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Gigabyte Xtreme Gaming XM300 im Test

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Gigabyte XM300Das Xtreme Gaming-Label soll für Gigabyte das werden, was ROG für ASUS ist - eine Marke, unter der erfolgreich unterschiedlichste Produkte für Spieler angeboten werden. Mit der XM300 testen wir die erste Spielermaus, die unter dem Xtreme Gaming-Label verkauft wird.   

Gigabyte hat schon seit Jahren Gaming-Eingabegeräte im Angebot. Mit dem neuen Label Xtreme Gaming soll das Gaming-Engagement jetzt aber besser fokussiert und vermarktet werden. Die XM300 ist als Erstlingsprodukt dabei besonders wichtig. Gigabyte hat sich aber dagegen entschieden, einfach nur ein besonders auffälliges Aushängeschild zu entwickeln. Stattdessen soll die XM300 eine gut ausgestattete Maus sein, die aber gleichzeitig auch mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis um Käufer buhlt.  

Um den Problemen mancher Lasersensoren aus dem Weg zu gehen, verbaut Gigabyte mit dem Pixart 3988 einen bewährten optischen Sensor. Die Auflösung kann zwischen 50 und 6.400 DPI variiert werden. Auch an anderer Stelle kommt bewährte Technik zum Einsatz. Die japanischen Omron-Switches unter den Haupttasten sind für bis zu 20 Millionen Betätigungen ausgelegt. Die ergonomisch gestaltete Rechtshändermaus sticht außerdem auf den ersten Blick mit einem RGB-Beleuchtungssystem ins Auge. Und auch Profil- und Makromanagement dürfen nicht fehlen.

Trotz der guten Ausstattung ist die XM300 im mittleren Preissegment zu finden. Aktuell kann sie für rund 44 Euro erworben werden. Bevor wir näher auf Maus und Lieferumfang eingehen, zeigt sie sich noch kurz im Gigabyte-Produktvideo:

Gigabyte XM300

Gigabyte verzichtet fast völlig auf Zubehör. Das einzige, was der XM300 noch beiliegt, sind selbstklebende Ersatzgleitflächen. Diese Beigabe ist aber allemal sinnvoll, denn schließlich sind die Gleitfüße meist die Mausbestandteile, die am ehesten verschleißen. 

Technische Details - Gigabyte Xtreme Gaming XM300:

  Gigabyte Xtreme Gaming XM300
Sensortyp:
PixArt 3988, optischer Sensor
Auflösung:
50 bis 6.400 DPI in 50-DPI-Schritten (ab Werk: 800/1600/2400/3200 DPI)
Beschleunigung:
max. 50 g
Abtastgeschwindigkeit:
bis zu 200 ips (Zoll pro Sekunde)
Switches:

Omron, spezifiziert für 20 Millionen Betätigungen

Zusätzliche Tasten:
2 = Daumen; 2 = Topcover (DPI);
Design

ergonomisches Design für Rechtshänder, seitlich Gummipartien für besseren Halt

Gleitfüße:
Teflon
Kabel:
1,8 Meter, mattes PVC
Abmessungen:
130 x 60 x 43 mm (L x B x H)
Gewicht:
101 g (ohne Kabel)
Preis:
rund 44 Euro

Die Maus im Detail

Gigabyte XM300

Gigabyte hat mit der XM300 eine eher schlanke und langgestreckte Maus designt. Das "Xtreme-Design" soll dabei sicherstellen, dass die unterschiedlichen Maushaltungen problemlos genutzt werden können. Mit mittelgroßen Händen haben wir die doch recht große Maus aber meist im Palmgrip genutzt. Dabei ruht die Hand auf dem matten Kunststoffgehäuse. Weiche Gummiflächen sorgen zumindest an den Seiten für zusätzlichen Grip. 

Gigabyte XM300

Im Mausrücken wird das Gigabyte-Logo im Betrieb von einer RGB-Beleuchtung hervorgehoben - zumindest, solange es nicht von der Hand verdeckt wird. Unterhalb des Mausrades ermöglichen zwei zusätzliche Tasten den Wechsel zwischen den einzelnen DPI-Stufen auch mitten im Spiel. Ab Werk kann zwischen 800, 1.600, 2.400 und 3.200 DPI gewechselt werden. Über die Software lassen sich die DPI-Stufen aber auch individuell festsetzen. Das Mausrad hat die Optik eines Fahrzeugrades. Durch den Einsatz von Gummi und das Profil wird ein sicherer Halt geboten. Es gehört zu den leichtgängigeren Mausrädern, arbeitet trotzdem aber leicht gerastert. Für das Gaming noch wichtiger sind die Haupttasten. Gigabyte greift dafür auf langlebige Omron-Switches zurück. Die Tasten lassen sich präzise und regelrecht knackig betätigen.

Gigabyte XM300

Auch an der Seite gibt es eine Beleuchtung - vier weiße LEDs zeigen an, welche DPI-Stufe gerade aktiv ist. Der DPI-Indikator befindet sich so weit vorn, dass er bei durchschnittlicher Handgröße nicht vom Daumen verdeckt wird und damit gut sichtbar ist. Seitlich können zwei Daumentasten genutzt und (wie alle anderen Tasten auch) frei belegt werden. Die hintere Daumentaste ist problemlos erreichbar, für die vordere Taste müssen wir den Daumen schon richtig durchstrecken.   

Gigabyte XM300

Angebunden wird die XM300 mit einem 1,8 m langen, matten USB-Kabel. Auf eine Ummantelung hat Gigabyte verzichtet - begründet wird das damit, dass sich das nackte Kabel besser verlegen lässt. Gesleevte Kabel wirken zwar erst einmal wertiger, die Textilummantelung verschleißt aber teilweise schnell und sind dann mitunter unschöner aus als ein ungesleevtes Kabel. Was man bevorzugt, ist im Endeffekt aber Geschmackssache.  

Gigabyte XM300

Die drei Teflon-Gleitflüße sorgen für ein gutes Gleitvermögen. Auch in hektischeren Spielmomenten lässt sich die Maus damit blitzschnell so bewegen, wie es gerade nötig ist. 

Software

Gigabyte XM300

Es ist zwar möglich, die XM300 als Plug and Play-Maus zu nutzen. Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, muss aber die über die Produktseite erhältliche Software installiert werden. Sie gliedert sich in drei Reiter. Im ersten Reiter können die einzelnen Tasten für alle fünf Profile individuell belegt und die RGB-Beleuchtung eingestellt werden. 

Gigabyte XM300

Der Makro-Manager ermöglicht unkompliziert das Erstellen und Hinterlegen von eigenen Makros. Der dritte Reiter, "Other Settings", beherbergt schließlich alle weiteren Einstellungen wie beispielsweise die Polling-Rate.  

Praxiseinsatz

Die XM300 ist zwar formal eine ergonomische Maus, erinnert mit ihrer Form aber doch stark an symmetrisch gestaltete Mäuse für die Nutzung mit beiden Händen. Das erleichterte uns die Umgewöhnung von der Redaktionsmaus, einer zwar etwas kürzeren, aber ansonsten ähnlich geformten Mionix Avior 7000. Der Pixart 3988-Sensor überzeugt mit einer authentischen Umsetzung der Mausbewegungen und wird dank seiner hohe Abtastgeschwindigkeit auch von hektischen Spielsequenzen nicht überfordert. Selbst im enorm reaktionsfordernden Unreal Tournament macht die XM300 entsprechend eine gute Figur. Dabei profitiert die Maus sowohl von ihrem guten Gleitvermögen als auch von dem mit 101 g angenehm niedrigen Gewicht. In Summe eignet sie sich gerade für schnelle First Person Shooter gut. Als Untergrund nutzen wir ein SteelSeries QcK Heavy-Mauspad, auf dem der Sensor präzise arbeitet. Dabei zeigt sich der Sensor noch vergleichsweise tolerant gegenüber ungünstigeren Unterlagen und kann beispielsweise auch auf einer nackten, weißen Tischplatte genutzt werden. Allerdings ist die vergleichsweise hohe Lift-Off-Distance (LOD) Geschmackssache bzw. kann gerade für Low-Senser unangenehm sein. 

Fazit

Als Erstlingswerk des Xtreme Gaming-Labels legt die XM300 einen durchaus beeindruckenden Auftritt hin. Die unauffällig designte Maus überzeugt mit ihrem guten optischen Sensor und sinnvollen zusätzlichen Features. Gigabyte konzentriert sich dabei weitgehend auf das Wesentliche und hat eine leichte, funktionale FPS-Maus realisiert. Zusätzliche Features wie der on-the-fly-Wechsel zwischen den DPI-Settings und die entsprechende, gut sichtbare Anzeige haben größtenteils einen direkten Mehrwert für den Spieler. Nur von der RGB-Beleuchtung hat man im Spiel typischerweise wenig, sie sieht z.B. mit den dezenten, fließenden Farbwechseln aber allemal gut aus.

Direkte Konkurrenten für die XM300 sind schlanke Gamingmäuse mit optischem Sensor, die im Preisbereich von um die 50 Euro angeboten werden. Ein ganz ähnlich ausgerichtetes Konkurrenzmodell ist beispielsweise die ASUS ROG Gladius mit gleichem Sensor. Auffällig an der ASUS-Maus ist im Vergleich, dass das Kabel abgenommen und die Omron-Switches ausgetauscht werden können. Die Gigabyte-Maus ist in dieser Hinsicht weniger flexibel, bietet aber die nützlicheren Möglichkeiten zur DPI-Anpassung. Vor allem aber wird sie rund 20 Euro günstiger angeboten. Auch andere Mäuse mit PixArt 3988 werden typischerweise etwas teurer angeboten als die XM300. Das gilt z.B. für die Corsair Gaming Sabre RGB Optical oder die (ohnehin nur schwer erhältliche) EVGA TorQ X5 Optical.

Gigabyte XM300

Weil die Gigabyte Xtreme Gaming XM300 nicht nur im Spieleeinsatz überzeugen kann, sondern auch noch vergleichsweise günstig ist, erhält sie unseren Preis-Leistungs-Award. 

Gigabyte XM300

Positive Aspekte der Gigabyte Xtreme Gaming XM300:

  • überzeugender optischer Sensor
  • gute Ergonomie für größere Hände und Palm Grip
  • DPI-Anpassung durch zwei Tasten, gut sichtbare Anzeige an der Seite
  • anpassbare RGB-Tastenbeleuchtung, übersichtliche Software mit Makro- und Profilfunktionalität

Negative Aspekte der Gigabyte Xtreme Gaming XM300:

  • reine Rechtshändermaus

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Kommentare (4)

#1
customavatars/avatar39883_1.gif
Registriert seit: 08.05.2006
Oberbayern
Kapitän zur See
Beiträge: 3772
Sehr schön
#2
customavatars/avatar160056_1.gif
Registriert seit: 11.08.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1143
Gefällt mir auch ganz gut.
Bin nur durch meine M8000X verunsichert was den Support anbelangt, der Treiber stürzt so oft ab wenn man ein Makro einstellt, ist echt nervig.
#3
customavatars/avatar54828_1.gif
Registriert seit: 01.01.2007
Exil
Der Saft ist mit euch!
Beiträge: 8144
Liest sich echt nicht schlecht für den Preis.
#4
Registriert seit: 03.10.2004
Münsterland
Bootsmann
Beiträge: 612
Scheint ja wirklich ein schönes Mäuschen zu sein. Ergonomisch und griffig, aber keine Fingerakrobatik (siehe Rival, die "K(r!!!)ampfmaschine") wie manche anderen Gamingmäuse heute erfordern. Werde ich mir definitiv anschauen, sobald meine DeathAdder Chroma (bisher einzige Maus am Markt, bei der ich nicht nach 30 Minuten Nutzung Krämpfe bekomme und die gleichzeitig eine angenehme Größe hat um mir ingame gute Dienste zu leisten) den Geist aufgibt: Die Frage ist ja bei Razer durchaus nicht nur rhetorischer Natur sondern leider durch die fragwürdige Qualität obligatorisch. Und ich hasse es, sowas kaufen zu müssen, nur weil keine andere nutzbare (Sensor ist mir durchaus wichtig) Maus gut in der Hand liegt.

Bisher schieden alle Alternativen aus: Rival 300 bringt durch das ausladende Heck Schmerzen ohne Ende, Zowie EC-Mäuse sind zwar bequem aber veraltete überteuerte Puristen die nicht die DPI-Flexibilität die ich brauche bringen können, Sensei zwar bequem aber ein Dreckssensor, Rival 100 dito, die Cougars sind zwar bequem aber bei meinen trockenen Händen immer rutschig mangels griffiger Seitenteile, Kone hat eine Kante die sich in meinen Finger bohren will, dito G402, Mionix Castor verursacht Krämpfe, G502 zwar bequem aber mieses Mausrad das ich für den Preis nicht schlucke

Daher wird diese bei Defekt der DA meinen Zuschlag bekommen und zumindest eine faire Chance. Ansonsten bleiben mir nur diese komische fnatic-Maus und die neue Finalmouse. Und gerade bei letzterer habe ich nach den Berichten über die Müllqualität des Vorgänfers so meine Zweifel... Vielleicht richtets die Gigabyte. :)
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