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Medion Akoya E7416 mit Broadwell i5-5200U im Test

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Seite 1: Medion Akoya E7416 mit Broadwell i5-5200U im Test

medion akoya broadwell teaserWährend Intels Core M schon einige Tests über sich ergehen lassen musste, sind die leistungsstärkeren i-Ableger der Broadwell-Plattform noch eine große Unbekannte. Dank des 500 Euro teuren Medion Akoya E7416, das ab dem 29. Januar bei Aldi erhältlich sein wird, ist nun aber ein erster Blick möglich. Im Test zeigen wir, ob der i5-5200U nicht nur sparsamer, sondern auch stärker als sein Vorgänger ist.

Dass dabei ausgerechnet Medion als erster Hersteller ein solches Gerät für einen Test anbieten kann, ist keine große Überraschung. Denn Aldis Hoflieferant für Elektronik steht schon länger in dem Ruf, früh neue Komponenten zu verbauen, auch weil die Mutter Lenovo über einen gewissen Einfluss verfügt. Als besonderes Glück entpuppt sich dabei zudem die Wahl des Prozessors. Denn der i-5200U tritt die Nachfolge der „Brot- und Butter“-CPUs i5-4200U, -4300U und -4310U an und dürfte ebenso wie diese das wohl am häufigsten verbaute Modell werden.

Barebone mit Schwächen und Eyecatchern

Den Rahmen für Broadwell setzt ein Barebone unbekannter Herkunft. Auch auf Nachfrage wollte Medion den Hersteller nicht verraten, einzig Clevo als Lieferanten schloss man aus. Der 17-Zöller erreicht 420,0 x 279,0 x 28,0 mm sowie 2,6 kg und besteht vollständig aus Kunststoff. Im Vergleich mit Chassis in ähnlichen Preisbereichen verzichtet man auf glatte Oberflächen, was Optik und Haptik zugute kommen: Der leicht angeraute Werkstoff sieht nicht nur besser aus, sondern schmeichelt auch der Hand mehr als in der Vergangenheit. In puncto Design überzeugt das Gehäuse.

Ausgerechnet Medion bringt eines der ersten Broadwell-i5-Notebooks in den Handel
Ausgerechnet Medion bringt eines der ersten Broadwell-i5-Notebooks in den Handel

Ein Nachteil muss dies nicht sein, im Gegenteil. Denn die Optik ist harmonisch, kleinere Details wie beispielsweise die leicht versenkte Tastatur oder die Mesh-Nachbildung im oberen Bereich stellen Eyecatcher dar, ebenso die Gestaltung des Deckels, die farbliche Unterteilung von Ober- und Unterteil der Wanne oder die Gestaltung des Einschalt-Taste mitsamt Beleuchtung. Weitaus wichtiger ist jedoch, dass die Stabilität des Gehäuses gegenüber früheren Modellen deutlich verbessert werden konnte. Denn weder im Bereich der Handballenablage noch der Tastatur kommt es zu auffallenden Verformungen, auch mit Vorsatz sind keine Geräusche zu entlocken. Einzig beim Display hätte mehr Hand angelegt werden müssen, kritisch fällt die Verbiegbarkeit dort allerdings nicht aus.

Das Design ist dank kleinerer Details ansprechend
Das Design ist dank kleinerer Details ansprechend

Störender ist da schon die Verteilung der Schnittstellen. Denn alle acht Ein- und Ausgänge sind links und rechts unterhalb der Handballenablage platziert, was bei eingestecktem USB-Stick, Netzwerk- oder HDMI-Kabel schnell platzraubend wirken kann. Immerhin aber bietet Medion alle wichtigen Buchsen: Je zweimal USB 2.0 und 3.0, je ein VGA- und HDMI-Ausgang, ein kombinierter Audio-Anschluss und ein Ethernet-Port. Hinzu kommen ein SD-Kartenleser auf der Front, Bluetooth 4.0 sowie WLAN nach ac-Standard. Ebenfalls vorhanden sind ein vergleichsweise lauter DVD-Brenner, eher blechern klingende Lautsprecher mitsamt Dolby-Logo sowie eine HD-fähige Webcam, die aber selbst in hellen Räumen zu Bildrauschen neigt.

Druckpunkt und Hub der Tastatur gefallen, das Klappern sowie das schief eingesetzte Touchpad nicht
Druckpunkt und Hub der Tastatur gefallen, das Klappern sowie das schief eingesetzte Touchpad nicht

Dass Medion aber noch immer Luft nach oben hat, zeigen die Eingabegeräte. Zwar bietet die Tastatur einen mittlerweile ausreichend hohen Schreibkomfort dank eines ausgeprägten und gleichmäßigen Druckpunkts sowie eines guten Hubs, einen leicht „hölzernen“ Eindruck verhindert dies aber nicht - der in erster Linie durch ein Klappern bei nahezu jedem Anschlag entsteht. Zugute halten muss man jedoch die eindeutige und klare Beschriftung der Tasten sowie deren Größe. Selbst die Funktions- und Pfeiltasten bieten genügend Fläche. Dass man angesichts des Preises auf eine Hintergrundbeleuchtung verzichten muss, ist keine Überraschung. Erwarten darf man dafür jedoch, dass das Touchpad sauber eingepasst ist. Beim Testgerät war dies nicht der Fall. Nicht nur, dass die Fläche leicht entgegen dem Uhrzeigersinn verschoben war, die rechte untere Ecke lag sichtbar tiefer als der Rest. Auf die Funktionstüchtigkeit hatte dies jedoch keine Auswirkungen. Auch Multi-Touch-Gesten wurden korrekt erkannt und umgesetzt und Hub sowie Druckpunkt der integrierten Tasten konnten überzeugen. Als kleinerer Makel muss die fehlende optische Unterteilen der beiden Tasten festgehalten werden.

 

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 01.12.2012
Rheinhessische Schweiz
Kapitänleutnant
Beiträge: 1893
Kühlung ist bei dem Ding doch wirklich kein Hexenwerk für die und dann den Akku?! Man wenn man doch weiß dass die CPU vergleichsweise wenig verbraucht, dann nutzt man auch die Chance und verbaut einen großen Akku.
#2
Registriert seit: 07.09.2009

Bootsmann
Beiträge: 517
Es ist einfach lächerlich geworden, mit diesem ganzen throttling.
Die einen throttlen wegen Power Consumption, die anderen wegen Temperatur usw usw. Und im Endeffekt rennt dann der teuer bezahlte Prozessor nur mit minimaltakt und ist langsamer als ein 3 Jahre älteres pendant in einem etwas dickeren Notebook ohne Powerlimits und den ganzen schrott.
#3
customavatars/avatar142037_1.gif
Registriert seit: 15.10.2010

Stabsgefreiter
Beiträge: 311
- CPU wird gedrosselt & Lüfter arbeitet permanent
- 1.600 x 900 Pixel bei 17,3 Zoll
- Display mit schlechtem Kontrast
- kleinere Verarbeitungsmängel
- € 499?
#4
Registriert seit: 02.06.2011

Bootsmann
Beiträge: 701
Äußerst schwacher Test. Als Preview würde ich das bezeichnen.
#5
Registriert seit: 05.12.2010

Korvettenkapitän
Beiträge: 2188
Zitat Eisbaer68;23104295

- 1.600 x 900 Pixel bei 17,3 Zoll

Reicht bei 17Zöllern total.
#6
Registriert seit: 25.12.2014

Matrose
Beiträge: 8
Ich liebäugelte ja mit einem Notbook (nicht diesem hier) auf i5-5200U - Basis, weil ich dachte, dass der Prozessor zu seinem direkten Vorgänger (für mich ist das der I5-4210U) 500Mhz mehr Grundtakt hat. Wenn dieser aber stärker als beim 4210U gedrosselt wird, dann ist das Mist. Könnt ihr mich aufklären? Drosselt der I5-4210U auch so stark auf 1000Mhz herunter, so dass der I5-5200U doch noch die bessere Wahl ist?
#7
Registriert seit: 10.10.2007

[online]-Redakteur
Beiträge: 1012
Zitat Jiwan;23110348
Ich liebäugelte ja mit einem Notbook (nicht diesem hier) auf i5-5200U - Basis, weil ich dachte, dass der Prozessor zu seinem direkten Vorgänger (für mich ist das der I5-4210U) 500Mhz mehr Grundtakt hat. Wenn dieser aber stärker als beim 4210U gedrosselt wird, dann ist das Mist. Könnt ihr mich aufklären? Drosselt der I5-4210U auch so stark auf 1000Mhz herunter, so dass der I5-5200U doch noch die bessere Wahl ist?

Eine pauschale Aussage ist nicht möglich. Bei den Haswell-CPUs hing es zuletzt ganz stark vom jeweiligen Notebook ab, wie stark wann und ob überhaupt gedrosselt wird. Was den i5-5200U angeht, zeigen wir ja nur eine erste Tendenz auf. Denn anhand eines Geräts ist es nicht möglich, ein endgültiges Urteil zu fällen. Es kommt aber auch ganz stark auf eine Anforderungen an: Wenn die GPU eine große Rolle spielt, ist Broadwell auf jeden Fall die bessere Wahl, das zeigt das Medion ja deutlich. Und aufgrund der TDP-Budgetierung läuft die GPU ja mit hohen Taktraten weiter, auch wenn die CPU stark gedrosselt ist.
#8
Registriert seit: 25.12.2014

Matrose
Beiträge: 8
Ich wollte meinen Eltern ein günstiges Office-Notebook mit 17" Full-HD-Display und ohne dedizierte Graphikkarte kaufen, mit dem sie hauptsächlich Briefe schreiben, im Netz surfen und ein paar Youtube-Videos gucken können. Ich hoffe da auf Acer, die mit dem I5-4210U schon solche Geräte auf dem Markt haben und bald deren Nachfolger bringen könnten bzw. müssten.

Für meine Mutter wollte ich dann aber ein Bluray-Laufwerk einbauen, damit sie damit ihre Opern auf Bluray gucken kann. Jetzt befürchte ich, dass durch diese Drosselung nicht genug Power für diese Aufgabe da wäre. Oder braucht man dafür hauptsächlich die GPU?

Blöd ist auch, dass Notebooks in meiner anvisierten Kategorie (bis 700 Euro) kein Bluray-Laufwerk beinhalten. Ich würde mir zwar zutrauen eines selber einzubauen - aber dann geht die Garantie flöten. Sehr blöd.

Kennt jemand einen günstigen Anbieter, der das beim Kauf (nicht allzu teuer) für einen übernimmt, vielleicht noch den Arbeitsspeicher aufstockt und die Garantie trotzdem bestehen bleibt?
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