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MSI GT72: Vollgepacktes Skylake-Notebook für Gamer im Test

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Seite 1: MSI GT72: Vollgepacktes Skylake-Notebook für Gamer im Test

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Nach unserem Test zum GE62 versorgte uns MSI mit einem weiteren Gaming-Notebook der High-End-Klasse. Abgesehen von der Hardware gibt es beim Gehäuse des MSI GT72 im Vergleich zum Broadwell- oder gar Haswell-Vorgänger jedoch nicht viel Neues. Mit dabei sind neben einer neuen Skylake-CPU nun auch USB 3.1 Typ-C, eine schnelle M.2-SSD mit NVMe-Protokoll und NVIDIAs G-Sync-Technologie. Wie sich das neue GT72 mit übertaktbarem Intel Core i7-6820HK und NVIDIA-GeForce-GTX-980M schlägt, erfährt man in diesem Artikel.

Das MSI GT72 konnte uns schon in der Vergangenheit immer wieder überzeugen – sowohl die Broadwell- wie auch die Haswell-Generation staubten dank einer hohen Spieleleistung, einer reichhaltigen Ausstattung und einer guten Verarbeitungsqualität unseren heiß begehrten Excellent-Hardware-Award ab. Nun hat MSI sein Erfolgsgerät auf Intels neue Skylake-Generation umgestellt. Zwar bleibt beim Gehäuse alles beim Alten und auch das von uns immer wieder kritisierte Tastatur-Layout ist weiterhin mit dabei, dafür bessert man vor allem bei der Hardware nach. Neben dem Intel Core i7-6820HK, welcher sich dank des nach oben hin geöffneten Multiplikators spielend leicht übertakten lässt, gibt es nun auch Unterstützung für NVIDIAs G-Sync-Technologie. Ebenfalls mit an Bord sind jetzt ein USB-3.1-Typ-C-Anschluss und eine schnelle M.2-SSD mit NVMe-Protokoll. Der NVIDIA GeForce GTX 980M hat man zudem ein Speicher-Upgrade auf satte 8.192 MB GDDR5-Videospeicher spendiert und einen neuen Sport-Modus integriert.

Unser Testsample wird dabei vom aktuellen Skylake-Topmodell angetrieben. Dem Intel Core i7-6820HK zur Seite stehen insgesamt 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher, was ebenfalls ein Novum für das GT72 ist, denn bislang setzte man noch auf den älteren DDR3-Standard. Dazu gibt es eine 256-GB-SSD im M.2-Format und NVMe-Support sowie eine zusätzliche 2,5-Zoll-Magnetspeicherfestplatte als Datengrab mit 1 TB Speicher. Ein DVD-Brenner ist weiterhin vorhanden, beim vorinstallierten Betriebssystem kommt nun Windows 10 zum Einsatz. Die beleuchtete SteelSeries-Tastatur samt Nummernblock gehört ebenfalls wieder zur Grundausstattung. Das Display ist ein 17-Zoll-Modell mit Full-HD-Auflösung, welches erstmals G-Sync unterstützt, womit sich die Bildwiederholrate des Monitors der der Grafikkarte anpasst. Das reduziert störende Tearing-Effekte und nervige Ruckler trotz hoher Bildraten.

Gutes aber klobiges Gehäuse

MSI war in den letzten Jahren stets bemüht, im Bereich der Gaming-Notebooks zu den Konkurrenten aufzuholen. Was im Bereich der Hardware und damit der Performance problemlos gelang, war bei den Gehäusen etwas schwieriger. Beim neuen GT72 der Skylake-Generation setzt man auf Altbewährtes, was man schon zwei Generationen vorher deutlich verbessert hat. Zwar bringt der 17-Zöller mit 3,8 kg noch immer einiges auf die Waage und ist mit einer Bauhöhe von 4,8 cm ein dicker Klopper, die Verarbeitung aber kann sich sehen lassen. Das Gerät wirkt sehr stimmig, was auch den "Bügelfalten" am Deckel zuzuschreiben ist. Im geschlossenen Zustand bleibt auch hier das altbekannte Gaming-Logo mit Drachen-Emblem der größte Eyecatcher, während der Rest im schlichten Schwarz gehalten ist.

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MSI GT72

Am schlichten Design ändert sich nichts, wenn der Deckel geöffnet wird, denn auch das Top-Case kann mit einer klaren Linien-Führung aufwarten. Im ausgeschalteten Zustand zieht einzig der dezent rot hinterlegte Bereich der Lautsprecher die Blicke auf sich und auch der Aufkleber mit den Leistungsdaten sticht hervor. Das schlichte Aussehen aber ändert sich spätestens dann, wenn das GT72 in Betrieb genommen wird.

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MSI GT72

Dann schaltet sich die Hintergrundbeleuchtung der SteelSeries-Tastatur hinzu, welche standardmäßig in Regenbogen-Farben aufleuchtet. Von Blau über Gelb bis Grün und Orange oder Rot – alle erdenklichen Farben sind möglich. Wer die schiere Farbenpracht nicht mag, kann die Hintergrundbeleuchtung auf eine einzige Farbe reduzieren. Dank der Größe von 17 Zoll gibt es auch einen Nummernblock, was vor allem diejenigen erfreuen dürfte, die häufig mit vielen Zahlen hantieren müssen. Die Tasten fallen hier allerdings deutlich kleiner aus, was ein schnelles Tippen erschwert.

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MSI GT72

Die Tastatur wurde erneut in Kooperation mit den Experten von SteelSeries entwickelt. Auf ihr lässt sich hervorragend tippen. Die in der Regel 15 x 15 mm großen Tasten besitzen einen sehr angenehmen Hub und können mit einem präzisen Druckpunkt aufwarten. Leider aber setzt MSI auch dieses Mal wieder auf ein ungewöhnliches Tastatur-Layout, bei dem zahlreiche Sondertasten an eine neue Position rücken. Beispielsweise ist die Windows-Taste zum Öffnen des Startmenüs in der letzten Zeile weit nach rechts gerutscht und auch die Kombination aus STRG + ALT+ ENTF zum Starten des Windows-Taskmanagers ist erst nach anfänglicher Suche möglich. Entsprechend langwierig fällt die Umgewöhnung aus und ein regelmäßiger Switch zwischen Desktop und Notebook wird unnötig erschwert. Schade, dass MSI sich unserer Kritik hier nicht angenommen hat. Dafür aber weiß das Touchpad zu gefallen. Dieses ist nicht nur ausreichend groß dimensioniert und sondern besitzt auch gute Gleiteigenschaften.

Viele moderne Anschlüsse

Aufgrund seiner Dicke und Größe konnte MSI sein GT72 abermals mit einer Vielzahl moderner Anschlüsse ausstatten. Auf der linken Seite bietet das Notebook neben vier USB-3.0-Schnittstellen einen Kartenleser und vier vergoldete 3,5-mm-Klinkenbuchsen für den Anschluss eines Headsets.

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MSI GT72

Auf der gegenüberliegenden Seite stehen zwei weitere USB-2.0-Ports sowie der Einlass für den DVD-Brenner zur Verfügung. Blu-ray-Disks spielt dieses zumindest in unserer Ausführung nicht ab. 

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MSI GT72

Weitere Anschlüsse sind an der Geräte-Rückseite zu finden, wo das Netzteil angeschlossen wird. Hier ist einer der beiden Mini-DisplayPorts einem USB-3.1-Typ-C-Anschluss gewichen. Einen HDMI-Port und die Ethernet-Buchse mit Gigabit-Geschwindigkeit und Killer-Technologie für die Priorisierung der Spiele-Daten gibt es an dieser Stelle weiterhin.

Üppige Ausstattung

Der Aufkleber offenbart, was im MSI GT72 steckt und mit welchen Features es ausgestattet ist. Mit dabei ist nun auch die bereits erwähnte G-Sync-Unterstützung, aber auch das SuperRAID 4. Zwei der insgesamt vier M.2-Slots unterstützen das NVMe-Protokoll für noch höhere Übertragungsraten für die SSD. Der Nahimic Audio Enhancer soll für einen überzeugenden virtuellen Raumklang sorgen und gleichzeitig Hintergrundgeräusche bei der Telefonie über das Internet herausrechnen. Die 2.1-Soundlösung samt Subwoofer auf der Geräte-Unterseite wurde abermals in Kooperation mit Dynaudio entwickelt. Dazu gibt es zahlreiche Software-Anwendungen wie den Xsplit Gamecaster oder die MSI eigene Gaming-App.

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MSI GT72

Neben der Tastatur hat MSI fünf weitere Schalt-Knöpfe untergebracht, womit sich das GT72 starten, die Tastatur-Hintergrundbeleuchtung einstellen oder aber die Geschwindigkeit der Lüfter automatisch auf das Maximum stellen lässt. Im neuen Sport-Modus übertaktet MSI den Intel Core i7-6820HK im Übrigen leicht, denn dann werden alle vier Rechenkerne standardmäßig mit den vollen 3,7 GHz angesteuert. Im Turbo-Modus ist das standardmäßig nicht der Fall. Der Prozessor rechnet dann mit maximal 3,6 GHz, reduziert allerdings bei voller Belastung auch leicht seine Geschwindigkeit.

MSI verfolgt mit dem GT72 der Skylake-Generation weiterhin seinem positiven Trend und bessert ein einigen Stellen nach.