> > > > Koubachi Wi-Fi Plant Sensor im Kurztest

Koubachi Wi-Fi Plant Sensor im Kurztest

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 2: Einrichtung und Nutzung, Fazit

Einrichtung und Nutzung

Das System ist quasi selbsterklärend: Batterien in den Sensor, Spieß in die Erde und fertig ist die "Hardware"-Installation. Der Rest wird über die App geregelt, die durch den Einrichtungsprozess führt, den Sensor mit dem hauseigenen WLAN verbindet und die erste Pflanze einrichtet. Schwierig wird es, wenn man die genaue Bezeichnung der Pflanze nicht kennt: Zum Testzeitpunkt gab es nach Bildvergleich keine passende Yucca Palme im Repertoire der App - eine ähnliche Pflanze musste für den Test also herhalten, wodurch die Angaben nicht immer ganz genau schienen. Das machte sich auch im Test bemerkbar - denn trotz der Befolgung der Anweisungen des Sensors sieht die Palme nicht vitaler aus als zuvor und ist auch nicht schneller gewachsen. Zur Verteidigung des Sensors muss gesagt werden, dass die Palme aber bereits recht gut gediehen ist.

Über die Cloud kommuniziert der Sensor mit der App auf iPhone oder Android-Geräten. Alternativ kann auch der Browser genutzt werden.

Vor allem aber bei jungen Pflanzen, bei denen der Rhythmus der Pflege erst noch gefunden werden muss, könnte Koubachi hilfreich sein. Hier wird bewusst "könnte" genutzt, da der Sensor selbst eine beachtliche Größe hat und somit schon ein etwas größerer Blumentopf vonnöten ist, damit Koubachi nicht zu außerirdisch wirkt. Auch die Tiefe kleinerer Töpfe könnte bei jungen Pflanzen durchaus zum Problem werden. In Anbetracht der Miniaturisierungs-Technik heutzutage wäre ein kleineres Gehäuse sicherlich kein Problem - dagegen könnte die Akkulaufzeit sprechen, die mit AA Batterien natürlich deutlich länger ausfällt als bspw. mit AAA-Batterien.

Fazit

Der Sensor ist für Pflanzenfreunde oder -kenner also nicht unbedingt das Mittel der Wahl, sofern man seinen eigenen Rhythmus schon gefunden hat. Für junge Pflanzen ist der Sensor aber sicherlich, sofern einsetzbar, hilfreich. Auch für Gießmuffel und Technikbegeisterte könnte der Sensor durchaus Spaß bringen, wenngleich die erste Gruppe vermutlich nicht so viel Geld investieren wird, um die sowieso kaum beachteten Pflanzen vitaler zu machen.

Koubachi: Mehr als nur ein Spielzeug? Oder geht's auch ohne?

Gestört haben uns am Koubachi eigentlich nur die Größe und die Tatsache, dass er - wie so viele Gadgets im Smart Home - wieder einmal auf ein eigenes, geschlossenes Protokoll setzt. Einbinden in eine bestehende Hausautomation? Fehlanzeige. Weitere Addons wie ein automatischer Pflanzenbewässerer, der auf den Koubachi-Rat hört? Ebenfalls Fehlanzeige. Im Netz kursiert wie so oft auch die Angst, dass die Server abgeschaltet werden können. Da alle Intelligenz auf ihnen liegt, wäre der Sensor danach nur teurer "Plastikschrott" - dieser existiert aber schon ein wenig länger als dieser Testbericht alt ist, weshalb wohl aktuell keine Bedenken geäußert werden müssten.

Die LED zeigt Störungen (rot) oder Übertragungen (grün) deutlich an. Per Knopfdruck kann die Übertragung manuell gestartet werden.

Aktuell können wir dem Koubachi daher ein großes Potential zusprechen, das so jedoch noch nicht vollständig genutzt wird. Wer vorerst testen will, ob Koubachi die richtigen Pflanzen im Repertoire hat, kann die Online-Oberfläche als Gastnutzer ohne Anmeldung testen.

Positive Aspekte des Koubachi Wi-Fi Plant Sensors:

  • große Pflanzendatenbank mit Enzyklopädie
  • wissenschaftlich belegte Methoden
  • generelle Idee der Multiplant-Funktion

Negative Aspekte des Koubachi Wi-Fi Plant Sensors:

  • Größe
  • undurchsichtige Multiplant-Funktion
  • ungenutztes Potential
  • Preis
 

Social Links

Seitenübersicht

Kommentare (1)

#1
Registriert seit: 08.05.2006

Stabsgefreiter
Beiträge: 334
Muss als angehender Gärtnermeister sagen ich hab so ein Teil mal geschenkt bekommen und natürlich ausprobiert.
Die Datenbank weißt leider zuviele Fehler auf und der Sensor ist leider je nach Substrat zu ungenau weil er nur in einem sehr begrenzten Horizont misst. Je nach Substrat kann die Pflanze Schäden aufweisen bevor der Sensor sich meldet.
Bei Pflanzen die Trockenheit lieben wären die Wassergaben laut Sensor auch viel zu häufig.

Schade die Technik wird im großen Stil eingesetzt und ist egtl. ausgereift nur leider ist die Umsetzung in der Software eher schlecht.

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

AVM FRITZ!Fon C5 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/AVM_C5_TEASER_KLEIN

Im Spätsommer 2015 zeigte AVM mit dem FRITZ!Fon C5 die Erweiterung der Festnetz-Familie, die bis dahin aus drei Modellen bestand. Nach längerem Test zeigt sich nun, dass bahnbrechende Veränderungen fehlen. Eine Enttäuschung ist das neue Telefon deshalb aber nicht, denn entscheidend sind die... [mehr]

Gelid ZenTree im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/GELID_ZENTREE_TEASER_KLEIN

Wer mehr als nur Smartphone und Tablet per USB-Kabel aufladen muss, wird das Kabelwirrwarr kennen. Denn natürlich müssen meistens zwei oder mehr Geräte gleichzeitig geladen werden, was nicht selten in einer ganzen Ladegeräte-Batterie endet. Mit dem ZenTree will Gelid sich genau dieses Problems... [mehr]

HTC Vive in der Praxis: Aufbau und Funktionsweise

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/HTC-VIVE/HTC-VIVE-LOGO2

2016 soll das Jahr der virtuellen Realität werden. Kaum ein Thema hat in den vergangenen Monaten für einen solchen Hype sorgen können. Dabei haben sich die Hersteller wirklich auf das Jahr 2016 konzentriert, denn angefangen bei der Consumer Electronics Show Anfang Januar, über den Mobile World... [mehr]

Ohne Kabel: Bose QuietComfort 35 und B&O Beoplay H5 im Praxistest

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/BLUETOOTH-KOPFHOERER/QUIETCOMFORT_35_LOGO

Ist der 3,5-mm-Klinke-Anschluss überhaupt wegzudenken? Mit dieser Fragen werden sich ab dem Sommer sicherlich so einige Menschen beschäftigen müssen, denn offenbar plant Apple das Weglassen des Kopfhörer-Anschlusses. Doch eigentlich sollte es bei der drahtlosen Übertragung von Musik doch um... [mehr]

Smartwatch: Vom Hoffnungsträger zum Problemfall

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/APPLE-WATCH-ARMBAENDER-GUIDELINES-RS

Wann genau die Geburtsstunde der Smartwatch geschlagen hat, lässt sich schwer bestimmen. Einigt man sich auf das Datum, seitdem sie in der breiteren Öffentlichkeit eine wahrnehmbare Rolle spielt, hat sie gerade den sechsten Geburtstag erlebt. Denn so alt wurde vor wenigen Tagen die Sony Ericsson... [mehr]

Test: Eve Thermo ergänzt HomeKit-Setup von Elgato

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/ELGATO-EVE/ELGATO-EVE-THERMO-LOGO

Vor einigen Wochen haben wir uns einige der ersten HomeKit-Sensoren der Eve-Serie von Elgato angeschaut. Dabei warfen wir einen Blick auf Eve Room, Eve Door & Windows, Eve Energy und Eve Weather. Zur CES kündigte Elgato eine Ausweitung der Produktlinie an und präsentierte unter anderem den... [mehr]