> > > > Test: Lian Li PC-D8000 - Der Riesen-Würfel

Test: Lian Li PC-D8000 - Der Riesen-Würfel

PDFDruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 1: Test: Lian Li PC-D8000 - Der Riesen-Würfel

Scythe_Gekko_logoManche Gehäuse durchbrechen die üblichen Konventionen des Marktes. Lian Lis PC-D8000 gehört ganz klar dazu. Der riesige Aluminium-Würfel braucht zwar viel Platz, kann dafür aber u.a. ein HPTX-Mainboard, 20 Festplatten und zwei Netzteile aufnehmen. Mit dem extrem geräumigen Innenraum bietet er sich außerdem auch für ungewöhnliche Projekte an. In unserem Test wollen wir herausfinden, ob das PC-D8000 einfach nur groß ist oder aber auch im Detail überzeugen kann.

Das taiwanesische Unternehmen Lian Li muss man nicht mehr vorstellen. Mit hochwertigen Aluminium-Gehäusen begeistert es seit Jahren viele PC-Nutzer. Bemerkenswert ist der Mut, mit dem Lian Li auch immer wieder ungewöhnliche Gehäusekonzepte umsetzt. Das PC-D8000 erinnert zwar weder an Weichtiere, Hochhäuser oder Dampflokomotiven, es gehört aber trotzdem zu den spezielleren Lian Li-Gehäusen.

Das liegt vor allem an dem Format des Gehäuses. Das PC-D8000 wirkt, als wären zwei HPTX-Tower miteinander verbunden worden. Seine Form ähnelt am ehesten der eines Würfels - auch wenn die Kanten des 405 (B) x 628(H) x 572 mm (T) großen Gehäuses nicht gleich lang sind. Nur dank der Fertigung aus Aluminium bleibt das Gewicht des riesigen Gehäuses mit etwa 13 kg noch im Rahmen.

Dieses Lian Li-Gehäuse richtet sich an ein spezielles Klientel - an Liebhaber von Aluminium-Gehäuse, die viele 3,5-Zoll-Festplatten unterbringen müssen oder einen besonders geräumigen Innenraum für ungewöhnlichere Projekte benötigen. Generell ist das PC-D8000 keine fertige Lösung. Lian Li setzt auf ein Baukastensystem. Die 20 3,5-Zoll-Einschübe müssen so erst einmal ohne Hot-Swap-Unterstützung auskommen. Verschiedene Hot-Swap-Module aus dem Lian Li-Angebot können aber nachgerüstet werden. Auch in Bezug auf die Kühlung wird Eigeninitiative vorausgesetzt. Das Gehäuse wird ohne einen einzigen Lüfter ausgeliefert. Dafür gibt es aber eine ganze Reihe von optionalen Lüfterplätzen, die man selbst mit passenden Lüftern bestücken kann.

Obwohl noch zusätzlich Geld investiert werden muss, ist der Verkaufspreis des PC-D8000 durchaus stattlich. Etwa 330 Euro müssen allein für das Gehäuse eingeplant werden. Aber der HPTX-Cube besteht eben auch ganz aus hochwertigem und teurem Aluminium und ist ein spezielles Gehäuse für einen kleinen Käuferkreis.

alles

Nicht nur das Gehäuse selbst ist riesig, auch das in zwei Kartons mitgelieferte Zubehör ist erstaunlich umfangreich. Neben der (nicht mitfotografierten) mehrsprachigen Bedienungsanleitung liegen diverse prall gefüllte Tüten mit Montagematerial bei. Passenderweise liefert Lian Li gleich eine Kunststoff-Box mit, in der die Schrauben und Abstandshalter sortiert gelagert werden können. Außerdem gibt es Lüftergitter und einen Adapter, mit dem die USB 3.0-Ports adaptiert an einen herkömmlichen USB 2.0-Pfostenstecker angeschlossen werden können. Die vier Rollen können an der Unterseite des PC-D8000 angebracht werden und erleichtern es so, das Gehäuse zu bewegen. Damit sich das Gehäuse nicht selbständig macht, lassen sich die einzelnen Rollen anbremsen.

Alternativ bieten wir auch eine YouTube-Version des Videos an.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: Lian Li PC-D8000
Bezeichnung: Lian Li PC-D8000
Material: Aluminium
Maße: 405 (B) x 628(H) x 572 mm (T) 
Formfaktor: HPTX / EATX / ATX / Micro-ATX
Laufwerke: 5x 5,25 Zoll (extern), 20x 3,5 Zoll (intern), 2x 2,5 Zoll (intern, in einem 5,25-Zoll-Einschub)
Lüfter: 1x 120 mm (Rückseite, optional), 3x 140 oder 120 mm (Rückseite, optional), 6x 120 mm (HDD-Schächte, optional), 2x 140 mm (Zwischenwand, optional), 4x 120 mm (Deckel, mit optionalen Modulen D8000-1)
Gewicht: ca. 13 kg
Preis: etwa 330 Euro

 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 4

Tags

Kommentare (23)

#14
Registriert seit: 02.09.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1869
Zitat Tonmann;19670716
Bei der Auflistung der Alternativen fehlt Mountain Mods, die haben sogar noch deutlich grössere Gehäuse im Angebot = extended Ascension und man bekommt sie in DE!
Auch das XSPC H1 bekommt man bei mindestens einem deutschen Händler ;)

Für mich ist wäre das Lian Li nur etwas gewesen wenn die vorderen Schächte komplett in 5 1/4 Zoll wären, um zumindest die Chance zu haben Radiatoren in der Front einzubauen!
So ist das Teil als Wakü Gehäuse meiner Meinung nach nur eingeschränkt tauglich. Schade eigentlich ;)


Das ist ja auch ein Servergehäuse, für viele Festplatten, und kein "Supadupa" Gamer Gehäuse.
Unter doiesem Aspekt betrachtet ist das XSPC H1 schonmal keine Alternative, das Mountain Mod kann ich wegen fehlendem Bildmaterial überhaupt nichgt wirklich einschätzen, in den technischen Daten steht was dfrin, daß bis zu 30 Platten eingebaut werden können, aber nicht wo diese eingebaut werden und was dafür erforderlich ist (auch Kostentechnisch)
unter dem Kostenaspekt betrachtet ist auch das Caselabs aus dem Rennen - auch wenn Sie definitiv auf den ersten Blick "schicker" aussehen.
#15
customavatars/avatar180392_1.gif
Registriert seit: 03.10.2012
Da wo ich grad bin!
Oberbootsmann
Beiträge: 868
Zitat
Das ist ja auch ein Servergehäuse, für viele Festplatten, und kein "Supadupa" Gamer Gehäuse.


Das weiss ich auch, nur finde ich das 3,5 Zoll Format generell zu unflexibel. Fast alle SAS Backlanes/Wechselrahmen kommen im 5,25 Zoll Format.
Grad wenn ich einen Server betreibe möchte ich auch freien Zugriff auf die Festplatten ohne, im Falle eines Falles, das Gehäuse erst öffnen zu müssen.
Darum finde ich das Gehäuse nicht wirklich durchdacht.
Es hat für mich keinen praktischen Sinn, weder als grosses Wakü-, noch als Gamer- und auch nicht als Servergehäuse, weil es mir zu unflexibel ist.
Eben wegen der 3,5 Zoll Einschübe!

Bei Mountain Mods gibt es Halterungen die auf die Lüfteröffnungen geschraubt werden. Die Kosten sind schon ziemlich hoch, aber ich glaube wenn man sich 30 Festplatten leisten kann, werden die Mehrkosten für ein Gehäuse den Kohl auch nicht Fett machen.
#16
Registriert seit: 02.01.2005

Stabsgefreiter
Beiträge: 310
Nun, ich habe meines schon;)

Für das Gehäuse gibt es auch Backpanelerweiterungen, die sind aber leider noch nicht erhältlich.

Grundsätzlich ist es ein sehr gutes Gehäuse, wenn man viele 3.5 Zoll Festplatten unterbringen will bzw. muss.

Für die Installation sollte man schon mal 2 Tage, eine Taschenlampe und einen Kleinteilekasten einplanen.

CU
#17
customavatars/avatar42212_1.gif
Registriert seit: 27.06.2006
NRW
Kapitän zur See
Beiträge: 3983
@mika2004

Cooles Teil! :hail:
Bin auch schon am überlegen ob das Teil mein nächstes Projekt wird :D

Klar ist es nicht schön, aber recht funktional - man kann viel damit machen das gefällt mir!

Hast Du noch mehr Bilder von der Front?

Sind da die Lüfter dran oder wie sieht das aus?

Edit:
oder sind die Lüfter in der Front - die an der Seite mit gemeint?
#18
Registriert seit: 02.01.2005

Stabsgefreiter
Beiträge: 310
@Tenchi Muyo,
HWLuxx hat das Gehäuse getestet, und die machen viel bessere Bilder als ich. s.O.
Du kannst an jeder Seite 3 x 120er Lüfter verbauen (das habe ich auch gemacht).
Deshalb habe ich die Lüftersteuerung benötigt. Und die kostet leider einen wertvollen 5,25 Zoll Platz.
Damit kann Du den Rechner nicht zwischen irgendwelchen Schränken einferchen.

Unterm Strich bin ich sehr zufrieden.

CU
#19
customavatars/avatar42212_1.gif
Registriert seit: 27.06.2006
NRW
Kapitän zur See
Beiträge: 3983
Ok also nur an der Seite...

Welchen Adapter hast Du für die SSD genommen (genaue Bezeichnung)?

Wie laut ist für Dich das Case?

Es gibt ja auch bereits ein Dämm-Kit was vielleicht eine Überlegung wär.
#20
Registriert seit: 02.01.2005

Stabsgefreiter
Beiträge: 310
Es wird einer mitgeliefert 2x 2,5 im 5,25er Rahmen. Diesem habe ich nicht verwendet. Die SSD steckt mit Adapter im 3,5 Zoll fach. Der wurde mal von Samsung mitgeliefert.
#21
Registriert seit: 02.09.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1869
@ Mika
Was hast du für ein Netzteil verbaut (bei wie vielen HDDs?)
hast du dir die Backplanes geholt?

Offenbar haben die Backplanes einen entscheidenden Nachteil ggü. den regulären Backplanes.
Es ist kein staggered Spinup (SSU laut SATA Spezifikation) möglich, da hierfür der Pin 11 der SATA Stromversorgung nicht verbunden (floating) oder auf logischem High-Level liegen muss. Der Pin 11 ist laut diesem Thread - Lian Li Backplane bp3sata, Staggered spinup - aber auf Masse geschaltet - eine offizielle Bestätigung habe ich trotz mehrfacher Nachfragen nicht bekommen.
Das bedeutet 20 Platten laufen sofort an.
Das sind 20 * 2 A *12 V = 480 Watt nur für die 20 Festplatten im Anlaufmoment auf der 12 V Schiene
#22
Registriert seit: 02.01.2005

Stabsgefreiter
Beiträge: 310
Moin Quick,

Netzteil kann 700 oder 750 Watt, bin mir grade nicht sicher. (Targan)
Backplanes sind auf 19 Plätzen verbaut.
Deine Annahme ist richtig, staggered Spinup geht nicht.

Da ich aber schon 23 Platten gleichzeitig in Betrieb hatte, und kein Problem feststellen konnte, alles ok.
Aktuell laufen 12 Platten an, weitere 7 kann ich zuschalten. 5 Plätzen sind noch (wieder frei) frei.
#23
customavatars/avatar100789_1.gif
Registriert seit: 17.10.2008

Gefreiter
Beiträge: 53
Sind die Festplatten- und Lüfterhalterungen im Frontbereich am Gehäuse festgeschraubt oder genietet?
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!