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Test: ASRock Z68 Extreme7 Gen3

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Seite 8: SATA-6G-Performance und USB3.0-Performance

Das ASRock Z68 Extreme7 Gen3 verwendet für seine USB-3.0-Anschlüsse von ASMedia. Der ASM 1042 ist ein recht schneller Chip, der eine gute Alternative zu den Controllern von Renesas oder EtronTech darstellt. Für die vier zusätzlichen SATA-Ports kommen ebenfalls zwei Controller von ASMedia zum Einsatz.

USB-3.0-Performance:

Die USB-3.0-Performance testen wir mit einem schnellen SuperTalent SuperCrypt 32 GB - einer externen SSD in Form eines Speichersticks mit USB-3.0-Interface:

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Die USB-3.0-Performance des Z68 Extreme7 Gen3 :
links: ASMedia Comtroller 1, rechts:
ASMedia Controller 2 (an PLX)

Der ASMedia ASM 1042 gehört zu den schnellsten momentan verfügbaren USB-3.0-Controllern. Er erreicht durchweg höhere Datenraten als der "Referenzcontroller" D720200 von Renesas Electronics, welcher auf manchem Konkurrenzmodell verbaut wird. Einer der drei Controller ist direkt an den PCH des Chipsatzes angebunden, die weiteren zwei Chips müssen sich aufgrund des Anschlusses an den PLX-PCIe-Switch im worst case die Bandbreite der PCIe-Lane mit anderen Geräte teilen. Mögliche Geschwindigkeitseinbussen solcher "Crossload-Situationen" haben wir uns auch angeschaut, siehe den entsprechenden Abschnitt weiter unten.


SATA-6G-Performance:

Die Geschwindigkeit der SATA-6G-Schnittstellen testen wir mit einer entsprechend schnellen SSD. Wir verwenden dazu seit dem letzten Test eine "ADATA S511 240GB" mit schnellem Sandforce-SF-2200-Controller. Diese SSD liegt mit Transferraten jenseits der 500 MB/s im ATTO-Disk-Benchmark schon nahe am Limit der Schnittstelle.

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Die SATA-6G-Performance mit einer ADATA S511 240GB:
links: Intel-Controller SATA 6G, mitte: ASMedia Controller SATA 6G (nativ), rechts: ASMedia Controller SATA 6G (an PLX)

Mit der schnellen SSD von ADATA ergibt sich klar ein Bild zugunsten des Intel-Controllers. Beim Lesen am Intel-Controller werden Werte von knapp 550 MB/s erreicht, wohingegen die Performance am ASMedia-ASM-1061-Controller mit knapp über 400 MB/s schon bedeutend geringer ausfällt. Anders als die auch gerne verbauten SATA-6G-Controller von Marvell scheint der ASM 1061 bei kleineren Blockgrößen noch recht gut mit dem Onboard-Controller von Intel mithalten zu können.

plx_tests

Zuletzt haben wir noch einen kleinen Crossload-Test am PLX-Chip gemacht. Wir haben simultan unsere SATA-6G- und USB-3.0-Benchmarks laufen lassen, während beide Testgeräte jeweils an einen Controller hingen, der am PLX PEX8608 angeschlossen ist. Zu sehen ist deutlich, dass beide Geräte nicht ganz die volle Performance erreichen, die sie im Einzeltest zeigen konnten. Insgesamt ist der Leistungseinbruch aber nicht so groß, dass man ihn in der Praxis als User wirklich spüren würde. Auch wenn so eine Lastsituation eher selten vorkommt, ist dem User trotzdem empfohlen, für geschwindigkeitskritische Geräte die jeweils direkt angebundenen Controller zu nutzen.

Diese Performance der Schnittstellen des Z68 Extreme7 ist insgesamt als gut zu bewerten. Sowohl die USB-3.0- als auch die SATA-6G-Geschwindigkeit der Chipsatzschnittstellen entsprechen dem, was man von einem modernen Board erwarten kann. Die Controller von ASMedia scheinen sowohl bei SATA 6G als auch USB 3.0 einen guten Job zu machen.