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Koubachi Wi-Fi Plant Sensor im Kurztest

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Seite 1: Koubachi Wi-Fi Plant Sensor im Kurztest

Der Koubachi WiFi Plant Sensor ist ein Stück Technik für den Gärtner unter den Gadget-Geeks. Lichtstimmungen, Funksteckdosen, Universalsteuerung der Hi-Fi-Ausstattung per Smartphone: Alter Hut im Bereich des Smart Homes. Viel wichtiger ist doch, dass es den zahlreichen Pflanzen im mit Gadgets vollgestellten Haus gut geht. Dafür sorgt Koubachi, ein Sensor, der die Vitalität der einzelnen Pflanzen überwacht. Auf Wunsch sogar für mehrere Gewächse gleichzeitig. Was der gut 80 Euro teure Sensor wirklich auf dem Kasten hat, konnten wir im Langzeittest ausführlich unter die Lupe nehmen.

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Koubachi kommuniziert per WLAN mit dem Rechner oder dem Smartphone. In der Cloud steckt die Intelligenz.

Ausstattung

Dabei misst Koubachi grundsätzlich drei verschiedene Werte: Lichtintensität, Temperatur und Bodenfeuchtigkeit. Diese Werte werden über das integrierte WLAN (802.11 b/g, 2,4 GHz) regelmäßig in den eigenen Koubachi-Account weitergeleitet, zu erkennen am Blinken der im oberen Bereich des Sensors angebrachten LED. Von dort aus werden die Messwerte dann entsprechend ausgewertet und per E-Mail oder App an den Nutzer weitergereicht.

Das geht so lange, bis die zwei 1,5 V AA-Batterien streiken. In unserem Test hat es dabei mit nicht ganz vollen Batterien aber rund 3,5 Monate gedauert, bis der Sensor die schwache Batterie mit einem roten Blinken angezeigt hat. Weitere 14 Tage später blinkt der Sensor immer noch rot, sendet aber weiter fleißig Informationen ins Netz. Die versprochene Akkulaufzeit von durchschnittlich mehr als einem Jahr konnten von uns natürlich nicht nachgewiesen werden, sind mit Markenbatterien aber durchaus als realistisch anzusehen.

Trotz großem Blumentopf wirkt Koubachi recht wuchtig.

Der Sensor, ausgestattet mit einem langen Aluminium-Erdspieß an dessen Ende der Bodenfeuchtigkeitssensor angebracht ist, ist ansonsten aus Kunststoff. Verarbeitung und Materialhaptik sind gut. Vorsicht ist jedoch beim Gießen geboten, der Sensor ist nämlich nur spritzwasserdicht - dafür gibt es noch eine spezielle Outdoor-Variante, die laut Hersteller "allen Wetterbedingungen stand" hält. Zwischen 0 und 6000 mBar kann die Bodenfeuchtigkeit bestimmt werden, die Temperatur misst Koubachi zwischen -20 und +50 °C, wobei der Hersteller den Bereich der Betriebstemperatur nur zwischen 0 und 50 °C angibt.

Die Lichtintensität hingegen kann zwischen 0 und 200 kLux bestimmt werden. Dabei wird der Nutzer aber im Normalfall nicht mit irgendwelchen hochwissenschaftlichen Zahlen konfrontiert, Koubachi gibt in einer Mail lediglich den Hinweis, dass es der Pflanze zu warm oder kalt ist, dass sie gegossen werden möchte oder zu schattig steht bzw. mehr Sonne benötigt.

Funktionsweise und Multiplant

Wie soll das Ganze überhaupt funktionieren? Hinter dem Sensor steht eine sogenannte "Plant Care Engine", hinter der für verschiedene Pflanzentypen verschiedene Spezies-Modelle stehen, die von der ETH Zürich in 18 Monaten im Gewächshaus unter verschiedensten Bedingungen entwickelt wurde. Dabei kann bei der Einrichtung die entsprechende Pflanze ausgewählt werden, Koubachi erledigt dann den Rest. Gießen, Düngen, mehr oder weniger Licht, eine höhere oder niedrigere Temperatur? Alles kein Problem mit den vorgefertigten Spezies-Modellen. Zudem gibt es zur Pflanze, sofern sie implementiert wurde, eine kleine Wissensreise mit Bildern, Herkunft, Wuchsform, Vegetationszyklus, Blütezeit sowie Details der Blattmorphologie und vielen anderen Informationen.

Eine Übersicht der verbauten Sensoren im Koubachi.

Die Informationen werden regelmäßig (alle 24 Stunden) vom Sensor gesammelt und in die Koubachi-Cloud gesendet. Von dort aus kann per Browser oder App (iPhone und Android) darauf zugegriffen werden. Benachrichtigungen, Hinweise und Alarme bekommt der Nutzer aber zudem ohne zutun via Mail oder auf dem iPhone per Push-Benachrichtigung. Praktisch: Sollte man Anweisungen verpasst haben, merkt der Sensor dies und passt die nächste Empfehlung entsprechend an.

Der Erdspieß ist mit 13 cm recht lang, wodurch der Sensor in kleineren Töpfen recht weit heraussteht und ungeeignet scheint.

Interessant ist dabei auch das Multiplant-Konzept. 80 Euro für einen Sensor ist vielleicht für ein Luxus-Gadget nicht unbedingt zu teuer. 80 Euro für jede Pflanze im Haus hingegen schon (das kommt natürlich auf den Haushalt und die Liebe zu Pflanzen an ;)). Daher kann man Koubachi an verschiedenen Pflanzen anlernen - aufgrund der gelernten Muster (Lichteinfall über den Tag, Wasserverbrauch, Temperatur im Raum) kann der Sensor dann trotzdem weiterhin passende Pflegehinweise liefern. Zumindest so lange, wie sich keine der Variablen drastisch verändert. Der Wechsel von Sommer zu Winter bedeutet aber natürlich auch weniger Licht für die Pflanzen und eine tendenziell höhere Innenraumtemperatur. Daher sollte man sich an dieser Stelle überlegen, ob man nicht zumindest einen Sensor pro Raum anschafft - ansonsten muss man beim Jahreszeitenwechsel auch alle Pflanzen wieder neu anlernen. Andererseits sagt man auf der offiziellen Homepage auch, dass die Saison ebenfalls berücksichtigt wird. Ob und wie das geschieht, ist für den Nutzer jedoch kaum ersichtlich. Hier hätten wir uns etwas mehr Kommunikation mit dem Nutzer gewünscht.

 

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Kommentare (1)

#1
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Beiträge: 333
Muss als angehender Gärtnermeister sagen ich hab so ein Teil mal geschenkt bekommen und natürlich ausprobiert.
Die Datenbank weißt leider zuviele Fehler auf und der Sensor ist leider je nach Substrat zu ungenau weil er nur in einem sehr begrenzten Horizont misst. Je nach Substrat kann die Pflanze Schäden aufweisen bevor der Sensor sich meldet.
Bei Pflanzen die Trockenheit lieben wären die Wassergaben laut Sensor auch viel zu häufig.

Schade die Technik wird im großen Stil eingesetzt und ist egtl. ausgereift nur leider ist die Umsetzung in der Software eher schlecht.

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