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Schenker Technologies XMG U716 im Test

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Seite 1: Schenker Technologies XMG U716 im Test

xmg u716 test teaserNachdem wir im Oktober mit dem Schenker Technologies XMG U726 einen ersten Gaming-Boliden mit NVIDIAs vollwertiger GeForce GTX 980 in unseren Testlabors begrüßen konnten, folgte im Dezember die Vorstellung eines weiteren Modells. Das Schenker Technologies XMG U716 lässt sich ebenfalls mit der High-End-Grafikkarte und einer schnellen Desktop-CPU ausrüsten, fällt allerdings ein gutes Stück kompakter aus. Dafür werkelt statt der 200-W-TDP-Version der Grafikkarte nur noch ein auf 185 W begrenzter Ableger. In unserem Vergleichstest zur NVIDIA GeForce GTX 980 für Notebooks machte sich dies in den Benchmarks allerdings kaum bemerkbar. Wie sich das Schenker Technologies XMG U716 in Sachen Gehäuse, Akku-Laufzeit und Display schlägt, klären wir auf den nachfolgenden Seiten. 

Das Schenker Technologies XMG U726, welches wir im Oktober auf den Prüfstand stellen konnten, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein richtig dickes Ding. Nicht nur aufgrund seiner selbst für High-End-Notebooks nicht gerade schlanken Abmessungen, sondern vor allem auch im Hinblick auf die Hardware. Im Inneren werkelt neben einer aktuellen Desktop-CPU der Skylake-Generation auch eine vollwertige NVIDIA GeForce GTX 980, die leistungsmäßig ihren Desktop-Geschwistern in nichts nachsteht. Um die Geräteabmessungen allerdings etwas zu reduzieren, haben die Leipziger ein weiteres Clevo-Barebone in ihrem Sortiment aufgenommen.

Die Geräte der XMG-U716-Reihe sind mit 418 x 295,3 x 39,9 mm und einem Gewicht von rund 3,9 kg zwar noch immer nicht wirklich kompakt und leicht, dafür aber ein gutes Stück schlanker als die Modelle der XMG-U726-Serie. Trotzdem können noch immer reine Desktop-Prozessoren der Skylake-Familie bis hin zum Topmodell des Intel Core i7-6700K sowie die NVIDIA GeForce GTX 980 mit einer TDP-Klasse von 185 W verbaut werden. Dazu gibt es vier DDR4-Speicherbänke für bis zu 64 GB Arbeitsspeicher, Platz für jeweils zwei 2,5-Zoll- und M.2-Laufwerke und ein 17,3-Zoll-Display, welches wahlweise die Full-HD- oder 4K-Auflösung bietet. Wer sich für die Full-HD-Variante entscheidet, bekommt obendrauf ein Panel mit NVIDIAs G-Sync-Technologie, während die höher auflösende Version auf diese Technik verzichten muss. Dazu gibt es eine Reihe von modernen Anschlüssen wie USB 3.1 Typ-C mit bis zu 10 Gbit/s und Thunterbolt-3-Unterstützung, Gigabit-LAN, HDMI 2.0 und USB 3.0. Gefunkt wird per Wireless-LAN nach AC-Standard und über Bluetooth 4.0. Der Akku mit einer Kapazität von 82 Wh soll immerhin für eine Laufzeit von zwei Stunden sorgen.

Preislich startet die XMG-U716-Reihe von Schenker Technologies bei 2.699 Euro, wobei sich dieser sehr schnell in die Region von über 3.500 Euro treiben lässt.

Unsere Testversion kostet knapp über 3.200 Euro, wird dafür aber auch von einem schnellen Core-i7-Prozessor angetrieben und verfügt über einen üppigen Speicherausbau. Aufgrund der schlechten Verfügbarkeit der K-Prozessoren von Intel entschied sich Schenker Technologies bei unserer Testkonfiguration für einen nicht weniger schnellen Intel Core i7-6700 und stellt diesem 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher, eine 256-GB-SSD im M.2-Format mit NVMe-Protokoll und eine zusätzliche 2,5-Zoll-Magnetspeicherfestplatte mit 1 TB zur Seite.

Clevo-Barebone mit leichten Mängeln

Bei seinem XMG U716 hat sich Schenker Technologies abermals für ein Barebone von Clevo entschieden. Das P775DM1 macht im Gegensatz zu vielen anderen Gehäusen der Taiwaner einen modernen Eindruck, ist insgesamt aber noch immer sehr schlicht gehalten. Auf dem Bildschirm-Deckel gibt es einen Mix aus Aluminium und Kunststoff mit vielen zum Design passenden Einkerbungen sowie einem mittig angebrachten, aber unbeleuchteten XMG-Logo. Beim Topcase setzt man ebenfalls zu großen Teilen auf Kunststoff, senkt die Tastatur in ihrem Kunststoffbett aber leicht ab. Auffällig sind die großen Onkyo-Lautsprecher zwischen den beiden Scharnieren direkt unterhalb des Bildschirms. Dazwischen gibt es verschiedene Status-LEDs sowie den Power-Button, welche designtechnisch mithilfe von silberfarbenem Aluminium abgegrenzt werden.

Optisch mag die Schlichtheit zwar durchaus gefallen, die Verarbeitungsqualität kann jedoch nicht auf ganzer Linie überzeugen. Die Lüftungsschlitze der Wartungsklappe auf der Unterseite lassen sich zu leicht eindrücken und können somit schnell beschädigt werden. Gleiches gilt für die Lüftungsschlitze auf der Rückseite. Dafür verzichten Clevo und Schenker Technologies auf die schmutzempfindliche Soft-Touch-Oberfläche und auch die Verwindungssteifigkeit der beiden Scharniere stimmt.

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Schenker Technologies XMG U716

Mit Abmessungen von 418 x 295,3 x 39,9 mm und einem Gewicht von rund 3,9 kg ist das Schenker Technologies XMG U716 aber noch immer ein richtiger Klopper. Als Desktop-Replacement mit durchaus sehr potenter Hardware ist das aber weniger schlimm.

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Schenker Technologies XMG U716

Bei der Tastatur können das Clevo-Barebone und somit das Schenker Technologies XMG U716 vollends überzeugen. Die für Gamer wichtigen WASD-Tasten sind optisch hervorgehoben, das Layout ist insgesamt klassisch gehalten und erfordert somit beim Umstieg auf das Desktop-Replacement keinerlei Umgewöhnung. Die Tasten sind mit 15 x 15 mm angenehm groß, der Druckpunkt erstklassig und der Hub sehr angenehm. Auch längere Texte lassen sich problemlos darauf schreiben – dank des Nummernblocks können auch längere Excel-Arbeiten mühelos gemeistert werden. Ein Arbeiten und Spielen in dunkleren Umgebungen ist dank der integrierten Hintergrundbeleuchtung, welche sich in mehreren Stufen regeln lässt, ebenfalls möglich.

Lobenswert: Zwar ist die Hintergrundbeleuchtung ab Werk auf ein leuchtendes Blau eingestellt, kann über die Flexikey-Software aber auch in verschiedenen Zonen unterteilt und unterschiedlich beleuchtet werden. Die Tastatur verfügt über eine RGB-Hintergrundbeleuchtung. Bei der Software verzichten die Leipziger im Übrigen auf verschiedene Demo-Versionen und weitere Dreingaben. Nur das Nötigste ist vorinstalliert.

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Schenker Technologies XMG U716

Etwas Federn lassen muss unser heutiger Testkandidat allerdings beim Touchpad. Dieses ist nicht nur ungewohnt weit nach links gerückt, sondern verfügt auch über vergleichsweise schlechte Gleiteigenschaften. Zwar versteht es sich mit Multitouch-Gesten, diese werden jedoch wenig präzise umgesetzt. Hinzu kommen immer wieder kleinere Aussetzer und Ruckler. Lobenswert sind die beiden dediziert ausgegebenen Tasten für den linken und rechten Mausklick, wenngleich diese etwas zu leichtgängig sind. Zwischen den beiden Maustasten gibt es zudem einen Fingerprint-Sensor. Insgesamt bringt es das Tochpad auf Abmessungen von 180 x 63 mm.

Vollgepackt mit Anschlüssen und Hardware

Das fast 4 cm dicke Gehäuse bietet eine Vielzahl an Anschlüssen und schreckt glücklicherweise auch nicht vor der Implementierung moderner und aktueller Anschlüsse zurück. So finden sich nicht nur eine Thunderbolt-3-Schnittstelle (über USB 3.1 Typ-C), sondern auch ein HDMI-2.0-Ausgang sowie zwei Displayort-1.2-Anschlüsse. Im Gegensatz zum größeren Schenker Technologies XMG U726 verfügt das das XMG U716 sogar über eine eSATA/Kombi-Schnittstelle. Dazu gibt es zwei weitere USB-3.0-Schnittstellen, Gigabit-LAN mit Killer-Technologie, einen SD/MMC-Kartenleser und vier Audio-Schnittstellen sowie natürlich den Anschluss für das externe Netzteil, welches insgesamt sehr klobig ausfällt – kein Wunder: Die leistungsstarke Desktop-Hardware muss zunächst einmal mit Strom versorgt werden.

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Schenker Technologies XMG U176

Auf der Rückseite hält das Schenker Technologies XMG U716 zwischen den riesigen Lüftungsschlitzen an der linken und rechten Seite den Anschluss für das Netzteil sowie einen HDMI- und zwei DisplayPort-Ausgänge bereit. Damit können etwaige Zusatz-Displays und natürlich die Stromversorgung bequem über die Geräte-Rückseite angeschlossen werden und stören somit nicht auf dem Schreibtisch.

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Schenker Technologies XMG U716

Auf der linken Seite haben Clevo und Schenker Technologies die LAN-Schnittstelle untergebracht, gefolgt von zwei USB-3.0-Schnittstellen, der Typ-C-Buchse, dem Kartenleser und des eSATA-Kombi-Anschlusses. Auf der gegenüberliegenden Seite finden sich die Audio-Buchsen und ein weiterer USB-Port sowie der Kensington-Lock. Damit ist die Positionierung der Anschlüsse durchaus durchdacht gewählt – sowohl Links- wie auch Rechtshänder dürften sich darüber freuen. Einzig ein optisches Laufwerk könnte man vielleicht vermissen – in Zeiten von schnellen USB-Sticks, externen SSDs und natürlich schneller Internetverbindungen im Hinblick auf Steam, uPlay und Origin ist das aber ohnehin zu verschmerzen.

Starke High-End-Hardware

Unter der Haube dreht das Schenker Technologies XMG U716 so richtig auf. Hier stecken ein leistungsstarker Intel Core i7-6700 aus dem Desktop-Segment sowie satte 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher und zwei Laufwerke für die Datenunterbringung im Inneren. Highlight ist aber die NVIDIA GeForce GTX 980 mit einer TDP von maximal 185 W. 

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Schenker Technologies XMG U716

Für hochwertigen Sound hat sich Schenker Technologies die Expertise von Onkyo mit ins Boot geholt. Neben den großen Stereo-Lautsprechern zwischen Display und Tastatur gibt es auf der Geräte-Unterseite auch einen zusätzlichen Subwoofer für satte Bässe. Schnelles WLAN, G-Sync-Support, Killer-Netzwerkchips und ein 82 Wh starker Akku, welcher sich einfach tauschen ließe, gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Lobenswert: Über eine Wartungsklappe auf der Unterseite gelangt man schnell zu den wichtigsten Hardware-Komponenten. Die 2,5-Zoll-Laufwerke, der Arbeitsspeicher und die M.2-Module lassen sich damit schnell austauschen. Sogar die Grafikkarte könnte theoretisch dank MXM-Modul gewechselt werden – hierfür muss dann allerdings das gesamte Kühlsystem auseinandergenommen werden – insgesamt sieben Heatpipes kümmern sich um den Abtransport der Abwärme.