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Test: ADATA-Kits mit 32 GB im System

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adataaufmacherbildAlle paar Jahre tauchen neue Modulgrößen für Speicherkits bei uns auf: Waren bislang 4-GB-Module üblich, sind jetzt die ersten 8-GB-Module zu haben. Mit diesen lassen sich in einem Dual-Channel-System mit vier Speicherslots immerhin 32 GB unterbringen, bei einem Triple-Channel-System sogar bis zu 48 GB. Nachdem ADATA auf der Computex bereits in einem P67-System einen Ausbau auf 32 GB gezeigt und man kurze Zeit später die neuen Kits vorgestellt hat, liegen uns nun zwei 16-GB-Kits vor, um das selber einmal zu testen.

ADATAs Kits hören auf den Namen AXDU1333GW8G9-2G. Von diesen Kits bestehend aus zwei 8-GB-Modulen setzen wir zwei Stück für die Vollbestückung eines P67-Systems ein. Das ADATA-Kit aus der XPG G-Series-Serie läuft mit 1333 MHz und 1,35 V, ist also ein Low-Voltage-Kit. Mit CL9-9-9-24 sind die Timings relativ human angesetzt.

Wer einen Speicherausbau auf 16 oder 32 GB mit zwei oder vier Modulen anstrebt, muss allerdings auch eine passende Plattform haben. So gibt ADATA an, dass LGA775-Systeme mit den neuen Modulen überhaupt nicht umgehen können. Es muss also schon ein Sockel-1366- oder Sockel 1155/1156-System sein. Und auch hier sollte man sämtliche Boards zunächst einmal mit einem BIOS-Update versehen. Während alle Sockel-1155-Systeme mit den neuen Modulgrößen zurechtkommen, kann es bei Sockel-1156-Systemen noch zu Problemen kommen: Die Core-i7-Modelle können aber alle mit den neuen Kits umgehen, die Core-i5-Modelle nur, wenn sie in einem P55-Board sitzen. Kleinere Core-i3-Modelle auf Basis des Sockel 1156 sind nicht kompatibel.

Auf AMD-Seite ist man hingegen immer sicher: Sämtliche AM3/AM3+/FM1-CPUs sind in der Lage, mit den neuen 8-GB-Modulen und einem Speicherausbau auf bis zu 32 GB umzugehen.

Die Spezifikationen der Module in einem 16-GB-Kit haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
ADATA XPG G-Series Low Voltage DDR3-1333 16 GB Kit CL9
Typbezeichnung AXDU1333GW8G9-2G
Kitgröße 2x8 GB (16 GB)
Verwendete ICs Elpida 512x8
Frequenz 1333 MHz
Timings 9-9-9-24
Arbeitsspannung 1,35V
Revision -
Preisvergleich ab 340 Euro

Bei einem Preis von 340 Euro liegt das Kit natürlich noch in einem extremen Preisbereich, wie immer wenn eine neue Modultechnik eingesetzt wird. Die doppelseitig angebrachten Elpida-Chips sind eben entsprechend teuer, denn 512-MB-Chips sind neu und teuer herzustellen. Die Vollausstattung auf 32 GB würde bei einem System also 680 Euro kosten - das ist natürlich happig. Baut man eine Bestückung von 16 GB statt mit zwei ADATA-Modulen mit vier 4-GB-Modulen gleicher Geschwindigkeit, kommt man schon mit knapp über 100 Euro hin.

Die SPD-Programmierung:

Das SPD-EEPROM der ADATA-Module ist ordentlich programmiert: Zum einen findet man in dem EEPROM die Modulbezeichnung, den Hersteller und die Modul-ID, zum anderen auch sämtliche Spezifikationen in einem XMP-Profil. Hinzu kommen ein paar Fallback-Frequenzen, falls das Modul bei 1,35 V in einigen Systemen nicht arbeiten sollte. Insofern ist hier genügend getan, um das Modul in sämtlichen Konfigurationen zum Laufen zu bekommen.

adata-32-gb-cpuz

Die Kompatibilität testeten wir in mehreren P67- und Z68-Mainboards, auch auf einem AMD890FX-Mainboard lief das Kit ohne Probleme. Mit Vollbestückung bekamen wir ebenfalls keine Probleme in den getesteten Systemen, selbst bei 1t Command Rate liefen die Systeme stabil. Die Timings wurden im Auto-Betrieb auch von allen Mainboards erkannt.

Die Leistungstests:

Unsere Leistungstests führten wir auf einem Gigabyte P67A-UD4 aus, zusammen mit einem Core i5-2400S. Von vorne herein sollte man aber sagen, dass 1333-MHz-Riegel mit CL9-Geschwindigkeit und neuen Elpida-Chips sicherlich nicht zum Overclocking-König werden, selbst wenn diese mit niedrigen 1,35 V Spannung arbeiten - aus diesem Grund war es auch kein Wunder, dass sich diese Befürchtung in den Tests bestätigte.

Zwar liefen die ADATA-Module mit 1333 MHz und CL8-9-9-24 mit 1t Command Rate bei 1333 MHz und 1,35 V, ein Betrieb mit CL7 war aber auch mit höherer Spannung (bis zu 1,65 V) nicht möglich. Eine Übertaktung auf 1600 MHz war bei 1,35 V nicht machbar, hierfür mussten wir bereits 1,5 V anlegen. Mit 10-10-10-24 2t liefen die Module dann aber auch hier ohne Probleme. Der nächste Geschwindigkeits-Schritt auf 1866 MHz war jedoch nicht mehr stabil zu erreichen, das System bootete nicht mehr.

adata-32-gb-performance

Die Performance bei 1333 MHz mit CL9-9-9-24 1t entspricht dem Standard

adata-32-gb-oc-1600

Der höchstmögliche Takt mit 4 Modulen war bereits bei 1600 MHz erreicht.

Das Entfernen von zwei Modulen und somit der Betrieb mit nur 16 GB brachte keinen Unterschied bei den Timings und Frequenzen - es ist also im Endeffekt unerheblich, ob zwei oder vier Module zum Einsatz kommen. Da die Module doppelseitig ausgelegt sind, gibt es zwischen 32 GB und 16 GB auch keinen Geschwindigkeitsunterschied.

Das Fazit:

Nun sind wir also bei 32 GB Arbeitsspeicher angelangt - es war nur eine Frage der Zeit, bis wir diesen Ausbau mit vier Speichermodulen erreichen können. Doch was fängt man nun an mit dieser riesig erscheinenden Menge an Arbeitsspeicher? Noch mag es etwas viel erscheinen, aber in ein paar Monaten werden wir die Module bereits zu günstigeren Preisen bekommen - und dann ist die Frage, ob es 16 GB sein sollen, gar nicht mehr so weit weg. Und in Luxusrechnern wird man dann sicherlich auch schnell 32 GB vorfinden - so wie heute 8 oder 16 GB zum guten Ton gehören.

Gibt es aber schon Gründe, bereits jetzt zwei der teuren Kits zu kaufen? Sicherlich, in einigen Bereichen: Wer beispielsweise Single-CPU-Server einsetzt und viele virtuelle Maschinen verwendet, wird nicht genug Arbeitsspeicher haben können. Intels Einsteiger-Xeons haben aber nur vier RAM-Sockel, somit wäre ein Ausbau mit 32 GB hier ohne reg.-ECC-RAM zu realisieren - und das deutlich günstiger als bislang. Auch gibt es diverse andere professionelle Einsatzmöglichkeiten, wo es niemals genug Arbeitsspeicher sein kann.

atata1333-32gb

Qualitativ ist an den ADATA-Modulen nichts auszusetzen: Sie laufen stabil, besitzen eine gute Kompatibilität durch gute EEPROM-Programmierung, sehen mit dem schwarzen Heatspreader schick aus und laufen zufriedenstellend auf den spezifizierten Frequenzen. Mit 1,35 V erfüllen sie auch einen gewissen Eco-Aspekt. Geschwindigkeitsrekorde wird man mit den neuen Modulen aber nicht erreichen können, dazu sind die neuen Elpida-Chips nicht taktfreudig genug. Mit 1600 MHz war bei uns das Ende der Fahnenstange schon erreicht.

Positive Aspekte der ADATA XPG G-Series DDR3-1333 CL9 16 GB:

  • erstmalig Speicherausbau auf bis zu 32 GB mit 4 Slots möglich
  • saubere Programmierung
  • gute Modulqualität, Heatspreader

Negative Aspekte der ADATA XPG G-Series DDR3-1333 CL9 16 GB:

  • hoher Preis im Vergleich zu 4x4-GB-Kits
  • geringe Übertaktbarkeit

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