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Sony VAIO Fit multi-flip 13A im Test

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Seite 3: Display und Fazit

Versöhnlich wirkt dann aber wieder das Display. Für das 13,3 Zoll messende Panel greift Sony auf die IPS-Technik zurück, auf die Eigenentwicklung Triluminos mit ihrer sehr guten Farbdarstellung muss man jedoch verzichten. Dennoch gefallen die Farbqualitäten, IPS-typisch fallen auch die Betrachtungswinkel gut aus. Mit einer maximalen Helligkeit von 380 cd/m2 steht darüber hinaus auf einem Außeneinsatz kaum etwas im Wege, einzig bei direkter Sonneneinstrahlung lassen sich Reflexionen nicht verhindern. Mit einer Homogenität von rund 88 Prozent ist die Hintergrundbeleuchtung zudem sehr gleichmäßig. Als letzter Messwert rundet das Kontrastverhältnis, das bei 1.090:1 liegt, den guten Eindruck ab. Zum Display gehört aber auch der Touchsensor, der sehr präzise arbeitet - gefühlt besser als bei vielen Konkurrenten.

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Wem dies nicht ausreicht, der kann zum mitgelieferten Digitizer greifen. Der aktive Eingabestift, der unter anderem auch zum Lieferumfang des VAIO Duo 13 gehört, liegt gut in der Hand und ist vor allem im grafischen Bereich von Vorteil. Das Notebook selbst wird mit verschiedenen Programmen ausgeliefert, die explizit Gebrauch von dieser Eingabemethode machen.

Der mitgelieferte Digitizer als Mehrwert
Der mitgelieferte Digitizer als Mehrwert

Fazit

Dass Convertibles zumindest auf mittlere Sicht die Zukunft der Notebooks sein werden, ist nicht zu übersehen. Beinahe jeder Hersteller hat zumindest eines der verwandlungsfähigen Geräte im Portfolio oder eines angekündigt. Der Interessent hat dabei aber nicht nur die Wahl zwischen verschiedenen Marken und Herstellern, sondern auch zwischen mehreren Mechanismen. Sony hat hier mittlerweile gleich zwei Varianten im Angebot, die sich maßgeblich auf die Qualität der jeweiligen Geräte auswirken. Denn während das VAIO Duo 13 unter dem Slider-Prinzip eher leidet als davon zu profitieren, ist es beim etwa 1.160 Euro teuren VAIO Fit multi-flip 13A genau andersherum.

Hier kann der Nutzer den bevorzugten Aufstellwinkel des Displays frei bestimmen, ohne dabei auf einen Tablet-Modus verzichten zu müssen. Zwar wird man auch hier aufgrund des Gewichts nicht wie mit einem reinrassigen Tablet arbeiten, 1,3 kg sind aber eine klare Ansage - auf der Couch fällt dies kaum ins wortwörtliche Gewicht. Hier und auf dem Schreibtisch gefallen auch die guten Akkulaufzeiten und das überzeugende Display, das in Form des Digitizers einen großen Mehrwert gegenüber vielen Mitbewerbern bieten kann.

Optik, Gewicht und Laufzeiten überzeugen, Verarbeitung, Geräuschentwicklung und Leistung hingegen nicht
Optik, Gewicht und Laufzeiten überzeugen, Verarbeitung, Geräuschentwicklung und Leistung hingegen nicht

Während Sony mit der Kür also überzeugt, hat man die Pflicht so seine Schwierigkeiten. Denn ein gutes Notebook bietet mehr als eine überzeugende Anzeige oder einen gut gelösten Convertible-Modus, auch Leistung, Lautstärke und Verarbeitung müssen stimmen. In allen drei Punkten müssen sich die Japaner aber Kritik gefallen lassen. Dies geht mit der Drosselung der CPU los, die in einigen wichtigen Teilbereichen klar hinter der Konkurrenz zurückbleibt.

Warum man sich zu diesem Schritt entschlossen hat, obwohl das thermische Budget bei weitem nicht ausgeschöpft wird, dürfte ein Rätsel bleiben. Würde davon zumindest der Lüfter profitieren, wäre der Vorwurf nicht ganz so groß. Aber selbst den gebremsten Prozessor kann das Kühlsystem nicht geräuscharm oder -los versorgen, hier muss die Lüftersteuerung ganz klar überarbeitet werden - daran ändern auch die drei wählbaren Profile nichts. Zu guter Letzt enttäuscht aber auch die Stabilität des Gehäuses. Die Verformungen, die im Bereich der Tastatur auftreten, gehen weit über das übliche Maß hinaus und haben klare Auswirkungen auf den Schreibkomfort, der auch unter den unterschiedlichen Druckpunkten der einzelnen Tasten leidet.

Am Ende kann das Sony VAIO Fit multi-flip 13A nur denjenigen eingeschränkt empfohlen werden, die viel Wert auf einen komfortablen Convertible-Modus und ein vergleichsweise geringes Gewicht legen. Alle anderen sollten einen Blick auf das rund 100 Euro teurere Lenovo IdeaPad Yoga 2 Pro werfen, das eine höhere Auflösung, aber auch ein minimal höheres Gewicht bietet.

Positive Aspekte des Sony VAIO Fit multi-flip 13A:

  • überzeugender Convertible-Mechanismus
  • vergleichweise geringes Gewicht
  • helles und kotransreiches Display
  • Digitizer gehört zum Lieferumfang

Negative Aspekte des Sony VAIO Fit multi-flip 13A:

  • zu geringe Verwindungssteife
  • im Vergleich zum Preis unangemessene Schnittstellenausstattung
  • Tastatur mit klar uneinheitlichen Druckpunkten
  • CPU gedrosselt
  • permanent arbeitender Lüfter mit hohem Störpotential