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  1. #1
    Fregattenkapitän
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    Standard Server 2008 R2 RemoteFx - Gamingserver oder teurer Ventilator?

    Hallo miteinander!

    Nach längerer Recherche bezüglich der Möglichkeit, selbst eine "Gaming Cloud" zu hosten (Remote - nicht notwendigerweise über WAN - auf Computern mit schwacher Hardware Spiele spielen, die auf einem Server ausgeführt und berechnet werden) und da es leider quasi 0 Open Source oder Freeware Angebote dafür gibt bin ich nun bei dem offenbar einzigen Produkt gelandet, das 3D Grafik remote live streamen können soll: RemoteFX, eine Art Codec für das RDP Protokoll von Microsoft.
    Wikipedia: RemoteFX - Wikipedia, the free encyclopedia

    Da es hier im Forum eigentlich auch kaum "Literatur" dazu gibt, und ich auch sonst kaum Berichte gefunden habe, wie es sich in der Praxis anfühlt oder verhält, hoffe ich, dass das hier vielleicht dem einen oder anderen hilft.

    Aufgabenbereich des Systems:
    Einerseits möchte ich meiner besseren Hälfte die Chance geben, auch auf ihrem krüppeligen Notebook aktuelle Spiele (bzw. überhaupt irgendwas das über Siedler III hinaus geht) zu spielen. Hauptkriterium hier wird erstmal SW:ToR sein.
    Andererseits habe ich mir gedacht, ich könnte eigentlich ja auch mein Desktopsystem "verkleinern" und nur mit einem Nettopkistchen hinter dem Bildschirm leben während tolle Grafik etc. dann vom Server kommt. Besonders vorteilhaft ist es da, dass ich nur mehr einen PC aufrüsten brauche (den RemoteFX Server) und dann automatisch meine Freundin, mein Laptop + mein Desktop bessere Spieleleistung genießen könnten.

    Potenzielle Gefahren/Nachteile:
    * Es ist nicht ganz klar, wie es mit OpenGL Unterstützung bei RemoteFX aussieht - manche Spiele könnten dann also z.B. den Dienst komplett verweigern.
    * Lizenzen: RemoteFX braucht einen Server (Server 2008 R2 SP1 mit HyperV um genau zu sein) UND einen VM-Client (Windows 7 Ultimate oder Enterprise) UND einen Remote Client (Irgendwas, das die aktuelle Version von RDP kann - angeblich haben sogar schon manche Linux RDP Clients den RemoteFXcodec eingebaut, Möglichkeit zu testen wäre vorhanden bei Interesse).
    * Single point of failure, Virtualisierung und möglicherweise ausufernde Komplexität - ein Spiel wird in einer VM nie so gut laufen wie nativ und die CPU kommt auch nicht so gut zur Ruhe, wenn dauernd irgendein anderes Betriebssystem vor sich hin idlet.
    * Größte "Gefahr": LAG! Bisher habe ich es z.B. geschafft meinen Bildschirminhalt mit VLC komplett flüssig zu streamen - allerdings hat man da 1-2 Sekunden Versatz. Laut einigen Einträgen in deren Forum ist das auch woanders so, quasi überall wo "Realtime streaming" draufsteht sind ~5 Sekunden Zeitversatz drinnen. Bei Fernsehen nicht weiter schlimm, bei Spielen oder Anwendungen unmöglich. Remotedesktoplösungen wie VNC, RDP, Teamviewer etc. sind auf 2D Inhalte optimiert und lassen teils 3D nicht mal zu. Wenn man es denn überhaupt schafft wird das Ganze meist zu einer Ruckelorgie mit flackerndem Bild.

    Die Hard-/Software:
    CPU: Core i5 2500k, Standardtakt
    RAM: 16 GB irgendwas (4*4GB)
    Mainboard: Asus P8P67 Pro (mit dem Intelbug, ich brauche eh nicht so viele SATA Plätze, wobei ich es vielleicht (falls überhaupt noch möglich) tauschen werde)
    GPU: ATI 6870 von Sapphire
    NT: 400W 80+
    HDD: erstmal eine 2,5" 320GB HDD die Staub ansetzt zum Testen
    Gehäuse: ja

    OS:
    "physisch":
    Server 2008R2 SP1 mit HyperV Rolle aktiviert (also eig. im Endeffekt auch ein HyperV guest)
    "virtuell":
    Mind. 1 Windows 7 x64 SP1 Ultimate zum Testen, danach mal sehen ob das lizenzmäßig mit Nutzerkonten nötig ist, oder wie man da virtualisieren darf bzw. wie/ob das überhaupt klappt.
    LinuxVM mit ArchLinux für diverse Spielereien, SAGE, Webserver, Development + co.
    Eventuell ein virtueller WHS 2011 für Backups der restlichen Computer (ich finde die Backups von WHS einfach so viel angenehmer vom Interface etc. als Acronis...).
    ...?

    Das Vorgehen:
    Nachdem ich diesen Post abgesendet habe, wird der Desktop PC runtergefahren, HDD + SSD abgesteckt, USB Stick mit Server 2008R2 Installer + 2,5" HDD angesteckt + dann geht das lange Installieren los.
    Dabei werde ich mal alle Schritte stichwortartig am Laptop protokollieren um das Ganze nachvollziehbar zu haben und entweder den Post hier editieren oder in einer Antwort Updates geben. Ziel ist es, in ein paar Stunden (je nachdem wie flott die HDD ist) ein System mit Windows 7 Ultimate in einer VM auf einem RemoteFX fähigem HyperV Server zu haben, das zumindest manche (DirectX-) Spiele wenigstens startet um erste Hinweise auf Lag etc. via RDP vom Laptop aus zu erhalten.

    Sollte es spezifische Fragen/Tests/Benchmarks geben, die ihr sehen wollt (und die mich außer Zeit nichts kosten...), bitte einfach antworten! Außerdem bin ich sehr an euren Erfahrungen mit RemoteFX interessiert, besonders im Bereich "Gamingserver", der ja doch leicht von der eigentlichen Idee (Terminalserver für CAD Anwendungen) abweicht, besonders da weniger User mit stärkeren Grafikanforderungen eingesetzt werden.

    ---------- Log startet hier ----------

    Installation:
    Sprache: Englisch, Region German, Tastatur ebenfalls
    Version: Server 2008 R2 Enterprise (full) x64
    Partitionierung: Bestehendes System auf der 320GB HDD geplättet, einmal "New" und eine Partition (+ "System Reserved") über den gesamten Speicherplatz erstellt.
    Warten...
    Automatischer Reboot #1
    Boot von HDD (yay!)
    Warten... (incl. ein paar nervige Knackser in den USB-Lautsprechern!)
    Automatischer Reboot #2
    Fancy Animation ("Setup is preparing your computer for first use")
    Passwort setzen
    ...aaand we have desktop!
    Computername + Arbeitsgruppe setzen, le secret key... und BÄM - kein LAN
    Also erstmal Laptop anwerfen, Asus Seite abgrasen + Treiber suchen (100 MB LAN Treiber, wtf!)
    Chipsatztreiber --> Reboot #3
    LAN Treiber klappen nicht, Google angeworfen --> 2008 R2 NIC driver for 82579V? Naja, die Lösung klappt einigermaßen.
    Updates einspielen... Reboot #4
    Grakatreiber... Reboot #5
    Restliche Updates... Reboot #6
    Server = fertig!
    Rolle hinzufügen: Remote Desktop Services, weiter, weiter, RemoteFX anwählen (was dann HyperV auch noch auswählt), weiter... Reboot #7 + #8
    Interessanterweise kam ein unlesbar schneller Ballon-Tip über irgendwas mit Lizensierung und Remote Desktop, ein bisschen Gesuche ergab: Standardmäßig ist man als Administrator lizensiert, man müsste erstmal auf Session Host umschalten innerhalb der nächsten 120 Tage.
    Gelesen, getan --> Feature "Remote Desktop Session Host Tools" hinzugefügt - Reboot #9
    Ok, das war Blödsinn, "Remote Desktop Session Host" unter Role Services installiert und Network Level Authentication nicht vorrausgesetzt (ich will auch Linuxzugriff testen, außerdem ist der Server nur im LAN)
    Licensing, User groups --> später...
    Client Experience - alle 3 angehakt
    Reboot #10 + #11, Reboot #12 weil Windows Update nochmal wollte (?!)
    Sooo - nun geht's an's VM erstellen!
    Wie man eine VM mit HyperV erstellt, werde ich jetzt nicht in epischer Länge ausführen... allerdings gibt es da eines zu beachten: NIEMALS gleich aus Übermut den 3d Adapter hinzufügen!
    Wenn an den 3d Adapter in der VM aktiviert hat, kann die HyperV Konsole nicht mehr den Bildschirminhalt anzeigen, das geht dann nur mehr über RDP.
    Also brav dem Guide auf http://technet.microsoft.com/en-us/l...11(WS.10).aspx folgen und erst Remotezugriff in der VM erlauben bevor man den Adapter hinzufügt.
    Eckdaten der VM: 128 GB HDD, 8 GB RAM, 4 Cores (Ich möchte nicht, dass das wegen irgendwas anderem ruckelt), Rest auf Standard.
    Erstmal keine Updateorgie in Win7 sondern flugs die Remotedesktopverbindung eingerichtet + getestet (klappt)
    Runterfahren + "RemoteFX 3D Video Adapter" hinzufügen - mit max 2 Bildschirmen zu je 1920x1200 (Ich nehme an, das regelt die Ressourcenverteilung?)
    Ok, erstes Problem: Der Adapter wurde anch dem ersten Hochfahren nicht erkannt/aktiviert - "Update driver", der aktuelle ist bereits der beste, allerdings soll ich neu starten. Gesagt, getan.
    BÄM, Remotezugriff ist für mein (Admin)Konto nicht erlaubt, aber der Adapter ist offenbar aktiviert weil ich auch über die HyperV Konsole nicht reinkomme... also RemoteFX Adapter entfernt und nochmal in die VM schauen.
    Großartige Veränderungen kann ich nicht sehen, mein Nutzerkonto ist Administrator... 2 mögliche Fehlerquellen: Firewall (unwahrscheinlich) und dass man für RemoteFX auch noch einen speziellen Account benötigt, der auch am Server liegen muss o.Ä. (schon wahrscheinlicher)
    Kurzes googlen: http://technet.microsoft.com/de-de/l...8WS.10%29.aspx (verdammt, ich sollte die FAQ lesen ) "All users [...] need to be members of the Remote Desktop Users group." - gesagt, getan!
    Rechtsklick auf "Computer" im Startmenü, "Manage", "Local Users and Groups", "Groups", Doppelklick auf "Remote Desktop Users", "Add...", [Meinusername] eingeben und checken lassen, OK, OK, runterfahren um die Grafikkarte wieder hinzuzufügen.
    Jetzt klappt's aber!
    Flugs Aero eingeschalten und die erste leichte Ernüchterung - wenn man Fenster über den Bildschirm zieht, hat man dann doch einiges an Lag zu bewältigen. Immerhin funktioniert's schon mal, und es ist ja schließlich auch über WLAN... Zeit um weiter zu testen.
    Um mögliche Fehler auszuschließen, die dann doch schon gefixt sein könnten, erstmal doch die Windows-Updateorgie durchmachen.
    Nebenher auch noch die Dragon Age DVD eingeworfen und mal sehen, wie das so läuft...
    Gut einen halben Vortrag später (http://www.youtube.com/user/28c3 ! ) wird's Zeit für einen Reboot wegen der Updates. Und weil's so schön war, gleich noch einen.
    Nach kurzer Verwirrung, weil Aero nicht mehr geklappt hatte nach den Updates, die nächste Problemlösung: Remoteverbindungen _müssen_ auf LAN (10+ MBit) gesetzt sein, sonst hat man einen stillen automatischen Fallback auf non-3D! Der Fehler war einfach, nicht bei der Wiederverbindung darauf zu achten, dass LAN als Geschwindigkeit am Remoteclient eingestellt war.
    Endlich mal testen: Drangon Age gestartet, Configtool aufgerufen und auf Widescreen gestellt, Grafik etwas höher geschraubt und dann das Spiel gestartet.
    Das Ergebnis: Spiel läuft (eher etwas ruckelig) aber der Lag ist recht unangenehm - besonders Kamerabewegungen sind quasi ein Glücksspiel.
    Nächster Test: Verbindung über LAN statt über WLAN:
    Schon besser, offenbar leigt es entweder an der Netzwerklatenz oder -Bandbreite, dass es so laggt.
    Dragon Age lässt sich einigermaßen gut spielen, allerdings auch nicht mit voll aufgedrehter Grafik, zumindest nicht so weit wie es die Grafikkarte eigentlich erlauben würde.
    Geändert von Sukrim (29.12.11 um 21:11 Uhr)

  2. Die folgenden 4 User sagten Danke an Sukrim für diesen nützlichen Post:

    Bob.Dig (29.12.11), konfetti (29.12.11), silentbooster (29.12.11), Vagabund (20.01.12)

  3. #2
    Kapitänleutnant Avatar von silentbooster
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    bin gespannt wie es sich in Games schlägt. Ich habe selber eine View und eine XenDesktop Umgebung am laufen. Aber an Games ist da (trotz HDX) nicht zu denken.
    teradici ist da weiter - aber unbezahlbar

    Wenn das klappt was du vor hast werde ich es mal im RZ @ Firma testen... da stehen potente Server zur Verfügung

  4. #3
    Oberbootsmann Avatar von coolnik
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    DaSowas ähnliches wollte ich auch mal vor ein zwei Jahren probieren, scheiterte aber schonmal kläglich daran, dass 3D Daten nicht übertragbar waren. Außerdem scheiterte es an der Anbindung (Wlan ) -> LAG!!

    Einzige denkbarer Weg war da dann nurnoch das Signal gleichzeitig mit einer Videoschnittkarte im PC zu schleifen und damit zu streamen.
    Wie es da mit dem Lag ausschaut, konnte ich aber nie testen wegen fehlender Hardware^^

    Bin aber trotzdem gespannt, was du uns über deinen Versuch mit RemoteFX berichten wirst. Den Weg kannte ich bisher auch garnicht
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  5. #4
    Fregattenkapitän
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    Ja, die einzige andere Möglichkeit die ich (abseits von "bei OnLive einbrechen + Source leaken") gefunden hätte, wäre ein KVM Switch... auch das hat aber angeblich einen gewissen Lag und lässt eig. auch nur einen einzigen User pro PC zu.

    Momentan lädt Steam gerade mal Medieval II runter um zu testen wie 2 Spiele in 2 VMs zugleich reagieren, in einer einzigen VM lässt sich zumindestrecht brauchbar Dragon Age spielen. Shooters spiele ich nicht wirklich viel, allerdings dürfte dafür der Lag auch noch immer zu hoch sein, fürchte ich, wenn ich sehe wie sich manche über Inputlag von ein paar ms aufregen.

    Ich finde es schon spannend, wie gut es sich quasi mit Standardeinstellungen schon spielen lässt, ob ich dann mit 2-3 Leuten zugleich remote an einem PC spielen kann muss sich allerdings noch zeigen. In 1-2 Grafikkartengenerationen wird's vielleicht besser... Interessant wäre es, eine Art "Taskmanager für GPUs" in Server 2008 R2 zu haben, um z.B. zu sehen wieviel RAM dort belegt ist und wie viele % der Shader mit wieviel % Auslastung arbeiten.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 01:33 ---------- Vorheriger Beitrag war Gestern um 22:09 ----------

    Ok, da gibt's doch auch was von Ratioph... Microsoft! Microsoft RemoteFX
    Weiteres Spiel getestet: Anno 2070.
    Hier gibt's ein interessantes Problem: Texturen werden nicht geladen!
    Offenbar kann RemoteFX nur sowas um die 300 MB GPU RAM pro Instanz reservieren, Anno will aber mind. 512 MB, sonst gibt's nur blaugrau-weiße Leere, nicht mal "Low" Texturen helfen.
    Interessant wäre es ja, ob/wo es Schalter für RemoteFX gibt mit denen man das ein bisschen tunen kann - ich will ja nicht 20 Clients da laufen lassen, nur 2. Bei 2 Clients bleiben aber immer noch 40% meines VRAMs frei... einerseits gut, es könnten ja noch mehr online kommen - andererseits werden die das ohnehin 100%ig nicht.
    Laut Any way to increase RemoteFX Video Memory? scheint das nicht allzu einfach zu sein...

    Hier übrigens ein anderer Thread zu einem privaten RemoteFX "rig": Remote FX rig - [H]ard|Forum

  6. #5
    Bootsmann Avatar von konfetti
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    und wie schauts aus? - gibts hier noch weitere Infos

  7. #6
    Kapitän zur See
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    Es gab mal vor nicht allzu langer zeit so ein System von Samsung (oder LG glaub ich?). Das basierte auf einen veränderten Windows Vista (Ultimate), einer Art Netzwerkkarte und Monitoren mit LAN Anschluss. Ich konnte das auch testen und es war möglich an zwei Bildschirmen; mit unterschiedlichen Benutzerkonten; zwei Games zu zocken. Welche das waren weis ich nimmer..... Hab auch nichts mehr davon gehört, bzw. auch nichts mehr gefunden. Ich denke Samsung (Oder LG?) hat das wieder eingestampft. Übrig geblieben sind die Monitore mit Netzwerkanschluss; damit wollen die im Thin Client Segment Fuß fassen (Letztes Jahr auf einer Messe gesehen). Die haben einem doch ehrlich hoch und heilig geschworen das (O-Ton) "auch brachialste Gaming/CAD/CAM und Grafikleistungen" darüber laufen sollten. Vorführen wollten sie es aber nicht

    Hatte EVGA nicht auch so eine Karte im Angebot ? PCoIP nennt sich das dann; Terradici ist der Hersteller und Evga der Distributor


    was ist den mit streammygame?
    Geändert von Brokk (08.01.12 um 18:43 Uhr)
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  8. #7
    Fregattenkapitän
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    Zitat Zitat von konfetti Beitrag anzeigen
    und wie schauts aus? - gibts hier noch weitere Infos
    Ja, war nur in den letzten Tagen die Pisten dieser Welt unsicher machen.

    Mittlerweile habe ich noch ein paar Tests durchgeführt und werde RemoteFX in Windows server 2008 R2 nicht weiter verfolgen, aus den folgenden Gründen:
    • Capture rate: Die liegt bei meinem System nämlich meist nur bei knappen 20 FPS. Ich vermute stark, dass damit gemeint ist, wie oft pro Sekunde der Bildschirminhalt aufgezeichnet, enkodiert und versendet wird.
    • Frame Rate: Ich habe mal FRAPS nebenher installiert und (vermutlich dank zig Layern zwischen Spiel + Grafikkarte) sind auch die FPS um einiges schwächer als "nativ". Man kann aber hier noch einiges rausholen, indem man Grafikeinstellungen zurückdreht.
    • Grafikspeicher pro Instanz: Es scheint so, als wären (für Gamer) lächerliche Maximalmengen an GPUspeicher pro Instanz hardcoded, die man auch über die Registry nicht hochsetzen kann. Gut, wenn man max. 20 Clients auf einer 4 GB Karte laufen lassen will, schlecht, wenn man max. 4 Clients auf derselben Karte haben möchte.
    • Limitierung auf LAN: Obwohl nicht wirklich relevant für mich, muss doch auch erwähnt werden, dass RemoteFX von extrem niedrigen Übertragungslatenzen und hoher Bandbreite ausgeht.
    • Marketingwitze: "RemoteFX Encoder - The RemoteFX Encoder allows encoding on the processor, on the GPU, or on dedicated hardware." - I call bullshit on that! Ob (auch) über GPU encodiert wurde konnte ich nicht 100% sicher feststellen, aber zumindest diese "dedicated Hardware" (irgendein ASIC oder FPGA) ist definitiv nirgendwo erhältlich und in den Optionen habe ich auch nirgendwo irgendwas über Einstellungen zu CPU/GPU encoding gefunden. Es ist also komplett unklar für mich, wie man das Encoding schneller machen kann oder entweder CPU oder GPU entlasten könnte, indem man seine Daten auf dem jeweils anderen encodiert.
    • Performance im Multiuser: Schon ein Spieler (mit Dragon Age) scheint die GPU relativ an den Rand der Kapazität zu bringen, an 2 Spiele zugleich ist kaum zu denken. Es ist auch schwer zu sagen, woran es nun wirklich liegt, da es für mich recht schwer ist, herauszufinden wie stark die GPU nurn wirklich belastet ist, wo die echten Bottlenecks liegen und wie/ob man sie umgehen kann.

    Abschließend ist zu sagen, dass RemoteFX wahnsinnig interessant ist, wenn auch nicht unbedingt für gaming in der aktuellen Ausführung - ich habe auch die HDD mit der Installation noch aufgehoben und brauche nur die Festplatte(n) in meinem PC wechseln um noch Tests zu machen, die ihr vielleicht mal haben/sehen möchtet. Auch Vergleiche zwischen nativ/virtuell sind (in Maßen) möglich.

    Ich hoffe, auch andere Leute versuchen mal RemoteFX aufzusetzen und zu testen, um mehr Möglichkeiten hier zu haben - laut Cloud gaming - Wikipedia, the free encyclopedia gibt's da ja nicht allzu viel (und streammygame scheint irgendwelche Limits in der Gratisversion zu haben, die nirgendwo auf deren Website kommuniziert werden).
    Zu Streammygame noch: Dauerhafte Verbindung zu deren Servern + Account dort, nur um im LAN Spiele in 640x480 streamen zu können, mitteilen welche Spiele (aus einer limitierten Liste) man besitzt und Festplatte scannen um diese Spiele zu finden?! DAS ist es mir sicher nicht wert!

  9. #8
    Matrose
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    Hey Sukrim,
    ich finde deine Testreihe sehr interessant und beschäftige mich gerade auch mit dem Thema RemoteFX mit dem Ziel meinen HTPC zu virtualisieren.
    1) Wollte ich sagen/fragen ob es nicht möglich wäre mit GPU-Z die aktuelle Auslastung der Grafikkarte zu checken um zu sehen wie sie genutzt wird (so mach ich das jedenfalls)
    2) Hast du mal versucht Xvid/ MKV's abzuspielen? Das einzige was bei mir total ruckelfrei läuft ist ein Xvid (was aber ohne RemoteFX enabled genauso gut über RDP läuft -.-), bei 720p oder 1080p MKVs kann man das vergessen.
    3) Habe ich große Erwartungen an Server 8 + Windows 8. Dort soll diesbezüglich (RemoteFX) ja nochmal auf ein anderes Level gehen.

    Grüße

  10. #9
    Fregattenkapitän
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    1) und 2) habe ich nicht getestet, kann ich mir aber mal ansehen. Bei 3) geht's mir genauso: ReFS, RemoteFX... Windows Server 8 klingt schon mal SEHR interessant für mich!

  11. #10
    Matrose Avatar von mk033
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    Heho....


    Ok, dann will ich der Gruppe meine Erkenntisse zu RemoteFX auch nicht vorenthalten.

    Dynamic Memory ist kritisch.
    Erst nach Abschaltung dieses Features und Zuweisung einer festen Speichergröße
    liefen einige 3D-Anwendungen (z.B. 3DMark06) fehlerfrei.

    Über den Daumen gepeilt kommen 50% der Grafikperformance in der VM an, jedenfalls
    bei der getesteten ATI HD6750 2GB.

    http://fotosound.de/temp/remotefx-perf-cpu.jpg

    Aquamark: phys/virt 87fps/38fps


    Video, spich 1080p/h.264/mkv's laufen im MPC-HC nahezu flüssig und ohne Artefakte
    bei mäßiger CPU-Last. _Wirklich_ brauchbar ist das noch nicht, denn nahezu flüssig
    ist eben _nicht_ flüssig.

    Es gibt in den lokalen Richtlinien bzw. Gruppenrichtlinien noch ein paar Stellschrauben
    zur Performance, durchschlagende Effekte stellen sich aber nicht ein.

    http://fotosound.de/temp/remotefx-richtlinien.jpg


    BTW: Generell zur Performance bei RDP ab v7: _Immer_ 32bit Farbtiefe einstellen, die
    ist bei weitem die schnellste Variante, weil das Protokoll darauf opimiert ist.
    Wer's nicht glaubt kann sich die recht guten Whitepapers von MS zum Thema geben.


    RemoteFX stellt nach 120 Tagen die Arbeit ein - jedenfalls wenn ein gültiger
    Lizenzserver mit RDP-CALs konfiguriert ist. Ganz toll.

    Meldung im Ereignisprotokoll:
    http://fotosound.de/temp/remotefx-120-Tage-Limit.png

    facts:
    RemoteFX license

    Configuring Remote Desktop licensing settings on a Remote Desktop Virtualization Host server - Remote Desktop Services (Terminal Services) Team Blog - Site Home - MSDN Blogs





    Randbemerkung zur Netzwerk-Performance eines HyperV R2 Hosts:

    Die soweit mir bekannt einzige bezahlbare (~120,-EUR) Netzwerkkarte die das Gros
    der von HyperV R2 verwendeten Virtualisierungsfunktionen in Hardware unterstützt
    ist: Intel PRO/1000 ET Dual Port Server Adapter (E1G42ETBLK) / Chip: i82576

    Damit schafft mein Host problemlos beide GB-Ports gleichzeitig zu sättigen. (!)
    (Core i7 2,66GHz, 24GB RAM, von einem 8-Platten Software RAID5 aus, keine Jumbo-Frames)

    Clientseitig sieht das dann so aus: http://fotosound.de/temp/Hyper-V-LAN-Performance.jpg

    Tipp: Clientseitig das Windows-Feature 'Remoteunterschiedskomprimierung' deinstallieren,
    bringt mehr Durchsatz bei deutlich weniger CPU-Last.


    So... ich hoffe das war einigermaßen informativ,



    Gruß mk033

  12. #11
    Kapitän zur See
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    Es gab ne moeglichkeit diese 120Tage auf 180 und nich mal 60Tage zu erweitern. Vollkommen legal, aber mit Hilfe von MS. (anrufen)
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