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Corsair Void Surround im Test

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corsair void surround teaserDas Corsair Void Surround ist ein waschechtes Gaming-Headset, das nicht nur mit einer auffälligen Optik aufwartet, sondern dank eines USB-Dongles auch Dolby-Surround-Sound bietet. Wie gut das Void Surround in der Praxis funktioniert, schauen wir uns in unserem Test an.

Corsairs Void-Serie ist für uns kein gänzlicher Neuling. Das Headset bietet Corsair in zahlreichen verschiedenen Versionen an. Bereits Ende 2015 haben wir die USB-Version in einer schlichten schwarzen Optik gegen das Logitech G633-Headset antreten lassen. Nun, ein knappes Jahr später, wollen wir einen Blick auf das Void Surround werfen. Das Headset wird in den Farbvarianten Carbon (also Schwarz) und Schwarz/Rot angeboten und schlägt mit 80 Euro zu Buche. Corsair geht beim Void Surround allerdings einen etwas anderen Weg als es andere Hersteller tun. Im Grunde genommen handelt es sich um eine klassische Stereo-Version mit 3,5-mm-Klinke, der eine USB-Dongle-Soundkarte beiliegt. Die sorgt nicht nur dafür, dass am PC oder Notebook kein Sound-Anschluss benötigt wird, sondern bietet auch Dolby Surround.

Optik und Verarbeitungsqualität

Corsair hat bei der Void-Serie eine einheitliche Formensprache gewählt, bietet die unterschiedlichen Ausführungen aber in verschieden Farben an – Schwarz (oder Carbon, wie es Corsair nennt, ist als Grundfarbe immer verfügbar). Nachdem wir uns beim ersten Void-Test die Carbon-Farbvariante angesehen haben, folgt nun die rot-schwarze Version.

Corsair hat sich bei der Optik seines aktuellen Gaming-Headsets prominente Unterstützung geholt, denn das Design-Team des Autobauers BMW war maßgeblich am Entwurf beteiligt. Das sieht man dem Headset über weite Teile auch an, denn die Void-Reihe kann sich optisch von anderen Headsets absetzen. Das liegt maßgeblich daran, dass die Ohrmuscheln von zahlreichen diagonalen Linien durchzogen werden, was dem Headset eine gewisse Dynamik verleiht.

Corsair gelingt es darüber hinaus die Farbe Rot so zu integrieren, dass sie keineswegs übertrieben auffällig wirkt, sondern sich gut in das Gesamtkonzept einfügt. Das liegt zu einem gewissen Teil auch daran, dass Corsair auf matte Oberflächen setzt und diese mit größeren Glossy-Elementen auf den Ohrmuscheln kombiniert. Das Corsair Void Surround besitzt damit absolute Eye-Catcher-Qualitäten.

Die Materialgüte des genutzten Kunststoffs befindet sich auf einem guten, aber nicht überragenden Niveau, geht für den aufgerufenen Preis aber auf jeden Fall in Ordnung. Die hohe Wertigkeit wird von den Verbindungen zwischen den Ohrmuscheln und dem Tragebügel unterstrichen, die aus Metall gefertigt sind. Aber keine Angst, das Gewicht liegt mit 258 Gramm dennoch auf einem akzeptablen Niveau.

Einen recht klassischen Weg geht Corsair beim Mikrofon. Während andere Hersteller beispielsweise auf versenkbare Lösungen setzen, gibt es beim Void einfach ein Mikrofon zum Herunterklappen. Das Mikron wurde flexibel ausgeführt, eine Anpassung ist im Rahmen möglich, es gibt aber durchaus flexiblere und weniger störrische Lösungen.

Anschluss findet das Headset nativ über eine 3,5 mm Klinke-Buchse, die für den Surroundsound mit einem USB-Dongle kombiniert wird. Corsair setzt beim Void Surround auf ein normales Kabel, verzichtet also auf eine Textilummantelung oder Ähnliches. Das hat allerdings den Vorteil, dass das Kabel flexibel bleibt - optisch fällt es aber hinter ummantelte Lösungen zurück. Mit einer Länge von 200 cm (ohne Adapter) ist es ausreichend dimensioniert. Weniger gut gefällt hingegen, dass Corsair auf ein fest integriertes Kabel setzt. Im Falle eines Kabelbruchs muss also das ganze Headset getauscht werden.

Tragekomfort

Bereits beim ersten Zusammentreffen mit einem Void konnten wir den angenehmen Tragekomfort herausstellen. Eine Überraschung ist es daher nicht, dass uns auch die Surround-Version gut gefällt.

Corsair setzt sowohl bei den Ohrmuscheln als auch beim Bügel auf dicke Schaumstoffpolster mit Velours-Überzug, die einen angenehmen Sitz ermöglichen und auch lange Gaming-Sessions gut mitmachen. Einzig ein wenig schwitzig kann es bei warmen Temperaturen unter den Polstern werden.

Corsair konzipiert das Void als Overear-Hedset. Da der Hersteller genügend Platz bietet, werden auch größere Ohren problemlos umschlossen. Durch die Nutzung der Velours-Polster werden Umgebungsgeräusche nur bedingt abgeschottet, Stimmen sind gut verständlich. Wie gut das gefällt, hängt natürlich vom persönlichen Geschmack ab. Der Einstellbereich des Tragebügels fällt mit 4 cm auf jeder Seite recht groß aus, sodass das Void Surround auch an dieser Stelle mit einem hohen Komfort aufwarten kann.

Insgesamt betrachtet kann Corsairs Void-Serie hier erneut mit einem guten Ergebnis aufwarten, denn auch das mehrstündige Spielen gestaltet sich stets angenehm.

Ausstattung und Bedienung

Corsair geht beim Void zwei Wege hinsichtlich der Bedienung. Es wird eine Software angeboten, die beiden wichtigsten Einstellungen können aber auch direkt am Headset selbst vorgenommen werden.

Da Corsair auf eine klassische Kabelfernbedienung verzichtet, ist die linke Ohrmuschel, an der sich auch das Mikrofon befindet, Dreh- und Angelpunkt des Headsets. Über eine große Taste auf der linken Ohrmuschel kann das Mikrofon stummgeschaltet werden. Zusätzlich gibt es auf der Unterseite der Muschel noch einen Lautstärkeregler, der eine griffige Oberfläche besitzt und so auch im Eifer des Gefechts gut bedient werden kann. Gegenüber der nativen USB-Version müssen allerdings deutliche Abstriche gemacht werden, da natürlich nicht direkt über die 3,5 mm-Buchse auf die entsprechende Software zugegriffen werden kann.

Entsprechend muss auch auf eine andere Komfort-Funktion verzichtet werden, denn die USB-Version verfügt über kleine LEDs in der Spitze des Mikrofons, die „Statusmeldungen“ darstellen können. Die Surround-Version des Void muss auf dieses Feature verzichten, was schade ist, geht doch ein Alleinstellungsmerkmal der Serie verlieren.

Auch für das Void Surround bietet Corsair seine Utility Engine Software an, die es ermöglicht, gleich mehrere Corsair-Geräte zentral zu verwalten. Das ist natürlich dann besonders praktisch, wenn mehrere Geräte eines Herstellers vorhanden sind. Bedingt durch die eigentliche Klinke-Auslegung des Headsets hält sich der Funktionsumfang aber in Grenzen. Einzig ein Equalizer mit 10 Bändern wird geboten. Corsair hat direkt ab Werk fünf Presets hinterlegt.

Klangcheck

Bei all den Features, die moderne Headsets bieten, kommt es am Ende doch darauf an, wie ein Kopfhörer klingt. Corsair setzt beim Void Surround auf zwei 50-mm-Treiber, die mit Neodym-Magneten arbeiten. Die verwendeten Lautsprecher-Chassis fallen also etwas größer aus, als es der Standard ist. Das verspricht etwas mehr Dynamik und Tieftonfestigkeit, als es bei kleineren Treibern möglich ist. Genutzt haben wir das Void Surround für den Test natürlich an der beiliegenden USB-Soundkarte aber auch via Klinke. Neben diversen Gaming-Sequenzen haben wir natürlich erneut unseren langjährigen Referenzsong „Forgiven Not Forgotten“ der Corrs genutzt, um eine Vergleichbarkeit herzustellen.

Im ersten Schritt musste sich das Void Surround in der Flat-Einstellung des Equalizers unter Beweis stellen. Bereits nach kurzer Zeit outet sich das Void Surround als klassisches Gaming-Headset. Der Bassbereich ist deutlich überrepräsentiert, während der Mitteltonbereich in den Hintergrund gedrängt wird – es kommt also eine klassische Badewanneneinstellung zum Einsatz. Das macht sich beispielsweise in unserem Referenzsong bemerkbar. Die zunächst genutzte Geige kann recht freia ufspielenn, spätestens dann, wenn die Drums einsetzen, werden die feinen Details vom Bass überdeckt, was gerade bei akustischer Musik zu einer hörbaren Unausgewogenheit führt. Die Hochtonbereich geht in Ordnung wirkt aber nicht so frei und unbeschwert, wie man es sich vielleicht bei der Musikwiedergabe wünschen würde.

Bei Filmen oder Games hat das Grundsetup hingegen durchaus seine Vorteile, denn Explosionen wirken natürlich deutlich imposanter als bei einem neutralen Setup. Ebenso kann das Grundsetup bei elektronischer Musik besser gefallen.

Sein Können, kann das Void Surround aber erst dann ausspielen, wenn der Equalizer bemüht wird. Mit einem entsprechenden Setup und einem deutlich reduzierten Bassbereich wirkt das Void Surround deutlich homogener und macht so auch über einen längeren Zeitraum und bei allen Musikstilen deutlich mehr Spaß. Wer sich bei den Presets bedienen möchte, sollte alle bassbetonenden Setups meiden, am Ende hängt das aber vom persönlichen Geschmack ab. 

Den virtuellen Raumklang beherrscht das Void Surround auf dem Level, das wir von anderen entsprechend ausgestatteten Geräten kennen. So klingt unser Testkandidat angenehm räumlich, die Geräusche lassen sich klar einer Richtung zuordnen. Gleichzeitig kann virtueller Raumklang aber keinesfalls ein echtes Surround-Setup ersetzen.

Das Mikrofon konnte in unserem Test eine brauchbare aber nicht überrafgende Leistung an den Tag legen. Wir waren klar und deutlich zu verstehen, es konnte aber zu Nebengeräuschen kommen.

Fazit

Wie seine Void-Geschwister besitzt auch das Void-Wireless eine auffällige Optik, die zu gefallen weiß und sich deutlich von anderen Headsets absetzen kann. Uns gefiel sowohl die rot-schwarze Farbgebung als auch die dynamische Formensprache. Die Materialgüte lag auf einem guten, aber nicht überragenden Niveau, geht für den aufgerufenen Preis aber in Ordnung.

Beim Feature-Set fällt das Void Surround leider hinter seine USB-Geschwister zurück, denn es muss sowohl auf die RGB-Beleuchtung, als auch auf die praktischen Status-LEDs im Mikrofon verzichtet werden. Dennoch bietet das Headset gut zugängliche Einstellmöglichkeiten an der rechten Ohrmuschel. Dort können die Lautstärke angepasst und das Mikrofon stummgeschaltet werden.

Klanglich erweist sich das Void Surround als waschechtes Gaming-Headset. Ab Werk besitzt es einen dynamischen, kraftvollen Klang, der dem Headset ein spektakuläres Auftreten verleiht. Das macht bei actiongeladenen Games zwar eine Menge Spaß, erweist sich aber gerade für Musik als unausgewogen. Dank des in die Software integrierten Equalizers kann hier aber im Rahmen optimiert werden. Dann bietet das Void Surround einen dynamischen Klang mit ordentlichen Höhen und einer sehr guten Räumlichkeit.

Für knapp 80 Euro bietet Corsair mit dem Void Surround ein solides Gaming-Headset, das sich gerade durch die schicke Optik von der Konkurrenz abheben kann. 

Positive Aspekte des Corsair Void Surround:

  • schicke Optik
  • hoher Tragekomfort
  • gute Verarbeitungsqualität
  • Mit Equalizer guter, wuchtiger Klang

Negative Aspekte des Corsait Void Surround:

  • Unausgewogener Klang ohne Nacharbeit
  • Komfort-Funktion des Void-USB geht verloren

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 29.09.2011
Bochum
Oberbootsmann
Beiträge: 769
Da lob ich mir das 363D, damit kann man wenigstens noch auf gescheitem Niveau Musik hören :-)
#2
Registriert seit: 16.06.2015
Ingolstadt
Hauptgefreiter
Beiträge: 197
Nur kostet es leider rund das doppelte und ist nicht wireless
#3
customavatars/avatar4557_1.gif
Registriert seit: 17.12.2002

Miles are my Meditation
Beiträge: 58618
Wireless war und ist noch nie zu empfehlen gewesen. Wer die beste Soundqualität will, kauft sowieso nichts von dem ganzen Gamingschrott, sondern einen guten Hifi Kopfhörer.
#4
Registriert seit: 08.11.2007

Oberbootsmann
Beiträge: 810
Aber mit einem Hifi Kopfhörer hat man doch kein G4m1ng g34R!
Und auch kein Mic!
xD

Finde es auch immer wieder traurig, wie man so einen Schrott kaufen kann wenn es für gleich viel Geld einfach viel mehr gibt im Hifi-Bereich. Als Mic reicht auch so ein 5€ ansteck Teil.
#5
customavatars/avatar13203_1.gif
Registriert seit: 05.09.2004
MIA SAN MIA
Kapitän zur See
Beiträge: 3231
Schöner Test, das Corsair scheint wirklich eine gute Wahl zu sein sofern man den Bass etwas runterregelt. Wobei man natürlich nicht vergessen darf, gerade für Games, wofür ja auch explizit geworben wird, ist das schon nicht verkehrt.

Bleibt nur die Frage, das Corsair nehmen oder doch das Logitech G633 oder Kingston HyperX Cloud II? :coffee:
#6
customavatars/avatar4557_1.gif
Registriert seit: 17.12.2002

Miles are my Meditation
Beiträge: 58618
Für Spiele und Ortung ist eine basslastige Abstimmung total kontraproduktiv. Wenn du daas Cloud willst, auf keinen Fall das Cloud II, sondern das Einser!

Das Zweier hat als einzigen Unterschied eine extrem minderwertige USB Soundkarte.
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