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XMG U717 Ultimate im Test: Mit 120 Hz und GeForce GTX 1080 zur Gaming-Speerspitze

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Seite 1: XMG U717 Ultimate im Test: Mit 120 Hz und GeForce GTX 1080 zur Gaming-Speerspitze

xmg u717 ultimate teaser

Ein schneller Prozessor, eine potente Grafikkarte und viel Speicher – das sind längst nicht mehr die einzigen Argumente für die Anschaffung eines neuen Gaming-Laptops. Auch die restliche Hardware hat sich inzwischen den Bedürfnissen der Gamer angepasst. Dazu zählen eine hochwertige Tastatur mit RGB-Hintergrundbeleuchtung, kräftige Lautsprecher und ein helles und zugleich reaktionsfreudiges Display. Auch NVIDIAs G-Sync-Technologie hat den Gaming-Spaß im Notebook erheblich verbessert. Schenker Technologies setzt hier noch einen obendrauf und bietet seine High-End-Geräte seit wenigen Tagen auch mit einem schnellen 120-Hz-Display an. Wie sich das XMG U717 Ultimate in der Praxis schlägt, das klären wir auf den nachfolgenden Seiten. 

Vor wenigen Jahren noch zählte im Bereich der Gaming-Notebooks nur eines: Ausreichend Prozessor- und Grafikleistung, um die aktuellsten Grafikkracher ruckelfrei darstellen zu können. Aus den einstigen, klobigen Laptops sind inzwischen richtige Alleskönner geworden. Während sich die Komponenten im Inneren leistungsmäßig nicht mehr vor ihren Schwestermodellen aus dem Desktop zu verstecken brauchen und vereinzelt ohnehin waschechte Desktop-Hardware zum Einsatz kommt, hat sich auch Drumherum einiges getan. Die Hersteller setzen auf hochwertige Lautsprecher mit teils eigenem Subwoofer für kräftige Bässe, verbauen hochwertige Tastaturen mit Makro-Tasten, RGB-Hintergrundbeleuchtung und angenehmen Druckpunkten sowie Hub und bringen die Displays stets auf den neuesten Stand. Hierzu zählen natürlich nicht nur die in den letzten Jahren stetig gestiegene Displayauflösung, sondern auch andere Technologien wie beispielsweise IPS oder NVIDIAs G-Sync für ein ruckelfreies und flimmerfreies Spielevergnügen. So langsam aber sicher findet auch die 120-Hz-Technologie ihren Einsatz im Notebook. Schenker Technologies bietet seine Topmodelle seit wenigen Tagen gegen Aufpreis mit einem solchen Panel an. Wir haben uns das XMG U717 Ultimate zu uns in die Redaktion bestellt und es einem ausführlichen Test unterzogen.

Optisch angepasstes Clevo-Barebone

Wie üblich hat sich Schenker Technologies bei seinem XMG U717 Ultimate für eine Barebone aus dem Hause Clevo entschieden. Wie schon das P775DM1 hinterlässt auch das hier verwendete P775DM3 einen sehr schlichten, aber weiterhin modernen Eindruck. Im Inneren nimmt ein waschechter Desktop-Prozessor auf Skylake-Basis der Core-i5- oder -i7-Klasse mit einer TDP von bis zu 91 W seinen Platz ein. Auf Seiten der Grafikkarte kann das Barebone von einer NVIDIA GeForce GTX 1060, über die GTX 1070 bis hin zur NVIDIA GeForce GTX 1080 ausgerüstet werden. Schenker Technologies bietet hier verschiedene Konfigurationen an. Die Basis-Version mit Intel Core i5-6600, GeForce GTX 1060, 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher und 500-GB-Festplatte schlägt mit 1.899 Euro zu Buche – Upgrades gibt es für die Grafikkarte, den Prozessor und natürlich den Speicher. Neben einer 2,5-Zoll-Festplatte lassen sich außerdem schnelle M.2-SSDs unterbringen. 

Das Gehäuse selbst ist aus einem Mix aus Aluminium und Kunststoff gehalten. Während der Bildschirm-Deckel direkt oberhalb der Scharniere aus gebürstetem Aluminium besteht, ist das restliche Gehäuse aus Kunststoff gefertigt. Mittig auf dem Deckel angebracht hat Schenker Technologies sein eigenes XMG-Logo. Dieses wird allerdings nicht aktiv beleuchtet und ist nur in bestimmten Blickwinkeln klar erkennbar. Das Topcase ist mit einer Softtouch-Oberfläche überzogen, auf der Rück- und Unterseite gibt es zahlreiche Lüftungsschlitze. Auffällig sind außerdem die großen Onkyo-Lautsprecher zwischen den beiden Scharnieren direkt unterhalb des Bildschirms.

Die Verarbeitungsqualität ist wie bei den meisten aktuellen Clevo-Barebones auf hohem Niveau. Spaltmaße sind hervorragend herausgearbeitet, scharfe Kanten gibt es keine und auch nach stärkerem Druck gibt das Gehäuse an keiner Stelle nach. Die Verwindungssteifigkeit der Scharniere am Display stimmt, die Stabilität der Plastik-Streben für die Lüftungsschlitze könnte allerdings besser sein – das war beim XMG U716 auch schon so. 

Mit Abmessungen von 418 x 295,3 x 40,9 mm ist das XMG U717 Ultimate nicht wirklich portabel, es will vielmehr aber auch als Desktop-Ersatz dienen. Dafür sprechen zudem das Kampfgewicht von rund 3,9 kg und natürlich das Display mit seiner Diagonalen von 17,3 Zoll und seiner schnellen Reaktionsgeschwindigkeit. Punkten will es vor allem beim Bildschirm und der Hardware-Ausstattung. Unser 3.353 Euro teures Testmuster setzt hier auf einen Intel Core i7-6700T, eine NVIDIA GeForce GTX 1080, 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher, eine 256 GB große M.2-SSD und natürlich auf eine zusätzliche Magnetspeicherfestplatte als Datengrab mit einer Kapazität von 1 TB.

Zu gefallen weiß bei Schenker Technologies und Clevo einmal mehr die Tastatur. Die für Spieler wichtigen WASD-Tasten sind optisch hervorgehoben, das Layout klassisch gehalten und macht damit den Umstieg vom Desktop zum Notebook sehr einfach. Die Tasten sind mit 15 x 15 mm angenehm groß, der Druckpunkt ist perfekt, der Hub sehr gut gewählt. Auch Vielschreiber können sich freuen: Längere Texte sind auf der Tastatur des XMG U717 Ultimate sehr angenehm zu schreiben – dank des Nummernblocks gilt dies auch für Zahlen. Dank der Hintergrundbeleuchtung lässt es sich in dunkleren Umgebungen problemlos arbeiten und spielen. Die Intensität der Beleuchtung lässt sich in mehrere Stufen regeln. Ein komplettes Abschalten ist natürlich ebenfalls möglich. Zwar ist die Hintergrundbeleuchtung ab Werk auf ein schlichtes Blau eingestellt, lässt sich über ein Software-Tool aber auch beliebig einstellen, RGB-LEDs sind natürlich auch hier mit von der Partie. 

Weitere Highlights für den Gamer gibt es nicht. Programmierbare Makro-Tasten sind nicht vorhanden, genau wie ein Ein- und Ausschalter für das Touchpad. Hier beschränken sich Clevo und Schenker Technologies nur auf das Nötigste. 

Gute Chiclet-Tastatur, durchschnittliches Touchpad

Was auf Seiten der Tastatur gelingt, gilt leider nicht für das Touchpad. Zwar ist dieses mit Abmessungen von 180 x 63 mm erfreulich groß und kann mit einem Fingerabdruck-Sensor aufwarten, allerdings könnten Gleiteigenschaften und Präzision besser sein. Multitouch-Gesten, wie das Scrollen im Browser oder das Vergrößern per Pinch-to-Zoom von Bildern, versteht der Mausersatz, jedoch kommt es hier immer wieder zu kleineren Aussetzern und Rucklern. Lobenswert ist, dass die beiden Tasten für den linken und rechten Mausklick dediziert ausgegeben werden, wenngleich sie abermals etwas leichtgängig sind. 

Einen Fingerabdruck-Sensor, mit dem sich das Notebook per Fingertab entsperren lässt, findet man in Gaming-Notebooks noch viel zu selten. Das XMG U717 Ultimate hat ihn.

Anschlussseitig kann das XMG U717 Ultimate überzeugen und bietet eigentlich alles, was das Gamer-Herz begehrt. Auf der linken Geräteseite steht die Gigabit-Ethernet-Schnittstelle mit Killer-Technologie bereit, gefolgt von zwei modernen Typ-C-Schnittstellen. Nach USB 3.1 Gen 2 und mit Thunderbolt-3-Protokoll arbeitet allerdings nur einer der beiden Ports. Zwei herkömmliche USB-3.1-Schnittstellen stehen ebenso bereit wie der 6-in-1-Kartenleser. 

Gegenüberliegend bietet das XMG U717 Ultimate zwei weitere USB-3.1-Ports nach Typ-A genau wie vier 3,5-mm-Klinkenbuchsen für den Anschluss eines Headsets und die Soundausgabe für denjenigen, der nicht die hochwertigen Onkyo-Lautsprecher einsetzen möchte. Für den Diebstahlschutz steht natürlich ein Kensington-Lock bereit. 

Das externe Netzteil mit seiner Ausgangsleistung von 230 W wird auf der Rückseite angeschlossen. Externe Displays lassen sich hier ebenfalls mit dem Notebook verbinden – zur Verfügung stehen zwei mini-DisplayPort-Ausgänge und ein HDMI-Port. Im Hinblick auf das 120-Hz-Display mit Full-HD-Auflösung und einer Diagonalen von 17,3 Zoll dürfte das aber hinfällig werden.

Dicke Soundausgabe

Für eine hochwertige Soundausgabe ist beim XMG U717 Ultimate von Schenker Technologies gesorgt. Hier hat man sich abermals die Expertise von Onkyo mit ins Boot geholt und deren Lautsprecher verbaut. Direkt neben den beiden Scharnieren für den Bildschirm gibt es zwei große Stereo-Lautsprecher, welche für eine laute und klare Soundausgabe sorgen. Für kräftige Bässe gibt es an der Geräteunterseite sogar einen eigenen Subwoofer. Dick fällt außerdem die restliche Ausstattung aus. Hierzu zählen schnelles WLAN, G-Sync-Support, Killer-Netzwerkchips und ein 80 Wh starker Akku, welcher sich einfach austauschen und bei Nichtgebrauch entfernen lässt. Dank einer Wartungsklappe auf der Unterseite kann man die Laufwerke und den Arbeitsspeicher mit wenigen Handgriffen austauschen. Hierfür muss nicht erst die gesamte Unterseite auseinandergenommen werden.

Für die Kühlung des Intel Core i7-6700T und der NVIDIA GeForce GTX 1080 stehen im Inneren insgesamt sieben dicke Kupfer-Heatpipes bereit, Grafikkarte und Prozessor verfügen wie gewohnt über eigene Kühlkammern und werden jeweils einzeln aktiv von einem Radialsystem gekühlt. 

 

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 6905
Die sind mit ihrem Design aber auch in den 90ern hängen geblieben, oder? Schlicht wäre ja gut, aber das mit diesem "Gamer"-Aussehen kombiniert... :shake:
#2
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Registriert seit: 24.04.2004
Bremen
Hauptgefreiter
Beiträge: 213
#herrhannes
Dem kann ich nur zustimmen. Vor allem finde ich den Preis völlig überzogen. 1899€ für die kleinste Ausstattung 8Gb Ram, ohne SSD, ohne OS, noch nicht einmal das 120hz Panel ist dabei. Wo anders kriegt man schon ab 1299€ solch ein Gerät mit leicht besserer Ausstattung, wie z.B. das hier im Forum getestete HP Omen, da ist wenigstens noch eine SSD eingebaut.
#3
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Registriert seit: 24.04.2004
Bremen
Hauptgefreiter
Beiträge: 213
#herrhannes
Dem kann ich nur zustimmen. Vor allem finde ich den Preis von 1899€ völlig überzogen, denn anders als hier im Beitrag, gibt es für das Geld keine 16GB sondern nur 8Gb Ram, und kein 120hz Panel. Mir persönlich fehlen noch eine kleine SSD und ein Betriebssystem. Wo anders kriegt man schon ab 1299€ solch ein Gerät mit leicht besserer Ausstattung, wie z.B. dass, hier im Forum, getestete HP Omen, da ist wenigstens noch eine SSD eingebaut.
#4
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Registriert seit: 10.05.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2160
Ich weiß nicht was an dem Design veraltet sein soll, aber wenn es um die dickere Ausführung geht, dann liegt das an dem massiven Kühlsystem. Da throttled die 1070 nicht auf 1060 Niveau herunter wie beim "stylishen" Razer Blade. ;)

Der Preis ist allerdings enorm und m.M.n. auch nicht gerechtfertigt. Es gibt diese Notebooks auch von anderen Herstellern für weniger Geld, aber das ändert nichts daran, dass das allgemeine Preisniveau in letzter Zeit stark nach oben geht.
#5
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Registriert seit: 26.06.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 233
Ich weiß ja nicht wie ihr eure Bechnmarks lest, aber wundert es euch nicht ein bissel, dass das U717 mit GTX 1080 überall hinter der Vorgänger Grafikgeneration U706 und U716 liegt? Und auch das HP Omen mit seiner GTX 1070 ist schneller (das hat doch meines Wissens eine oder?)

So wie ich das sehe, ist die lahme CPU in dem guten Stück vollkommen fehl am Platz und ein regelrechter Bremsklotz für die arme GTX 1080. ich würde fast vermuten, dass man mit einer Konfiguration aus GTX 1070 und i7 6700 (ohne k) günstiger wegkommt und mehr Leistung hat.
#6
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Registriert seit: 26.06.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 233
Da ich meinen Post nicht editieren kann noch ein kleiner Hinweis: Die neuen Kabys kann man schon einbauen ;-)
#7
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Registriert seit: 31.10.2006

Bootsmann
Beiträge: 698
Ich bevorzuge nach wie vor das HP Omen. Wird wohl mein Gaming Laptop für die Dienstreisen und externen Schulungen werden. ( Da brauch man immer etwas Spaß zum ablenken ^^)

Mfg
ssj3rd
#8
Registriert seit: 17.04.2005

Korvettenkapitän
Beiträge: 2341
Welche Person, die sich nicht für das Design und die markierten WASD-Tasten schämt, kann sich so ein Teil leisten? Jugendliche Söhne von schwerreichen Eltern vielleicht :D
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