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Test: ASRock Z68 Extreme7 Gen3

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Seite 5: Overclocking

Für Overclocker ist es natürlich zunächst einmal interessant, welche BIOS-Optionen das Board bietet. Weiterhin darf das Board auch gerne mit einer besonderen Spannungsversorgung ausgestattet sein, die eine höhere Leistungsfähigkeit aufweist als von Intel vorgesehen, denn durch die Übertaktung der CPU steigt in der Regel deren Leistungsaufnahme stark an. Weiterhin ist es wichtig, dass auch die Signallaufzeiten auf dem Board (z.B. CPU-Speichercontroller - DRAM) einwandfrei geroutet sind, damit das Board auch bei Übertaktung noch stabile Signale überträgt. ASRock hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt und gehört nun auch im High-End-Bereich zu den renommierten Marken, auch wenn offenbar Extreme-Overclocking bei ASRock weniger im Fokus liegt als beispielsweise bei ASUS oder Gigabyte. Die letzten ASRock-Platinen konnten aber durch gute Overclocking-Eigenschaften überzeugen, sodass wir auch beim Z68 Extreme7 bereits im Vorfeld eine gute Performance vermutet haben.

Das Z68 Extreme7 erlaubt eine Veränderung der Base Clock Rate in 0,1 MHz-Schritten von 95 bis 110MHz. Im Vergleich zur Konkurrenz mag dies wenig erscheinen, aber inzwischen dürfte hinreichend bekannt sein, dass Sandy-Bridge-CPUs aufgrund der festen internen Kopplungen an den Referenztakt nur geringe Änderungen der Base Clock Rate vertragen. Mit Ivy Bridge wird sich dies etwas ändern, aber zu vermuten ist, dass ASRock hier - vorausgesetzt dass Z68 Extreme7 für Ivy Bridge freigeben wird - mit einem BIOS-Update nachbessern wird.

Die CPU-Kernspannung lässt sich wahlweise über Fix- oder Offset-Werte anpassen, wobei bei Benutzung von letztgenannten Modus auch die Stromspar-Features inklusive der Spannungsabsenkung im Idle gut funktionieren. Für die CPU lässt sich eine Loadline Calibration in fünf Stufen festlegen und auch für die iGPU lässt sich eine derartige Funktion zuschalten. Alle wichtigen Spannungsparameter lassen sich einstellen und auch bei der Konfiguration des Speichers hat ASRock an alle wesentlichen Optionen gedacht.

Gute Konfigurationsmöglichkeiten und eine leistungsstarke CPU-Spannungsversorgung machen das ASRock Z68 Extreme7 zu einem soliden Overclockerboard.

 

Die Overclocking-Funktionen des Z68 Extreme7 in der Übersicht
Base Clock Rate 95 bis 110 MHz in 0,1 MHz-Schritten
CPU-Spannung 0,600 V bis 1,700 V in 0,005-V-Schritten (Fixed-Modus)
-0,300 V bis +0,600 V in 0,005-V-Schritten (Offset-Modus)
DRAM-Spannung 1,200 Vbis 1,800 V in 0,015-V-Schritten
VTT/VCCIO-Spannung 0,86 V bis 1,423 V in 0,013-V-Schritten
CPU PLL-Spannung
1,586 V bis 2,35 V in 0,008-V-Schritten
PCH-Core-Spannung
0,78 Vbis 1,646 V in 0,02-V-Schritten
PCIe-Takt - nicht möglich -
Weitere Spannungen
VCCSA (0,925 V bis 1,2V in 0,0925-V-Schritten), IGPU Voltage (-100 mV bis +100 mV in 50-mV-Schritten), Additional Turbo Voltage (+0,004 V bis +0,996 V)
Speicher-Optionen
Taktraten CPU-abhängig, Multiplikatoren bei x6 - x16 (2er-Schritte)
Command Rate
einstellbar
Timings einstellbar, 16 Parameter
XMP wird unterstützt
Weitere Funktionen
QPI-Takt
Weitere Besonderheiten

UEFI-Bios
Settings speicherbar in Profilen
Energiesparoptionen: Standard-Stromspar-Modi wie C1E, CSTATE, EIST, zusätzlich ein "Power Saving Mode" (Absenkung CPU-Spannung)
Turbo-Modus (nur über einen Multiplikator steuerbar)
Turbo-Modus Parameter: Core Current Limit (50-300A), Power Limit (Short, Long, Zeit), Additional Turbo Voltage
Load-Line Calibration für CPU (5 Level, Auto) und iGPU (Ein, Aus, Auto)
Flash-Tool ("Instant Flash"), erweiterte Lüfterregelung für CPU-Fan und Chassis-Fan 1,

Hier noch eine Galerie der für den Overclocking-Betrieb interessanten BIOS-Optionen.

ASRock spricht mit dem Z68 Extreme7 in Sachen Overclocking eine breite Käuferschicht an, da das Board weder speziell auf absolute Anfänger noch auf Overclocking-Rekord-Jäger abgestimmt ist. Dementsprechend ist auch der Funktionsumfang des Boards und des UEFI-BIOS umfangreich, ist aber gleichzeitig nicht mit für 95 Prozent der User unbrauchbaren Spezialoptionen vollgestopft.

Bei unseren Overclocking-Versuchen zeigte das Z68 Extreme7 eine solide Performance und erlaubte unserer luftgekühlten Test-CPU ohne Probleme das Überspringen der "5 GHz-Hürde". Wir konnten wie auf anderen bereits getesteten Mainboards einen CPU-Takt von 5,2 GHz erreichen, wobei dieser aber aufgrund von vorhandener Kühllösung und CPU-Güte nicht "prime-stable" auf allen Kernen war. Im Zusammenspiel mit einem ausgiebigen Test bei 4,8 GHz lässt sich aber daraus ableiten, dass das Board mit höheren Frequenzen kein Problem hat und auch die Stabilität der CPU-Spannungsversorgung außer Frage steht. Im Testverlauf blieb das Board auch recht kühl, von daher verdient das Z68 Extreme7 in der Disziplin Overclocking eine gute Note.

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Wie bereits erwähnt, lässt sich der Turbo-Betrieb des Z68 Extreme7 nur durchschnittlich gut konfigurieren, da sich für die vier Lastfälle die Multiplikatoren nicht einzeln einstellen lassen, sondern nur über einen gemeinsamen Multiplikator gesteuert werden können. Dadurch mag einem bei Situationen, bei denen nur ein oder zwei Kerne belastet werden, einige MHz an Overclockingpotential entgehen, aber nicht jeder User macht sich in der Praxis die Mühe, das so detailliert zu konfigurieren. Da auch immer mehr Anwendungen und Spiele alle Kerne gleichmäßig hoch auslasten können, verschenkt man wohl nicht wirklich viel Performance.

Das Overclocking geht beim Z68 Extreme7 insgesamt leicht von der Hand, zumal das Board auch insgesamt einen stabilen Eindruck macht.

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