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Toshiba Satellite Radius 11 L10W-B-101 im Kurztest

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Seite 1: Toshiba Satellite Radius 11 L10W-B-101 im Kurztest

toshiba satellite radius 11 teaser kleinNicht zu teuer, klein, leicht und vielfältig einsetzbar - an ein Notebook als Zweitrechner werden oftmals viele Anforderungen gestellt. Doch nicht immer sind alle unter einen Hut zu bekommen. Wie ein solcher Kompromiss aussehen könnte, zeigt Toshibas Satellite Radius 11, das sich zwischen Notebook und Tablet bewegt und Erinnerungen an Lenovos Yoga-Serie weckt.

Denn das Vorbild ist unübersehbar, wie schon der erste Blick zeigt. Die verbauten Scharniere könnten unverändert aus dem Yoga 2 übernommen worden sein, das einer der ärgsten Konkurrenten ist. Denn nicht nur den Verwandlungsmechanismus kennt man von diesem, auch in den wesentlichen Ausstattungsdetails gibt es eine verblüffende Übereinstimmung. Ob das Satellite Radius 11 in der Version L10W-B-101 dennoch über eine eigene Identität verfügt, zeigt der Test.

Zumindest beim Gehäuse stellt sich diese Frage nicht. Denn mit 289,0 x 199,0 x 22,0 mm fällt das Satellite Radius 11 sichtbar dicker als das Yoga 2 aus. Aber auch Toshibas unverkennbares Design sorgt für Eigenständigkeit. Der Deckel verjüngt an den Enden, ähnlich - wenn auch nicht so deutlich - sieht es am Boden aus. Schlanker wirkt das Gerät dadurch nicht, was in erster Linie an Höhe und Breite liegt - kräftig-kompakt trifft am ehesten zu.

Allerdings schafft es Toshiba nicht, ein harmonisches Bild zu zeichnen, denn das im Wesentlichen aus vier Teilen bestehende Gehäuse bietet keine einheitlichen Farben: Deckel und Innenraum sind in Silber gehalten, der Display-Rahmen ist Schwarz, der Boden wirkt Cremefarben. Ärgerlicher ist hingegen, dass auch die Oberflächenbeschaffenheit stark schwankt. Der Deckel wirkt dank des Einsatzes von Klarlack wenig hochwertig, der leicht angeraute Innenraum funktionell, der Boden weiderum setzt auf eine sehr grobe Oberfläche.

Toshiba mixt diverse Farben und Oberflächen, das Ergebnis überzeugt nicht wie hier am Boden
Toshiba mixt diverse Farben und Oberflächen, das Ergebnis überzeugt nicht wie hier am Boden

Irgendwo mittendrin bewegen sich die Scharniere, die zunächst zu kraftvoll, bei geöffnetem Display hingegen zu schwach agieren. Das Resultat: Mit einer Hand kann das Display nicht geöffnet werden, Touchscreen-Eingaben gehen häufig mit einem wippenden Deckel einher. Ähnlich uneinheitlich sieht es in Sachen Verarbeitungsqualität aus. Während die Verwindungssteife angenehm hoch ausfällt und Verformungen erst bei großem Krafteinsatz über das übliche Maß hinaus gehen, sind hier und da unterschiedliche Spaltmaße sowie schief platzierte Anschlüsse zu erkennen.

Nicht ganz überzeugende Scharniere und ungleiche Spaltmaße
Nicht ganz überzeugende Scharniere und ungleiche Spaltmaße

Letztere sind zumindest in ausreichender Anzahl und Qualität zu finden. Geboten werden zwei USB-Ports (je einmal 2.0 und 3.0), ein HDMI-Ausgang, eine Kopfhörer-Buchse sowie ein SD-Kartenleser. Untergebracht sind alle Ein- und Ausgänge im mittleren Bereich der linken und rechten Seite, das Konfliktpotential beim Einsatz einer Maus ist also gering. Für Kritik könnte (je nach Infrastruktur) jedoch der veraltete WLAN-Standard sorgen, denn mehr als n-Netze im 2,4-GHz-Band unterstützt das Notebook nicht; Bluetooth 4.0 ist aber mit an Bord. Die für helle Räume ausreichende Webcam im 720p-Format sowie die im Boden platzierten Lautsprecher mit blechernem Klang sind dafür am Ende kein Ausgleich.

Ein Celeron auf Haswell-Basis sowie ein TN-Panel - die Technik überzeugt nicht völlig
Ein Celeron auf Haswell-Basis sowie ein TN-Panel - die Technik überzeugt nicht völlig

Angesichts des Preises von knapp 400 Euro wenig überraschend fallen CPU und Display aus. Bei ersterem verlässt Toshiba sich auf Intels Celeron N2840. Dieser bietet zwei Kerne auf Haswell-Basis ohne Hyper-Threading sowie eine integrierte GPU vom Typ HD Graphics. Zur Seite gestellt werden dem Prozessor 4 GB Arbeitsspeicher sowie eine 500 GB fassende HDD. Mit 1.366 x 768 Pixeln bietet das 11,6 Zoll messende Display eine ausreichende Pixel-Dichte. Für Minuspunkte sorgt das TN-Panel, viele Konkurrenten bieten die bessere IPS-Technik.

 

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Kommentare (1)

#1
Registriert seit: 10.12.2011

Obergefreiter
Beiträge: 88
Den Celeron N würde ich eher Bay Trail als Haswell zuordnen ;-)
Sonst für einen Kurztest nicht so übel. Danke!
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