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Sony VAIO Fit multi-flip 13A im Test

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Seite 1: Sony VAIO Fit multi-flip 13A im Test

sony 13aOb drehen, schieben oder schwenken: Convertibles haben die Notebook-Hersteller auf die verschiedensten Ideen gebracht, wie man einen klassischen Mobilrechner in ein Tablet verwandeln kann. Als besonders variantenreich hat sich dabei Sony erwiesen, denn hier setzt man gleich auf zwei verschiedene Mechanismen, die jeweils einer ganz eigenen Modellreihe vorbehalten sind. Präsentierte sich der Slider VAIO Duo 13 in unserem Test noch als etwas gewöhnungsbedürftig aufgrund der Display-Position, kommt das bereits erhältliche VAIO Fit multi-flip 13A auf den ersten Blick eher unscheinbar daher.

Denn hier ist zunächst nicht zu erahnen, dass sich im Mantel des etwa 1.160 Euro teuren Notebooks auch ein Tablet versteckt. Für den technisch weniger versierten Interessenten könnte dies von Vorteil sein, denn die Verwandlungskünste spielen bei der ersten Kontaktaufnahme keine offensichtliche Rolle, statt dessen kann man - oder Frau - sich zunächst ganz mit den klassischen Aspekten eines Notebooks beschäftigen. Und dazu gehört vor allem das Gehäuse, bei dem Sony etwas mit den eigenen Werten bricht.

Denn statt Kohlefaser oder Magnesium trifft man hier nur Kunststoff und Aluminium an. Der Grund hierfür liegt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand. Denn dass das VAIO Fit multi-flip 13A nur 1,3 kg wiegt, sieht man ihm nicht an. Hätte man sich auf andere Materialien verlassen, wäre das Gewicht sehr wahrscheinlich höher ausgefallen. Auf die Optik hat diese Entscheidung jedoch keinen negativen Einfluss, im Gegenteil. Denn das Notebook wirkt - zumindest in der silbernen Variante - äußerst gefällig, das im typischen Farbkleid verwendete Aluminium bildet einen passenden Kontrast zum dunklen Kunststoff, der rund um das Display sowie an der Wanne zu finden ist.

Doch nicht alles, was aus Leichtmetall zu bestehen scheint, ist auch ein solches. Denn Aluminium verbauen die Japaner nur auf dem Deckel sowie bei der Handballenablage. Die Tastatureinfassung, die ebenfalls aus diesem Werkstoff zu sein scheint, besteht aus Kunststoff. Das mag per se kein Nachteil sein, beim Testgerät ist es jedoch ein größerer Schwachpunkt. Denn im Bereich der Tastatur weist das Gehäuse eine nur geringe Verwindungssteife auf. Schon beim Tippen mit normalem Druck gibt es spürbar nach, bei moderatem Krafteinsatz lassen sich darüber hinaus deutliche Verformungen provozieren.

Zu weiches Gehäuse

Leider zieht sich dieser Malus - mal stärker, mal schwächer - durch das gesamte Gehäuse. Auf Höhe des Luftauslasses am linken Rand sowie im Bereich der USB-Ports rechts kann das Gehäuse ebenfalls leicht heruntergedrückt werden, gleiches gilt für das Areal oberhalb der Tastatur. Und auch der Deckel ist nicht der stabilste, auch wenn sich das Notebook hier noch beinahe im üblichen Rahmen bewegt. Dafür zeigt das Zentralscharnier Nehmerqualitäten: Auch grobe Stöße werden zuverlässig kompensiert, das Display wird sicher an Ort und Stelle gehalten.

Überzeugendes Scharnier mit einfacher Handhabung
Überzeugendes Scharnier mit einfacher Handhabung

Doch zurück zur Tastatur. Diese bietet den üblichen Sony-Aufbau, Kenner der Marke finden sich somit schnell zurecht. Aber auch alle anderen dürften keine Probleme mit der Beschriftung der einzelnen Elemente haben. Störender ist da schon eher, dass der Druckpunkt nicht einheitlich ausfällt. Während er bei Buchstaben und Ziffern knackig ist und gefällt, ist er bei größeren Tasten wie der Leer- oder Feststelltaste deutlich zu weich.

Ungünstige Kombination aus Tastenfarbe und -beleuchtung
Ungünstige Kombination aus Tastenfarbe und -beleuchtung

In puncto Hub gibt es dieses Problem nicht, dennoch vermittelt die Tastatur somit zwei völlig unterschiedliche Tippgefühle: Bei den wichtigen Tasten gut, bei allen anderen enttäuschend. Aber auch ein anderes Problem tauchte im Test auf: Denn die gut gemeinte Hintergrundbeleuchtung erwies sich in dunklen Arbeitsumgebungen als nachteilig, die Kombination aus silberner Taste und weißem Licht bietet einen sehr geringe Kontrast, bei ungünstigen Blickwinkeln lässt sich die Beschriftung so mitunter nicht mehr erkennen. Darüber hinweg tröstet das Touchpad. Die Sensorfläche fällt ausreichend groß aus, bietet gute Gleiteigenschaften und erkannt alle Gesten ohne Probleme. Ein Stück weit getrübt wird der Eindruck jedoch vom zu großen Hub der beiden integrierten Tasten sowie deren fehlender optischer Unterteilung.

Durchwachsene Anschluss-Politik

Ebenfalls durchwachsen fällt die Schnittstellenausstattung aus. Dem Nutzer stehen hier zwei USB-3.0-Ports sowie ein HDMI-Ausgang zur Verfügung, hinzu kommt auf kabelgebundener Seite noch eine Audio-Buchse. Zusammen mit dem Kartenleser sind alle Ein- und Ausgänge gut in den hinteren Bereichen des rechten und linken Rands platziert. Dass nicht mehr Verbindungen geboten werden, liegt auch an der platzraubenden Keilform des Gehäuses. Bei den drahtlosen Schnittstellen sieht es aber auch nicht anders aus. Hier muss man sich mit Single-Band-WLAN nach n-Standard begnügen, die wesentlich unwichtigere NFC-Technik wird aber in vollem Umfang unterstützt. Immerhin ist Bluetooth in der aktuellen Fassung 4.0 verfügbar.

Alle wichtigen Anschlüsse sind rechts platziert
Alle wichtigen Anschlüsse sind rechts platziert

Die restliche Ausstattung setzt sich im Wesentlichen aus überraschend guten Stereo-Lautsprechern - naturgemäß fehlen aber Tiefen - sowie eine 1-Megapixel-Webcam zusammen. Diese kann auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen ausreichende Resultate liefern. Besser schneidet hier der rückwärtige Sensor ab. Dieser bietet eine Auflösung von 8 Megapixeln und kann auch im gewöhnlichen Notebook-Modus genutzt werden - allerdings ist er auf der Unterseite verbaut.

 

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