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Für viele Besucher der gamescom sind die Hallen 10.1 und 10.2 eine der wichtigsten Anlaufstellen. Abseits der meist übervollen Hallen 7-9 besteht hier auch bei großem Gedränge immer die Möglichkeit, das ein oder andere Spiel zu testen. Während sich in den anderen Hallen die AAA-Titel tummeln, warten hier etliche Indie-Spiele auf ihre Entdeckung. Zudem gibt es im Retro-Bereich einen Ausflug in die Vergangenheit und dieses Jahr eine neu gestaltete Family-Zone.
Bei besonders kleinen Titeln ist die Chance hoch, am Stand den Entwickler zu treffen. In den Hallen gibt es alle Genres und Spiele für alle Altersklassen. Auch 18er-Titel sind vertreten. Hier ist der Bildschirm nur vor den Blicken minderjähriger Besucher verborgen. Einige Hardwarehersteller haben sich ebenfalls in den Hallen niedergelassen. Hinzu kommen Vertretungen der USK und einige Länderstände, wie der Saarland-Rheinland-Pfalz-Gemeinschaftsstand.
Zwischen den Ständen finden sich aber auch einige überraschende Auftritte. Die Publisher Daedalic und Raw Fury haben hier ganze Bereiche eingerichtet, in denen sie ihre aktuellen Titel präsentieren. Bei Raw Fury hatten wir auch einen Termin hinter den Kulissen. Bei Daedalic gibt es neben dem neuen Deponia-Teil auch einen Bereich für Star Trek Voyager. Regelmäßige Leser erinnern sich möglicherweise an Outbound und Cairn, die wir bereits getestet haben. Auch diese haben Stände im Indie-Bereich. Besucher können hier auch erstmals das neue Soko 1977 von Paintbucket Games ausprobieren. Wir haben uns am Stand über das Spiel unterhalten und einen ersten Eindruck erhalten. Weiter im Inneren der Halle können Interessierte auch die Demo von Stronghold 4 anspielen.
In der neu designten Retro & Family Area treffen klassische Konsolen und Heimcomputer auf moderne Spiele und familienfreundliche Angebote. Die Retro Area nimmt Besucher mit auf eine Reise durch rund 50 Jahre Videospielgeschichte. Wer möchte, kann hier sogar das Original Pong aus dem Jahr 1972 spielen. Hinzu kommen eine Menge Arcade-Automaten aus den 80ern sowie die Heimcomputer und Konsolen der folgenden Jahrzehnte.
Unter anderem stehen Spielstationen mit Klassikern wie dem C64, Amiga und Super Nintendo bereit. Besucher können die alten Systeme dabei nicht nur anschauen, sondern zahlreiche Spiele direkt selbst ausprobieren. Neben den klassischen Konsolen und Heimcomputern gibt es außerdem Flipperautomaten sowie Musik- und Tanzspiele. Ergänzt wird das Angebot durch Ausstellungen mit Vitrinen und Bildergalerien, die weitere Einblicke in die Geschichte der Games-Branche geben.
Die Family Area richtet sich dagegen an Eltern und Kinder. Dabei soll gezeigt werden, dass Videospiele nicht ausschließlich der Unterhaltung dienen, sondern auch beim Lernen und bei der Vermittlung digitaler Kompetenzen eine Rolle spielen können. Interaktive Inhalte sowie familienfreundliche Streams und Videos sollen Kindern einen altersgerechten Zugang zur Welt der Games ermöglichen. Gleichzeitig können sich Eltern über den sinnvollen Medieneinsatz bei Kindern informieren. Ein Anlaufpunkt ist dabei der Family Gaming Room. Der Raum soll als ruhiger Rückzugsort dienen, an dem Familien gemeinsam spielen und neue Titel entdecken können. Darüber hinaus können sich Eltern dort über Jugendschutz und familienfreundliche Einstellungen informieren. Die Indiehallen und die gamescom allgemein sind noch bis zum 30. August 2026 um 20.00 Uhr geöffnet.