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MSI GE70 mit GeForce GTX 860M im Test

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Seite 1: MSI GE70 mit GeForce GTX 860M im Test

msi ge70 teaser kleinDas GS70 bedeutete für MSI einen Neuanfang im Notebook-Segment, denn nach Jahren der auffälligen und leicht prolligen Gaming-Maschinen wurde erstmalig ein schlichtes und zeitloses Gerät vorgestellt. Diese Richtung verfolgt man nun mit der Neuauflage des GE70 weiter, das gleichzeitig bereits mit der neuen GeForce GTX 860M auf "Maxwell"-Basis daherkommt, also auch technisch durchaus interessant ist und neue Frameraten-Rekorde in der gehobenen Mittelklasse verspricht.

MSI spielt schon seit geraumer Zeit eine nicht unwesentliche Rolle im mobilen Gaming-Segment, denn neben den eigenen Geräten ist man auch Lieferant für zahlreiche weitere Hersteller, sei es nun Medion oder aber verschiedene Built-to-Order-Anbieter wie Schenker Notebooks oder Deviltech – manche Schmankerl wie Steelseries-Tastaturen behält man sich aber stets für die eigenen Produkte vor. Nachdem man mit der GS-Reihe die neue Produktkategorie der Slim-Gamer eingeführt hat, steht nun eine Renovierung der normal dimensionierten Gaming-Reihen auf dem Programm, wobei wir zunächst einen genaueren Blick auf das GE70-2PEi716SR21B werfen. Midrange ist beim GE70 dabei ein weit gedehnter Begriff, denn bei einem Blick auf die Ausstattungsliste wirkt MSI 1.550 Euro teurer 17-Zöller so gar nicht abgespeckt – was sich schlussendlich auch beim Preis bemerkbar macht. Es gibt einen Intel Core i7-4700MQ, ein SSD-RAID, 16 GB an Arbeitsspeicher und eine GeForce GTX 860M – gut, zumindest letztere verströmt zumindest dem Namen nach kein High-End-Flair. Wer bei der übrigen Ausstattung spart, aber auf die GTX 860M pocht, der kann zu einme Preis von 1149 Euro in die GE70-Liga einsteigen.

Die neue Sachlichkeit

In den letzten Jahren machte der taiwanische Hersteller regelmäßig mit sehr auffälligen Gehäusen auf sich aufmerksam. Zwar erreichte keines der Modelle die „legendäre" Flammenoptik von Toshibas ersten Qosmio-Gamern, der intensive Einsatz von Farben, hochglänzende Materialien und einer zerklüfteten Linienführung ließen so manchen Design-Fan erschaudern. Der mit dem letzten GE70 eingeschlagene Weg wird nun aber auch 2014 fortgeschrieben. Das GE70 besitzt zwar immer noch den klassischen Farbmix aus Rot und Schwarz, der beschränkt sich aber lediglich auf ein rot umlaufendes Band beim Übergang von Top-Case zur Bodeneinheit. Ansonsten dominiert großflächig schwarzes Aluminium, das mit einer gebürsteten Oberfläche daherkommt und einen angenehm edlen Eindruck hinterlässt. Längst vergessen sind so die unsäglichen Glossy-Eskapaden der Vergangenheit. So ganz konnten die Designer dem hochglänzenden Werkstoff aber doch nicht den Rücken kehren, denn die Zwischenräume, die zwischen der Chiclet-Tastatur entstehen, glänzen noch immer, was alles andere als praktisch ist. Dabei orientiert man sich aber noch stark am letzten GE70-Modell, nun gibt es aber auch beim Deckel, der ebenfalls aus Aluminium besteht, Entwarnung. Es gibt lediglich zwei dezente Kanten, die dem Gerät insgesamt eine gefälligere Optik verleihen.

MSI GE70

Die Verarbeitungsqualität befindet sich auf einem guten Niveau, gerade der Übergang zwischen Top-Case und Base-Plate fällt etwas rau aus. Insgesamt gesehen macht das GE70 aber große Fortschritte gegenüber älteren Modellen. Auch an einen guten Sound hat MSI gedacht und setzt beim Boxensystem wie bei seinen High-End-Geräten üblich auf die Kooperation mit Dynaudio, was dem GE70 einen guten Klang beschert. 

msi ge70 14

Anschlusstechnisch bietet das GE70 alle aktuell relevanten Buchsen. USB-seitig werden insgesamt vier Buchsen geboten, von denen allerdings nur zwei über den aktuellen 3.0-Standard verfügen. Darüber hinaus gibt es die üblichen HDMI- und VGA-Ports sowie zwei Klinke-Anschlüsse. Für die Vernetzung ist eine Killer-E2200-Netzwerkkarte zuständig, die kabelgebundenes Gigabit-LAN zur Verfügung stellt und drahtlos sogar schon schnelles WLAN nach dem AC-Standard bietet. Die Verteilung der Anschlüsse über die beiden Seitenteile fällt gut aus, weniger allerdings deren Platzierung. Während die Anschlüsse auf der rechten Seite noch recht gefällig positioniert wurden, sodass auch manche Buchsen recht weit hinten sitzen, sieht es auf dem rechten Panel etwas anders aus. Da die Kühlung einen großen Teil des hinteren linken Bereichs einnimmt müssen alle Buchsen weit nach vorne wandern. Rechtshänder haben entsprechend kein Problem mit möglichen Überschneidungen zwischen Kabeln und dem angestammten Mausplatz – bei Linkshändern kann es unter Umständen anders aussehen.

msi ge70 16

Bei den Eingabegeräten geht MSI bei seinen eigenen Geräten schon länger einen eigenen Weg. Während die üblichen Barebone-Nutzer nur mit einer „normalen" Tastatur auskommen müssen (die im Falle des GS70 beispielsweise ebenfalls überzeugte) setzt MSI beim GE70 erneut auf ein Chiclet-Design aus dem Hause Steelseries. In wie weit die Kooperation mit dem Gaming-Experten zum endgültigen Ergebnis beigetragen hat, wird man nur schwer beurteilen können, fest steht aber, dass sich das Keyboard hervorragend tippen lässt. Sowohl der angenehm dimensionierte Hub, als auch der knackige Druckpunkt wissen auf der ganzen Linie zu überzeugen, sodass das GE70 mit einem erstklassigen Tippgefühl aufwarten kann. Nicht ganz so gut, sieht es hingegen beim Tastatur-Layout aus, das wie bereits in der Vergangenheit teils sehr wirr ist, da die Position zahlreicher Tasten vertauscht wurde. Schade, dass MSI nicht aus der Vergangenheit gelernt hat.

msi ge70 6

Aus optischen Gesichtspunkten kann die Tastatur punkten (zumindest dann, wenn man es bunt mag), denn das Keyboard besitzt eine Drei-Zonen-Beleuchtung. Die Beleuchtung fällt dabei sehr gleichmäßig aus, die Lesbarkeit der Tasten hängt aber natürlich von der jeweils gewählten Farbe ab.

Nur selten dürfte das Touchpad genutzt werden, wenn dem aber das Fall ist, sind keine Einschränkungen zu erwarten. Das Pad ist ausreichend dimensioniert und bietet gute Gleiteigenschaften sowie eine angenehme Präzision. Der Druckpunkt des Pads, das sich im Ganzen Klicken lässt, liegt auf einem normalen, aber nicht überragenden Niveau.

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