> > > > Wavemaster Cube im Test - unauffällig wohlklingend

Wavemaster Cube im Test - unauffällig wohlklingend

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 1: Wavemaster Cube im Test - unauffällig wohlklingend

wavemaster cube teaserWavemaster hat mit dem Cube-System ein neues, optisch reduziertes Stereo-Setup im Programm, das mit einem neutralen Klang all diejenigen ansprechen soll, die lieber hochwertig Musik genießen wollen, anstelle von dröhnenden Bässen erschlagen zu werden – ob das gelingt, klärt unser Test.

Auf der einen Seite erweist sich der Lautsprecher-Markt als äußerst stabil, denn wer heute ein Lautsprecher-System erwirbt, das gut klingt, der kann davon ausgehen, dass es auch noch in einigen Jahren gut klingen wird - so gesehen ist es immer eine lohnenswerte Sache, lieber ein paar zusätzliche Euro zu investieren und ein Lautsprecher-Setup anzuschaffen, das den eigenen Vorlieben voll und ganz entspricht. Dennoch erweist sich natürlich auch der Audio-Markt im stetigen Wandel. Dominierten vor einigen Jahren noch Surround-Sets das Geschehen, folgte wenig später der Switch zu Stereo-Setups mit dediziertem Subwoofer - die Gattung, die auch heute noch den Markt beherrscht. Dennoch hat sich auch dazu eine Gegenbewegung etabliert, denn aus dem professionellen Studio-Bereich kommend, halten immer mehr größer dimensionierte Nahfeldmonitore mit einem sehr neutralen Klang Einzug auf den Schreibtischen - auch unsere aktuelle Referenz, die Nuberts nuPro A-300 stammen aus diesem Segment, sind mit 425 Euro für Stück aber auch alles andere als günstig.

Mit einem Set-Preis von 200 Euro erweist sich da schon unser heutiger Testkandidat, das neue Stereoset Cube aus dem Hause Wavemaster, als deutlich realistischer für normal dimensionierte Geldbeutel. Auch dabei handelt es sich um ein 2.0-Setup, das mit einer schlichten Optik aufwarten kann und sich im Alltag als echter Allrounder etablieren möchte.

 

Die Wavemaster Cube im Detail

Der erste Eindruck, der nach dem Auspacken entsteht: Unauffällig ist das Paar Stereolautsprecher. Wavemaster setzt auf ein unauffälliges schwarzes Gehäuse, das, wie der Name schon vermuten lässt, würfelförmig gestaltet wurde. Eye-Catcher sucht man vergebens, denn die Membranen verstecken sich gut geschützt hinter einer Gitter-Abdeckung, während einzig ein Wavemaster Schriftzug auf der Oberseite einen kleinen Kontrast darstellt.

Mit Abmessungen von 175 x 245 x 200 fallen die Lautsprecher angemessen dimensioniert aus. Auf dem Schreibtisch sind die beiden Würfel zugegebenermaßen nicht gerade unauffällig, bei einem Set ohne Subwoofer gilt aber, dass ein gewisses Volumen aus rein physikalischen Gesichtspunkten sein muss, denn ansonsten kann der Tiefton-Bereich direkt abgeschrieben werden. Sollen die Wavemaster Cube allerdings als klassische Regallautsprecher genutzt werden, können sie unauffällig in den meisten Regalen untergebracht werden. Wavemaster setzt auf MDF-Gehäuse mit einer folierten Oberfläche in Mattschwarz. Die Verarbeitung war bei unserem Testmuster gut, nur an einer Stelle gab es eine leichte Unregelmäßigkeit in der Folierung.

Beim Aufbau setzt Wavemaster auf eine klassische 2-Wege-Bestückung, wie sie in der Preisklasse der Cube üblich ist. Um den Hochton-Bereich kümmert sich eine Seidenkalotte im 25 mm-Format, während sich um den Mittel/Tiefton-Bereich eine Cellulose-Konusmembran mit einem Durchmesser von 130 mm verantwortlich zeigt. Diese Kombination soll laut Wavemaster einen Frequenzbereich von 45 Hz bis 22kHz abdecken - eine recht normale Einordnung für ein Lautsprecher-Set dieser Klasse.

Dass Wavemaster auf eine möglich aufgeräumte Optik Wert gelegt hat, zeigt ein Blick auf die Einstellelemente. Während der sekundäre Lautsprecher frei von Einstellelementen ist, kann die rechte Box, die in diesem Fall den Master-Speaker darstellt, mit zwei kleinen und unauffälligen Drehreglern am unteren Rand aufwarten. Über den links positionierten Drehregler können die drei Eingänge durchgeschaltet werden, während der rechte Regler den Hauptschalter und die Lautstärke-Regelung beinhaltet. Laut Wavemaster ist der Hauptschalter darüber hinaus im Grunde genommen nicht nötig, da sich die Lautsprecher selbstständig abschalten, wenn eine Zeit lang kein Signal anliegt - und im Gegenzug natürlich auch automatisch erkennen, wenn erneut ein Audio-Signal anliegt. In unseren Versuchen klappte das zuverlässig.

Interessant wird erst ein Blick auf die Rückseite der Wavemaster Cube. Zunächst fällt auch hier auf, dass Wavemaster klar in eine Master- und eine Slave-Box unterscheidet. Entsprechend sitzt die gesamte Steuerelektronik samt Endstufe in der rechten Box. Wavemaster integriert eine Endstufe mit einer RMS-Leistung von je 25 Watt pro Box. Für den Einsatz auf dem Schreibtisch ist das in den meisten Fällen ausreichend, gerade wer die Cube als Regallautsprecher nutzen möchte, wird sich schnell etwas mehr Leistung wünschen.

Auf der Rückseite werden zwei Drehregler geboten, über die sich die Höhen und Bässe separat justieren lassen - Veränderungen werden allerdings auf beide Lautsprecher übernommen, eine einzelne Abstimmung jedes Lautsprechers um gegebenenfalls Einflüsse des Raums auszugleichen, ist nicht möglich.

Direkt unter den beiden Drehreglern sitzen die beiden analogen Eingänge. Mit einem Cinch-Stereo-Paar und einer 3,5-mm-Klinke-Buchse wird das bewährte Doppel angeboten. Als Besonderheit hat Wavemaster zusätzlich ein Bluetooth-Modul integriert, sodass Musik bequem vom Smartphone aus zugespielt werden kann. Das klappte in unseren Tests sehr gut und erwies sich als ausgesprochener Komfort-Gewinn.

Der linke Lautsprecher besitzt keine eigene Endstufe, sondern wird über den Hauptlautsprecher passiv mit versorgt - die Klemmen für das beiliegende (leider extrem dünne) Lautsprecherkabel sind farblich klar gekennzeichnet, könnten für unseren Geschmack aber gerne noch etwas massiver ausfallen.

Auf komplexe DSP-Lösungen, wie sie teils in der High-End-Klasse geboten werden, verzichtet Wavemaster, gemessen am Preis kann Wavemaster aber mit einer gelungenen Ausstattung aufwarten, denn der zusätzliche Bluetooth-Empfänger erweist sich als ausgesprochen praktisch. 

 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 30.08.2014

Vizeadmiral
Beiträge: 7060
unauffällig wohlklingend - auffällig hässlich :)
#2
customavatars/avatar13249_1.gif
Registriert seit: 06.09.2004
Neuruppin / Erfurt
Kapitän zur See
Beiträge: 3493
naja was soll man dazu sagen außer, da hol ich mir doch lieber die Nubies =)
#3
customavatars/avatar108709_1.gif
Registriert seit: 17.02.2009
Dunkeldeutschland - Home of "Pack"
Admiral
Beiträge: 16297
Für 179€ lieber nen SMSL class-D amplifier + nen Pärchen HECO Victa Prime 202 - klingt definitiv 50x besser und sieht edel aus. :wink:
#4
Registriert seit: 30.08.2014

Vizeadmiral
Beiträge: 7060
+1
#5
Registriert seit: 17.11.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 1723
Also mir gefallen sie. Passen bei uns besser auf den Küchentresen (offene Wohnküche) als ein Paar Heco Victa. ;)
#6
Registriert seit: 31.12.2011

Hauptgefreiter
Beiträge: 247
Seltendämlicher Vergleich. A-300 vs. die kleinen Kisten. Das ist schon ein Facepalm wert. Wenn dann doch bitte mit den A-100 vergleichen, das wäre interessant gewesen. Aber ich glaube selbst da sehen die Cubes kein Land.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Edifier S760D im Test - Großes System mit neutralem Klang

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/EDIFIER_S760D/EDIFIER_S760D-TEASER_KLEIN

Mit dem S760D hat Edifier ein ausgewachsenes Soundsystem im Angebot, das weniger für den Schreibtisch als vielmehr für das Wohnzimmer gedacht ist. Wie gut das Set klingt, klärt wie immer unser ausführlicher Test. Die Zeiten, in denen Surround-Sets die heimischen Arbeitszimmer dominierten, sind... [mehr]

Netflix und Amazon Prime Instant Video: Das kommt 2016

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/NETFLIX

Die beiden Streaming-Anbieter Netflix und Amazon Prime Instant Video haben in Pressemitteilungen mittlerweile auf die kommenden Inhalte des Jahres 2016 hingwiesen. Beide haben nächstes Jahr besonders für Serien-Fans jeweils recht spannende Exklusivinhalte im Programm. Darunter sind natürlich... [mehr]

RHA T20 im Test - Flexible High-End-In-Ears

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/RHA_T20/RHA_T20-TEASER

Es ist noch gar nicht lange her, dass wir die High-End-In-Ears RHA T10i auf den Prüfstand gestellt haben. In der Zwischenzeit sind aber die neuen T20 erschienen, welche die ohnehin schon exzellente Ausstattung mit einem noch einmal exquisiteren Klang verbinden sollen. Ob das gelingt, klärt unser... [mehr]

Test: Ist der neue Apple TV die Zukunft des TV?

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/APPLETV

Seit gestern wird er ausgeliefert und ist auch in den Apple-Stores verfügbar: der neue Apple TV. "Die Zukunft des Fernsehens ist da" - so beschreibt Apple selbst die Ankunft des eigenen Produktes. Doch gelingt Apple diese Revolution und mit welchen Mitteln soll das überhaupt geschehen? Wir haben... [mehr]

Oculus Rift und HTC Vive - ein Erlebnisbericht

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2015/NVIDIA-VR-HAMBURG/NVIDIA-VR-HAMBURG-LOGO

Im 1. Quartal 2016 soll es soweit sein und die ersten Consumer-Versionen der VR-Brillen aus dem Hause Oculus und HTC sollen am Markt erhältlich sein. Bisher haben nur extrem glückliche Entwickler die Möglichkeit eine der beiden oder beide VR-Brillen testen zu können - natürlich im Rahmen der... [mehr]

Teufel Concept E Digital im Test - viel Ausstattung trifft voluminösen Klang

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/TEUFEL_CONCEPT_E_DIGITAL/TEUFEL_CONCEPTE-TEASER_KLEIN

Das Concept E von Teufel begleitet uns nun schon seit vielen Jahren. Galt früher einmal: Minimale Ausstattung, maximaler Klang zum überschaubaren Preis, gibt es seit gut einem Jahr eine Neuauflage des Surround-Klassikers. Der möchte klanglich natürlich noch immer überzeugen, gleichzeitig aber... [mehr]