> > > > Test: EVGA Z77 Stinger - Ein OC-Wunder im Miniformat?

Test: EVGA Z77 Stinger - Ein OC-Wunder im Miniformat?

PDFDruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 1: Test: EVGA Z77 Stinger - Ein OC-Wunder im Miniformat?

IMG 4 logoDie Mainboards von EVGA sind besonders im Enthusiasten-Segment recht beliebt und das auch nicht ohne Grund. Vor allem Übertakter greifen gern zu den höherpreisigen Platinen vom kalifornischen Unternehmen, da sie genau dort einiges zu bieten haben. Hinzu kommt, dass auch die Ausstattung und die Qualität absolut angemessen sind. Anders als gewohnt haben die Kalifornier ein Mini-ITX-Mainboard auf den Markt gebracht: Das EVGA Z77 Stinger. Ob der Winzling ähnlich leistungsfähig wie seine größeren Pendants ist, wollen wir in diesem Test feststellen.

Es kam sicherlich für viele sehr überraschend, dass EVGA ein Mini-ITX-Mainboard auf den Markt gebracht hat, denn bisher ging EVGA lediglich bis zum Mikro-ATX-Format herunter. EVGA geht eher ins andere Extrem, das (E-)ATX- oder auch das HPTX-Format, wie es z.B. das Classified SR-X hat. Aber nicht jeder möchte ein großes Mainboard verbauen, sondern stattdessen etwas kleines, aber dennoch performantes, wie eben das Mini-ITX-Platinchen. Auch wenn es gleichzeitig bedeutet, dass auf dem PCB weniger Fläche für Erweiterungschips und Co. vorhanden ist, wird stets versucht, das bestmögliche herauszuholen.

Das kleine Sockel 1155-Mainboard wurde mit dem noch aktuellen Z77-Chipsatz ausgestattet und bietet für eine Erweiterungskarte (optimalerweise für eine dedizierte Grafikkarte) einen PCIe-3.0-x16-Slot. An USB-3.0-Schnittstellen wird man mit insgesamt möglichen sechs Stück ausreichend versorgt und auch die vier SATA- und die beiden eSATA-3G-Anschlüsse sollten genügen. Für Übertakter interessant wird je ein Power- und Reset-Button sein. Insgesamt betrachtet scheint das EVGA Z77 Stinger also ein interessantes Produkt zu sein, wo es sich lohnt, mal einen genaueren Blick auf die Platine und deren Funktionalität zu werfen.

img_5.jpg
Das EVGA Z77 Stinger in der Übersicht.

Man kennt es nicht anders von EVGA: Das PCB selbst ist in Schwarz gehalten und auch die darauf befindlichen Slots und Anschlüsse sind bis auf wenige Ausnahmen in Schwarz gefärbt. Wenige Stellen, wie zwei SATA-Anschlüsse und einige Schriftzüge, wurden in Rot hinterlassen. Optisch ist es ein Hingucker, besonders wenn man das Mainboard zusammen in einem Gehäuse mit Sichtfenster verbaut.

Viel wichtiger sind aber die internen Funktionen, und hier zeigt sich das Stinger als "Powerzwerg":

Die Daten des EVGA Z77 Stinger in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
EVGA
Z77 Stinger
Straßenpreis ca. 200 Euro
Homepage http://eu.evga.com/
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel Z77 Express Chipsatz
Speicherbänke und Typ 2x DDR3 (Dual-Channel)
Speicherausbau max. 16 GB (mit 8-GB-DIMMs)
SLI / CrossFire -
Onboard-Features
PCI-Express 1x PCIe 3.0 x16
1x mini-PCIe
PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller
2x SATA 6G und 2x SATA 3G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel Z77
2x eSATA 3G über Marvell 88SE6121
USB 6x USB 3.0 (4x am I/O-Panel, 2x über Header), vier über Z77 und
zwei über ASMedia ASM1042
6x USB 2.0 über Z77 (2x am I/O-Panel, 4x über Header)
Grafikschnittstellen 1x HDMI, 1x Mini-DisplayPort
WLAN / Bluetooth Bluetooth 3.0
Firewire -
LAN 1x Intel WG82574L Gigabit-LAN
Audio 8-Channel Realtek ALC898 Audio Codec

Die Verpackung vom Stinger ist ebenfalls sehr dunkel designed worden. Darauf zu sehen ist ein eigenes Z77-Logo inkl. Stinger-Modellbezeichnung. Wie von EVGA gewohnt sind ansonsten nur die wesentlichsten Features aufgelistet.

Nach dem Öffnen der Verpackung kam folgendes Zubehör zum Vorschein:

  • I/O-Blende
  • Mainboard-Handbuch inkl. Quick-Installation Guide
  • Treiber- und Software-DVD
  • vier SATA-Kabel
  • einmal 4-Pin-Molex zu 2x SATA-Power-Stecker für eSATA
  • einmal 4-Pin-Molex zu 3x SATA-Power-Stecker (intern)
img_2.jpg
Das Wichtigste wird mitgeliefert.

EVGA hat an das Notwendigste gedacht und packt neben der erforderlichen I/O-Blende und dem Handbuch auch gleich vier SATA-Kabel mit in die Verpackung. Sogar zwei Adapter auf SATA-Power-Stecker für intern und extern (eSATA) wurden beigelegt. Slotblenden findet man keine, aber in einem Mini-ITX-Gehäuse wie dem Bitfenix Prodigy sollten Gehäuseanschlüsse den Rest übernehmen.

 

Social Links

Seitenübersicht

Kommentare (16)

#7
customavatars/avatar13587_1.gif
Registriert seit: 17.09.2004
Schweiz
Fregattenkapitän
Beiträge: 3038
Durch die K-CPUs und den Z77 Chipsatz ist es doch so einfach wie nie. Man muss nur an der VCore schrauben. Dann geht man halt auf den stabilen ermittelten Wert und stellt einfach 50 mV mehr ein. Halbe Stunde Prime laufen lassen (siehe Ralle_h's OC Thread für die richtige FFT Größe) und entweder nochmal um 50 mV erhöhen (womit das Ergebnis definitiv in die Kategorie "schlecht" gehört), oder es ist eben stabil und ihr schreibt, dass man vielleicht noch optimieren kann. Maximalaufwand 60 Minuten. Aber "wir haben 4,6 GHz booten können" und "prime beendet sich sofort" sieht irgendwie aus wie "ohne Herzblut getestet".
#8
customavatars/avatar39916_1.gif
Registriert seit: 09.05.2006

Admiral
Beiträge: 13387
Irgendwie ist das Board nicht das geworden was ich mir erhofft hatte. Der Preis ist in anbetracht der Ausstattung ziemlich überzogen, da ist selbst ein P8Z77-I Deluxe noch günstiger und das bringt mindestens noch onboard WLAN und BT mit.

Beim OC muss ich den anderen Usern zustimmen.Hier sollte man wirklich einen stabilen Wert für die CPU ausloten. Wenn man da einmal einen groben Richtwert hat, dann geht das auf anderen Boards normalerweise realtiv flink von der Hand.
#9
customavatars/avatar55960_1.gif
Registriert seit: 15.01.2007
Niedersachsen
Redakteur
Beiträge: 12776
Sollte noch ein weiterer Z77-Test anstehen, werde ich eure gut gemeinte Kritik beherzigen.
#10
customavatars/avatar13587_1.gif
Registriert seit: 17.09.2004
Schweiz
Fregattenkapitän
Beiträge: 3038
:)
#11
customavatars/avatar114785_1.gif
Registriert seit: 14.06.2009
Hamburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1590
Ich finde das Fazit etwas zu positiv.
Wir haben hier ein ITX Board für 180 Euro mit akzeptabler, aber nicht herausragender Ausstattung. Den Preis versucht EVGA mit den super-duper OC Eigenschaften zu rechtfertigen. Dabei haben sie aber die RAM-Teiler verkackt und auch bei mehreren Bios-Upgrades nicht in den Griff bekommen. Setzen 6, das Board ist das Geld nicht wert. Und ob das CPU-OC besser als beim (günstigeren) ASUS P8Z77-I Deluxe ist, muss sich auch erst zeigen.
#12
customavatars/avatar107637_1.gif
Registriert seit: 31.01.2009
Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 5173
+1
#13
Registriert seit: 06.02.2008
BN, NRW
Oberbootsmann
Beiträge: 831
Wie schauts denn mit dem Asrock Z77 ITX Pendant aus? Das wurde auf einigen Seiten ja als Übertaktungskracher betitelt, könnte eine gute Alternative sein, zumal es auch deutlich günstiger ist.

Das würde mich im Vergleich durchaus mal interessieren.
#14
Registriert seit: 13.01.2011

Matrose
Beiträge: 100
Naja mit dem Asrock Z77e-itx gibts ziemliche WLAN Probleme, siehe unseren entsprechenden Thread. Leider wird es in den meisten Tests überhaupt nicht überprüft oder erwähnt. Man ist gezwungen die schrottige Azurewave-Realtek Karte gegen eine normale auszutauschen was schon mal mind. 15€ (Un-)kosten verursacht, und die alte lässt sich nur schwer verkaufen. Das ist vielen zu lästig, weshalb sie sich dann eher fürs Zotac oder Asus Board entscheiden. Ich hoffe sehr dass Asrock seine schlechte Wahl überdenkt und eine von Intel oder zumindest Broadcom einbaut.
#15
customavatars/avatar25501_1.gif
Registriert seit: 28.07.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2842
Die evga Platine ist echt enttäuschent.
Das Asrock z77 itx hab ich bei mir, das schafft bei meinem 2500k die 5ghz primestable mit 1,35v , auch einen 3570k konnte ich mit 4,7ghz bei 1,24v auf diesem stable betreiben.
Es ist genau so poten wie die teuren OC Boards. Nur im Bereich über 5,2 Ghz und mehr als 1,47v werden die Spawa zu heiß. Kühlt man diese dann mit einem 80mm lüfter geht noch mehr. WLAN Probleme hatte ich bisher keine, hab aber auch nicht die originale Atenne angeschraubt weil diese hässlich ist. Das Board kostet 110€ also nochmal gut 90€ günstiger als das EVGA und das UEFI ist wesentlich ausgereifert.

In meinen Augen hat die EVGA Platine nur eins zu bieten nette optik. Wie ein Ferrari mit nem Golf Motor.
#16
customavatars/avatar116788_1.gif
Registriert seit: 20.07.2009

Stabsgefreiter
Beiträge: 360
mmh 2500k und da hab ich mich echt mal einen auf faul gemacht und das system alles selbst machen lassen ...kein bock mehr auf feintuning...

asus z68 v pro für ca 120€ damals.. 4.7 ghz und da kackt nix ab...

wenn man da mal feintunen würde käm ich sicher höher oder wenigstens mit der voltage runter...
aber da meine h70 alles wegkühlt..ist mir das bisher wayne gewesen.

http://snag.gy/cP0Md.jpg
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Sabertooth Z97 Mark I im Dauertest (Update 3)

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/NEWS/DBODE/SABERTOOTHZ97/SABERTOOTHMARKI

ASUS hat drei Mainboard-Serien: Neben der Multimedia-Variante rund um das ASUS Z97 Deluxe gibt es die ROG-Serie für den Gamer. Für alle Anwender, denen es aber vor allen Dingen um Stabilität, Sicherheit und Haltbarkeit geht, hat ASUS die Sabertooth-Serie. Die neueste Platine aus der Serie, das... [mehr]

ASUS Maximus VII Ranger im Test

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2014/ASUS_MAXIMUS_VII_RANGER/IMG_4_LOGO

Jeder Hardware-Begeisterte wird sicherlich schon einmal davon geträumt haben, ein Mainboard aus der "Republic of Gamers" sein Eigen nennen zu dürfen. Ein Blick auf den Anschaffungspreis jedoch genügte in den meisten Fällen und der Traum war prompt geplatzt. Das Problem an der Sache war, dass... [mehr]

Raspberry Pi bekommt Konkurrenz vom HummingBoard

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/SOLIDRUN

Der Raspberry Pi konnte sich seit Februar 2012 auf dem Markt behaupten, nun bekommt er Konkurrenz in Form des HummingBoards. Beide Einplatinencomputer setzen auf die gleiche Platform, das HummingBoard der Firma SolidRun verfügt jedoch über einen stärkeren 1 GHz ARM v7 Prozessor. Im... [mehr]

ASRock H97 Performance im Test

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2014/ASROCK_H97_PERFORMANCE/IMG_4_LOGO

Auch weiterhin wird sich der Großteil der Aufrüster gegen ein kostenintensiveres Z97-Mainboard und einen K-Prozessor entscheiden und vertraut da schon eher auf einen H-Unterbau, wahlweise mit einem Xeon E3-1231v3 oder einem günstigeren Core i5-4590. Die Auswahl bei den derzeitigen H97-Platinen... [mehr]

Biostar Hi-Fi Z97WE im Test

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2014/BIOSTAR_HI-FI_Z97WE/IMG_4_LOGO

Um für ein wenig Abwechslung im Mainboard-Segment zu sorgen, werden wir heute ein Mainboard testen, welches nicht von ASRock, ASUS, Gigabyte oder MSI stammt. Neben EVGA und ECS versucht auch Biostar hinter den großen Namen Fuß zu fassen und hat einige Modelle für Intels Sockel LGA1150 im... [mehr]

Gigabyte GA-Z97X-Gaming 5 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2014/GIGABYTE_Z97X_GAMING5/IMG_4_LOGO

Gaming-Mainboards sind momentan voll im Trend. Das weiß auch Gigabyte und bringt mit der Z97-Serie diverse Gaming-Mainboards im Oberklasse-, Mittelklasse- und Budgetbereich. Hinzu kommen diverse weitere Boards aus den Nicht-Gaming-Serien. Wir haben uns einen der interessantesten Kandidaten aus der... [mehr]