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Wavemaster TWO BT im Test

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Seite 1: Wavemaster TWO BT im Test

wavemaster logoLautsprecher mit Bluetooth sind im Smartphone-und Tablet-Zeitalter die "Stereoanlage von früher". Mit dem Wavemaster TWO in der neuen "BT"-Variante hat auch der Bremer Hersteller ein entsprechendes Boxenset im Sortiment, das per Kabel, aber auch über Bluetooth guten Sound in das Wohnzimmer, die Küche oder das Büro bringen soll. Wir haben uns die TWO BT in der weißen Edition ins Testlabor zum Probehören schicken lassen.

Lautsprecher schafft man sich nicht wie ein Notebook oder Tablet für zwei oder drei Jahre an - sondern für einen durchaus längeren Zeitraum. Trotzdem geben die meisten Kunden wohl schneller 319 Euro (UVP) für ein Smartphone aus, als für ein gutes Boxenset. Dieses lebt in der Regel aber länger in den heimischen vier Wänden. In unserem Preisvergleich tummeln sich die Wavemaster TWO BT White bei knapp 289 Euro. Insofern muss man also schon etwas Lust an der qualitativen Wiedergabe seiner Lieblingssongs haben, um zu diesem höherwertigen Set zu greifen. Anwender, die auch zu Brüllwürfeln greifen könnten, werden von Wavemaster nicht angesprochen. Doch die Investition lohnt sich sicherlich, denn die meisten Boxen entwickeln im Haus auch nach Jahren noch eine Zweit- oder Drittnutzung im Kellerzimmer oder Hobbykeller. 

Mit dem anvisierten Kaufpreis spielt Wavemaster in einer Liga mit den anderen Bluetooth-fähigen Boxen auf dem Markt: Zum einen ist hier Edifiers Studio R2000DB zu nennen, aber auch ein Bose SoundLink Bluetooth Speaker III. Wir vergleichen das Modell mit einem Bose SoundLink Mobile Speaker II, welcher aber nicht mehr am Markt verfügbar ist.

Optisch können die Wavemaster TWO BT in weißer Farbe auf jeden Fall schon einmal punkten:

Das 2.0-Setup ist komplett in Weiß gehalten und besitzt nur die schwarzen Hervorhebungen durch die Kalotten und Tieftöner sowie die frontseitig untergebrachten beiden Drehknöpfe auf der Mastereinheit. Die technischen Daten des Wavemaster TWO BT sind etwas leistungsfähiger dimensioniert als die des kürzlich getesteten Wavemaster Cube

Die Lautsprecher sind auch als Wavemaster TWO BT Black in einer schwarzen Variante erhältlich, die technisch und klanglich aber identisch ist. 

Die Wavemaster TWO BT im Detail

Nach dem Auspacken hat man neben den beiliegenden Kabeln (ein 3,5-mm-Klinkenkabel, Lautsprecher- und Stromkabel) die beiden schlichten Boxen vor sich stehen. Dabei verwendet man ein typisch schlichtes, lackiertes Gehäuse. Das Design ist also der Funktion folgend, wobei das weiße Lackfinish wirklich sehr edel aussieht. Die Boxen wirken hochwertig verarbeitet und sind durch ihre durchaus kompakten Abmessungen in diversen Einsatzszenarien zu verwenden: Durch ihre 2x 30 W RMS könnten sie bereits in einem kleinen Wohnzimmer zum Einsatz kommen, aber sie finden auch durchaus noch auf einem großen Schreibtisch gut ihren Platz, ohne zu sehr zu stören. Die Abmessungen betragen 180 x 256 x 205 mm, somit sind die TWO BT etwas größer als die getesteten Cubes. Das sollte letztendlich auch dem Klang zugute kommen, denn aus physikalischen Gesichtspunkten kann ein Tiefton-Bereich bei größeren Boxen besser wiedergegeben werden. 

Auf Gitter-Abdeckungen oder ähnliches verzichtet Wavemaster bei den TWO BT, und sogar ein Logo findet man nicht auf der Frontseite. Somit stören weder Schriftzüge, noch sonstige Elemente das edle Design. Aber: Die Hoch- und Mitteltöner sind dadurch natürlich druckempfindlich. Wer Kinder im Haushalt hat, sollte die Boxen vielleicht an eine hohe Position stellen, wo die Kinderhände nicht das Eindrücken der Kalotten ausprobieren können. Das Holz mit der Klavierlack-Oberfläche ist ansonsten recht unempfindlich, nur Fingerabdrücke sieht man natürlich. Durch die weiße Lackierung sind diese aber nicht so stark zu sehen, wie bei einem schwarzen Lack. 

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Schicke Farbkombination: Das TWO BT ist aber auch in schwarz erhältlich

Beim Aufbau setzt Wavemaster auf eine klassische 2-Wege-Bestückung. Um den Hochton-Bereich kümmert sich eine Seidenkalotte im 25-mm-Format, während sich um den Mittel/Tiefton-Bereich eine Kevlar-Konusmembran mit einem Durchmesser von 130 mm verantwortlich zeigt. Diese Kombination soll laut Wavemaster einen Frequenzbereich von 45 Hz bis 22kHz abdecken - eine recht normale Einordnung für ein Lautsprecher-Set dieser Klasse und oftmals auch in anderen Sets in identischer Form zu finden. 

Mitgeliefert werden von Wavemaster auch Schaumstoff-Klebepads, die an der Unterseite der Boxen aufgeklebt werden können. Dies muss der Käufer selber vornehmen, da die Lautsprecher theoretisch auch liegend betrieben werden können und Wavemaster wohl diese Option freihalten wollte. 

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Die Master-Box besitzt die Lautstärkeregelung und einen Eingangsregler

Praktisch sind die Einstellungsmöglichkeiten auf der Front, die Wavemaster sehr simpel hält, um das Design nicht zu stören. Der sekundäre Lautsprecher hat gar keine Einstellugungsmöglichkeiten, der primäre besitzt einen Lautstärkeregler, der gleichzeitig An-/Ausschalter ist. Der zweite Drehregler regelt die drei Eingänge: Zum einen kann hier Bluetooth gewählt werden, aber auch der Cinch- oder Klinkeneingang. Wird auf Bluetooth gestellt, ist das Lautsprecherset auch kurzzeitig zum Pairen sichtbar. Die beiden unauffälligen Drehregle sind praktisch alles, was man benötigt - die Gestaltung gefällt. Die Lautsprecher schalten sich zudem auch selbständig ab, wenn eine Zeit lang kein Signal anliegt und schalten sich auch selbständig an, wenn ein Signal verfügbar ist. Insofern ist der Lautstärke-Knopf eher für Leute gedacht, die die Boxen nicht mit einem Bluetooth-Gerät steuern, denn die Lautstärkesteuerung erfolgt natürlich einfacher vom Sofa aus direkt über das Smartphone oder Tablet. Der Standby-Betrieb liegt unter 0,5 Watt und ist somit akzeptabel.   

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Nur 0,5 Watt im Ruhemodus können wir bestätigen

Die Rückseite der Master-Box des Wavemaster TWO BT ist vollgestopft mit Anschlüssen und Optionen. Die Slave-Box ist hingegen aufgeräumt sauber: Hier sind nur die Audio-Anschlüsse vorhanden. Die Endstufe integriert Wavemaster in die Master-Box, ebenso wie die komplette Steuerelektronik. Die RMS-Leistung beträgt 2x 30 Watt, wobei dies für den Schreibtisch mehr als ausreicht, aber auch kleine Zimmer gut beschallt werden können, wenn man die Lautsprecher ins Regal stellt. Wer größere Räume beschallen möchte, wird sich allerdings auch etwas mehr Leistung wünschen, wenn einmal Musik mit hoher Lautstärke gehört werden soll.  

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Praktisch: An der Master-Box befinden sich alle Anschlüsse

Die Drehregler, die beim Cube noch etwas größer ausgefallen sind, steuern beim TWO BT ebenfalls Bass und Höhen. Die Veränderungen an diesen Reglern werden für beide Lautsprecher übernommen, eine einzelne Abstimmung beider Lautsprecher ist nicht möglich. Darunter befindet sich eine Lademöglichkeit für ein USB-Gerät, wobei hier darauf geachtet werden muss, dass der Stromanschluss nur 500 mA zum Laden bietet. Weiterhin vorhanden ist ein AC Power Outlet, um weitere Geräte anzuschließen. Ebenso findet man als Line 2 den Klinkenstecker-Anschluss (3,5-mm-Klinke) und einen Cinch-Eingang, der als Line 1 fungiert. Die Lautsprecher können zudem mit 110 V betrieben werden und auch ein separater Stromschalter ist auf der Rückseite vorhanden. Der Master-Lautsprecher soll laut Wavemaster der rechte Lautsprecher sein, was sich auch nicht ohne Weiteres im Bluetooth-Betrieb umkehren lässt. 

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Die Slave-Box muss laut Anschluss links positioniert werden

Der linke Lautsprecher besitzt keine eigene Endstufe, sondern wird über den Hauptlautsprecher passiv  versorgt - die Klemmen für das beiliegende (leider extrem dünne) Lautsprecherkabel sind farblich klar gekennzeichnet, könnten für unseren Geschmack aber gerne noch etwas massiver ausfallen. Aber immerhin liefert Wavemaster ein richtiges Kabel mit und verwendet keine fest eingebauten Lautsprecherkabel.

Auf komplexe DSP-Lösungen, wie sie teils in der High-End-Klasse geboten werden, verzichtet Wavemaster, gemessen am Preis kann Wavemaster aber mit einer gelungenen Ausstattung aufwarten, denn der zusätzliche Bluetooth-Empfänger erweist sich als ausgesprochen praktisch. 

 

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Kommentare (4)

#1
Registriert seit: 15.08.2012
BaWü
Hauptgefreiter
Beiträge: 135
Hallo Dennis!
Danke für den Test. Nette Bilder, das muss man Dir lassen. Ich hätte mir hier und da etwas mehr Licht auf dem Objekt gewünscht aber okay.
Und auch, tolle Tapete im Hintergrund ;)
Grundsätzlich auch ganz schön geschrieben. War sicher Arbeit.

Aber:
"Wie schon die Wavemaster Cube sind auch die TWO BT nicht gänzlich ausgewogen abgestimmt, was sich darin bemerkbar macht, dass in Neutralstellung der Hoch- und Tieftonregler der Hochtonbereich ein wenig überpräsent ist."

Äh, wie meinen bitte?

Und:
"Insofern muss man also schon etwas Lust an der qualitativen Wiedergabe seiner Lieblingssongs haben..."

Sorry, qualitativ ist keine Zustandsbeschreibung. Was denn nun, hochwertig, mittemäßig oder gar schlecht?


Man möge mir konstruktive Kritik erlauben.
Die Jungs von Spiegel Online steckst Du locker in die Tasche ;)
#2
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Registriert seit: 04.05.2001
Hannover
Chefredakteur
Beiträge: 30931
Hallo MaGue,

danke für die Komplimente bezüglich der Tapete! :banana:

Die TWO BT sind im Hochtonbereich etwas dominant, wenn man die rückseitigen Einstellungsmöglichkeiten für den Hoch- und Tieftonbereich nicht anfasst. Das kann man zwar manuell etwas nachjustieren, eine wirklich optimale Einstellung habe ich aber nicht gefunden, denn umgekehrt fängt bei einer Herunterregelung des Hochtonbereiches der Mitteltöner meiner Meinung nach an zu schnell zu übersteuern.

Bezüglich deiner Frage zum Preis: Das wird wohl jeder Anwender unterschiedlich sehen. Für einen Audioliebhaber ist das Set wohl eher günstig, für einen Heimanwender ohne große Ansprüche vielleicht eher teuer. Unter den getesteten 2.0-Systemen ist es im Mittelfeld anzufinden. Aus diesem Grund stellen wir bereits einige Ansprüche an das Boxenset, aber es muss natürlich nicht mit einem nubert oder ähnlichem konkurrieren. Eine Qualitätsaussage hatte ich in der Einleitung aber noch gar nicht vor ;)
#3
Registriert seit: 15.08.2012
BaWü
Hauptgefreiter
Beiträge: 135
Danke für Deine Antwort.
Preis? Ich hatte zwar nicht nach dem Preis gefragt aber egal. Wenn wir grade dabei sind ein Stereoamp plus passive Lautsprecher fürs gleiche Geld können da sicher mehr leisten. Abgesehen von BT und USB und so kram. Aber das wollen die Speaker wohl ja eh nicht.
#4
customavatars/avatar151276_1.gif
Registriert seit: 04.03.2011
Hannover / Laatzen
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 403
Schöner Test. Ich habe kurz vor Weihnachten den Vorgänger als B-Ware (optisch und technisch astrein) günstig abgestaubt und betreibe das Set am TV im Schlafzimmer.

Ich gehe davon aus, dass sich klangtechnisch keine Unterschiede zu der neuen Variante mit BT ergeben haben? Laut Test scheinbar nicht..

Jedenfalls kann ich mich nicht beklagen was die Teile angeht. Meine Freundin fand den Bass etwas zu dominant und zum dröhnen neigend. Das mit dem Dröhnen liegt wohl an der Nähe zur Wand, jedoch hat man das bei anderen LS ebenfalls, wenn man die Bassreflexöffnung hinten hat und wandnah aufstellt.
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