> > > > Kurztest: HSTi Mobostick - Airplay für Android?

Kurztest: HSTi Mobostick - Airplay für Android?

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 1: Kurztest: HSTi Mobostick - Airplay für Android?

mobo teaser kleinMit dem Mobostick kommt ein weiteres Gadget in unsere Testräume, das auf die Erleichterung des Alltages mit einem Android-Device abzielt. Dabei lässt es sich kurz und knapp als "Airplay" für Android beschreiben. Das Gadget kommt als USB-Stick, der laut Hersteller an allen Geräten, die Medien von USB-Sticks abspielen können, funktionieren soll. Ob das Gadget hält, was es verspricht, klären wir im nachfolgenden Test.

Der Mobostick wird von HSTi vertrieben und kommt in einer Pappverpackung. Beiliegend: der Stick, eine Abdeckung für den Anschluss und eine Kurzanleitung. Für den Transport wäre eine kleine Tasche oder ähnliches sicher wünschenswert gewesen - gerade bei einem aktuellen Preis von rund 80 Euro. Dennoch: es liegt auf jeden Fall alles bei, um direkt loszulegen. Auf der Rückseite finden sich einige Infos sowie ein QR-Code, der zum Download der Mobostick-App im Google Play Market führt.

Insgesamt unterstützt der Stick bis zu 1 TB Dateien, also deutlich mehr als jedes aktuelle Android-Gerät zu speichern in der Lage ist. Durch die FAT32-Formatierung sind Dateien größer 4 Gigabyte jedoch nicht sichtbar und können demnach auch nicht gestreamed werden.

Der Stick ist etwas größer und dicker als normale Sticks - passt also nicht zwingend an mehrere nebeneinanderliegende USB-Ports.

Die Ersteinrichtung ist unkompliziert - anstecken, das Smartphone mit dem Mobostick-WLAN verbinden und loslegen. Problem: Das aufgespannte WLAN ist ungesichert, sodass auch Nachbarn oder andere fremde Personen Daten auf den Stick schicken könnten. Das ist zwar im Normalfall kein Problem im Sinne des Datenschutzes, da man nur an dem angeschlossenen Gerät auf diese zugreifen kann. Trotzdem sollte es heute Standard sein, ein WLAN im Auslieferungszustand bereits zu sichern.

Steckt man den Stick an einen PC oder Mac sollten zwei Laufwerke eingebunden werden: zum einen das Laufwerk, auf dem sich die gestreamten Dateien befinden. Zum anderen ein Laufwerk mit Software, wodurch man den Stick mit einem vorhandenen WLAN verbinden kann, sodass das Smartphone während des Streamings nicht ohne Internet bleiben muss. Das zumindest dachten wir zunächst, ist aber in diesem Fall falsch. Denn die uns bereitgestellte neue Mobostick-Version kann lediglich über das eigene WLAN kommunizieren und nur die "alte" Version des Mobosticks ist in der Lage sich mit einem WLAN zu verbinden. Die Access-Point-Funktion ist zwar praktisch, da man sich nicht um die Einrichtung kümmern muss. Ohne die Möglichkeit, das WLAN nachträglich zu verschlüsseln, aber sicher für die meisten Nutzer zu unsicher - auf Nachfrage bestätigte uns der Hersteller jedoch, dass eine Verschlüsselung geplant ist und als Software-Update bereitgestellt wird.

Im Play Store findet man zwei Apps - die HD-Version hat wenigstens schon Bewertungen. Es muss aber zwingend die AP-Version sein.

Im Google Play Shop gibt es zwei Versionen der App, die Mobostick HD und Mobostick AP. Über den QR-Code und die Anleitung kommt man zur AP-Version, die für die neue Ausgabe des Sticks gedacht ist. Mit dieser funktioniert die Verbindung auch reibungslos - das Streaming klappt und auch sonst ist die App einfach und intuitiv zu bedienen. Lediglich das Design ist nicht unbedingt das schönste, dafür aber funktional. Wenn man die App startet, wird kurz nach dem Stick gesucht, dann kann man die Ordner auf dem Android-Device auswählen, die an den Stick gesendet werden sollen.

Die App ist einfach und intuitiv aufgebaut - das Design ist natürlich Geschmackssache und hat uns nicht ganz so gut gefallen.

Mit einem Klick auf Share werden die Dateien an den Stick gestreamed - das Endgerät kann diese nun sehen und (falls der Dateityp bzw. die Codierung unterstützt wird) abspielen. Praktisch: nicht nur Medien lassen sich abspielen, auch andere Dateien lassen sich (wenn der Stick mit einem PC verbunden ist) vom und auf das Gerät kopieren. Möchte man einen weiteren Ordner zum Streaming hinzufügen, muss der Stick neu gestartet werden. Das dauert aber nur wenige Sekunden und ist daher vollkommen in Ordnung.

Problematisch bei der AP-Version ist unserer Meinung nach nicht nur, dass man ein unverschlüsseltes WLAN anbietet, sondern auch dass es während des Streamings keinen Internetzugriff für das Smartphone gibt. Wie genau dann innerhalb der App nach Updates gesucht werden soll (die Möglichkeit ist als Button gegeben), bleibt fraglich. Als Alternative gibt es aber den Wireless Media Streaming Stick, der diese Probleme behebt. Dafür muss man aber die Einfachheit des Mobostick abgeben.

 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (0)

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

AVM FRITZ!Fon C5 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/AVM_C5_TEASER_KLEIN

Im Spätsommer 2015 zeigte AVM mit dem FRITZ!Fon C5 die Erweiterung der Festnetz-Familie, die bis dahin aus drei Modellen bestand. Nach längerem Test zeigt sich nun, dass bahnbrechende Veränderungen fehlen. Eine Enttäuschung ist das neue Telefon deshalb aber nicht, denn entscheidend sind die... [mehr]

Gelid ZenTree im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/GELID_ZENTREE_TEASER_KLEIN

Wer mehr als nur Smartphone und Tablet per USB-Kabel aufladen muss, wird das Kabelwirrwarr kennen. Denn natürlich müssen meistens zwei oder mehr Geräte gleichzeitig geladen werden, was nicht selten in einer ganzen Ladegeräte-Batterie endet. Mit dem ZenTree will Gelid sich genau dieses Problems... [mehr]

HTC Vive in der Praxis: Aufbau und Funktionsweise

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/HTC-VIVE/HTC-VIVE-LOGO2

2016 soll das Jahr der virtuellen Realität werden. Kaum ein Thema hat in den vergangenen Monaten für einen solchen Hype sorgen können. Dabei haben sich die Hersteller wirklich auf das Jahr 2016 konzentriert, denn angefangen bei der Consumer Electronics Show Anfang Januar, über den Mobile World... [mehr]

Ohne Kabel: Bose QuietComfort 35 und B&O Beoplay H5 im Praxistest

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/BLUETOOTH-KOPFHOERER/QUIETCOMFORT_35_LOGO

Ist der 3,5-mm-Klinke-Anschluss überhaupt wegzudenken? Mit dieser Fragen werden sich ab dem Sommer sicherlich so einige Menschen beschäftigen müssen, denn offenbar plant Apple das Weglassen des Kopfhörer-Anschlusses. Doch eigentlich sollte es bei der drahtlosen Übertragung von Musik doch um... [mehr]

Smartwatch: Vom Hoffnungsträger zum Problemfall

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/APPLE-WATCH-ARMBAENDER-GUIDELINES-RS

Wann genau die Geburtsstunde der Smartwatch geschlagen hat, lässt sich schwer bestimmen. Einigt man sich auf das Datum, seitdem sie in der breiteren Öffentlichkeit eine wahrnehmbare Rolle spielt, hat sie gerade den sechsten Geburtstag erlebt. Denn so alt wurde vor wenigen Tagen die Sony Ericsson... [mehr]

Test: Eve Thermo ergänzt HomeKit-Setup von Elgato

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/ELGATO-EVE/ELGATO-EVE-THERMO-LOGO

Vor einigen Wochen haben wir uns einige der ersten HomeKit-Sensoren der Eve-Serie von Elgato angeschaut. Dabei warfen wir einen Blick auf Eve Room, Eve Door & Windows, Eve Energy und Eve Weather. Zur CES kündigte Elgato eine Ausweitung der Produktlinie an und präsentierte unter anderem den... [mehr]