor: Amazon.de: Computer & Zubehör

3 Jahre Garantie, Verpackung geöffnet, inkl. Rechnung !!

Wo ist da der Haken ??


EDIT: Jetzt kosten die 4960x nur noch 649,-€ !!!
#124
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Registriert seit: 19.07.2008
Hamburg
Admiral
Beiträge: 11541
OC Krücke, Messe/Vorführware, Retouren etc.
#125
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Registriert seit: 18.09.2008

Oberbootsmann
Beiträge: 770
Tja, das mit der OC Krücke vermute ich auch ---> in dem Fall kann man den Krüppel lt. FAG doch einfach retournieren !!
#126
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Registriert seit: 15.10.2004
Berlin
Fregattenkapitän
Beiträge: 2714
Der Heatspreader ist beim 4960X ja verlötet -> Intels High-End-CPU

Kann man dann davon ausgehen dass das beim 4930k auch so ist?
#127
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Registriert seit: 08.08.2006
Weinböhla (Sachsen)
Moderator
Beiträge: 28799
ja, das sollte alles die selbe Suppe sein... Gab zumindest wohl auch keine Meldungen vom Gegenteil. Zumal der 30K auf dem gleichen DIE aufbaut wie der 60X -> und die Hexacores sind bei Intel für S2011 alle samt verlötet. Da wird Intel für eine einzige CPU nicht ne andere Produktionslinie fahren.
#128
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Registriert seit: 15.10.2004
Berlin
Fregattenkapitän
Beiträge: 2714
Ich hab mich immer schon gewundert wegen der Threads mit den hohen Temps.

Kann ich ja irgendwie nicht nachvollziehen.
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