> > > > SilverStone Raven RV04 im Test

SilverStone Raven RV04 im Test

PDFDruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 1: SilverStone Raven RV04 im Test

Scythe_Gekko_logoMit dem Raven RV04 geht SilverStone wieder einmal neue Wege. Das Mainboard wird anders als bei den bisherigen Modellen nicht mehr um 90 Grad, sondern gleich um 180 Grad gedreht. Durch diesen Aufbau fällt das E-ATX-Gehäuse etwas kompakter aus, soll aber weiterhin eine hohe Kühlleistung bieten. Gleichzeitig hat SilverStone Wert darauf gelegt, dass viele SSDs und Festplatten untergebracht werden können. Doch ist der jüngste Ableger der Gamerserie auch als Gesamtpaket überzeugend?

Die Ravenserie hat schon Tradition, denn mit dem Raven RV04 geht sie in die vierte Runde. Alle drei Vorgänger waren durch den ungewöhnlichen Innenaufbau mit dem um 90 Grad gedrehten Mainboard außergewöhnliche Gehäuse, die sich klar von sämtlichen Konkurrenzprodukten abgrenzen konnten. Diese Form der Mainboardmontage sollte in Kombination mit einem vertikalen Luftstrom vor allem für eine herausragende Kühlleistung sorgen. Sie hatte aber auch ihre Nachteile - das I/O-Panel ragte nach oben und das Anschließen von Kabeln wurde verkompliziert. Gleichzeitig waren die Gehäuse sehr tief. Das RV02 ragte ganze 64 cm in die Tiefe. Das RV03 war etwas kürzer, kam aber immer noch auf 57 cm.

Indem SilverStone das Mainboard im Raven RV04 im Hochformat anordnet, kann die Gehäusetiefe deutlich geschrumpft werden. Sie liegt nur noch bei 49,7 cm und lässt das Gehäuse im Vergleich zu den bisherigen Ravenmodellen deutlich mehr wie einen normalen E-ATX-Tower wirken. Wirklich normal ist aber auch das jüngste Ravenmodell nicht. Denn das Mainboard wird zwar nicht um 90 Grad gedreht, dafür aber gleich auf den Kopf gestellt. Zusätzlich platziert SilverStone den Mainboardtray an der linken Gehäuseseite. Der Hersteller verspricht, dass das RV04 trotz des veränderten Aufbaus eine hohe Kühlleistung bieten kann. Das Kühlkonzept orientiert sich am Micro-ATX-Modell Temjin TJ08-E (zu unserem Test). Große Frontlüfter richten einen gezielten Luftstrom auf die warmen Komponenten. Andere Lüfter gibt es nicht. Optional bietet das RV04 zwar einen 120-mm-Lüfterplatz, aber SilverStone rät davon ab, ihn zu nutzen. Die Luftströme der beiden regelbaren 180-mm-Frontlüfter sollen parallel verlaufen und sowohl das Areal um den Prozessorkühler als auch die Erweiterungskarten gleichermaßen kühlen. Der rückwandige Lüfter würde zwar für einen etwas kühleren Prozessor sorgen, gleichzeitig aber den Luftstrom zu den Grafikkarten beeinträchtigen.

Neben dem Kühlsystem hat SilverStone bei der Entwicklung auch an viele Laufwerksplätze gedacht. Aus Platzgründen gibt es keinen durchgehenden Schacht, sondern einzelne Laufwerkskäfige. Optische Laufwerke verlieren an Bedeutung, deshalb gibt es nur zwei 5,25-Zoll-Einschübe. Der größte Festplattenkäfig nimmt fünf 3,5-Zoll-Festplatten ab. Zwei weitere 3,5-Zoll-Festplatten können in kleineren Käfigen untergebracht werden. Diese Single-Käfige lassen sich mit dem optional erhältlichen Hot-Swap-Modul SST-CP05 aufwerten. Schließlich können noch vier SSDs (oder 2,5-Zoll-Festplatten) direkt am Boden montiert werden. Die Ausstattung des Raven RV04 bietet daneben noch weitere Raffinessen. So lassen sich die beiden Staubfilter blitzschnell zur Reinigung entfernen. Entnommen werden kann auch der Mainboardtray, was die Montage des Mainboards deutlich komfortabler macht. Und schließlich fallen noch die beiden verstellbaren Stützen für den Prozessorkühler und die Grafikkarten ins Auge.

Das Raven RV04 ist bereits erhältlich und wird für rund 150 Euro verkauft. Manches Konkurrenzmodell ist deutlich günstiger, aber angesichts des ungewöhnlichen Konzepts wirkt der Verkaufspreis noch angemessen. Bemerkenswert ist noch, dass SilverStone das Grundgerüst des Raven RV04 für ein weiteres Gehäuse nutzt. Das aktuelle Modell aus der Fortress-Serie, das Fortress FT04, hat den gleichen Innenaufbau. Das Design des Gehäuseäußeren fällt allerdings dezenter aus.

Für einen ersten Eindruck haben wir das SilverStone Raven RV04 in einem ausgepackt & angefasst-Video gezeigt:

Alternativ bieten wir auch eine YouTube-Version des Videos an.

alles

Dem Raven RV04 liegt nicht nur ein Handbuch, sondern auch eine recht große Schachtel mit Zubehör bei. Darin finden sich Montagematerial und Kabelbinder und zusätzlich eine Grafikkartenhalterung sowie Adapter, mit denen bis zu drei 120-mm-Lüfter hinter der Front montiert werden können.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: SilverStone Raven RV04
Bezeichnung: SilverStone Raven RV04
Material: Stahl, Kunststoff
Maße: 219 x 581 x 497 mm (B x H x T), Volumen 63,2 l
Formfaktor: SSI-EEB, SSI-CEB, Extended ATX, ATX, Micro-ATX
Laufwerke: 2x 5,25 Zoll (extern), 7x 3,5 Zoll (intern, optional 2x Hot Swap mit SST-CP05), 4x 2,5 Zoll
Lüfter: 1x 120 mm (Rückseite, optional), 2x 180 mm oder 3x 120 mm (Front, 2x 180 mm vorinstalliert)
Gewicht: rund 10,9 kg
Preis: 149,90 Euro
 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (15)

#6
customavatars/avatar177524_1.gif
Registriert seit: 22.07.2012

Gefreiter
Beiträge: 64
Es ist leider auch furchtbar hässlich ^^
#7
customavatars/avatar123684_1.gif
Registriert seit: 20.11.2009
Österreich
Kapitänleutnant
Beiträge: 1783
Es ist ein scheiß Gehäuse. Ich bau eines, worin sich das Motherboard im Kreis dreht, dann bekomm ich auch einen Technik Award. :)
#8
customavatars/avatar87801_1.gif
Registriert seit: 23.03.2008

Bootsmann
Beiträge: 725
Zitat
ungewöhnliche Optik und ungewöhnlicher Aufbau machen das Gehäuse zum Blickfang


dem würde ich Zustimmen. Allerdings von der anderen Seite... Selten so einen hässlichen Plastikklopper gesehen...
Außerdem muss mir jetzt ernsthaft jemand erklären, wer für ein Stahlgehäuse mit Plastikanbau (der dazu noch klapprig ist) 150€ bezahlt?! Da kann es noch so "innovativ" sein... Dazu kommt noch, das ich nicht verstehe was diese "Innovation" hier an Mehrpreis verursachen soll...
#9
customavatars/avatar135514_1.gif
Registriert seit: 01.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 390
Auch wenn die bisherigen Raven (vor allem 2+3) schon Außenseiter im Silverstone-Portfolio waren, dann schießt dieses Gehäuse wirklich den Vogel ab. Ich kann mir nicht vorstellen wie jemand der bei Sinnen ist so einen Rohrkrepierer kaufen könnte, trotz des zweifellos genialen Kühlkonzepts.

Im RV04 sind so viele Anfängerfehler und KO-kriterien vereint dass das Ding niemals hätte die Qualitätskontrolle passieren dürfen.
Das Gehäuse macht den Eindruck eines lieblos zusammengeschusterten Prototypen mit dem man das Kühlkonzept testen wollte. Aber nie und nimmer ein verkaufsfertiges Produkt. Im Vergleich zu den hoch durchdachten und extrem soliden Gehäusen die man von SS gewohnt ist ist das Ding einfach indiskutabel.
#10
Registriert seit: 06.02.2009
127.0.0.1
Bootsmann
Beiträge: 553
Naja, bei Gehäusen ist es generell üblich, das sie nicht perfekt sind.
Es soll ja in Zukunft noch was verkauft werden ;)

Das RV04 erinnert doch sehr stark an das TJ-08E und das PS-07 und die beiden gefallen mir sogar wesentlich besser. Das TJ-08E ist wahrscheinlich noch besser verarbeitet, während bei dem PS-07 die frontseitige Dämmung der Lüfter besser gelöst ist.
Zudem gefallen mir die Proportionen besser, also das sie länger als höher sind.

Im Endeffekt erinnert mich das an den Test von dem Corsair Carbide 540, wo eine gute Idee hochgelobt wurde, die fehlende konsequente Weiterentwicklung zu einem ausgewachsenem Gehäuse aber nicht kritisiert wurde. Schade eigentlich, denn damit signalisiert man den Herstellern doch, dass sie so ziemlich alles richtig gemacht haben.
#11
customavatars/avatar63_1.gif
Registriert seit: 29.05.2001
Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4486
Also mit diesem Review bin ich so nicht einverstanden:

1.
Zitat
Mit dem Raven RV04 geht SilverStone wieder einmal neue Wege. Das Mainboard wird anders als bei den bisherigen Modellen nicht mehr um 90 Grad, sondern gleich um 180 Grad gedreht.


Ist so einfach nicht richtig, diesen Weg ging Silverstone schon beim TJ08E und das ist ja nun alles andere als brandneu.

2.
Merkwürdig, dass das relativ gut verarbeitete TJ08E mit genau den gleichen "technischen Kniffen" (aber deutlich besserer Verarbeitung) und insgesamt weniger relevanten Kritikpunkten keinen Award bekommen hat, der "neue Plastikbomber" hier aber schon...
Zumal ich den Kritikpunkt am TJ08E bzgl. des nicht ausreichenden Kühler-Platzes auch einfach nicht nachvollziehen kann - Ich habe in dem Teil immerhin einen Macho (und zwar den 140er) verbaut, der passt problemlos da rein! Das alleine ist für ein µATX Gehäuse schon bemerkenswert zumal es vom Außenvolumen auch noch kleiner als das ach-so-tolle Bitfenix Prodigy



Ist irgendwie nicht so ganz nachzuvollziehen wie hier Awards vergeben wurden...
#12
customavatars/avatar15872_1.gif
Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3109
@highwind: Ich hatte mich gestern schon mit HW-Mann per PN über die Awardvergabe ausgetauscht, kann das aber auch gerne hier erklären. Unser Technik-Award ist noch relativ neu, afair hatten wir ihn beim TJ08-E-Test noch nicht und konnten ihn auch noch nicht verleihen. Ansonsten wäre das TJ08-E ein heißer Kandidat für den Technik-Award gewesen.

Mit den "bisherigen Modellen" im Zitat waren die Ravenmodelle gemeint. Die Anlehnung an das Kühlkonzept des TJ08-E wird auf der ersten Seite übrigens auch erwähnt ("Das Kühlkonzept orientiert sich am Micro-ATX-Modell Temjin TJ08-E (zu unserem Test).").
#13
customavatars/avatar174879_1.gif
Registriert seit: 24.05.2012
Niedersachsen
Matrose
Beiträge: 8
Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber dieses Gehäuse ist richtig hässlich.

Die ungewöhnliche Montage des Mainboards finde ich jedoch recht interessant.
#14
Registriert seit: 18.04.2007
Eifel
Bootsmann
Beiträge: 547
das mit 2 180 lüfter ist mal richtig toll. so und beim rest haben die wohl geschlafen. Das hier als häßlich angesehen wird wurde genannt aber zudem ist es im video zu sehen noch richtig billig verabeitet. Mit ein Wort an Silverstone "Grausam" damit ist alles gesagt.
#15
customavatars/avatar158810_1.gif
Registriert seit: 19.07.2011
Basel, Schweiz
Bootsmann
Beiträge: 630
Diese Front Tür würde mir Angst machen, das Plastikmonster kann recht schnell brechen. Die Sidepanel mounts sind einfach nur lächerlich.
Das Kühlungsprinzip ist nichts neues aber finde ich für Luftkühlung das beste, die Umsetzung in diesem Fall ist sehr dürftig und keine 150 Euro Wert.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!