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Das extreme Showgehäuse Thermaltake The Tower 900 im Test - Fazit

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Seite 8: Fazit

Man hätte denken können, dass Thermaltake das Thema Extremgehäuse bereits auf die Spitze getrieben hat. Doch das The Tower 900 toppt auf seine Weise selbst noch Gehäuse wie das Core X9 oder das Core W100. Die Basis legen Thermaltake und Watermod France mit dem enormen Volumen und mit dem besonderen, vertikalen Aufbau. Das Mainboard rückt dadurch ins Zentrum des Geschehens. Das gilt umso mehr, weil es auch von gleich drei Seiten durch massives, gehärtetes Glas eingesehen werden kann. Auf beiden Seiten des Mainboards kann je ein kompletter Wasserkühlungskreislauf installiert werden. Und was für Kühlkreisläufe das sind - jeder einzelne kann einen 480- oder 560-mm-Radiator und einen großen Röhren-AGB beinhalten. 

Wenn die beiden XXL-Radiatorenplätze genutzt werden sollen, müssen zwar die hintereren Laufwerkskäfige ausgebaut werden. Aber selbst dann bietet das The Tower 900 immer noch fünf Laufwerksplätze direkt in der Mainboardkammer. Selbst ein 5,25-Zoll-Laufwerksplatz ist noch dabei. Kompatibilitätsprobleme bei Kühlerhöhe und Grafikkartenlänge sind bei diesem Gehäuse mit seinem riesigen Innenraum praktisch ausgeschlossen. Dabei hängen die Grafikkarten vertikal und biegen sich anders als bei horizontaler Installation nicht - sicher ein Detail, aber bei einem so zeigefreudigen Gehäuse kommt es eben auch darauf an. Mancher Nutzer wird die Komponentenanordnung aber unpraktisch finden. Denn sobald ein Kabel am Mainboard und den Erweiterungskarten angeschlossen oder abgezogen werden soll, muss der Gehäusedeckel abgenommen werden. Auch wenn das mit einem Handgriff geht, ist es eben doch ein Handgriff mehr. An anderer Stelle zeigt sich das Extremgehäuse aber weitgehend praktisch. Die Stahlpanele an den Seiten lösen sich praktisch auf Knopfdruck, die meisten Staubfilter sind magnetisch und entsprechend einfach zu reinigen und zumindest 3,5-Zoll-Laufwerke und Erweiterungskarten können werkzeuglos montiert werden. Gleiches gilt auch für die Glasflächen und die Rückwand.

In gewisser Hinsicht ist das The Tower 900 also durchaus ein praktisches Gehäuse. Das gilt allerdings nicht mit Blick auf den Platzbedarf. Auch wenn das "Vertical Super Tower Chassis" auf einem Messestand beeindruckend aussieht, werden es sich wohl nur wenige Nutzer zu Hause hinstellen wollen. Allerdings können ohnehin nur wenige Nutzer das Potenzial des Gehäuses annähernd ausschöpfen. Wer ein weniger extremes System plant und Platz sparen möchte, hat die Wahl aus ganz unterschiedlichen Gehäusen mit hohem Showfaktor. Besonders überzeugt hat uns in dieser Hinsicht zuletzt Lian Lis PC-O10. Es ist geradezu der Gegenentwurf zum The Tower 900. Das PC-O10 zwingt dem Nutzer zwar einige Limitierungen auf, spart dafür aber Platz. Und was es nicht an Quantität bieten kann, hat es an Qualität vorzuweisen. Der Mix aus Aluminium und gehärtetem Glas wirkt hochwertiger, ist perfekt verarbeitet und dazu auch noch deutlich leichter. Als flexibler Tower mit Wasserkühlungseignung ist hingegen besonders das be quiet! Dark Base Pro 900 empfehlenswert. Es hat zwar nur Triple-Radiatorenplätze, bietet aber ein attraktives Gesamtpaket. Dabei überzeugt auch die Optik mit Glasseitenteil, Aluminiumoberflächen und RGB-LED-Beleuchtung.

Ein solcher Koloss wie das The Tower 900 sind diese Alternativen allerdings bei Weitem nicht. Und auch die Möglichkeiten des Thermaltake-Gehäuses können sie schon größenbedingt nicht bieten. Für das außergewöhnliche Wasserkühlungs- und Modding-Potenzial zeichnen wir Thermaltakes extremstes Gehäuse mit unserem Technik-Award aus. 

alles

Positive Aspekte des Thermaltake The Tower 900:

  • enormes Gehäusevolumen eröffnet extreme Möglichkeiten für Kühlung und Hardwarepräsentation
  • zwei 480-/560-mm-Radiatorenplätze, doppelte Montageplätze für Pumpe/AGB, insgesamt Dual-Loop-geeignet
  • extrem viel Platz für CPU-Kühler/Erweiterungskarten und Kabelmanagement
  • modularer Aufbau
  • flexible Laufwerkskäfige im hinteren Bereich, zusätzlich fixe Laufwerksplätze in der Mainboardkammer
  • werkzeuglose Montage der Erweiterungskarten und 3,5-Zoll-Laufwerke, Entkopplung der 3,5-Zoll-Laufwerke

Negative Aspekte des Thermaltake The Tower 900:

  • enormer Platzbedarf
  • Mainboard- und Erweiterungskartenanschlüsse unter dem Gehäusedeckel
  • Stahl und Kunststoff fallen als Materialien neben dem Glas etwas ab
 

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Kommentare (22)

#13
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Registriert seit: 23.06.2011

Kapitänleutnant
Beiträge: 1850
Cooles Teil, erinnert aber auch schon an Serverschränke. Thx HWL
#14
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Registriert seit: 30.07.2001

Hauptgefreiter
Beiträge: 205
Nett, haben will ^^
#15
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Registriert seit: 30.12.2015
Hamburg
Bootsmann
Beiträge: 745
Zitat Redphil;25101056
Vielleicht/Hoffentlich können wir das Thema Testsysteme mit Kaby Lake mal angehen. Jetzt kurz vor dem Generationenwechsel aufzurüsten, wäre imho nicht optimal.
Kabylake ist fast vernachlässigbar im Vergleich zu Skylake.. aber natürlich so kann man den Wechsel auf ein neues System natürlich verschieben :fresse:
#16
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Registriert seit: 08.06.2008
Vorarlberg/Sachsen
Korvettenkapitän
Beiträge: 2540
@ Philipp Moosdorf

Wäre es möglich den Abstand zwischen der Netzteilhalterung und der Lüfterhalterung zu messen?

#17
Registriert seit: 13.07.2015
München
Matrose
Beiträge: 28
Für mich sieht das Gehäuse mehr nach einem Laborgerät als nach einem Gehäuse aus.

Viele Grüße aus München,

Günter
#18
Registriert seit: 01.08.2016

Gefreiter
Beiträge: 58
Zitat Godfather88;25100873
Ich verstehe garnicht wo das Thema ist bzgl. des
Systemes . Es ist ein Passiv gekühltes System was für Gehäusetest´s nicht gerade schlecht ist.

Zudem haben die sämtliche Gehäuse damit getestet und man hat dann ein vergleich und kann sich die diferenzen anschauen .

Bei einem neuen System müsste man alles geteseten Gehäuse aus der Liste nehmen , weil
der Vergleich dann nicht mehr vorhanden ist.


Und soweit ich es erblicken konnte gab es nie einen Bezug zur Raumtemperatur, also ist jeder jemals getätigter Test unnütz. Außer es wird in der HWLuxx Datenbank niedergeschrieben.
#19
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Registriert seit: 26.07.2002
Odenwald
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 417
Zitat pinki;25101198
Neuauflage des Thermaltake Mozart TX?


War auch mein erster Gedanke. ;)

Grundsätzlich gefällt mir das Gehäuse sogar ganz gut, aber für ein Showcase finde ich die Farbe nicht gelungen.
Eine andere Farbgebung (vielleicht eine tief dunkel blaue - fast schwarze - Metalliclackierung) und eine (nicht zu auffällige) RGB-Beleuchtung und das Ganze sähe schon deutlich besser aus.
#20
Registriert seit: 20.11.2005
Hessen (Frankfurt)
Flottillenadmiral
Beiträge: 4235
Ich weiß ja nicht... Ich finde dieses Gehäuse abartig hässlich. Und diese Platzverschwendung... Die Minimisierungsgeschichte und HTPC gehen beide an mir vorbei, aber das Ding wirkt wie ein Dinosaurier nach einem Lifting. Ja, die Äuglein sind schöner, aber das macht nichts bei dem Bierbauch und Buckel.
#21
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Registriert seit: 04.09.2006
Saalbach Hinterglemm
Stabsgefreiter
Beiträge: 340
Sodalla, in schwarz bestellt.
Der Rest der rein kommt wird erst recht geil ;)
#22
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Registriert seit: 22.09.2007

Admiral
Beiträge: 13389
Zitat pinki;25101198
Neuauflage des Thermaltake Mozart TX?

Nope, das war ja ein Designstück fürs Wohnzimmer, mit 2 PCs drin, das hier ist irgendwie nur "Industrie-Like".

Zitat GuenterS;25103291
Für mich sieht das Gehäuse mehr nach einem Laborgerät als nach einem Gehäuse aus.

Viele Grüße aus München,

Günter


Auf mich wirt das etwas nach 19" Rack-Schrank, leider passt der 19" Server nirgends hin ;)
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