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RAM-Roundup: Sieben 16-GB-DDR4-Kits im Test

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Seite 1: RAM-Roundup: Sieben 16-GB-DDR4-Kits im Test

klevv im44gu48a30 5 logoSeit der Einführung der Haswell-E-Plattform gibt es DDR4 im Consumer-Bereich, aber erst mit Skylake startete der Speicherstandard richtig durch. Seitdem sind bereits zahlreiche Monate vergangen und wie erwartet sind die Preise für den DDR4-Arbeitsspeicher in der Zwischenzeit ordentlich in den Keller gegangen, sodass der Zeitpunkt für einen neuen Arbeitsspeicher-Roundup längst überfällig ist. Da wir aufgrund der üppigen Anzahl an RAM-Kits nicht alle testen können, haben wir uns dazu entschlossen, sieben 16-GB-Kits rauszufischen und sie auf Herz und Nieren zu überprüfen. 

Mit der DDR4-Spezifikation sind die Latenzen ein ordentliches Stück angestiegen, was jedoch nicht bedeutet, dass die Module im Gegensatz zu den DDR3-DIMMs langsamer sind. Das Gegenteil ist der Fall, denn die von Intel für Haswell-E(P), Skylake-S und Broadwell-E spezifizierte, effektive Taktfrequenz für den Arbeitsspeicher wurde mit 2.133 bzw. 2.400 MHz festgelegt. Dies hat zur Folge, dass die Gesamtbandbreite anwächst, sowohl im Dual-Channel- als auch im Quad-Channel-Modus. Die Latenzzeiten sind nicht mehr ganz so ausschlaggebend, da der Memory-Controller innerhalb der CPU sowieso niedrige Latenzen mitbringt. Aber nicht alle Endanwender wollen sich mit 2.133 MHz zufriedengeben, sodass sich viele Anwender dazu entschließen, sich ein schnelleres RAM-Kit zuzulegen und den Speicher zu übertakten.

img_5.jpg
Sieben DDR4-Speicher-Kits auf einem Bild

Die sieben 16-GB-DDR4-Kits stammen von Corsair, G.Skill, Crucial und Klevv und bieten zwei 8-GB- beziehungsweise vier 4-GB-DIMMs. Der Hersteller Klevv ist dabei eher als Newcomer noch nicht all zu lange im Arbeitsspeicher-Geschäft, möchte allerdings auf dem Markt ordentlich mitmischen. Alle sieben Kits können über die Intel-Spezifikationen von effektiven 2.133 MHz nur lachen, denn allesamt können sie einen (weitaus) höheren Takt halten und stellen somit eine höhere Speicherbandbreite bereit. Und so sind auch bei den Latenzen Unterschiede festzuhalten. Die Spanne reicht von CL 15-15-15-35 bis CL 16-18-18-38.

Technische Daten
 Corsair Dominator PlatinumCorsair Vengeance LPXCorsair Vengeance LPX
Produktbezeichnung CMD16GX4M2B3000C15 CMK16GX4M4B3200C16 CMK16GX4M4A2800C16
Speicheraufbau 2 Module mit je 8 GB 4 Module mit je 4 GB
Taktfrequenz/Timing 3.000 MHz @ CL 15-17-17-35 3.200 MHz @ CL 16-18-18-36 2.800 MHz @ CL 16-18-18-36
Spannung 1,35 Volt 1,20 Volt
Preis ab 116 Euro ab 161 Euro ab 88 Euro
Herstellerlink Corsair Dominator Platinum Corsair Vengeance LPX Corsair Vengeance LPX

 

Technische Daten
 Crucial Ballistix
Sport
G.Skill TridentZG.Skill RipJaws VKlevv Cras
Produktbezeichnung BLS8G4D240FSC. 16FARG F4-3200C16D-16GTZB F4-3200C16Q-16GVK IM44GU48A30-GIIHMC
Speicheraufbau 2 Module mit je 8 GB 4 Module mit je 4 GB
Taktfrequenz/Timing 2.400 MHz @ CL 16-16-16-39 3.200 MHz @ CL 16-18-18-38 3.200 MHz @ CL 16-16-16-36 3.000 MHz @ CL 16-18-18-36
Spannung 1,20 Volt 1,35 Volt
Preis ab 68 Euro ab 101 Euro ab 100 Euro
Herstellerlink   G.Skill TridentZ G.Skill RipJaws 5 Klevv Cras

Mit drei Corsair-, zwei G.Skill-Kits sowie jeweils einem Kit aus dem Hause Crucial und Klevv haben wir eine bunte Mischung zusammenbekommen. Dabei sind gerade die 16-GB-Kits, bestehend aus vier Modulen, auch für den Sockel LGA2011v3 in Verbindung mit dem Quad-Channel-Interface interessant. Ansonsten können bei der aktuellen Skylake-S-Plattform ebenfalls vier Module im Dual-Channel-Modus eingesetzt werden. Die ab Werk schnellsten Module mit effektiven 3.200 MHz sind einerseits die Vengeance LPX von Corsair sowie die TridentZ und RipJaws 5 von G.Skill. Dabei hat letzteres Kit mit CL 16-16-16-36 die straffsten Latenzen bei einem Takt von 3.200 MHz zu bieten.

Das Corsair-Dominator-Platinum-Kit und die Klevv-Cras-Module sollen laut Hersteller problemlos mit ebenfalls schnellen 3.000 MHz arbeiten. Neben den Corsair Vengeance LPX mit 2.800 MHz bildet das Ballistix-Sport-Kit von Crucial mit 2.400 MHz das Schlusslicht. Auffallend ist zudem, dass bis zu einer Taktfrequenz von 2.800 MHz die vom JEDEC-Gremium spezifizierte DDR4-Standard-VDIMM von 1,2 Volt ausreicht. Darüber sollten es dann schon 1,35 Volt sein, wie es auch von den Herstellern vorgesehen ist.

Auf den folgenden Seiten schauen wir uns zunächst die einzelnen Kits separat an. Im Anschluss werden wir dann festhalten, was aus den DIMMs maximal herausgeholt werden kann.

 

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Kommentare (15)

#6
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Niederösterreich
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1403
Hätte das ganze gerne im Quad Channel mit Broadwell E's gesehen.

Ob da die LPX ihre 3200MHz mit Referenzwerten packen ist eher interessant.
#7
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Registriert seit: 22.06.2013
Berlin
Stabsgefreiter
Beiträge: 368
Wenn ein System schon bei der Umrüstung von einer SATA III SSD auf eine M.2 SSD trotz 4- bis 6-facher Steigerung der Bandbreite kaum wirklich schneller wird dann werden auch 15% Unterschied beim RAM keinen Unterschied machen.
Solange es insgesamt genug RAM ist kann mir niemand weismachen das 36 oder 40 Gigabyte pro Sekunde irgendwas nennenswert ausmacht. RAM-Geschwindigkeit ist so oder so reichlich - das war bisher nie ein Flaschenhals.
#8
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Jena / Thüringen
Moderator
HWLUXX OC-Team
TeamMUTTI
Beiträge: 11734
Zitat gogoAustria;24783856
Hätte das ganze gerne im Quad Channel mit Broadwell E's gesehen.

Ob da die LPX ihre 3200MHz mit Referenzwerten packen ist eher interessant.

Bei Broadwell-E limitiert fast immer der IMC bei >3000. Da unterscheiden sich die CPUs SEHR STARK!
Jedes 3000er bzw. 3200er Kit schafft es mit etwas OC den IMC an die Grenze zu bringen.
Gute CPUs schaffen mit 1,35V VSA die 3400-3500. Weniger gute brauchen da schon 1,5V VSA und man braucht dann Kälte um die -40-50°C, damit es Richtung 3400+ geht.
#9
Registriert seit: 29.09.2011
Bochum
Oberbootsmann
Beiträge: 770
Fallout 4 hatte doch auch ziemlich stark von schnellem RAM profitiert:

Fallout 4 Performance Heavily Influenced By RAM Speed, According To Report
#10
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Registriert seit: 06.03.2016
Sweet Home Alabama
Stabsgefreiter
Beiträge: 285
Ich hätte ja gerne Klevv Cras Module gekauft, aber als es soweit war und ich neue Teile bestellt habe war bei Caseking alles weg und ansonsten sind die Dinger halt praktisch null erhältlich. Vor allem wenn es eines der schnelleren Kits in 32GB sein soll. So sind es halt Vengeance LPX geworden, die können ja offensichtlich auch was :D
#11
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Berlin
Admiral
Beiträge: 11304
Was mich interessieren würde, falls ich es nicht überlesen habe, sind die Konfigurationen vor allem bei den 8GB Riegeln. Sind die single oder dual-sided? Das macht nämlich einen nicht zu vernachlässigenden Unterschied beim OC aus...
#12
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Registriert seit: 03.10.2002
DE
Flottillenadmiral
Beiträge: 4773
Zitat Ali G;24785101
Ich hätte ja gerne Klevv Cras Module gekauft, aber als es soweit war und ich neue Teile bestellt habe war bei Caseking alles weg und ansonsten sind die Dinger halt praktisch null erhältlich. Vor allem wenn es eines der schnelleren Kits in 32GB sein soll. So sind es halt Vengeance LPX geworden, die können ja offensichtlich auch was :D


Das stimmt. Die Cras sind nirgends erhältlich und das wird sich wohl auch nicht ändern da es keinen Distributor gibt. Wer noch welche sucht, sollte in meine Signatur schauen ;)
#13
Registriert seit: 28.06.2016

Matrose
Beiträge: 12
Mich würde ja interessieren, wie sich die LPX 2800 bei einer höheren Spannung verhalten. Das bei 1,2V nicht mehr viel mehr geht, finde ich jetzt nicht so überraschend. Oder anders, wie verhalten sich die LPX 3200 bei 1,2V und eventuell 2800 MHz? Nach einigen Datenblättern, die ich in den letzten Tagen gesehen habe, würde ich nicht davon ausgehen, dass ein 3200er Riegel das automatisch schafft. Da waren einige dabei, die lt. Profil schon bei niedrigeren Taktraten 1,35V benötigt haben.

Was also kaufen, die LPX 3200 mit 1,35V und möglichen 3600 MHz, oder die LPX 2800 die hier bei 1,2V 2900 MHz geschafft habe?. Platform wäre X99, 3600 MHz ist da schon mal raus, bleibt als Spielraum nur die Latenz. Auf der anderen Seite stehen garantierte 2800 MHz bei 1,2V und einem nicht übertakteten Speichercontroller. Und der Option mit einer höherer Spannung in Richtung 3000 MHz zu kommen.
#14
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Registriert seit: 18.04.2005

Flottillenadmiral
Beiträge: 4309
Ich finde es schade, dass es so wenig Tests sind und diese dazu noch synthetischer Natur sind. Effektive Messungen in Spielen oder Anwendungen wären da interessanter. Zudem wäre es schön gewesen, wenn man zum groben Vergleich auch noch ein paar schnelle DDR3-Kits gehabt hätte, um auch mal Unterschiede in den Generationen zu erkennen.

So ist der Test doch eher theoretischer Natur, mit für mich wenig Aussagekraft im realen Umfeld.
#15
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28793
Zitat cps;24785918
Mich würde ja interessieren, wie sich die LPX 2800 bei einer höheren Spannung verhalten.

Ich gehe mal davon aus, es handelt sich um wie bei meinem Kit um Ver5.29, dann kannst du in etwa das erwarten:

DDR4-3200 CL15 @ 1.36V & DDR4-3333 CL16 @ 1.36V (mit 6700K @ 4.5GHz und ASUS ROG Maximus VIII Gene)


:wink:
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