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Drobo 5N im Test

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Seite 1: Drobo 5N im Test

drobo5n teaserDie Firma Drobo ist wahrscheinlich nur wenigen NAS-Interessierten ein Begriff, sie hat aber mit dem Drobo 5N schon seit längerem ein durchaus interessantes 5-Bay-NAS-System im Programm, welches sich in vielen Bereichen deutlich von den Mitbewerbern unterscheidet. So fokussiert sich das Drobo 5N auf die einfache Anbindung als Netzwerklaufwerk per SMB bzw. AFP und bietet mit BeyondRAID ein flexibles Speichersystem, welches durchaus etwas mehr als ein klassisches RAID-System bietet. So können bei der Drobo 5N ohne Probleme Festplatten von unterschiedlichster Kapazität zusammen verwendet werden und um Einstellungen muss sich der User auch nicht kümmern. Wie es um die Performance steht und welche Möglichkeiten Drobos NAS bietet, haben wir uns einmal näher angeschaut.

Die Firma Drobo ist bereits seit vielen Jahren mit Speicherlösungen am Markt vertreten. Zuerst waren es direkt angeschlossene Speicherlösungen, also DAS ("direct attached storage"), welche per USB 2.0 oder Firewire 800 arbeiteten. Im Jahr 2010 kamen mit dem Drobo FS für Consumer und dem DroboPro FS für Business-Anwendungen erstmals auch NAS-("network attached storage")-Systeme hinzu. Die Modelle Drobo 5D (DAS), Drobo 5N (NAS) und Drobo Mini (DAS) wurden zwar bereits Ende 2012 vorgestellt, stellen aber immer noch die aktuellen Modelle im Consumerbereich dar. Aktuell wurde gerade mit dem Drobo 5D Turbo (5Dt) noch eine neue Version des DAS-Systems mit Thunderbolt-2- und USB-3.0-Schnittstellen vorgestellt.

Das Drobo 5N ist ein NAS-System für bis zu fünf Festplatten im 3,5"-Format, welche ohne Einbaurahmen direkt in die Einschübe geschoben werden. Als Besonderheit gibt es im Boden des NAS hinter einer Abdeckklappe noch einen Slot für mSATA-SSDs, welche dann als SSD Cache verwendet werden können. Im Inneren kommt ein Quad-Core-Prozessor von Marvell in ARMv7-Architektur zum Einsatz, welchem 1 GB an Arbeitsspeicher zur Seite steht. Zur Kommunikation steht einzig ein Gigabit-Ethernet-Port zu Verfügung, weitere Schnittstellen wie USB etc. sind nicht vorhanden.

Kernpunkt eines Drobo ist das verwendete Speichersystem. Drobo setzt hier zur Speicherung ein selbst entwickeltes und proprietäres System namens BeyondRAID ein. Anders als bei anderen "eigenen" Verfahren wie z.B. Synologys SHR, wo dem eigentlichen RAID nur ein logische Ebene übergesetzt wird, ist das BeyondRAID ein System, welches sich von üblichen RAID-Varianten stark unterscheidet. Das (verteilte) Speichern der Daten auf die Laufwerke erfolgt nicht wie sonst bei RAID üblich block- sondern dateibasiert. BeyondRAID, bzw. das Betriebssystem des Drobo 5N hat also direkten Zugriff auf die Daten und sieht nicht nur einen mit Bits und Bytes gefüllten Block.

 

drobo5n 03s 
Drobo 5N

 

Wenn nun eine Datei auf das Drobo geschrieben wird, verteilt BeyondRAID die Datei in Stückchen plus Paritätsdaten aufgeteilt auf mehrere Laufwerke. Die Zuweisung erfolgt dabei flexibel, was den Vorteil mit sich bringt, dass verschieden große Festplatten eingesetzt werden können, wozu Drobo die User auch geradezu ermutigt. Weiterhin weiß das Betriebssystem des NAS auch jederzeit, welche Speicherbereiche nach dem Löschen einer Datei wieder freigegebenen werden können.

Das "BeyondRAID-Volume" lässt sich auch einfach durch das Hinzufügen einer weiteren Platte oder den Austausch gegen ein größeres Modell einfach und ohne Ausfallzeit vergrößern. Die Daten werden immer so gespeichert, dass eine Festplatte ausfallen kann, ohne dass Daten verloren gehen. Wahlweise ist auch eine zweifache Redundanz möglich. Natürlich geht auch hier physischer Speicherplatz für die Speicherung der Wiederherstellungsinformationen "verloren".

Vom Preis her liegt die bereits Ende 2012 vorgestellte Drobo 5N mit einem Straßenpreis von ca. 450 Euro für eine 5-Bay-NAS auf einem wettbewerbsfähigen Niveau. Der Hersteller hatte auch erst Ende Juni den empfohlenen Verkaufspreis auf 449 Euro abgesenkt.

Technische Daten
Hersteller Drobo (Data Robotics)
Modell Drobo 5N
Prozessor Marvell PJ4Bv7 (Quad-Core, ARMv7)
RAM 1 GB DDR3 RAM
Speicher fünf 3,5"-Festplatten (plus 1x mSATA als Cache)
Anschlüsse Vorne: - , Hinten: 1x Gigabit-Ethernet
Maße (HxBxT) 185 mm x 150 mm x 262 mm
Gewicht 3,9 Kg
Besonderheiten BeyondRAID, dimmbare LEDs, werkzeugloser HDD-Wechsel
Preis ca. 450 Euro
 

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Kommentare (1)

#1
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Hessen
Oberbootsmann
Beiträge: 973
"Diese Software ist nur für Windows und Mac OS X verfügbar, aber Linux-User werden auch kaum Zielgruppe so eines "bedienungsoptimierten" NAS sein."

Schönen Strohmann den der Autor da gebaut hat.

Anders ausgedrückt: Man ist dem Hersteller ausgeliefert was Support und Updates angeht, insbesondere bei Sicherheit+Kompatibilität mit neuerer Hardware.
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