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RAM-Roundup: Sieben 16-GB-DDR4-Kits im Test

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Seite 10: Fazit

Speicher-Kit ist nicht gleich Speicher-Kit. Anhand der getesteten sieben verschiedenen DDR4-Speicherkits mit einer Speicherkapazität von jeweils 16 GB konnten wir diese These wieder einmal bestätigen. Auch bei den DDR4-Speichermodulen sind die Ansätze als ähnlich zu bezeichnen. Der eine Hersteller zieht einen höheren Takt, der andere Hersteller die schärferen Latenzen vor. Doch alle sieben Kits bieten eine Gemeinsamkeit: Sie können problemlos mit mehr als effektiv 2.133 MHz arbeiten. Doch dafür kauft sich natürlich niemand eines dieser Overclocking-Kits.

Besonders aufschlussreich war die Tatsache, dass Corsair allem Anschein nach besonders taktfreudige und weniger taktfreudige Module in seinem Portfolio hat, was bei den beiden Vengeance-LPX-Kits zu sehen war. Das Speicherkit mit dem 3.200-MHz-XMP-2.0-Profil konnte sich um weitere 400 MHz (effektiv) auf 3.600 MHz übertakten lassen und arbeitete zusätzlich mit ansprechend angezogenen Latenzen. Das 2.800-MHz-Kit aus derselben Serie hingegen besaß nur sehr wenige Taktreserven. Die insgesamt erreichten 2.900 MHz waren verglichen zum anderen Kit etwas wenig. 

img_5.jpg

Doch auch G.Skill hat besonders mit dem RipJaws-V-Kit ein sehr ordentliches Kit in petto, das sich ebenfalls zu einem DDR4-3600-Betrieb überreden ließ. Hier entsprach die Speicherbandbreite ebenfalls für eine Dual-Channel-Plattform sehr hohe 40 GB/s. Ein geringeres Overclocking-Potential wiesen das Corsair-Dominator-Platinum-, das Crucial-Ballistix-Sport-, das G.Skill-Trident-Z- und das Klevv-Cras-Speicherkit auf, die jedoch rein von ihrer Funktion und dem jeweils hinterlegten XMP-2.0-Profil dennoch eine gute Funktion an den Tag legen. Dies gilt im Grunde genommen für alle getesteten Kits, doch wer großen Wert auf eine erweiterte Übertaktung legt, sollte demnach eine engere Auswahl treffen.

So ziemlich alle Hersteller lassen sich die hochgetakteten Module fürstlich bezahlen, was ein weiterer Nachteil ist. Wem die Speicherkapazität wichtiger ist, bekommt für denselben Preis die doppelte Menge mit niedriger getakteten Modellen. Die hier getesteten High-End-Module sind eher etwas für Enthusiasten. 

 

Vorteile des Corsair Dominator Platinum:

  • beste Leistung bei Standardtakt
  • auffälliges Design (inklusive weißer Beleuchtung)

Nachteile des Corsair Dominator Platinum:

  • hoher Preis
  • hohe Heatspreader

Das Corsair-Dominator-Platinum-Kit ist momentan zu einem Preis ab 116 Euro erhältlich.

 

Vorteile des Corsair Vengeance LPX (2.800 MHz):

  • gute Grundleistung

Nachteile des Corsair Vengeance LPX (2.800 MHz):

  • hoher Preis
  • wenige Taktreserven

Das Corsair-Vengeance-LPX-Kit ist momentan zu einem Preis ab 88 Euro erhältlich.

 

Vorteile des Corsair Vengeance LPX (3.200 MHz):

  • beste Leistung mit Overclocking (zusammen mit dem G.Skill-RipJaws-V-Kit)
  • ordentlich Overclocking-Potential vorhanden

Nachteile des Corsair Vengeance LPX (3.200 MHz):

  • sehr hoher Preis

Das Corsair-Vengeance-LPX-Kit ist momentan zu einem Preis ab 161 Euro erhältlich.

eh corsair vengeance lpx 3200

 

Vorteile des Crucial Ballistix Sport:

  • gute Leistung
  • abwechslungsreiche, weiße Optik
  • angemessen guter Preis

Nachteile des Crucial Ballistix Sport:

  • keine

Das Crucial-Ballistix-Sport-Kit ist momentan zu einem Preis ab 68 Euro erhältlich.

pl crucial ballistix sport 2400

 

Vorteile des G.Skill Trident Z:

  • gute Grundleistung
  • ansprechende Optik

Nachteile des G.Skill Trident Z:

  • hohe Heatspreader
  • sehr wenige Taktreserven

Das G.Skill-Trident-Z-Kit ist momentan zu einem Preis ab 93 Euro erhältlich.

 

Vorteile des G.Skill RipJaws V:

  • Beste Leistung mit Overclocking (zusammen mit dem Corsair-Vengeance-3.200-Kit)
  • ordentlich Overclocking-Potential vorhanden

Nachteile des G.Skill RipJaws V:

  • hoher Preis
  • hohe Heatspreader

Das G.Skill-RipJaws-V-Kit ist momentan zu einem Preis ab 101 Euro erhältlich.

eh g.skill ripjaws v 3200

 

Vorteile des Klevv Cras:

  • gute Leistung
  • auffallendes Design (inklusive roter Beleuchtung)

Nachteile des Klevv Cras:

  • extrem hoher Preis
  • sehr hohe Heatspreader

Das Klevv-Cras-Kit ist momentan zu einem Preis ab 236 Euro erhältlich.

 

Persönliche Meinung

Beim Arbeitsspeicher hat sich ein Thema nicht geändert. Wenn es preiswert sein soll, muss sich der Anwender zwischen der Arbeitsspeicher-Kapazität und dem hohen Takt entscheiden. Wer beides gern möchte, muss dagegen ganz tief in die Tasche greifen. Je nach Speicherkit erreicht man dann aber auch eine deutlich höhere Speicherbandbreite, die dem einen oder anderen Programm nützlich sein kann. (Marcel Niederste-Berg)

 

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Kommentare (15)

#6
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Niederösterreich
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1400
Hätte das ganze gerne im Quad Channel mit Broadwell E's gesehen.

Ob da die LPX ihre 3200MHz mit Referenzwerten packen ist eher interessant.
#7
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Registriert seit: 22.06.2013
Berlin
Stabsgefreiter
Beiträge: 368
Wenn ein System schon bei der Umrüstung von einer SATA III SSD auf eine M.2 SSD trotz 4- bis 6-facher Steigerung der Bandbreite kaum wirklich schneller wird dann werden auch 15% Unterschied beim RAM keinen Unterschied machen.
Solange es insgesamt genug RAM ist kann mir niemand weismachen das 36 oder 40 Gigabyte pro Sekunde irgendwas nennenswert ausmacht. RAM-Geschwindigkeit ist so oder so reichlich - das war bisher nie ein Flaschenhals.
#8
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Moderator
HWLUXX OC-Team
TeamMUTTI
Beiträge: 11731
Zitat gogoAustria;24783856
Hätte das ganze gerne im Quad Channel mit Broadwell E's gesehen.

Ob da die LPX ihre 3200MHz mit Referenzwerten packen ist eher interessant.

Bei Broadwell-E limitiert fast immer der IMC bei >3000. Da unterscheiden sich die CPUs SEHR STARK!
Jedes 3000er bzw. 3200er Kit schafft es mit etwas OC den IMC an die Grenze zu bringen.
Gute CPUs schaffen mit 1,35V VSA die 3400-3500. Weniger gute brauchen da schon 1,5V VSA und man braucht dann Kälte um die -40-50°C, damit es Richtung 3400+ geht.
#9
Registriert seit: 29.09.2011
Bochum
Bootsmann
Beiträge: 766
Fallout 4 hatte doch auch ziemlich stark von schnellem RAM profitiert:

Fallout 4 Performance Heavily Influenced By RAM Speed, According To Report
#10
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Registriert seit: 06.03.2016
Sweet Home Alabama
Stabsgefreiter
Beiträge: 285
Ich hätte ja gerne Klevv Cras Module gekauft, aber als es soweit war und ich neue Teile bestellt habe war bei Caseking alles weg und ansonsten sind die Dinger halt praktisch null erhältlich. Vor allem wenn es eines der schnelleren Kits in 32GB sein soll. So sind es halt Vengeance LPX geworden, die können ja offensichtlich auch was :D
#11
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Registriert seit: 17.12.2007
Berlin
Admiral
Beiträge: 11304
Was mich interessieren würde, falls ich es nicht überlesen habe, sind die Konfigurationen vor allem bei den 8GB Riegeln. Sind die single oder dual-sided? Das macht nämlich einen nicht zu vernachlässigenden Unterschied beim OC aus...
#12
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Registriert seit: 03.10.2002
DE
Flottillenadmiral
Beiträge: 4768
Zitat Ali G;24785101
Ich hätte ja gerne Klevv Cras Module gekauft, aber als es soweit war und ich neue Teile bestellt habe war bei Caseking alles weg und ansonsten sind die Dinger halt praktisch null erhältlich. Vor allem wenn es eines der schnelleren Kits in 32GB sein soll. So sind es halt Vengeance LPX geworden, die können ja offensichtlich auch was :D


Das stimmt. Die Cras sind nirgends erhältlich und das wird sich wohl auch nicht ändern da es keinen Distributor gibt. Wer noch welche sucht, sollte in meine Signatur schauen ;)
#13
Registriert seit: 28.06.2016

Matrose
Beiträge: 12
Mich würde ja interessieren, wie sich die LPX 2800 bei einer höheren Spannung verhalten. Das bei 1,2V nicht mehr viel mehr geht, finde ich jetzt nicht so überraschend. Oder anders, wie verhalten sich die LPX 3200 bei 1,2V und eventuell 2800 MHz? Nach einigen Datenblättern, die ich in den letzten Tagen gesehen habe, würde ich nicht davon ausgehen, dass ein 3200er Riegel das automatisch schafft. Da waren einige dabei, die lt. Profil schon bei niedrigeren Taktraten 1,35V benötigt haben.

Was also kaufen, die LPX 3200 mit 1,35V und möglichen 3600 MHz, oder die LPX 2800 die hier bei 1,2V 2900 MHz geschafft habe?. Platform wäre X99, 3600 MHz ist da schon mal raus, bleibt als Spielraum nur die Latenz. Auf der anderen Seite stehen garantierte 2800 MHz bei 1,2V und einem nicht übertakteten Speichercontroller. Und der Option mit einer höherer Spannung in Richtung 3000 MHz zu kommen.
#14
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Registriert seit: 18.04.2005

Flottillenadmiral
Beiträge: 4309
Ich finde es schade, dass es so wenig Tests sind und diese dazu noch synthetischer Natur sind. Effektive Messungen in Spielen oder Anwendungen wären da interessanter. Zudem wäre es schön gewesen, wenn man zum groben Vergleich auch noch ein paar schnelle DDR3-Kits gehabt hätte, um auch mal Unterschiede in den Generationen zu erkennen.

So ist der Test doch eher theoretischer Natur, mit für mich wenig Aussagekraft im realen Umfeld.
#15
customavatars/avatar38573_1.gif
Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28780
Zitat cps;24785918
Mich würde ja interessieren, wie sich die LPX 2800 bei einer höheren Spannung verhalten.

Ich gehe mal davon aus, es handelt sich um wie bei meinem Kit um Ver5.29, dann kannst du in etwa das erwarten:

DDR4-3200 CL15 @ 1.36V & DDR4-3333 CL16 @ 1.36V (mit 6700K @ 4.5GHz und ASUS ROG Maximus VIII Gene)


:wink:
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