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ASUS USB-Display MB168B+ im Kurztest

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ASUSDisplayLogoMöchte man sein Notebook auch unterwegs nutzen, so gilt es schon beim Kauf einen Kompromiss aus Geräte- und Displaygröße einzugehen. Fällt das Notebook zu groß aus, leidet die Mobilität massiv. Kauft man stattdessen ein kleineres Gerät, fällt auch das Display entsprechend klein aus. Dass es auch anders geht, zeigt der taiwanische Hersteller ASUS nun mit dem neuen FullHD-Display MB168B+, das explizit für Notebooks entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um einen 15,6 Zoll großen Zusatz-Bildschirm, der via USB an das Notebook angebunden wird. Dank der ausgeklügelten Aufmachung der mitgelieferten Transporttasche kann diese zudem als Ständer für das Display genutzt werden.

ASUS verfolgt mit dem MB168B+ einen interessanten Ansatz, der das Bedürfnis nach mehr Displayfläche für einen Preis von knapp 190 Euro befriedigen könnte. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Konzept in der Praxis auch so funktioniert, wie es vom Hersteller angedacht ist. Nach dem Öffnen des schmalen, schlicht gestalteten Kartons, in dem das MB168B+-Display geliefert wird, wird schnell klar: viel Zubehör gibt es nicht. Außer dem 70 Zentimeter langen USB-Übertragungskabel und der bereits angesprochenen Tasche findet sich lediglich noch der übliche Papierkram sowie eine Support-CD im Lieferumfang. Mehr als das USB-Kabel braucht es jedoch auch nicht, um das Display in Betrieb nehmen zu können.


Technische Daten
Hersteller ASUS
Modell MB168B+
Straßenpreis ca. 190 Euro
Bilddiagonale 15,6 Zoll
Panel TN
Auflösung Full HD (1920 x 1080 Pixel)
max. Helligkeit 250 cd/m²
Kontrast 600:1
Abmessungen 379 x 236 x 8 mm
Gewicht (nur Display) 800g
Anschlüsse USB 3.0
Lieferumfang

- USB Kabel
- Tasche
- Kurzanleitungen
- Support-CD


Design, Verarbeitung und Konnektivität

Das Gehäuse des MB168B+ fällt mit einer Dicke von acht Millimetern sehr flach aus. Dieses ‚Slim-Design', wie es ASUS selbst nennt, prädestiniert das Display für den Mobile-Einsatz. Die Materialwahl, die zugunsten von Kunststoff und Metall ausgefallen ist, spricht für eine hohe Robustheit, die sich in der Praxis durchaus bestätigt. Selbst wenn man etwas Kraft aufwendet und etwas Druck auf das Display ausübt, verformt sich dieses kaum. Bei der Front setzt ASUS auf eine matte, rund 17 Millimeter breite Kunststoffeinrahmung, die weder knirscht noch sonstige Ungenauigkeiten bei der Verarbeitung an den Tag legt. Für etwas Kontrast zur Einfassung und dem ebenfalls matten Panel sorgt das Herstellerlogo im Chromlook.

Frontansicht
Frontansicht

Die Rückseite besteht aus einer einzigen, gebürsteten Metallplatte. Das verwendete Material fühlt sich sehr wertig an und wurde passgenau in den Kunststoffrahmen eingelassen. Störende Kanten oder Ungenauigkeiten, die beim Übergang von Metall zu Kunststoff oft auftreten, konnten wir bei unserem Testsample nicht feststellen. In Kombination mit den abgeschrägten Seiten fühlt sich das gesamte Display daher sehr hochwertig an.

Rückseite
Rückseite

An der linken Außenseite integriert ASUS alle Anschlüsse und Steuerelemente. Ganz unten befindet sich der USB-3.0-Port im Mini-Format, der für die Übertragung des Bildsignals notwendig ist. Der Stecker des rund 70 Zentimeter langen USB-Kabels lässt sich problemlos anschließen, sitzt jedoch sehr locker. In unserem Test rutschte so mehrfach während des Betriebs das Kabel aus dem Steckplatz, was unterwegs noch viel öfter vorkommen dürfte. Hier sollte ASUS unserer Meinung nach deutlich nachbessern, da ständige Verbindungsabbrüche durch das Herausrutschen des Kabels auf Dauer einfach stören.

Am oberen Ende platziert der Hersteller den Power-Button sowie eine Wipptaste, die der Regelung der Displayhelligkeit dient. Alle Tasten lassen sich problemlos auswählen und verfügen über einen angenehmen Druckpunkt. Die Wipptaste zur Helligkeitsregelung lässt ein deutliches Unterscheiden beider Auswahlpunkte zu, was nicht zuletzt an der gut bemessenen Länge der Taste liegt. Der Power-Button verfügt über eine LED, die Aufschluss über den Betriebszustand gibt (Orange = Standby; Grün = im Betrieb).

Seite
linke Seite: USB-Port und Tasten

Die Tasche, die viel mehr ist...

Zusammen mit dem MB168B+ liefert ASUS eine schwarze Tasche, die das Display während des Transportes vor äußeren Einflüssen, wie beispielsweise Stößen, sicher schützen soll. Das Display wird von oben in die Tasche eingeschoben, sodass es passgenau zwischen den beiden stabilen Hälften liegt. Eine mit Klettverschlüssen versehene Lasche, die auf der Oberfläche über eine dezente Lederoptik verfügt, verhindert das Herausrutschen des Displays. Zwei in die Verschlusslasche eingenähte Schlaufen bieten Platz für das mitgelieferte USB-Kabel. Alternativ können diese aber auch für das Unterbringen von Gegenständen wie Stiften genutzt werden.

Tasche
Das Display in der Tasche

Die mitgelieferte Tasche wurde nicht nur zum Schutz des Displays entwickelt. Stattdessen fungiert diese während des Betriebs auch als Monitorständer. Möglich wird dies durch eine besondere Falttechnik, durch die die Tasche schnell in einen recht stabilen Ständer verwandelt werden kann. Dafür muss lediglich der obere Teil eingeklappt und in eine von zwei eingenähten Vorrichtungen gesteckt werden. Anschließend wird noch die Verschlusslasche eingeklappt, sodass die Konstruktion möglichst wenig Platz auf dem Tisch einnimmt.

Standfuß
Die Tasche als Standfuß

Obwohl die Konstruktion auf den ersten Blick recht wackelig anmutet, kann sie in der Praxis durchaus überzeugen. So ermöglicht die Tasche durch ihre besondere Faltweise einen sehr stabilen Stand, der selbst leichten Stößen trotzt. Zudem kann das Display auch hochkant aufgestellt werden - die AutoRotate-Funktion übernimmt das Drehen des Bildinhaltes dabei automatisch.

Standfuß
Die Tasche als Standfuß - Detailansicht und größerer Neigungswinkel


Bildqualität und Gleichförmigkeit

Das MB168B+-Display wartet mit einem TN-Panel auf, das mit 1920 x 1080 Pixeln (Full HD) auflöst. Anders als bei IPS-Panels kommt es je nach Modell zu recht starken Farbverschiebungen bei TN-Displays, wenn man den Bildinhalt von der Seite betrachtet. Diese Eigenschaft machte sich auch bei unserem Testsample bemerkbar, sodass während des Betriebs auf einen orthogonalen Blick auf das Panel geachtet werden sollte. Den ersten Eindruck, den wir von der Bildqualität des MB168B+ hatten, bestätigen unsere Messungen. So liefert das Display mit einem Kontrast von 632:1 ein recht knackiges Bild, das jedoch auch bei maximaler Helligkeit recht dunkel wirkt. Diese Annahme wurde im Anschluss durch unsere Feldmessung zur Ausleuchtung bestätigt. So erreicht das Display nur eine Leuchtdichte von 178 cd/m² statt der von ASUS angegebenen Helligkeit von 250 cd/m². Gerade wenn das Display im Freien genutzt wird und direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, lässt sich durch die geringe Helligkeit kaum noch etwas erkennen. Deutlich erfreulicher sah es aber mit der Gleichförmigkeit der Hintergrundbeleuchtung aus. So unterlagen die Helligkeiten der von uns insgesamt neun gemessenen Felder kaum größeren Schwankungen – optisch sind die lediglich geringfügigen Abweichungen daher auch nicht zu erkennen. Bei der Farbreproduktion kann das flache Display natürlich nicht mit anderen Monitoren mithalten, weshalb die Ergebnisse hier auch entsprechend unterdurchschnittlich ausfielen.

Fazit

Das MB168B+ spricht optisch durch ein zeitloses, sehr einfach gehaltenes Design an, das zu nahezu jedem Notebook passt. Des Weiteren kann das Display durch seine sehr gute Verarbeitung überzeugen. Unschöne Rückstände oder Ungenauigkeiten, wie sie insbesondere bei der Verwendung mehrerer Materialien auftreten, konnten wir nicht feststellen. Die Rückseite aus Metall verleiht dem Display zudem eine hohe Steifigkeit, sodass dieses in der mitgelieferten Tasche ohne Probleme transportiert werden kann.

Eines der Highlights ist die Tasche, die ASUS dem Display beilegt. So kann diese mit wenigen Handgriffen in einen Ständer verwandelt werden, der das MB168B+ sicher in Position hält. Die zwei einstellbaren Neigungswinkel sind dabei ein nettes Feature, das man von solch einer Konstruktion auf den ersten Blick nicht erwarten würde. Die Bildqualität und Gleichförmigkeit des Displays kann im Gesamten überzeugen. Lediglich der Umstand, dass die Hintergrundbeleuchtung die versprochene Helligkeit nicht erreicht, ist unschön, da so der Einsatz in hellen Umgebungen deutlich beschnitten wird.

Positive Aspekte des ASUS MB168B+:

  • solide Verarbeitung
  • sehr flaches Gehäuse und geringes Gewicht
  • Tasche im Lieferumfang enthalten; Funktion als Ständer
  • Full-HD-Auflösung
  • AutoRotate für schnelles Drehen des Displays

Negative Aspekte des ASUS MB168B+:

  • locker sitzender USB-Stecker
  • geringere Helligkeit als in den Spezifikationen angegeben

Zusammengefasst liefert ASUS mit dem MB168B+ also ein gutes Gesamtpaket, das lediglich über kleinere Schwächen verfügt. Die hohe Auflösung, die oftmals nicht von Notebooks dieser Größenordnung unterstützt wird, bietet genügend Platz auf dem Desktop für ein angenehmes Arbeiten. Allerdings muss dafür mit knapp 190 Euro auch ein entsprechend hoher Preis gezahlt werden. Geringfügig günstiger geht es mit dem MB168B von ASUS, das rund 160 Euro kostet und lediglich über eine HD-Auflösung (1366 x 768 Pixel) verfügt.

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 27.10.2011

Bootsmann
Beiträge: 742
Eine wichtige Information fehlt: Die Wiedergaberate des Bildschirms. Bei 60 Hertz dürfte es auch per USB 3.0 recht eng werden, was die ruckelfreie Wiedergabe angeht. Klar, "theoretisch" reicht USB 3.0 für 355 MB/s, aber das müssen dabei auch beide Controller schaffen.
#2
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Registriert seit: 11.05.2010

Korvettenkapitän
Beiträge: 2062
Hab mal 2 bestellt. Mal schauen wie es mit 2 gleichzeitig ist.
#3
Registriert seit: 25.12.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 196
Das Teil gefiel mir schon aus anderen Tests und hat dank dem "+" auch die Full-HD Auflösung, während die Vorgängerversion nur 1366x768 hatte.

AOC hat auch ein paar gute Alternativen für wenig Geld wie z.B. e1659FWU und einen 22" e2251FWU.

Allerdings bringt der 22" ein hohes Gewicht auf die Waage, während das ASUS Teil weit unter 1kg wiegt.

Ihr habt aber aus meiner Sicht einen wichtigen Teil vergessen: das Display läßt sich hochkant verwenden und stellt somit eine DIN A4 Seite dar. Das ist z.B. der für mich ausschlaggebende Punkt gewesen, mich dafür zu interessieren.

Von Lenovo und Toshiba gibt es auch ein Display, aber geringe Auflösung und geringe Display-Diagonale.

#4
Registriert seit: 13.06.2006
Würzburg
Fregattenkapitän
Beiträge: 2881
Zitat Novastar;21775800
Eine wichtige Information fehlt: Die Wiedergaberate des Bildschirms. Bei 60 Hertz dürfte es auch per USB 3.0 recht eng werden, was die ruckelfreie Wiedergabe angeht. Klar, "theoretisch" reicht USB 3.0 für 355 MB/s, aber das müssen dabei auch beide Controller schaffen.


Und eine noch wichtigere ebenfalls: Der Stromverbrauch. Philips verkauft solche Monitore, die schon laut eigener Spezifikationen die USB3-Grenzen sprengen. Von 2.0 ganz zu schweigen, und jedes 3.0-Gerät muss ja prinzipiell abwärtskompatibel sein...
Und wer haftet, wenn ein solches Gerät nen quasi nicht ersetzbaren Notebookport brät?
#5
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Registriert seit: 03.12.2011

Obergefreiter
Beiträge: 100
Gibt es solche portablen Display eig auch mit dvi/hdmi/dp? In 21,5" oder mehr, zum spielen geeignet?
#6
customavatars/avatar42286_1.gif
Registriert seit: 29.06.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2794
blöde Frage: Warum zur Hölle mit USB?

hätte man nicht einfach HDMI nehmen können? Das haben doch alle Ultrabooks, Notebooks und Windows Tablets eigentlich?

Und bitte ein helles IPS Panel.

Mfg Bimbo385
#7
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Registriert seit: 09.12.2004
127.0.0.1
Vizeadmiral
Beiträge: 7384
Zitat bimbo385;21780710
blöde Frage: Warum zur Hölle mit USB?

hätte man nicht einfach HDMI nehmen können? Das haben doch alle Ultrabooks, Notebooks und Windows Tablets eigentlich?

Und bitte ein helles IPS Panel.

Mfg Bimbo385


IPS, da gehe ich mit. Aber per HDMI ? da ist wieder ein Extra Akku oder Netzteil nötig...vorbei die avisierte Mobilität.
#8
Registriert seit: 31.07.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 6142
Weils sonst portabel sowas von definitiv nicht läuft!

In solchen Displays ist immer ein DisplayLink Chip verbaut und ne Alternative gibts da irgendwie nicht...
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