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Samsung SSD 750 EVO im Test - die neue Einsteiger-Klasse?

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Seite 2: Die Samsung SSD 750 EVO im Detail

Öffnet man das Gehäuse, wird klar, wie hoch die Speicherdichte bei Flash-Speicher inzwischen ist, denn die Platinen brauchen nur einen Bruchteil des Platzes, der in einem 2,5-Zoll-Laufwerk zur Verfügung steht. Der quadratische Chip ist in beiden Fällen der Controller, dabei handelt es sich um den hauseigenen MGX-Controller. Einen DRAM-Speicherchip, der als Cache dient, sucht man vergeblich, denn ein 256 MB großer DRAM-Cache wurde direkt in den Controller integriert.

Jeweils links daneben ist der Speicher, ebenfalls von Samsung gefertigt. Es handelt sich dabei jedoch nicht um Samsungs aktuellen 3D V-NAND, sondern um 2D-Speicher, den Samsung in 16 nm fertigt. Der Speicher speichert drei Bits pro Zelle (TLC), das 120-GB-Modell kommt mit einem einzigen Speicherbaustein aus, bei der größeren 250-GB-Version befindet auf der Rückseite der Platine ein weiterer Speicherbaustein.

Die Samsung SSD 750 EVO ist kompakt gebaut.

Es ist sehr erfreulich, dass Samsung auch bei einem Einsteiger-Laufwerk wie der 750 EVO eine AES-Verschlüsselung samt TCG-Opal- und eDrive-Unterstützung anbietet. Crucial hat bei dem Einsteiger-Laufwerk BX200 sämtliche Verschlüsselungsfeatures gestrichen, diese sind nur beim Mainstream-Modell MX200 verfügbar.

Die Samsung SSD 750 EVO ist für eine maximale Schreiblast von 35 TBW für das 120 GB und 70 TBW für das 250-GB-Modell spezifiziert. Bei der 850 EVO sind es 75 TBW für die 250-GB-Variante. In der Praxis dürften beide Modellreihen einen signifikant höheren Wert erreichen, die Hersteller sind insbesondere bei den Consumer-Laufwerken sehr konservativ, was die maximale Schreiblast angeht – nicht zuletzt sicher auch deswegen, um eine ausreichende Abgrenzung zu den Enterprise-Laufwerken zu erzielen.

Um die Geschwindigkeit zumindest kurzfristig noch weiter zu steigern, setzen viele Hersteller Pseudo-SLC-Caches ein - Samsung gibt dieser Funktion den werbewirksamen Namen TurboWrite. Dabei wird ein Teil des (TLC-)Speichers im SLC-Modus angesprochen, d.h. mit nur einem statt drei Bits programmiert. Der Cache hilft vor allem bei Schreiboperationen, da Speicherzellen im SLC-Modus wesentlich schneller beschrieben werden können. Im Folgenden haben wir den Einfluss des TurboWrite-Caches getestet: In der ersten Spalte wurde insgesamt fünf Sekunden sequenziell auf das Laufwerk geschrieben und die Geschwindigkeit gemessen. In der zweiten Spalte wurde insgesamt 60 Sekunden geschrieben, die Geschwindigkeit aber wieder nur über die letzten fünf Sekunden gemessen.

Einfluss des TurboWrite-Caches
 mit Cacheohne Cache
Kapazität 120 GB 250 GB 120 GB 250 GB
Seq. schreiben (MB/s) 464,37 464,61 168,76 256,67

Solange in den Cache geschrieben werden kann, sind beide Laufwerke gleichauf und liefern eine hohe Geschwindigkeit. Sobald der Cache jedoch voll ist, brechen beide Laufwerke ein, die 120-GB-Variante sogar noch einmal deutlich stärker als das größere 250-GB-Modell. Für den Alltagsbetrieb verspricht der TurboWrite-Cache jedoch eine spürbare Performancesteigerung, da langanhaltende Schreiboperationen eher die Ausnahme sind.

 

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Kommentare (8)

#1
Registriert seit: 05.12.2010

Korvettenkapitän
Beiträge: 2409
Da scheine ich letzte Woche ja die richtige Einsteiger-SSD (750 EVO) gekauft zu haben. Gut zu wissen!
#2
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Registriert seit: 28.08.2013

Leutnant zur See
Beiträge: 1122
Die hätte man mal mitmessen sollen, dann hätte sich zumindest in den Größen ab 480 die P/L Relation der Samsung relativiert..

SanDisk Ultra II SSD
#3
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Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1433
Bin ja mal gespannt, wie lange es nun dauern wird, bis das 500GB Modell in einem angemessenen Preisbereich angekommen ist.
Mit knapp 140€ ist das Produkt aktuell völlig überteuert.

EDIT: Ok, sind mittlerweile "nur" noch 130€. Aber auch das ist noch immer deutlich zuviel, wenn eine 850 EVO für 133€ zu haben ist.
Maximal 110€ darf die 750 EVO kosten um halbwegs attraktiv zu sein. Besser wären nur 100€.
#4
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Registriert seit: 19.01.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 4579
Kann mir jemand sagen, wie der Alltagstest zu werten ist? Also ich habe mir damals ne OCZ Trion 150 für 50€ geschnappt und die liefert z.B. bei WoW ein Ergebnis von 200MB/s. Die Samsung 750 liefert ca. 300MB/s.

Heißt das, dass WoW 33% schneller geladen wird, wenn man es auf der 750er installieren würde?
#5
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Registriert seit: 02.01.2004
Südhessen
Redakteur
Moderator
Beiträge: 10072
Das bezieht sich nur auf den Anteil, der durch das Laufwerk limitiert wird. Angenommen, beim Laden ist zu 90% die CPU und zu 10% die SSD der Flaschenhals, und eine neue SSD ist 50% schneller. Angenommen, vorher dauert das Laden 10 Sekunden, dann entfällt eine Sekunde auf die SSD. Dann dauert das Laden mit der schnelleren SSD (9 + 1/1,5) = 9,7 Sekunden (gerundet).
#6
Registriert seit: 04.09.2014

Matrose
Beiträge: 22
Die würde ich mir nicht kaufen lieber ein paar Euro mehr für die EVO 850 ausgeben !!!
... oder eine andere günstige mit MLC Speicher

z.B. gibts z.Zt. die Transcend SSD340 Alu 256GB mit 3,5" Einbaurahmen für 64,99 EUR
Hat MLC Nand, 141TB TBW, Alu-Gehäuse (Schreibleistung ist halt langsamer - dafür dauerhaft gleichbleibend)

Die würde ich mir persönlich eher kaufen als die EVO 750
Bei 16nm TLC Zellen bin ich etwas skeptisch (auch bei Samsung)
#7
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 12059
Zitat Michalito;24643858
Die hätte man mal mitmessen sollen, dann hätte sich zumindest in den Größen ab 480 die P/L Relation der Samsung relativiert..

SanDisk Ultra II SSD
Es gibt von der 960 GB Ultra II einen Review bei Computerbase, wie die 480 GB abschneiden würde, kann man also nur ahnen. Sandisk hat es aber scheinbar nicht so mit dem Versenden von Reviewexemplaren seiner Budget SSDs, denn davon gibt es kaum Reviews und die paar die es gibt, haben die SSDs alle nicht von Sandisk bekommen.

Zitat Morrich;24643943
mittlerweile "nur" noch 130€. Aber auch das ist noch immer deutlich zuviel, wenn eine 850 EVO für 133€ zu haben ist.
Maximal 110€ darf die 750 EVO kosten um halbwegs attraktiv zu sein. Besser wären nur 100€.
Die 750 Evo ist in 500GB doch auch noch nagelneu, da sind die Preise immer noch etwas übertrieben. Die 250GB 750 Evo ist fast 18€ günstiger als die 850 Evo 250GB und bei den 500GB dürfte der Unterschied noch größer werden, denn die 750 Evo hat ja das günstiger zu fertigende planare NAND und damit wären 110€ wogl realisitisch, ob Samsung auch noch bis 100€ runter geht um wirklich ganz oben bei der Sortierung nach dem Preis zu landen, wird man sehen müssen. Immerhin bietet die 750 500GB ja auch 20GB mehr Nutzkapazität als die anderen in der Preisklasse.

Zitat Martin15;24644184
Heißt das, dass WoW 33% schneller geladen wird, wenn man es auf der 750er installieren würde?
Das bedeutet das die Daten 50% schneller bei der CPU ankommen, aber gerade wenn diese auch noch gepackt sind, dann muss die CPU auch noch darauf rumrechnen und das geht halt nicht schneller. Wie DoubleJ schon vorgerechnet hat, kann dann am Ende nur ein kleiner Vorsprung übrig bleiben, wobei das aber eben einmal davon abhängt wie viel die CPU damit zu machen hat und dann vor allem davon, wie schnell die CPU ist, denn je schneller die CPU ist, umso mehr profitiert man auch von einer schnelleren SSD.

Zitat flo77;24644851
z.B. gibts z.Zt. die Transcend SSD340 Alu 256GB mit 3,5" Einbaurahmen für 64,99 EUR
Hat MLC Nand, 141TB TBW, Alu-Gehäuse (Schreibleistung ist halt langsamer - dafür dauerhaft gleichbleibend)
Das ist ein Modell von 2014 und die hat einen JMicron Controller, die würde ich nun wirklich nicht kaufen wollen. Schau Dir mal den Review bei Anandtech an, die NANDs alleine sind nicht alles und Transcend ist auch kein NAND Hersteller, da weiß man dann auch nie genau was in welcher Qualitätsstufe dort verbaut ist und muss deren Aussagen vertrauen. Die TBW Angabe hilft da auch nicht viel, die beschränkt nur die Garantie und die betägt nur 3 Jahre. Die meisten Heimanweder schreiben nur 2 bis 3TB im Jahr auf die SSD, weniger schaffen über 10TBW/Jahr und dann nutzt es eben nichts, wenn die SSD nach mehr als 3 Jahren kaputt geht und erst 10TB geschrieben hat, die Garantie ist dann über die Zeit abgelaufen und man schaut in die Röhre.
#8
Registriert seit: 26.04.2015

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 441
Hatte meine Ultra II 480 GB gebenched wo sie noch neu war (vor über einem Jahr), aber nur mit dem AS SSD Benchmark (1.7.4739.38088) (ASUS Rampage IV Black Edition - 4930k @ 4,5 - 32 GB DDR3 2400 - GHz Intel S-ATA 6)

Lesen - Schreiben
Seq: 521.12 MB/s - 472.90 MB/s
4k: 31.85 MB/s - 82.55 MB/s
4k-64 Thrd: 374.00 MB/s - 295.68 MB/s
Zugriffszeit: 0.034 ms - 0.040 ms
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