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Test: Schenker Notebooks P511 - Performer mit tollem Display

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Seite 1: Test: Schenker Notebooks P511 - Performer mit tollem Display

mysn p511_teaserNotebooks werden stationäre Rechner künftig in immer mehr Bereichen ablösen, darüber muss nicht lange diskutiert werden. Eine Ausnahme stellen bislang vornehmlich noch mobile Gaming-Systeme dar, die im Vergleich zu ihren stationären Geschwistern schlichtweg zu teuer sind, wenn in einen ähnlichen Leistungsbereich vorgedrungen werden soll. Aktuell  bietet eine der interessantesten Kombinationen aus hoher Leistung und angemessenem Preis das Schenker Notebook P511 dar, das wir ausführlich auf die Probe gestellt haben.

Gaming-Notebooks, die stationären Rechnern Konkurrenz machen können, waren bislang sicherlich nichts für knallharte Kostenkalkulierer – mit einem selbst gebauten Tower-System fährt man grundsätzlich günstiger als mit einem Notebook. Daran ändern auch die Ergebnisse dieses Tests nicht viel, das P511 möchte aber zeigen, das eine erstklassige Performance nicht länger nur Geräten mit exorbitanten Preisen vorbehalten bleibt.

Doch jetzt erst mal der Reihe nach. Der deutsche Built-to-Order-Hersteller Schenker Notebooks ist bekannt dafür, Clevo-Barebones in schier grenzenlosen Konfigurationsmöglichkeiten anzubieten und auch vor so manchem Performance-Monster nicht zurückzuschrecken. Seit ein paar Monaten hat man aber auch zwei Barebones (15 Zoll und 17 Zoll) im Programm, die aus dem Hause MSI stammen und mit einem, im ersten Augenblick, vorzüglichen Preis-Leistungs-Verhältnis auffallen.

Das gilt auch für die uns vorliegende 15-Zoll-Version, die auf den Namen XMG P511 hört. Als CPU setzt Schenker Notebooks auf einen Intel Core i7-2670QM, also die Refresh-Version des enorm beliebten Brot-und-Butter-4-Kerners i7-2630QM. Noch wichtiger ist aber die verbaute Grafikeinheit und die kann sich sehen lassen: Schenker setzt auf eine  GeForce GTX 570M – für hohe Frameraten sollte also gesorgt sein. Damit die lieben Daten auch gespeichert werden können, stehen zwei Hybrid-HDDs mit je 750 GB zur Verfügung. Neben der GPU ist das genutzte Panel das zweite Highlight des P511. Nicht nur, dass der 15-Zoll-Monitor die FullHD-Auflösung bietet, er besitzt auch eine matte Oberfläche, was aktuell leider eine Seltenheit im Notebook-Segment ist. Alles in allem kostet unser Testmuster so rund 1400 Euro. Klar, günstig ist das auch nicht mehr, dafür wird aber eine Menge geboten. Wer beispielsweise mit einer Dual-Core-CPU auskommt (die für Games erfahrungsgemäß ausreichend ist) und nicht direkt zwei Hybrid-HDDs benötigt, der kann ordentlich sparen. Der Grundpreis liegt bei 999 Euro – erfreulicherweise ist zu diesem Preis das matte FullHD-Panel bereits enthalten.

Über schnellen Support können sich seit Anfang des Jahres übrigens alle Hardwareluxx-User freuen, denn seit Januar gibt es in unserem Forum ein eigenes Support-Forum von Schenker-Notebooks!

Das Gehäuse:

Schenker Notebooks XMG P511 Gehäuse

Einen Nachteil, den Built-to-Order-Hersteller gegenüber ihren „großen“ Konkurrenten stets haben, ist das Gehäuse. Nachdem auf Barebone-Gehäuse zurückgegriffen werden muss, fehlt den Geräten stets ein wenig die Individualität.

Das gilt auch für das P511, dessen schwarzer Glossy-Deckel unverkennbar die eigenwillige Formsprache von MSI-Geräten besitzt. Optisch setzt man sich so von der Masse ab und gerade für ein Gaming-Gerät erscheint die Optik angemessen. Schade ist aber, dass beim 15-Zöller auf einen Glossy-Deckel gesetzt wird, während das 17-Zoll-Modell P711 mit einem matten Deckel aufwarten kann.  Das im Deckel eingearbeitete XMG-Logo weist einzig auf den Hersteller hin, hilft dem P511 aber doch dabei, sich von den kleineren Barebone-Anbietern abzusetzen.

Schenker Notebooks XMG P511 TopCase

Teilweise matt geht es hingegen im Innenraum des Gehäuses zu. Wird der Deckel geöffnet, findet man eine Kunststoff-Handballenauflage vor, die in mattem Schwarz daherkommt und den Eindruck einer gebürsteten Metalloberfläche erwecken möchte. In Glossy-Schwarz wurde hingegen klassischerweise der Display-Rahmen ausgeführt.  Wer sich nicht an der „Fake“-Oberfläche stört, fährt hier recht gut, denn störende Fingerabdrücke sind kaum auszumachen.

Die Verarbeitungsqualität weiß zu gefallen. Der genutzte Kunststoff wirkt recht hochwertig, auch wenn man hinsichtlich der Haptik nicht an Geräte vom Schlage eines Alienware M15x heranreichen kann – das ist aber zugegebenermaßen noch einmal deutlich teurer. Störende Spaltmaße gibt es genau so wenig wie Knarzgeräusche. Mit Hinblick darauf, dass ein Gaming-15-Zöller sicherlich nicht für die tägliche Begleitung gedacht ist, sollte einer längeren Nutzung nichts im Wege stehen.  Einzig ein etwas steiferes TopCase hätten wir uns noch gewünscht – dazu aber später im Bereich der Eingabegeräte mehr. Alles in allem kann man den Built-to-Order-Geräten in der letzten Zeit aber eine stetig besser werdende Qualität attestieren.

Das Gewicht des 15-Zöllers liegt bei 2,6 kg ohne Akku. In Kombination mit dem 87 Wh starken Akku bringt es das Schenker Notebooks XMG P511 somit auf ein Gewicht von rund 3,1 kg. Ein Leichtgewicht ist unser Testkandidat damit nicht mehr – bei einem Notebook, das vornehmlich für den Gaming-Einsatz konzipiert wurde, stört das aber nicht, denn das P511 ist auf dem Weg zur LAN-Party eine Erleichterung gegenüber jedem stationären System.

Eingabegeräte:

Schenker Notebooks XMG P511 Tastatur

Schenker Notebooks spendiert dem 15-Zoll-Modell P511 eine Tastatur samt numerischem Zahlenblock. Wie beinahe immer im 15-Zoll-Segment geht diese Kombination aber mit einigen Kompromissen hinsichtlich des Layouts einher.

So wurde die „0“ des NumBlocks auf die Hälfte verkleinert und muss sich ihren normalerweise angestammten Platz mit dem rechten Pfeil der Cursor-Tasten teilen. Hier bedarf es zunächst etwas Eingewöhnungszeit, dann kommt man aber zurecht. Viel störender ist da schon, dass die Enter-Taste nur die halbe Höhe besitzt – gerade bei einem so zentralen Element würden wir uns wünschen, wenn das Standard-Layout weitestgehend erhalten bleibt, da dies die Eingewöhnungszeit erheblich verlängert.

Der Druckpunkt der Tasten geht in Ordnung, könnte aber gerne noch etwas knackiger sein. Negativ beeinflusst wird die Tipp-Performance vom leicht flexenden Top-Case – hier haben wir in der Vergangenheit aber auch schon wesentlich schwammigere Geräte erlebt.
Das Touchpad verrichtet seinen Dienst ordentlich, ohne dabei positiv oder negativ aufzufallen. Einzig ein wenig größer könnte der Maus-Ersatz sein. Da das P511 aber wohl die meiste Zeit mit einer Maus zum Einsatz kommen wird, sehen wir hier kein größeres Problem.

Zusätzlich gibt es zwei Zusatztasten oberhalb der Tastatur – der Mehrwert hält sich aber in Grenzen. Wünschenswerter wäre da schon die Integration von Multimedia-Tasten gewesen.

Connectivity:

Schenker Notebooks XMG P511 Anschlüsse

Anschlussseitig kann das P511 überzeugen. Es werden insgesamt vier USB-Anschlüsse geboten, von denen zwei als 3.0-Version ausgeführt werden. Verteilt werden diese auf das rechte und das linke Seitenteil des Gehäuses – die Rückseite bleibt leider außen vor. Das gilt aber nur für die USB-Anschlüsse, denn erfreulicherweise werden die beiden Bild-Schnittstellen in Form von VGA und HDMI sowie der Strom-Anschluss, der RJ45-Port und sogar eine eSATA-Buchse rückwärtig verbaut. Das führt zu einem aufgeräumten Schreibtisch – einzig ein oder zwei zusätzliche USB-Anschlüsse auf der Rückseite würden wir uns noch zusätzlich wünschen.  Abgerundet wird das Anschluss-Panel von vier Audio-Buchsen und einem Card-Reader.

Drahtlos bietet das P511 alles, was wir von einem Gaming-Notebook erwarten. Neben WLAN in allen aktuellen Standards kann auch Bluetooth konfiguriert werden. Die Möglichkeit, einen Bigfoot-Netzwerk-Controller zu konfigurieren, wird jedoch nicht geboten – was in unseren Augen aber nicht wirklich als Nachteil anzusehen ist. Ebenso gibt es natürlich keine UMTS-Features – diese bleiben aber ohnehin der Klasse „Ultraportabel“ vorbehalten.

 

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 08.12.2007
gera
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 435
Das mit den 3GB VRam bei der Graka stimmt nicht sind nur 1,5GB wie es bei den Techn. Daten steht
#2
customavatars/avatar7414_1.gif
Registriert seit: 07.10.2003
Franken
Chefredakteur
Beiträge: 9177
Danke für den Hinweis! Ich besser es gleich aus!
#3
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Registriert seit: 13.04.2003

Trekker
Beiträge: 3768
Bei Devil Tech kann man beim konfigurieren wählen ob 1,5 oder 3.
Soll nämlich ein Gamer Notebook mit 17" besorgen. Mhm bei DT fehlt USB 3.0 und die Schenkers sind laut. Jmd Ideen oder Erfahrungswerte? Ich tendiere zum Schenker mit Nvidia 555.

Danke für den Test!
#4
customavatars/avatar50569_1.gif
Registriert seit: 31.10.2006

Stabsgefreiter
Beiträge: 379
"Da unser Testmuster aber auf einen RAID-Verbund setzt, leidet die Datensicherheit deutlich. Hier würden wir eine etwas besonnenere Kombination beim Kauf empfehlen."

Das ist ein Gaming Laptop , sicherheit in allen Ehern , aber dieser Satz hat doch hier nichts zu suchen..

Ich habe seit 3 Jahren ein Raid 0 Verbund und noch nie mit Datenverlust Probleme gehabt, und wie gesagt hier geht es eher um Leistung als um Sicherheit !

Mfg
#5
Registriert seit: 24.03.2006
Gelsenkirchen
Bootsmann
Beiträge: 587
Hallo,
irgendwie kommt bei jedem Test eines Barebones von Schenker,Deviltech usw. am Ende immer das gleiche heraus: sehr leistungsfähig aber unerträglich laut. Wer tut sich sowas freiwillig an? Warum kann nur Asus mit der G73/74-Reihe halbwegs leise Gamingbooks bauen?
MfG
#6
Registriert seit: 02.09.2004
Wasteland
Gefreiter
Beiträge: 40
was ist mit den aktuellen Medion-Modellen? liest sich baugleich, bei deutlich günstigeren preis. ich finde das 501 modell von schenker, immer noch attraktiver. es hat das schönere gehäuse und eine firewire-schnittstelle, die ich äusserst vermisse bei neueren gamer-laptops. dieses MSI-gehäuse ist doch bestimmt schon 2 jahre alt, wann kommt den endlich mal ein neues? eins ohne klavierlackoptik? finde die dinger hässlich, klobig und mit allerlei nutzlosem blinki-blinki zeugs, ist aber nur meine meinung.
man hätte zur weihnachtszeit zuschlagen sollen, aktuell wird alles wieder teurer, liegt wahrscheinlich auch an der Thailand-überschwemmung.
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