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Toshiba Satellite Radius 11 L10W-B-101 im Kurztest

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Seite 2: Gut und weniger gut

Meist leise und überraschend gute Tastatur

Über viele echte Stärken verfügt das Satellite Radius 11 nicht, was vor allem Prozessor und Massenspeicher , aber natürlich auch dem Preis geschuldet ist. Ein klarer Pluspunkt ist die Tastatur. Denn Toshiba verbaut trotz des kleinen Gehäuses beinahe normalgroße Tasten, die über einen klar definierten Druckpunkt sowie einen angenehmen Hub verfügen. Leicht negativer Nebeneffekt der Größe: Einige Sondertasten, beispielsweise die komplette oberste Reihe, fallen sehr klein aus.

Tastatur und Touchpad gefallen, wenn auch nicht in Gänze
Tastatur und Touchpad gefallen, wenn auch nicht in Gänze

Ebenfalls nicht frei von einem kleineren Makel ist das Arbeitsgeräusch. Toshiba verzichtet auf einen Lüfter, was das Notebook zunächst unhörbar machen sollte. Allerdings fällt die eingesetzt Festplatte mitunter durch deutlich wahrnehmbare Zugriffe auf. Unauffällig verhält sich das Gehäuse, das trotz des Verzichts auf einen Lüfter nicht zu warm wird. In der Spitze wurden nach langen Volllastphasen punktuell lediglich rund 42 Grad Celsius erreicht.

Zu guter Letzt kann der Touch-Sensor überzeugen, der im Test jegliche Eingaben problemlos erkannte.

Kleines Touchpad und schwache Laufzeiten kosten Punkte

Weitestgehend neutral verhält sich das Touchpad. Mit 85 x 43 mm fällt die berührungsempfindliche Fläche klein aus, das ebenfalls 11 Zoll messende Acer Aspire E 11 bringt es auf 105 x 60 mm, Eingaben werden allerdings präzise erkannt. Löblich ist, dass Toshiba die beiden Tasten nicht in das Touchpad selbst integriert hat, eben dieser Schritt führt jedoch zu den beengten Platzverhältnissen.

Die Schnittstellen sind gut platziert, das veraltete WLAN enttäuscht
Die Schnittstellen sind gut platziert, der veraltete WLAN-Standard enttäuscht

Gerade noch durchschnittlich schneidet das Satellite Radius 11 in Hinblick auf die Laufzeiten ab. Mit rund 3,5 Stunden unter Office-naher Last (PCMark 8) lassen sich zumindest Zugfahrten und ähnliches mit Arbeiten ohne Ladegerät überstehen. Wer das System jedoch ausreizt, sollte auf eben dieses nicht verzichten - nach nicht einmal 3 Stunden warnt Windows dann vor einem niedrigen Akkustand. Wer hingegen eher anspruchslose Aufgaben erledigen will, kommt knapp 5 Stunden mit einer Ladung aus. Der Grund für die nicht überzeugenden Laufzeiten ist der mit 26 Wh sehr knapp bemessene Akku. Hier hat Toshiba am falschen Ende gespart.

Schwache Leistung, enttäuschendes Display

In Hinblick auf die Leistung kann hingegen kein Auge zugedrückt werden, zu eindeutig sind hier die Ergebnisse. Mit 0,91 und 75 Punkten sprechen Cinebench 11 und 15 eine sehr eindeutige Sprache, 1.710 Punkte in PCMark 7 ebenfalls. Dass es sich dabei um keine Ausreißer handelt, zeigen die weiteren Testläufe. in PCMark 8 wird jeweils der vorletzte Platz unserer Rangliste erobert, der aktuelle 3DMark spricht dem Satellite Radius 11 jegliche Gaming-Tauglichkeit ab.

Schon in geschlossenen Räumen kommt das Display an seine Grenzen
Schon in geschlossenen Räumen kommt das Display an seine Grenzen

Verantwortlich dafür sind vor allem zwei Punkte: Die mit 72 MB pro Sekunde langsame HDD sowie der früh drosselnde Prozessor. Seinen Maximaltakt erreicht er lediglich für einige Augenblicke, bei hoher Last wird der CPU-Part nach kurzer Zeit auf 500 MHz abgebremst - 25 Prozent des Nominaltakts; die GPU arbeitet in solchen Fällen mit 620 MHz im grünen Bereich weiter. Als Ursache für die Drosselung ausgeschlossen werden kann die Temperatur. Denn mit maximal 78 Grad Celsius werden kritische Werte nicht erreicht.

Im vergleichsweise dicken Gehäuse steckt eine rein passive Kühlung, die vor CPU-Drosselungen nicht schützt
Im vergleichsweise dicken Gehäuse steckt eine rein passive Kühlung, die vor CPU-Drosselungen nicht schützt

Dass das TN-Panel ebenfalls keinen positiven Einfluss auf die Wertung haben wird, ist angesichts der Konkurrenz klar. Erschwerend kommt jedoch hinzu, dass das Display auch bei den Messwerten nicht überzeugen kann. Die maximale Helligkeit bewegt sich je nach Region zwischen 201 und 239 cd/m², der Kontrast liegt bei 442:1. Mit durchschnittlich etwa 7.200 Kelvin ist auch die Farbdarstellung nicht überzeugend.