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    Kapitän zur See
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    Standard

    (26.5.2006: Vollständig überarbeitete Version)

    (27.5.2006: Die kleinen Bilder direkt mit der großen Darstellung verlink)

    (15.6.2006: Leider ist z.Z. die Gallery mit den Bildern gesperrt)

    (16.6.2006: Alle Bilder woanders hochgeladen und wieder richtig eingefügt)

    (8.8.2006: Ab sofort kann man mich hier per "Privater Nachricht" erreichen und
    wegen fertigen universellen VGA-SCART/RGB Adapter-Kabeln fragen)

    (11.9.2006: Die Schaltung des universellen VGA-SCART/RGB Adapter-Kabels leicht
    angepasst, Umschalter 4:3/16:6 AV-Schaltspannung anders angeschlossen und
    Diode D4 in Silizium-Universaldiode Type 1N4148 geändert, so dass insbesondere
    die AV-Schaltspannung für das 16:9 Format mit ca. 7,5V jetzt mehr normgerecht ist.
    In bestimmten, extremen Kombinationen von PC-Grafikkarte und TV-Gerät kann
    es sonst vorkommen, dass man nicht bei eingeschaltetem TV-Gerät zuverlässig vom
    4:3 Modus in den 16:9 Modus umschalten kann, was eher "kosmetischer" Art ist und
    an der prinzipiellen Wirkungsweise der Schaltung nichts ändert.)

    (12.9.2006: Timing-Werte zum Einfügen in PowerStrip hinzugefügt.)

    (7.1.2007: Den Link für das Matrox-Kabel angepasst, da das Matrox-Forum geschlossen wurde.)

    (26.2.2007: Am Ende angefangen eine bebilderte "Anleitung" zum Aufbau des Adapter-Kabels anzufügen.
    Weitere Bilder vom realen Objekt folgen.)

    (4.3.2007: Die bebilderte Dokumentation am Ende ist soweit fertig.)

    (8.3.2007: Link zu einer schwedischen Seite mit Bildschirm-Fotos hinzugefügt.)

    (22.3.2007: Da einige Forums-Mitglieder danach gefragt haben, Stückliste mit
    Bestellinformationen bei reichelt-Elektronik und Conrad-Electronic hinzugefügt.)

    VGA-SCART/RGB Adapter-Kabel
    =======================

    Seit die Firma Matrox die ersten Dual-Head-Grafikkarten entwickelt hatte,
    wurde diesen eine überdurchschnittliche TV-Wiedergabequalität nachgesagt.

    Üblicherweise verbindet man ein TV-Gerät mit einer Computer-Grafikkarte,
    die einen TV-Out-Anschluss hat, der entweder ein Composite-Video Signal
    oder ein S-Video Signal liefert. Hohe Auflösungen von 800x600 und mehr
    zeigen dann aber prinzipbedingt ein sehr "verwaschenes" Bild auf dem TV-
    Gerät. Selbst eine Auflösung von 640x480 sieht auf einem TV-Gerät nicht
    besonders scharf aus. Gerademal eine Auflösung von ca. 320x240 (Video-
    Text ähnlich) kann man auf einem TV-Gerät in ausreichender Qualität ab-
    bilden. Natürlich sehen "analoge" Bilder, wie z.B. Filme, auch bei einer
    höheren Auflösung von z.B. 720x576 noch ganz gut aus, aber scharfe
    Kontrastsprünge (Helligkeitsunterschiede), wie sie z.B. bei Schrift-
    darstellungen auftreten, sind nichtmehr gut zu erkennen.

    Was macht Matrox also anders?

    Wenn man etwas bei bei Matrox im Forum stöbert, findet man in der FAQ-
    Rubrik bei den Pin-Out FAQs unter anderem eine Abbildung des VGA-SCART
    Adapter-Kabels für die Matrox G450/550:

    ftp://ftp.matrox.com/pub/mga/forum_img/g450scart.gif

    Dieses simple Adapter-Kabel ist eine einfache Verbindung zwischen VGA-
    Ausgang und SCART-Eingang, wobei zusätzlich noch zwei Widerstände vor-
    handen sind.

    Warum kann man also einen VGA-Ausgang einer Grafikkarte mit dem SCART-
    Eingang eines TV-Gerätes direkt verbinden?

    Um diese Frage zu klären, braucht man sich nur die Anschlussbelegungen
    des VGA- und des SCART-Anschlusses einmal näher anzuschauen:

    VGA-Signale (Anschluss-Pin - Signal)

    1 - Rot-Signal Ausgang (ca. 0,7Vss)
    2 - Grün-Signal Ausgang (ca. 0,7Vss)
    3 - Blau-Signal Ausgang (ca. 0,7Vss)
    4 - ID2-Eingang oder für VESA-DDC (Masse?) reserviert
    5 - nicht benutzt oder VESA-DDC Masse
    6 - Rot-Signal Masse
    7 - Grün-Signal Masse
    8 - Blau-Signal Masse
    9 - nicht vorhanden oder VESA-DCC +5V
    10 - Synchron-Signal Masse
    11 - ID0-Eingang
    12 - ID1-Eingang oder VESA-DDC Serial-Data Ein-/Ausgang (TTL-Pegel)
    13 - Horizontal- oder Composite-Synchron-Signal Ausgang (TTL-Pegel)
    14 - Vertikal-Synchron-Signal Ausgang (TTL-Pegel)
    15 - nicht benutzt oder VESA-DDC Serial-Clock Ein-/Ausgang (TTP-Pegel)

    SCART-Signale (Anschluss-Pin - Signal)

    1 - Audio-rechts Ausgang
    2 - Audio-rechts Eingang
    3 - Audio-links Ausgang
    4 - Audio Masse
    5 - Blau-Signal Masse
    6 - Audio-links Eingang
    7 - Blau-Signal Ein-/Ausgang (ca. 0,7Vss)
    8 - AV-Schaltspannung Eingang (0...2V TV-Betrieb Ausgangssignale
    5...8V 16:9 Eingangssignale
    9,5...12V 4:3 Eingangssignale)
    9 - Grün-Signal Masse
    10 - Datenleitung 1
    11 - Grün-Signal Ein-/Ausgang (ca. 0,7Vss)
    12 - Datenleitung 2
    13 - Rot-Signal Masse oder S-Video Chrominanz-Signal Masse
    14 - AV-Schaltspannung Masse
    15 - Rot-Signal Ein-/Ausgang oder S-Video Chrominanz-Signal Ein-/Ausgang (ca. 0,7Vss)
    16 - RGB-Schaltspannung (0...0,4V RGB-Ausgänge aktiv, 1...3V RGB-Eingänge aktiv)
    17 - Video Composite-Signal Masse oder S-Video Luninanz-Signal Masse
    18 - RGB-Schaltspannungs-Masse
    19 - Video Composite-Signal oder S-Video Luninanz-Signal Ausgang (ca. 1Vss,
    0,3Vss Synchron-Pegel
    + 0,7Vss Signal-Pegel)
    20 - Video Composite-Signal oder S-Video Luninanz-Signal Eingang (ca. 1Vss,
    0,3Vss Synchron-Pegel
    + 0,7Vss Signal-Pegel)

    Wie man erkennen kann, liefert der VGA-Ausgang eines PCs eigentlich fast
    alle Signale für den SCART/RGB-Eingang eines TV-Gerätes. Die Farbsignale
    für Rot, Grün und Blau können direkt mit dem SCART-Anschluss verbunden
    werden. Falls die Grafikkarte auch noch ein Composite-Synchron-Signal
    erzeugen kann, kann dieses als (Video) Composite-Signal für den SCART-
    Anschluss verwendet werden. Um den TTL-Pegel (ca. 2,4V...5V) an den
    Synchron-Pegel des Video Composite-Signals (ca. 0,3Vss...0,5Vss Synchron-
    pegel) anzupassen, braucht man nur einen Spannungsteiler mit einem Ver-
    hältnis von ca. 1:10. Diesen Spannungsteiler hat Matrox offensichtlich
    ganz einfach mit einem 680 Ohm Widerstand und dem im TV-Gerät am Video
    Composite-Eingang befindlichen 75 Ohm Abschlusswiderstand gebildet.
    Außerdem werden die VESA DDC +5V vom Pin 9 des VGA-Anschlusses mit dem
    75 Ohm Widerstand im Adapter-Kabel und einem 75 Ohm Abschlusswiderstand
    am SCART-Anschluss Pin 16 1:2 halbiert, so dass eine RGB-Schaltspannung
    von ca. 1,2V...2,5V vorhanden ist.

    Zwei Voraussetzungen, dass so ein simples VGA-SCART/RGB Kabel funktio-
    niert, müssen aber erfüllt sein:

    1. Die VGA-Karte muss ein der TV-Norm entsprechendes Video- und
    insbesondere ein Composite-Synchron-Signal erzeugen können.

    2. Das TV-Gerät muss sich auf den SCART/RGB Wiedergabemodus einstellen
    lassen (z.B. über die Fernbedienung).

    Offensicht ohne Kenntniss des VGA-SCART Adapter-Kabels von Matrox hat
    jemand genau diese Verbindungsart entdeckt und man findet entsprechende
    Beschreibungen im Internet:

    http://www.idiots.org.uk/vga_rgb_scart/

    bzw.

    http://ryoandr.free.fr/english.html

    So simpel dieses Adapter-Kabel auch ist, so problematisch ist es auch
    teilweise. Aus technischer Sicht fehlt erstmal die Anpassung des
    Synchron-Pegels, wie sie bei Matrox ganz einfach realisiert wurde. Das
    scheint für viele TV-Geräte kein Problem darzustellen, könnte aber eine
    Ursache von Problemen mit der Stabilität der Darstellungen sein.

    Außerdem hat es sich in der Praxis gezeigt, dass es offensichtlich manch-
    mal notwendig ist, alle Masse-Signale (zumindest am SCART-Anschluss) mit-
    einander zu verbinden.

    Als neue Idee ist die Beschaltung der AV-Schaltspannung am SCART-
    Anschluss Pin 8 hinzugekommen, so dass das TV-Gerät automatisch bei
    angeschlossenem und eingeschaltetem Computer auf die RGB-Wiedergabe
    umschaltet. Aber auch hier ist das technisch nicht vollständig richtig
    realisiert. Die AV-Schaltspannung müsste für ein 4:3 TV-Gerät mindestens
    ca. 9V...10V betragen, die aber so nicht zur Verfügung stehen. Trotzdem
    scheinen viele TV-Geräte (auch 4:3 Geräte) schon bei einer AV-Schalt-
    spannung von +5V in den AV-Modus, aber manchmal eben in den 16:9 Modus,
    umzuschalten. Die RGB-Schaltspannung von 1V...3V wird hier auch über
    einen einfachen 1:2 Spannungsteiler mit einem 75...100 Ohm Widerstand und
    einem 75 Ohm Abschlusswiderstand im TV-Gerät aus den VESA-DDC +5V am
    VGA-Anschluss Pin 9 gebildet, wie es auch Matrox macht. Dieses ist aber
    etwas problematisch, denn bei einigen TV-Geräten wurden aus Kostengründen
    eben diese internen 75 Ohm Abschlusswiderstände eingespart, so dass dann
    die vollen +5V als RGB-Schaltspannung anliegen.

    Voraussetzung für die automatische Umschaltung ist natürlich, dass am
    VGA-Ausgang Pin 9 auch die VESA-DDC +5V anliegen, was nicht unbedingt so
    sein muss, dann muss diese Spannung anders (z.B. können die in einem PC
    vorhandenen +5V bzw. +12V verwendet werden, was dann auch die richtigen
    AV-Schaltspannungen ermöglicht) abgeleitet werden.

    Natürlich besteht weiterhin die Bedingung, dass die Grafikkarte ein
    Composite-Synchron Signal, das der TV-Norm entspricht, erzeugen kann. Bei
    den Matrox Grafikkarten G450/550 wird dieser Modus wohl direkt von den
    Treibern unterstützt. Für die PAL-Norm bedeutet dies insbesondere:

    15,625 kHz Zeilen- bzw. Horizontal-Frequenz
    50Hz (Halb)-Bild- bzw. Vertikal-Frequenz
    Zeilensprung- bzw. Interlaced-Verfahren

    Welche Auflösungen sind mit der PAL-Norm nun realisierbar?

    Teilt man die Zeilenfrequenz durch die Bildfrequenz von 25Hz (ein Bild
    setzt sich wegen des Zeilensprungverfahrens aus zwei Halb-Bildern
    zusammen), erhält man die bekannten 625 Zeilen als vertikale Auflösung
    für ein Voll-Bild. Davon ist ein gewisser Teil nicht darstellbar, weil in
    dieser Zeit der Elektronenstrahl einer Bildröhre vom unteren Ende zum
    oberen zurückgeführt wird. Dafür wird in etwa die Zeit von ca. 25 Zeilen
    benötigt, so dass maximal 600 darstellbare Zeilen übrig bleiben. Da man
    aber Bildröhren-TV-Geräte nicht so genau einstellen kann, dass bei jedem
    TV-Gerät die Bildlage und Bildgröße auf der Bildschirmfläche gleich ist,
    wird die Bildgröße etwas größer als die Bildschirmfläche eingestellt.
    Dieses nennt man auch Over-Scan, so dass ein gewisser Anteil der
    darstellbaren 600 Zeilen oben und unten außerhalb der Bildschirmfläche
    liegen und nichtmehr sichtbar sind.

    In der horizontalen Richtung gibt es prinzipiell keine durch die Ablenk-
    parameter (Horizontal und Vertikal-Frequenz) festgelegte Auflösung.
    Analog zu den Verhältnissen in vertikaler Richtung sind von den 64µs
    (1/15,625kHz) Zeilendauer jedoch nur ca. 52µs für darstellbare Bild-
    inhalte nutzbar. Der Rest von ca. 12µs geht für den Zeilenrücklauf von
    rechts nach links verloren. Wieviel horizontale Bildpunkte in den
    ca. 52µs dargestellt werden können, bestimmt die Video-Bandbreite und
    diese ist durch das analoge Funkübertragungsverfahren auf ca. 5MHz
    begrenzt. Diese Begrenzung gilt auch noch für die Composite-Video- oder
    S-Video-Signale. Erst die direkte RGB-Steuerung ermöglicht wesentlich
    höhere Video-Bandbreiten.

    Die SCART/RGB-Anschlüsse hatten aber ursprünglich auch nur ca. 5MHz
    Video-Bandbreite, was technische Ursachen hatte bzw. aus Kostengründen
    so realisiert werden musste. Mittlerweile haben aber moderne TV-Geräte
    am SCART/RGB-Anschluss Video-Bandbreiten von 10-20MHz und mehr.

    Die mögliche horizontale Auflösung ergibt sich in erster Näherung aus dem
    Produkt von Video-Bandbreite und Zeitabschnitt der Darstellung, also
    z.B. ca. 5MHz * 52µs = 260 horizontale Bildpunkte für die Composite- oder
    S-Video-Signale bzw. z.B. 15MHz * 52µs = 780 horizontale Bildpunkte für
    die SCART/RGB-Signale.

    Während also die vertikale Bildauflösung durch die Ablenkparameter
    (15,635kHz Zeilenfrquenz, 50Hz Halb-Bildfrequenz, Zeilensprungverfahren)
    fest vorgegeben ist, ist die horizontale Auflösung nur durch die Video-
    Bandbreite begrenzt. Eine übliche Auflösung von 720x576 ist also bei
    einem TV-Gerät mit der PAL-Norm ohne weiteres gut darstellbar, wenn die
    Video-Signale direkt als RGB-Signale die Bildröhre steuern können und die
    Video-Bandbreite ca. 15MHz beträgt. Dies ist die technische Begründung,
    warum man am SCART/RGB-Anschluss wesentlich bessere Darstellungen
    erreichen kann, als mit Composite- oder S-Video-Signalen.

    Störend an dem recht simplen VGA-SCART/RGB Adapter-Kabel sind aber schon
    die vielen kleinen Voraussetzungen bzw. kleinen Realisierungsmängel. Gut,
    die fehlenden Masse-Verbindungen kann man einfach hinzufügen. Auch der
    fehlende Widerstand zur Pegel-Anpassung des Synchron-Signals ist kein
    großer Aufwand. Aber schon die Einschränkungen, dass man unbedingt ein
    Composite-Synchron-Signal von der Grafikkarte benötig, was diese
    normalerweise so nicht erzeugen muss, sondern nur die separaten
    Horizontal- und Vertikal-Synchron-Signale, ist schon etwas hinderlich.
    Die unbegrenzte RGB-Schaltspannung kann auch ein Problem für ein TV-Gerät
    sein, genauso wie die nicht normgerechte AV-Schaltspannung bzw. das
    vollständige Fehlen der VESA-DDC +5V am VGA-Anschluss.

    Um aus den beiden normalerweise getrennten Horizontal- und Vertikal-
    Synchronimpulsen, die auch noch eine beliebige Polarität haben könnten,
    ein normgerechtes negatives Composite-Synchron-Signal für ein TV-Gerät zu
    erzeugen, braucht man eine möglichst einfache elektronische Schaltung und
    eine allgemeine, grundsätzliche Idee findet man hier:

    http://www.tkk.fi/Misc/Electronics/c.../vga2rgbs.html

    Der eigentliche Synchron-Signal-Mischer wird hier mit einem Gatter einer
    integrierten Logikschaltung 74LS86, die vier voneinander unabhängige
    eXclusiveOdeR-Funktionen (XOR-Gatter) enthält, gebildet. Noch einfacher
    geht das, wenn die beiden separaten Horizontal- und Vertikal-Synchron-
    Signale jeweils negative Polarität haben, siehe hier:

    http://www.tkk.fi/Misc/Electronics/circuits/sync_r.html

    Die Funktionsweise der Schaltung ist prinzipiell ein Emitterfolger, der
    für die beiden Synchron-Signale eine UND-Verknüpfung bildet. Der 680 Ohm
    Widerstand am Emitter dient wieder der Synchron-Signal-Pegelanpassung.
    Der 1 kOhm Widerstand in der Basisleitung des Transistors dient der
    Basistrombegrenzung, die bei einem Emitterfolger eigentlich nicht nötig
    ist, und kann auch auf 680 Ohm verkleinert werden, so dass beide Wider-
    stände den gleichen Wert haben. Da die Schaltung eine einfache UND-
    Verknüfung der separaten Synchron-Signale bildet, kann man auch beide
    Signale miteinander vertauschen, ohne dass die Funktionsweise verändert
    wird. Die einfache UND-Verknüpfung statt einer XOR-Verknüpfung von
    Horizontal- und Vertikal-Synchron-Signal führt dazu, dass während des
    Vertikal-Synchronimpulses, der eine Dauer von ca. 2-3 Zeilen hat, die
    Horizontal-Synchronimpulse fehlen. Dies ist jedoch für die meisten
    TV-Geräte jadoch kein großes Problem.

    Die Polaritäten der separaten Synchron-Signale am VGA-Ausgang, sind
    historisch bedingt für verschiedene Anzeige-Modi mal positiv und ein
    anderes mal auch negativ, so dass grundsätzlich auch beide negativ
    einstellbar sein müssen. Damit kann man das sehr einfache VGA-SCART/RGB
    Adapter-Kabel durch Hinzufügen eines Transistors und der zwei Widerstände
    als Synchron-Signal-Mischer universeller gestalten:





    Die Beschaltung des VGA-Anschlusses Pin9 für die VESA-DCC +5V wird von
    den verschidensten Grafikkarten-Herstellern sehr unterschiedlich reali-
    siert, mal wird die Spannung direkt mit der vorhandenen +5V Spannung
    verbunden, mal wird die Spannung über einen Schalt-Transistor nur bei
    aktivem VGA-Ausgang eingeschaltet bzw. auch nur während eines VESA-DCC
    Zugriffszyklus und manchmal ist dieser Anschluss auch einfach unbeschal-
    tet. Deshalb muss man die RGB- und AV-Schaltspannungen aus den zur Ver-
    fügung stehenden Synchron-Signalen gewinnen, was einige glückliche Um-
    stände auch ermöglichen.

    Die Synchron-Signale am VGA-Ausgang werden relativ niederohmig aus den
    +5V erzeugt und der Innenwiderstand beträgt ca. 75 Ohm, damit ein ange-
    schlossenes Coaxial-Kabel auch richtig abgeschlossen ist. Genauso befin-
    det sich in einem Monitor an den Synchron-Signal-Eingängen jeweils ein
    75 Ohm Abschlusswiderstand. An diesem Abschlusswiderstand muss wenigstens
    ca. 2,4V TTL-Pegel erzeugt werden können, was bei einer 5V "Spannungs-
    quelle" mit 75 Ohm Innenwiderstand auch automatisch sich so ergibt. Dabei
    fließt dann ein Strom von ca. 33 mA = 5V/(75 Ohm Innenwiderstand + 75 Ohm
    Abschlusswiderstand).

    Die RGB-Schaltspannung am SCART-Anschluss ist ein sogenanntes "Fast-
    Blanking-Signal", d.h die Umschaltung von TV-Videosignal-Darstellung auf
    RGB-Signal-Darstellung kann mit hoher Frequenz (bis zu ca. 5MHz) erfol-
    gen. Dies wurde ursprünglich genutzt, um Text-Informationen von einem
    externen Video-Text-Decoder transparent in das TV-Bild mischen zu können.
    In der obigen Schaltung ist der RGB-Schaltspannungs-Eingang direkt über
    einen 150 Ohm Widerstand (R3) mit dem negativen Vertikalsynchron-Impuls-
    signal verbunden, so dass sich durch Spannungsteilung an einem im TV-
    Gerät befindlichen 75 Ohm Abschlusswiderstand und dem 150 Ohm Reihen-
    widerstand, sowie dem 75 Ohm Innenwiderstand des Synchron-Signals eine
    Spannung von ca. 1,25V ergibt. Da bei einigen TV-Geräten der 75 Ohm
    Abschlusswiderstand eingespart wurde, begrenzt in diesem Fall die Fluss-
    pannung der grünen Leucht-Diode (LED1) die RGB-Schaltspannung auf maximal
    ca. 2,5V. und die LED leuchtet. Bei einem negativen Synchron-Signal
    schaltet der SCART-Anschluss nur während des Bildrücklaufes auf die TV-
    Video-Darstellung, die aber in dieser Zeit dunkelgetastet ist. In der
    übrigen Zeit ist die RGB-Schaltspannung aktiv und es werden die Video-
    signale an den RGB-Eingängen dargestellt.

    Da das Vertikal-Synchron-Signal relativ niederohmig durch die RGB-Schalt-
    spannungserzeugung belastet ist, ergibt der Innenwiderstand von 75 Ohm
    einen Spannungsabfall von ca. 1,25V, so dass der verbleibende Pegel von
    maximal 3,75V als AV-Schaltspannung nichtmehr ausreichend ist. Deshalb
    wird die AV-Schaltspannung vom Horizontal-Synchron-Signal abgeleitet und
    über eine Entkopplungsdiode (D1) ein Elekrolyt-Kondensator (C1) auf etwa
    4,8V aufgeladen. Der relativ geringe Spannungsabfall von ca. 0,2V ergibt
    sich durch den relativ hohen Innenwiderstand von mehr als 10 kOhm des
    AV-Schaltspannungseingangs und die relativ geringe zusätzliche Belastung
    des Synchronsignals nur durch den Basisstrom des Transistors.

    Da jetzt die Basisspannung (Horizontal-Synchron-Signal) des Transistors
    deutlich höher als die Kollektorspannung (Vertikal-Synchron-Signal) ist,
    ist der Basiswiderstand zur Strombegrenzung zwingend notwendig.

    Wer auf die automatische AV-Umschaltung, wenn der PC eingeschaltet ist
    und die Grafikkarte ein Bildsignal erzeugt, verzichten will und dies per
    Fernbedienung am TV-Gerät machen kann, kann auf die Bauelemente D1 und C1
    verzichten. Die RGB-Schaltspannung sollte aber schon am SCART-Anschluss
    vorhanden sein, denn einige TV-Geräte schalten sonst nur in den S-Video-
    bzw. Composite-Mode und nicht in den RGB-Mode.

    Da die Spannung, die man direkt aus den horizontalen Synchron-Signal ge-
    winnen kann, höchstens ca. +5V beträgt, braucht man für einen universel-
    leren VGA-SCART/RGB Adapter einen Spannungsvervielfacher, um die richtige
    AV-Schaltspannung für den SCART-Anschluss bereitstellen zu können. Ein
    einfacher Spannungsverdoppler reicht da jedoch nicht unbedingt aus, weil
    die zur Verfügung stehende Spannung meist deutlich kleiner als +5V ist
    und typischer Weise bei ca. +4,5V liegt. Damit erhält man dann folgende
    Gesamtschaltung für ein universelles VGA-SCART/RGB Adapter-Kabel:





    Die Spannungsversorgung erfolgt wieder aus dem negativen Horizontal-
    Synchron-Signal mit einer Entkopplungsdiode (D1) und einem dazugehörigen
    Elektrolyt-Kondensator (C1). Der zusätzliche Kondensator C2 (100nF) dient
    der Unterdrückung von hochfrequenten Spitzen.

    Den notwendigen Spannungsverdoppler/-verdreifacher bildet eine einfache
    Schaltung aus zwei XOR-Gattern einer integrierten CMOS-Schaltung mit vier
    XOR-Gattern (74HC86), die als Inverter beschaltet sind, und einer Dioden-
    Kondensatoren-Kombination als sogenannter Ladungs-Pumpen-Spannungsver-
    vielfacher. Das XOR-Gatter IC1/1 als Negator bildet mit der RC-Kombina-
    tion aus dem Widerstand R3 und dem Kondensator C3 einen astabilen Multi-
    vibrator, der eine Rechteckspannung mit ca. 500Hz und einem Tastverhält-
    nis von ca. 1:1 erzeugt. Das XOR-Gatter IC1/2 negiert diese Rechteckspan-
    nung, so dass dann zwei gegenphasige Rechteckspannungen für die Ladungs-
    Pumpen-Schaltung zur Verfügung stehen. An dem Kondensator C4 lässt sich
    über die Schottky-Diode D4 der Speicherkondensator C6 auf etwa die dop-
    pelte Betriebsspannung aufladen und an dem Kondensator C5 kann man in
    etwa die dreifache Betriebsspannung abgreifen. Als Verlust muss man je-
    weils die Flusspannungen der in reiheliegenden Schottky-Dioden von der
    doppelten bzw. dreifachen Betriebsspannung abziehen.

    Die RGB-Schaltspannung wird wieder direkt aus den negativen Vertikal-
    Synchronimpulsen gebildet und auch wieder durch eine grüne LED auf
    max. 2,5V begrenzt.

    Die Transistorschaltung zur Synchron-Signal-Mischung wurde hier durch ein
    XOR Gatter (IC1/3) ersetzt. Damit das zu erzeugende Composite-Synchron-
    Signal eine negative Polarität besitzt, muss das Ausgangssignal des XOR
    Synchron-Signal-Mischers noch mit dem verbleibenden XOR-Gatter (IC1/4)
    negiert werden.

    Damit man auch noch ein Composite-Video-Signal am SCART-Anschluss ein-
    speisen kann, um z.B. die BIOS-Meldungen per TV-Out darstellbar zu
    machen, wurde der Widerstand zur Synchron-Pegelanpassung als eine Reihen-
    schaltung von zwei 330 Ohm Widerständen (R1 und R2) realisiert. Jetzt
    kann man den Verbindungspunkt der beiden Widerstände einfach nach Masse
    kurzschließen, so dass keine eventuell vorhandenen Composite-Synchron-
    Impulse stören und statt dessen direk ein Composit-Video-Signal am
    SCART-Anschluss Pin 20 eingespeist werden kann. Damit dies richtig
    funktioniert, muss außerdem zusätzlich die RGB-Schaltspannung am SCART-
    Anschluss Pin 16 nach Masse kurzgeschlossen werden.

    Als Verbindungskabel zwischen VGA-Ausgang und SCART/RGB-Eingang kann man
    entweder relativ teures Spezialkabel mit einzelnen Coaxial-Leitungen für
    die RGB- und Synchron-Signale oder einfach ein preiswertes, abgeschirmtes
    Cat.5 STP-Patchkabel aus der Netzwerktechnik verwenden. Obwohl Cat.5
    Kabel sogenannte symmetrische Leitungspaare mit ca. 100 Ohm Wellen-
    widerstand beinhalten und für die Video- und Synchron-Signale sogenannte
    unsymmetrische Coaxial-Leitungen mit 75 Ohm Wellenwiderstand benötigt
    werden, sind Cat.5 Kabel für Verbindungslängen bis zu mehreren 10m
    bestens für Videosignale mit ca. 15MHz geeignet.

    Die elektronischen Bauteile lassen sich am besten in einem einfachen,
    universellen SCART-Adapter mit einer S-Video-Buchse und eventuell auch
    noch den Audio-Cinch-Buchsen für das Line-Out-Signal einer Sound-Karte
    verwenden, wobei ein vorhandener IN/OUT-Umschalter des SCART-Adapters
    jetzt zur 16:9/4:3-Umschaltung der AV-Schaltspannung verwendet werden
    kann. Die vorhandene S-Video-Buchse wird mit einem ensprechend beschal-
    teten (zusätzlichen Masse-Kurzschlussverbindungen) Adapter-Kabel als
    Composite-Video-Eingang verwendet.

    Bei der Einstellung der Parameter der Grafikkarte muss man einige Erfor-
    dernisse des PAL-Standards berücksichtigen:

    Zeilen- bzw. Horizontal-Frequenz = 15,625kHz oder 64µs
    (Halb-)Bild- bzw. Vertikal-Frequenz = 50Hz oder 20ms
    Zeilenanzahl = 625 Zeilen im Zeilensprung- bzw. Interlaced-Verfahren

    Diese Werte müssen so genau wie möglich eingehalten werden. Damit sind
    dann auf einem 4:3 TV-Gerät sichtbare Auflösungen von bis zu 768x576
    Bildpunkten und bei einem 16:9 TV-Gerät von bis zu 1024x576 sinnvoll
    realisierbar.

    Bei nVidia-Grafikkarten, kann man die benötigten Einstellungen direkt im
    Treiber vornehmen. Zusätzlich muss man unter Windows einen entsprechenden
    "Monitor-Treiber" installieren. Dies ist aber kein wirklicher Treiber mit
    irgendwelchem ausführbaren Programmcode, es ist einfach eine INF-Datei,
    die bestimmte Registry-Einträge erzeugt. Für ein 4:3 PAL TV-Gerät hat
    diese INF-Datei folgenden Inhalt:

    ; PAL-TV.INF
    ;
    ; Version 0.2
    ;
    ; This is the setup information file for PAL-TV devices
    ; VGA-SCART/RGB connected at a nVidia GeForce:
    ;
    ; Copyright (c) 2006 by Rimini at www.forumdeluxx.de
    ;


    [Version]
    Signature="$CHICAGO$"
    Class=Monitor
    Provider=%PAL-TV%

    ; Manufacturer Section
    ;-----------------------------------------------
    [Manufacturer]
    %PAL-TV%=PAL-TV

    ; Manufacturer Name Section
    ;-----------------------------------------------
    [PAL-TV]
    %SCART-RGB%=SCART-RGB, MonID_SCART-RGB
    ; Install Section
    ;-----------------------------------------------
    [SCART-RGB]
    DelReg=DCR
    AddReg=SCART-RGB.Add, 720


    ; Common AddReg Section
    ;-----------------------------------------------
    [DCR]
    HKR,MODES
    HKR,,MaxResolution
    HKR,,DPMS
    HKR,,ICMProfile

    [720]
    HKR,,MaxResolution,,"720,576"

    ; Model AddReg Section
    ;-----------------------------------------------
    [SCART-RGB.Add]
    HKR,"MODES\720,576",Mode1,,"15.0-16.0,45.0-55.0,-,-"

    ; User visible strings
    ;-----------------------------------------------
    [Strings]
    PAL-TV="PAL-TV"
    SCART-RGB="SCART-RGB"


    Dann kann man direkt im nVida Treiber einen PAL-TV Modus, der eigentlich
    für HDTV-Geräte gedacht ist, bei unter "Erweitertes Timing" einstellen:





    Bei ATI-Grafikkarten geht das leider nicht so einfach, hier muss man das
    Tool PowerStrip (http://www.entechtaiwan.com/util/ps.shtm) verwenden. Da-
    für braucht man den obigen "Monitor-Treiber" nicht zu installieren, die
    ATI-Treiber verwenden die darin enthaltenen und der Registry hinzuge-
    fügten Parameter einfach nicht. In PowerStrip wählt man unter Anzeige-
    Profil "Erweiterte Timing Optionen..." und dort dann "Angepasste Auf-
    lösungen". Dort findet man in der Liste der vordefinierten Auflösungen
    die Auflösung "720x576p (EIA/CEA-861B)" mit den Parametern für ein Non-
    Interlaced PAL Signal (progressiv). Bei den Parametern muss man deshalb
    das Häckchen bei "Interlaced" von Hand setzen und die Vertikal-Frequenz
    von 50Hz auf 25Hz herabsetzen. Klickt man jetzt auf "Auflösung hinzu-
    fügen", sollte man die Meldung bekommen, dass der Treiber diese Auflösung
    akzeptiert hat und ob man jetzt zu dieser Auflösung wechseln möchte.
    Klickt man auf "OK" wird diese neue Auflösung eingestellt und man hat
    15 Sekunden Zeit, um die Beibehaltung der Auflösung zu bestätigen.





    Manchmal ist man blind, man kann auch über die Zwischenablage direkt die passenden
    Timing-Werte in die "Erweiterten Timing-Optionen" von PowerStrip über das mittlere Icon
    (zwischen den Buttons unten) einfügen. Einfach die nachfolgenden Werte markieren und
    in die Zwischenablage kopieren und von dort dann in PowerStrip einfügen (eventuell
    vorher erstmal in einer Text-Datei speichern):

    PowerStrip timing parameters:
    720x576=720,16,64,64,576,5,5,39,13500,15

    Generic timing details for 720x576:
    HFP=16 HSW=64 HBP=64 kHz=16 VFP=5 VSW=5 VBP=39 Hz=25

    VESA detailed timing details:
    PClk=13500,00 H.Active=720 H.Blank=144 H.Offset=0 HSW=64 V.Active=576 V.Blank=49 V.Offset=5 VSW=5

    Linux modeline parameters:
    "720x576" 13,500 720 736 800 864 576 581 586 625 interlace -hsync -vsync

    Alle diese Einstellungen muss man entweder mit einem zusätzlich an einen
    anderen Grafikkarten-Anschluss (z.B. DVI) angeschlossenen Monitor machen
    oder man kann dies über eine Remote-Verbindung von einem anderen PC in
    einem Netzwerk tun. Die Windows XP Pro eigene Remote-Desktop-Verbindung
    lässt jedoch keine Veränderung der Grafikkarten-Einstellungen zu, so dass
    man hier auf RADMIN (www.radmin.com) zurückgreifen muss. Mit VNC würde
    das auch funktionieren, nur geht leider bei Veränderung der Display-
    Einstellungen die VNC-Verbindung verloren und muss dann jedesmal wieder
    neu hergestellt werden.

    Da öfters die Frage nach Bilschirm-Fotos, die den Unterschied zwischen normaler TV-Out
    Darstellung per S-Video oder Composite-Video und VGA-SCART/RGB deutlich machen,
    hier ein Link zu einer schwedischen Seite:

    http://www.nada.kth.se/~feldt/vgascart/

    Es ist leider nicht einfach solche Bildschirm-Fotos mit einfachen Digital-Kameras
    zu machen, aber der Unterschied ist doch deutlich sichtbar.

    Viel Erfolg

    Rimini

    P.S.: Nach soviel Theorie und wegen einiger Anfragen folgt jetzt eine Dokumentation,
    wie ich das praktisch realisiere.

    Für das universelle VGA-SCART/RGB Adapter-Kabel müssen ja einige elektronische
    Bauelemente irgendwie und irgendwo untergebracht werden, was auch noch halbwegs
    professionell aussehen soll. Da in der Schaltung neben dem eigentlichen SCART-Stecker
    zum Anschluss an ein TV-Gerät und eventuell den Cinch-Buchsen für die Zuführung
    der Audiosignale und eventuell auch noch einer S-Video-Buchse für das optionale
    Composite-Video-Signal neben den elektronischen Bauelementen auch ein Umschalter
    für die AV-Schaltspannung vorhanden ist, ist es naheliegend einen handelsüblichen
    universellen SCART-Adapter dafür zu verwenden. Solche Adapter enthalten einen
    dreipoligen Umschalter für die Signalrichtung (INPUT/OUTPUT) der drei am SCART-
    Anschluss umzuschaltenden Signale (für Video, Audio links und Audio rechts):



    Diese universellen SCART-Adapter gibt es in den verschiedensten Größen,Ausführungen
    und Preisklassen. Wichtig wäre es, dass der Adapter zerstörungsfrei geöffnet werden
    kann, möglichst viel freien Innenraum hat und vollständig "demontierbar" ist, sowie
    eine 21-polig vollbelegte SCART-Stecker hat. Die ersten beiden Kriterien erfüllen
    die beiden oben abgebildeten Adapter, aber nach dem Öffnen sieht man, dass man
    mit dem etwas größeren der beiden Adapter Probleme beim "demontieren" hat.
    Der Umschalter ist hier auf einer kleinen Leiterplatte "fest" mit den Buchsen
    "verbunden" und verschaltet. Ursprünglich war diese größere Ausführung mal
    wie die kleinere "handverdrahtet" aufgebaut, aber irgendwann hat dann der
    Hersteller rationalisiert.

    Am besten bringt man die elektronischen Bauteile der Schaltung auf einer speziellen
    Leiterplatte unter, was aber hier nicht unbedingt lohnt (nur wenige "einfache"
    Verbindungen der Bauelemente untereindander) und wegen des geringen zur
    Verfügung stehenden Innenraumes in den SCART-Adaptern auch nicht besonders
    sinnvoll ist. Besser/zweckmäßiger ist es da, ein kleines Stückchen Universal-Lochraster-
    Leiterplatte zu nehmen. Damit die "Leitungsführung" auf der "Leiterplatte" möglichst
    kreuzungsfrei ist, musste die Schaltung etwas "umgezeichnet" werden:



    Es wurden nur die XOR-Gatter Zuordnungen bzw. deren Eingänge teilweise vertauscht,
    was die funktionsweise der Schaltung nicht verändert. Zusätzlich wurden die beiden
    Umschalter S1/2 und S1/3 mit eingezeichnet. Sie dienen im Gesamtaufbau als "Lötstützpunkte"
    für einige elektronische Bauelemente, die so nicht mehr auf der Leiterplatte unterzubringen
    waren. Außerdem wurde der Widerstand R4 von 150 Ohnm auf 75 Ohm verringert, was eine
    etwas höhere RGB-Schaltspannung von ca. 1,66V ergibt. Dies wurde notwendig, da in
    einer Kombination von PC-Grafikkarte und TV-Gerät dieses trotz normgerechter RGB-
    Schaltspannung von ca. 1,25V nicht zuverlässig in den RGB-Mode schaltete. Der
    verringerte Widerstand hat nun zur Folge, dass eine normale LED als Spannungsbegrenzer
    im Extremfall überlastet wird, so dass statt dessen jetzt eine 2,7V Z-Diode der
    Spannungsbegrenzung dient.

    Mit dieser Schaltung kann man jetzt ein einfach zu realisierendes "Leiterplatten-Layout"
    entwerfen:



    Die eigentliche "Leiterplatte" ist nur das kleine, dick-weiß umrandete Rechteck
    und schon die Bauelemente R1, R4 und D3 sind nur mit einem Anschluss auf
    dieser "Leiterplatte" verlötet. Wegen des geringen zur Verfügung stehenden
    Platzes müssen teilweise bis zu drei Bautelanschlüsse gleichzeitig in ein Bohrloch
    "gezwängt" werden. Anders bekommt man das sonst nicht in den kleinen SCART-
    Adapter.

    Zunächst muss man den SCART-Adapter vollständig in seine Einzelteile zerlegen, um
    an den dreipoligen Umschalter zur Weiterverwendung zu kommen. Auch muss man
    erstmal sämtliche Kontakte aus dem SCART-Stecker entfernen und erhält damit
    10 unbenutzte Kontakte und 10 Kontakte mit einem Stückchen Schaltlitze. Nicht
    die drei Stückchen einzelne Schaltlitze wegwerfen, die kann man so auch noch
    weiterverwenden.



    Damit ja keines der Kleinteile verlorengehen, sollte man jetzt das Cat.5 Kabel mit
    den SCART-Kontakten für die RGB-Signale und deren Masseverbindungen versehen.
    An den Massekontakt des Blau-Signals kommt gleich noch ein Stückchen Schaltlitze,
    so dass man später die Masseverbindung zur restlichen Schaltung herstellen kann.

    Von der Leiterplatte mit den Buchsen muss man die nicht benötigte gelbe Cinch-
    Buchse auslöten und ein Anschlussloch kann man auf ca. 2,5mm Durchmesser
    aufbohren. Durch diese Loch kann man jetzt einen üblichen 2,4mm Kabelbinder
    fädeln und damit das Cat.5 Kabel befestigen, so dass dieses später im zusammen-
    gebauten Zustand nichtmehr verdreht oder herausgerissen werden kann.

    Den SCART-Stecker mit den restlichen, in der Schaltung benötigten SCART-
    Kontakten komplettieren, wozu man die Kontaktenmit dem Stückchen Schaltlitze
    verwendet.

    Das andere Ende das Cat.5 Kabels an einen VGA-Stecker löten und nicht die
    Massebrücken und die Abschirmung des Cat.5 Kabels auf der VGA-Seite dabei
    vergessen. Fertig ist das "Rohgebilde" aus VGA-Stecker, Cat.5 Verbindungskabel
    und SCART-Stecker



    Alle elektronischen Bauteile in der Übersicht, einschließlich dem Stückchen Lochraster-
    Leiterplatte zum Größenvergleich:



    Die unterschiedliche Bauform der Elektrolyt-Kondensatoren ist wegen der beengten Platz-
    verhältnisse notwendig und die unterschiedliche Spannungsfestigkeit unbedeutend, solange
    diese größer/gleich 16V beträgt.

    Und die dazugehörige Stückliste mit Bestellinformationen:

    Code:
                        Reichelt-Elektronik (www.reichelt.de)
                        =====================================
    
           Bauelement - Bestellbezeichnung (Kurzbeschreibung)
    -------------------------------------------------------------------------------------------
                  IC1 - 74HC 86 (4xEXCL.OR 2xEINGANG)
                   C1 - RAD 10/35 (Elektrolytkondensator, 5x11mm, RM 2,0mm)
               C2, C3 - Z5U-2,5 100N (VIELSCHICHTKONDENSATOR)
           C4, C5, C6 - SM 10/16RAD (Subminiatur-Elko, radial, 10µF/16Volt)
               R1, R2 - 1/4W 330 (Kohleschichtwiderstand 1/4W, 5%, 330 Ohm)
                   R3 - 1/4W 10K (Kohleschichtwiderstand 1/4W, 5%, 10 K-Ohm)
                   R4 - 1/4W 75 (Kohleschichtwiderstand 1/4W, 5%, 75 Ohm)
           D1, D2, D3 - BAT 85 (30V/0,2A/SI-SCHOTTKY-D)
                   D4 - 1N 4148 (DIODE)
                   D5 - ZF 2,7 (Z-DIODE 0,5W)
                   X1 - HD 15M (D-SUB-Stecker, High Density, 15-polig, gerade)
                        und
                        KAPPE 09PM (D-SUB-Kappe f. 9-polig D-Sub, lange Schrauben)
    Cat.5 S-FTP Kabel - PATCHKABEL 05/1/2/3/5/10/15/20/30 GR/RT/GN/BL/GE
                        (0,5/1,0/2,0/3,0/5,0/10/15/20/30m Cat.5-Kabel grau/rot/grün/blau/gelb)
                   X2 - SEC 20 (SCART-Stecker, 21-polig für Rundkabel)
    
                        Conrad-Electronic (www.conrad.de, www.conrad.at oder conrad.ch)
                        ===============================================================
    
           Bauelement - Artikel-Nr. (Produktbezeichnung)
    -------------------------------------------------------------------------------------------
                  IC1 - 164178 (74 HC 00 DIP ersatzweise, da 74HC86 nicht verfügbar)
                   C1 - 446126 (KONDENSATOR RADIAL CD110PT 10 µF 35 V)
               C2, C3 - 453099 (KONDENSATOR 0,1 µF KDPU 2,54 MM)
           C4, C5, C6 - 460524 (MINI EL KONDENSATOR 10 µF 25V -40/105 GR)
               R1, R2 - 403199 (WIDERSTAND KOHLE 0,25 W 5% 330R BF 0207)
                   R3 - 403377 (WIDERSTAND KOHLE 0,25 W 5% 10K BF 0207)
                   R4 - 403121 (WIDERSTAND KOHLE 0,25 W 5% 82R BF 0207 
                                ersatzweise, da 75 Ohm nicht verfügbar)
           D1, D2, D3 - 153010 (DIODE BAT 43 ersatzweise, da BAT85 nicht verfügbar)
                   D4 - 162280 (DIODE 1N4148 500MW)
                   D5 - 180025 (ZD 500 MW 2,7 V
                                bei den technischen Daten steht fälschlicherweise 1,7V)
                   X1 - 742716 (SUB D STIFTLEISTE 15 POL 3-REIHIG)
                        und
                        715968 (FLIP TOP HAUBE FÜR D-SUB 9-POLIG)
    Cat.5 S-FTP Kabel - 982645/982646/982647/982648/982649/982650 
                        (PATCHKABEL CAT.5 SFTP SCHWARZ 0,5/1/3/5/10/20 M)
                   X2 - 741787 (AV-STECKVERBINDUNG SCART)
    Da es z.Z. keinen Lieferanten für einen verwendbaren SCART-Adapter gibt, ist nur
    ein SCART-Stecker angeführt.

    Jetzt geht es endlich mit der Elektronik los:

    1. Der Elko C6 (10µF/16V), die Universal-Diode D4 (1N4148) und die Z-Diode D5
    (2,7V/0,5W) werden direkt an den dreipoligen Umschalter gelötet.

    2. Auf dem Stückchen Lochraster-Leiterplatte wird zuerst der Kondensator C3
    (100nF/50V) eingesetzt und dessen Maseanschluss so geformt, dass dieser an
    der Außenkante der Leiterplatte entlangführt und dann wieder durch ein Loch
    in der Leiterplatte zur Bauelementeseite unterhalb der später einzusetzenden
    integrierten Schaltung herausgeführt wird.

    3. Jetzt kann man die Integrierte Schaltung IC1 (74HC86) einsetzen und die
    restlichen Bauelemente, die vollständig auf der Leiterplatte liegen, bis auf die
    drei Elkos C1, C4, C5 einsetzen.

    4. Die Schottky-Diode D3 (BAT85) einseitig in das vorgesehene Loch stecken und
    ein Stückchen Schaltlitze an der Stelle des Pluspols von C5 einsetzen, erst dann
    kann man die drei Elkos C1, C4 und C5 (10µF/25V) einlöten.

    5. Auf der Rückseite aus den Anschlussdraähten der Bauelemente die notwendigen
    Verbindungen herstellen und verlöten.



    Jetzt kann man die beiden getrennten Teile, den dreipoligen Umschalter mit den
    angelöteten Bauteilen und das Stückchen bestückte Leiterplatte, zusammenfügen.
    Dazu verlötet man das Stückchen Masseleiter, das unter der integrierten Schaltung
    IC1 herausgeführt wurde, mit dem Schalter, lötet die freien Enden der Diode D3
    und des Stückchen Schaltlitze an den Schalter. Den Widerstand R4 (75 Ohm)
    kann man jetzt auch einsetzen und erstmal nur einseitig an den Schalter löten.

    Dieses Gebilde kann nun in das Plastegehäuse des SCART-Adapters eingepasst werden
    und man erkennt gut, wie eng das ist. Deshalb ist z.B. für die Elkos C1, C4 und
    C5 unbedingt die Subminiatur-Bauformen notwendig.



    Zum weiteren Komplettieren muss man jetzt das Kabelende mit dem SCART-Stecker und
    der Leiterplatte mit den Audio-Cinch und der S-Video Buchse in das Plasteteil einpassen.
    Aber so ganz passt das nicht zusammen, deshalb muss man von der Leiterplatte mit
    den Buchsen ein kleines Stückchen dort enfernen, wo sich die Lochraster-Leiterplatte
    mit der Elektronik befindet. Mit etwas Geschick bekommt man die beiden noch offenen
    Adern für die Synchron-Signale vom VGA-Anschluss in die entsprechenden Löcher auf
    der Lochraster-Leiterplatte und kann sie dann endgültig anlöten. Jetzt kann man auch
    die noch fehlenden Widerstände R1 und R2 bestücken und zunächst erstmal die
    Litzenenden von den SCART-Anschluss Pin 8 für dieAV-Schaltspannung, Pin 16 für
    die RGB-Schaltspannung und Pin 20 für das Composite-Synchronsignal entsprechend
    anlöten, bevor man den SCART-Stecker endgültig in dem Plasteteil positioniert.

    Jetzt fehlt nur noch die Verschaltung der drei Audio-Signale vom SCART Pin 2, 4
    und 6, sowie die vier Masse-Verbindungen zu den SCART Pin 5 (gleichzeitig Blau-Masse),
    14, 17 und 18. Es sieht zum Schluss nicht nur "unübersichtlich" aus, das ist es auch.
    Deshalb ist es eine gute Idee, in diesem Zustand schonmal einen ersten Funktionstest
    zu machen.

    Wenn das soweit alles funktioniert, kann man das Plastegehäuse des SCART-Adapters
    wieder komplett verschließen und nochmals einen Funktionstest machen. Bei dem
    gedrängten Aufbau weiß man nie, ob nicht doch ein Draht beim Zusammenfügen der
    beiden Plasteteile abreißt.



    Damit ist die mühsame Arbeit beendet.

    Wer sich das Löten eines solchen VGA-SCART/RGB Adapter-Kabels nicht selber zutraut,
    kann mich danach per "Privater Nachricht" fragen. Ich fertige auf Nachfrage gerne das
    universelle VGA-SCART/RGB Adapter-Kabel einschließlich dem optionalen Composite-Video
    Kabel und einem 3,5mm Stereo-Klinken-/Cinch-Stecker Kabel für das Audio-Signal in den
    Längen von ca. 1,5m/2,5m/5m für 15,00€/17,50€/20,00€ zzgl. 5,00€ Verpackung und Versand.
    Bitte nur übliche privat benötigte Mengen anfragen, eine "Massenproduktion" will und
    kann ich nicht machen.
    Geändert von Rimini (23.03.07 um 07:03 Uhr)

  2. Die folgenden 21 User sagten Danke an Rimini für diesen nützlichen Post:

    Avrojet (18.03.07), bas-T (11.04.07), MiChA_la (25.02.07), Benni90 (11.03.07), chrischman (03.03.07), donpaul (04.04.07), Dr Jones (03.03.07), Dr.Threepwood (21.05.07), ElGreco (24.02.07), FackingKolibri (01.04.07), Fairy Ultra (18.03.07), Fux (09.03.07), iamunknown (25.06.07), Kudie (05.05.07), Markus276 (27.09.07), Ostrich (28.02.07), PsychoJR (12.03.07), renne (11.03.07), Sir_Ben (26.03.07), sparkie (24.09.07), T.Lancer (24.02.07)

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  4. #2
    Admiral
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    Dann editier bitte deinen ersten Beitrag im Thread, damit keine Verwirrungen mit den zwei Schaltplänen entstehen

  5. #3
    Flottillenadmiral Avatar von flyingjoker
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    kann man das als sticky machen? das ist ja der hammer

  6. #4
    Admiral
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      • 6x 2GB G.Skill DDR3-1600 CL9
      • Grafik:
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      • Storage:
      • 4x Samsung 640GB, 2x Samsung 1TB
      • Monitor:
      • 2x Lenovo L220x
      • Netzwerk:
      • FRITZ!Box Fon WLAN 7270
      • Sound:
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    ich machs schnell..

    done....
    Geändert von MFloX (01.05.06 um 02:49 Uhr)

  7. #5
    Kapitän zur See Avatar von agnes
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    sehr intresant das ganze.

    @rimini habe mir alles schon mal durch gelesen was du mit alex gemacht hast. habe das gleiche problem auch. aber mit nvidia nicht... habe neue treiber versucht war ein wenig besser aber das bild flackert immer noch wie sau. nur mit nvidia 7800 und 7900gtx hatte ich das problem nicht. also am kabel kann es wohl nicht liegen. da es das gleiche ist. oder wandelt ati anders um? ich werd da nicht schlau raus....

  8. #6
    Kapitän zur See
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    Hallo,

    schön, dass sich doch noch wer dafür interessiert.

    Das ist noch alles nicht ganz so richtig "universell" anwandbar und etwas experimentell. Da es ja eine unübersehbare Menge an Grafiklösungen gibt und ich die wirklich nicht alle selber testen kann, bin ich auf die Mithilfe anderer angewiesen, damit das hier richtig zum Ende gebracht werden kann. Mein Ziel ist es, aus den vielen guten Ansätzen und Teillösungen eine wirklich universelle, kostengünstige und dennoch einfach nachvollziehbare Lösung zusamen zu bekommen.

    Zu den Unterschieden zwischen ATI und nVidia Grafikkarten:

    In den ATI-Treibern kann man nur wenig an den Timings was verändern, so dass man auf PowerStrip angewiesen ist. Außerdem benutzen die ATI-Treiber ausschließlich die VESA DDC EDID Daten, die nur bei Plug&Play Monitoren von einem 24C01 EEPROM im Monitor über die VGA-Schnittstelle ausgelesen werden können. Der abwärtskompatible Weg, Monitor-Daten aus der Registry (über einen entsprechenden "Monitor-Treiber" erzeugt) auszuwerten, wird von den ATI-Treibern offensichtlich vollständig übergangen.

    Die nVidia-Treiber enthalten praktisch alle Einstellungsmöglichkeiten für das Timing, die auch PowerStrip bietet, nur nicht ganz so komfortabel. Auch werteten die nVidia-Treiber die Monitor-daten in der Registry aus, wenn keine Plug&Play Monitor-Daten vorhanden sind. Dafür kann man im nVidia-Treiber kein Composite-Synchronsignal für den VGA-Ausgang einstellen, was bei ATI funktioniert.

    Konsequenz aus den oben geschilderten Unterschieden zwischen ATI und nVidia ist es, dass man einen EEPROM mit Plug&Play Monitor-Daten für ATI benötigt und einen Synchronsignal-Mischer für nVidia. Der EEPROM mit den Plug&Play-Daten ist natürlich auch für nVidia hilfreich und der Synchronsignal-Mischer kann natürlich auch mit ATI verwendet werden.

    Bisher hatte ich nur Grafikkarten, die am Pin 9 des VGA-Anschlusses die VESA DDC +5V lieferten und jetzt habe ich die erste onBoard Grafiklösung, die keine +5V hat (siehe hier: http://www.forumdeluxx.de/forum/show....php?t=225185). Dieses Problem lässt sich aber auch lösen, in dem man ca. +5V aus den Synchonsignalen gewinnt. Die Schaltung wird sich also noch verändern, damit das wirklich universell wird. Aber an der Grundschaltung ändert sich deshalb nichts Wesentliches mehr, das funktioniert schon so alles richtig.

    @agnes
    Sehe da jetzt nicht ganz durch: Welche Grafikkarte mit welcher Schaltung macht das Problem mit dem Flimmern und wie sieht das Flimmern aus?

    Gruß

    Rimini

  9. #7
    Kapitän zur See Avatar von agnes
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    habe eine 1900xt angeschlossen an einen thomson tv über s vide eingang der an einem adapter(scart) angeschlossen ist. und es flimmert. aslo streifen von unten nach oben. glaube ich.


    wenn du hilfe für die vollendung brauchst, bin dabei. als tester

  10. #8
    Kapitän zur See
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    @agnes
    Wenn ich das richtig verstehe, hat die ATI 1900XT einen TV-Out Anschluss (Cinch oder S-Video), der mit einem Adapter S-Video/SCART mit dem TV-Gerät verbunden ist.

    Das ist zwar die übliche Verbindungsart zwischen Grafikkarte und TV-Gerät, mit all den Nachteilen der niedrigen Video-Bandbreite von ca. 5MHz, und hat mit der VGA-SCART-Verbindung wenig zu tun. Wenn das Bild vertikal rollt, stimmt die Vertikalablenk-/Synchron-Frequenz nicht. Das passiert z.B., wenn die falsche TV-Norm (NTSC oder PAL) eingestellt ist, dann beträgt der Unterschied in der Vertikalfrequenz 10Hz (NTSC - 60Hz, PAL - 50Hz), d.h. das Billd "rollt" ca. 10-mal in der Sekunde in vertikaler Richtung. Wenn das Bild wesentlich schneller oder langsamer "rollt", ist das ein Zeichen dafür, dass die Vertikalsynchronisation grundsätzlich nicht richtig funktioniert.

    Zunächst sollte das per Cinch oder S-Video angeschlossene TV-Gerät im ATI Treiber als TV-Gerät erscheinen. Wenn das nicht so ist, gibt es da eine Einstellung "TV-Geräte Erkennung erzwingen" oder so. Eventuell kann/muss man auch per Jumper auf der Grafik-Karte die richtige TV-Norm (NTSC oder PAL) einstellen. Richtig wäre hier in Europa PAL, nur in Frankreich wird SECAM verwendet, was die allermeisten Grafikkarten nicht erzeugen per TV-Out können.

    Rimini

  11. #9
    Kapitän zur See Avatar von agnes
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    danke schön. aber schon alles gemacht.
    habe mir aber grad eine tv karte bestellt. http://www.mmcomputer.de/shop/neu/index_neu.htm
    brauchte ich eh. da ich für meinen mann was aufnehmen soll


    edit: grad mal einen film angeschmissen. also es kommen ein dunkler streiden dann zwei helle und wieder ein dunkler streifen. die scrollen von unten nach oben.
    Geändert von agnes (01.05.06 um 13:06 Uhr)

  12. #10
    Kapitän zur See
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    Ist denn überhaupt ansatzweise das Bild zu erkennen und wie schnell rollt das "Bild"?

    Langsam durch ein stehendes TV-Bild "rollende" helle oder dunkle Streifen haben eine andere Ursache. Das ist "Brummen" im Bild, d.h. das Bild ist scon stabil und richtig zu erkennen, nur wird die Helligkeit mit der Differenz zwischen der Netzfrequenz (50Hz) und der Vertikalfrequenz (auch 50Hz) durch überlagerte Störspannungen verändert. Derartige Streifen "rollen" sehr langsam (so ca. 1-mal oder noch weniger pro Sekunde) durch das Bild. Ist meist ein Zeichen für ein qualitativ schlechtes Kabel und Abhilfe schafft nur ein besser abgeschirmtes Kabel. Eine andere Ursache für derartige Störungen kann auch eine "Brummschleife" zwischen den verbundenen Geräten sein. da hilft eventuell das Umdrehen des Netzsteckers eines Gerätes oder man braucht ein galvanisch getrennte Kabelverbindung. Solche Kabel werden dann oft als 100Hz Kabel (eigentlich ist da für 100Hz TV-Geräte gemeint), da das bei 100Hz TV-Geräten noh problematischer ist.

    Gruß

    Rimini

  13. #11
    Kapitän zur See Avatar von agnes
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    aha. das wer sehr ägerlich. daich für das kabel 20 euro gezahlt habe. wo bekommt man denn gute kabel? da ich mich damit jetzt nicht so gut aus kenne.

    das bild ist super. nur die streifen halt. besonders gut sieht man es wenn das bild dunkel ist. halt so wie due s beschrieben hast. dein wissen darüber ist sehr umfangreich. danke schön für die hilfe.

  14. #12
    Kapitän zur See
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    Das Wissen ist praktisch uralt, habe Ende der 60er selber ein Farb-TV-Gerät, damals noch vollständig mit Röhren, gebastelt.

    Könnte auch ein "Kabelbruch" oder ein "Wackelkontakt" in einer Masseverbindung sein, jedenfalls ist es "Brummen im Bild". Eventuell könnte da auch noch ein sehr schlechtes Signal der Grafikkarte die Ursache sein, was auch letzlich von Computernetzteil stammen könnte. Ist aus de Ferne ziemlich schwierig, solch einen Fehler richtig zu dagnostizieren .

    Na ja, 20€ ist eigentlich schon viel. Wie lang ist denn die Verbindung Computer-Fernseher und ist es nun S-Video oder Chinch (Composite-Video)?

    Rimini

  15. #13
    Kapitän zur See Avatar von agnes
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    15m ist das kabel lang

  16. #14
    Kapitän zur See
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    15m ist schon ein ganzes Stück, um Video-Signale zu übertragen, da braucht man schon ein gutes Kabel. Chinch (runder Stecker mit einem dicken "Stifft" in der Mitte, ähnlich einem Antennenkabel) oder S-Video (runder Stecker mit vier kleinen "Stiften", ähnlich einem PS/2-Tastatur-/Maus-Stecker)? Ging das selbe Kabel eigentlich mit dem selben TV-Gerät vorher mit einer nVidia Grafikkarte ohne Probleme, oder habe ich das am Anfang falsch verstanden? Wenn das so war, liegt die Ursache wohl eher auf der Computerseite, wie schon gesagt kann die "schlechte" Grafikkarte, kann das Netzteil ("Überlastung" wegen der neuen Grafikkarte) sein.

    Rimini

    P.S.: Schreibe das hier heute mal so zwischen der Reparatur unseres "Rasenlüfters", da hat der Schwiegervater den Sicherheistschalter abgebrochen, aus Wut oder sonst was.

  17. #15
    Kapitän zur See Avatar von agnes
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    ja ging vorher ohne probleme. kp

  18. #16
    Kapitän zur See
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    Dann Wackelkontakt, eventuell "Kabelbruch" durch "Umbauen", aber wohl eher Grafikkarte oder PC selbst. Schon mal den Netzstecker vom PC oder vom TV-Gerät anderherum in die Steckdose gesteckt?

  19. #17
    Kapitän zur See Avatar von agnes
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    ne habe ich ncoh nicht gemacht. werde ich mal machen.

  20. #18
    Kapitän zur See
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    Das mit dem Umdrehen eines Netzsteckers ist kein Spaß und auch kein Allheilmittel, hat was mit den "Brummschleifen" zu tun.

    Ansonsten ist da immer noch die Frage S-Video oder Cinch als Kabel. Eigentlich kosten "gute" Video-Kabel bei 15m Länge schon mal so 50€ und mehr (sag da nur "vergoldete Anschlüsse"). Aber eigentlich lohnt das nicht unbedingt, brauchbar sind auch diese:

    http://www.pollin.de/shop/detail.php...a=NDg4ODM0OTk=

    bzw.

    http://www.pollin.de/shop/detail.php...a=Nzg4ODM0OTk=

    Gruß

    Rimini

  21. #19
    Kapitän zur See Avatar von agnes
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    danke für den link. hab mal grad so gemessen und 10m dürften auch reichen. also brauche ich ein gutes s-video kabel und einen guten scart adapter. werde mal deinen link durchforsten. preis ist dabei egal wenn das bild richtig gut ist. wenn meine tv karte da ist profitiert sie ja auch von dem besseren kabel.

  22. #20
    Kapitänleutnant Avatar von SN95G5
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    Danke für den ausführlichen Beitrag!
    Weißt du zufällig, wie es mit integrierten Intel Grafiklösungen aussieht? Ich habe ein Notebook mit Intel 945 Chipsatz und VGA-Out, aber ohne TV-Out.

  23. #21
    Kapitän zur See
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    Hallo,

    habe zwar mit viel Mühe und Zeitaufwand alle mit zugänglichen Kombinationen von Grafikkarten und TV-Geräten getestet und damit auch die Erkenntnisse gewonnen, aber ein Notebook mit Intel 945er Chipsatz war da nicht bei.

    Prinzipiell ist es egal, ob das ein Notebook oder ein normaler PC ist. Prinzipiell deshalb, weil man bei einem Notebook ja nicht den Monitor (das LCD-Display) ohne weiteres abklemmen kann. Wenn man aber eine "Zwei-Schirm-Anzeige" mit Notebook-LCD und VGA-Monitor ermöglichen kann, sind die Chancen schon besser. Da fehlt nur noch die Einstellmöglichkeit für der TV-Norm entsprechende Auflösung und Timing am VGA-Ausgang. Einfach mal einen Monitor am VGA anschließen, aber nicht einschalten, dann kann man damit probieren, ohne den angeschlossenen Monitor zu gefährden.

    Kenne aber weder die Einstellmöglichkeiten beim Intel-Grafik-Treiber, noch ob PowerStrip oder anderes dafür geeignet ist. Am einfachsten wird das wohl mit ATI oder nVidia Grafik im Notebook gehen.

    Gruß

    Rimini

  24. #22
    Kapitänleutnant Avatar von SN95G5
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    Leider kann ich die Grafik nicht auswechseln, hätte auch lieber eine ATI oder eine nVidia...
    Mit den Auflösungen sieht es leider etwas mager aus. Hat niemand den Adapter und ein Notebook, mit dem er testen könnte?

  25. #23
    Kapitän zur See
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    Wenn keiner das so testen kann, mach es selber. Wie gesagt, man beaucht da erstmal kein Adapter-Kabel. Einfach einen Monitor am VGA anschließen, aber den Monitor nicht einschalten. Dann sollte es möglich sein, den VGA-Ausgang zu aktivieren. Ist der VGA-Ausgang aktiviert, muss man schauen, womit man eine der PAL-Norm entsprechende Auflösung (720x576 oder notfalls auch 800x600) mit 15-16kHz Zeilen-/Horizontal-Frequenz (deshalb auch den Monitor nicht einschalten, den PC-Monitore funktionieren erst ab ca. 32kHz) und ca. 50Hz Halbbild-/Vertikalfrequenz interlaced (was 25Hz Vollbildfrequenz entspricht) einstellen kann. Ohne die Möglichkeit dieses so einstellen zu können, kann man kein TV-Gerät am VGA-Anschluss betreiben.

    Gruß

    Rimini

  26. #24
    Bootsmann
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    Erstmal danke für das super Tutorial.

    Jedoch hab ich immer noch verständnisprobleme. Ich bin gerade dran einen HTPC zusammenzubauen. Der soll auch als DVD-Player für BELIEBIGE Fernseher dienen. Da mein Fernseher hier kein S-Video unterstützt, kommen da schon die ersten Probleme. Der Fernseher hat nur einen normalen SCART-Ein/Ausgang.

    Mal ganz konkret:
    Was genau brauche ich für eine Grafikkarte (nur welche Anschlüsse; DVI/Analog - nicht wegen der Leistung) und was für nen Adapter (oder Converter oder sonst was), um meine DVD-Filme in gewohnter DVD-Qualität wie sie auch vom 0815-DVD-Player kommt anzusehen?

    Danke im vorraus,

    MfG,
    Michael

  27. #25
    Kapitän zur See
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    Voraussetzung für den VGA-SCART/RGB Adapter ist, dass das TV-Gerät am SCART-Anschluss RGB-Eingänge hat. Das steht entweder so in der Beschreibung des TV-Gerätes oder man erkennt das beim Umschalten mit der Fernbedienung in den AV-Modus, wo man dann meist per OSD AV-RGB oder sowas angezeigt bekommt. Bei manchen TV-Geräten muss man mehrmals auf die AV-Taste drücken, um durch die einzelnen AV-Modi (Composite, S-Video oder eben RGB) zu schalten.

    Als Grafikkarte sind alle nVidia GeForce vorteihafter, da man nicht das Tool PowerStrip mit zusätzlichen Kosten erwerben muss.

    Ein solches VGA-SCART/RGB Adapter-Kabel muss man selber löten oder löten lassen, bekommt man so nicht fertig im Handel.

    Gruß

    Rimini

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